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Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

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  1. Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: Philax 21.01.14 - 16:34

    Hi,

    als Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr möchte ich auch mal meinen Senf dazu abgeben. Die Idee ist ja nicht schlecht, allerdings sehe ich keine große Zukunft für das Projekt..

    "Mit Firefighterlog können Feuerwehrmänner über ihr Android-Smartphone bei einem Einsatz Informationen zum Unglücksort abfragen - von der Wegbeschreibung über Zugangsinformationen bis hin zu Standorten von Hydranten."

    Bei uns verfügt jedes Fahrzeug über eine Hydrantenkarte des jeweiligen Einsatzgebietes und ein Navigationsgerät. Das Navigationsgerät errechnet automatisch nach dem Alarm die Route.

    "So könnten Feuerwehrmänner bei Einsätzen zahlreiche Details zum jeweiligen Vorfall direkt auf dem kleinen Display der Brille ablesen, ohne ihr Smartphone verwenden zu müssen."
    Welche Details soll man von der Brille ablesen können? Bei einem Einsatz geht es hektisch zu, da bleibt keine Zeit zum lesen von den Details von der kleinen Brille. Zudem fährt bei fast jedem Einsatz ein Einsatzleitwagen mit, der über Computer verfügt und dort werden die Details rausgelesen und an die jeweiligen Mannschaften weiter gegeben.

    "Während der Feuerwehrmann zum Einsatzwagen läuft, kann ihm bereits die Art des Unglücks und eine Wegbeschreibung mit Google angezeigt werden."

    Bei der Alamierung oder per Funk werden die Infos von der Leitstelle gegeben. Da die Leistelle meist keine weiteren Infos besitzt, was will mir die Brille in den 20 Sekunden zum Einsatz anzeigen?

    "Zu den spezielleren Funktionen könnten auch technische Zeichnungen von Fahrzeugen gehören. "
    Das könnte vielleicht sinnvoll sein, aber diese Informationen liegen uns auch auf dem Einsatzleitwagen vor. Wie gebe ich der Brille die Informationen, welche Marke und welche Fahrzeugtyp?

    "Auch die Hydrantensuche soll bei der Google-Glass-App vorhanden sein."
    Wie vorhin schon gesagt, verfügt bei uns jedes Fahrzeug über eine Hydrantenkarte. Zudem sind die Hydranten und der Weg zu Hydranten mit Schildern gekennzeichnet.

    "Der Vorteil gegenüber der Smartphone-App Firefighterlog ist neben dem geplanten größeren Umfang, dass der Feuerwehrmann die Informationen per Sprachbefehl abrufen kann. "
    Wie soll das denn funktionieren? Ein Martinshorn ist nicht gerade leise, mehrere schon gar nicht. Bei einer Einsatzstelle ist der Lärmpegel immer laut. Pumpen, anfahrende Fahrzeuge usw.. glaube kaum das die Brille diese Sachen alle rausfiltern kann.

    Zum Video:
    Auf dem Video wird gezeigt wie ein Feuerwehrmann im Innenangriff das Ding anhat. Wie es aussieht ist es aber eine Go-Pro, kommt mir jedenfalls mal so vor. Zudem, wie willst du die Brille unter der Maste anhaben? Es ist ja schon so schwer genug aus der Maske was rauszusehen, dann noch ne nervige Brille aufhaben. Für normale Brillenträger fällt das dann auch komplett weg, da diese eine Maskenbrille tragen müssen.

    Edit. Dazu kommt noch die UVV in Deutschland, diese wird sich auch querstellen. Da in den USA die Gesetze lockerer sind funktioniert dieses Konzept vielleicht, vorstellen kann ich mirs aber nicht..



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.01.14 16:36 durch Philax.

  2. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: freddypad 21.01.14 - 16:45

    Ein schöner und ausführlicher Beitrag. Danke für die Schilderung aus der Sicht eines richtigen Feuerwehrmanns.
    Du bestätigst total, was ich sofort beim Lesen des Artikels dachte: solch eine Datenbrille ist als Idee für einen Feuerwehrmann Schwachsinn. Hauptsächlich hinderlich und unpraktisch. Und natürlich weiß die Feuerwehr längst wie es viel besser geht und macht das auch schon lange viel besser.
    Dieser ganze Wahn um immer "smartere" gadgets ist einfach mal in vielen Fällen lächerlich.

  3. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: Peter Brülls 21.01.14 - 16:48

    freddypad schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein schöner und ausführlicher Beitrag. Danke für die Schilderung aus der
    > Sicht eines richtigen Feuerwehrmanns.
    > Du bestätigst total, was ich sofort beim Lesen des Artikels dachte: solch
    > eine Datenbrille ist als Idee für einen Feuerwehrmann Schwachsinn.
    > Hauptsächlich hinderlich und unpraktisch. Und natürlich weiß die Feuerwehr
    > längst wie es viel besser geht und macht das auch schon lange viel besser.

    Nun, Entwickler ist zumindest mal ein Feuerwehrmann.

  4. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: freddypad 21.01.14 - 17:01

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > freddypad schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein schöner und ausführlicher Beitrag. Danke für die Schilderung aus der
    > > Sicht eines richtigen Feuerwehrmanns.
    > > Du bestätigst total, was ich sofort beim Lesen des Artikels dachte:
    > solch
    > > eine Datenbrille ist als Idee für einen Feuerwehrmann Schwachsinn.
    > > Hauptsächlich hinderlich und unpraktisch. Und natürlich weiß die
    > Feuerwehr
    > > längst wie es viel besser geht und macht das auch schon lange viel
    > besser.
    >
    > Nun, Entwickler ist zumindest mal ein Feuerwehrmann.


    Aha. Na wenn das so ist... :-)
    Der Entwickler ist ein Feuerwehrmann mit ner schlechten Idee. Oder er hat vielleicht lange nicht mehr aktiv im Dienst gearbeitet und dann nach drei Flaschen Bier die Idee bekommen.
    Wie auch immer, die Idee ist nicht gut.

  5. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: vol1 21.01.14 - 17:10

    Evtl. könnte die Brille ja bei einem etwas weitläufigeren Einsatz nützlich sein? Wenn um Sydney wieder mal 90.000 Hektar brennen z.B. . Das muss unglaublich schwer zu koordinieren sein..

  6. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: Michael H. 21.01.14 - 17:12

    Philax schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hi,
    >
    > als Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr möchte ich auch mal meinen
    > Senf dazu abgeben. Die Idee ist ja nicht schlecht, allerdings sehe ich
    > keine große Zukunft für das Projekt..

    Ich sehe da viel Potenzial drin. Ich komme da gleich drauf zurück.

    > "Mit Firefighterlog können Feuerwehrmänner über ihr Android-Smartphone bei
    > einem Einsatz Informationen zum Unglücksort abfragen - von der
    > Wegbeschreibung über Zugangsinformationen bis hin zu Standorten von
    > Hydranten."
    >
    > Bei uns verfügt jedes Fahrzeug über eine Hydrantenkarte des jeweiligen
    > Einsatzgebietes und ein Navigationsgerät. Das Navigationsgerät errechnet
    > automatisch nach dem Alarm die Route.

    Du musst von U.S. Feuerwehrleuten ausgehen. Nicht von deutschen. Unsere Feuerwehr hier hat das anscheinend nicht. Hab ich von meinen Bekannten die bei der Feuerwehr sind noch nie was gehört. Also kann man da auch nicht von ganz DE ausgehen. Womit dieses System wieder eine günstige Lösung zu sein scheint.

    > "So könnten Feuerwehrmänner bei Einsätzen zahlreiche Details zum jeweiligen
    > Vorfall direkt auf dem kleinen Display der Brille ablesen, ohne ihr
    > Smartphone verwenden zu müssen."
    > Welche Details soll man von der Brille ablesen können? Bei einem Einsatz
    > geht es hektisch zu, da bleibt keine Zeit zum lesen von den Details von der
    > kleinen Brille. Zudem fährt bei fast jedem Einsatz ein Einsatzleitwagen
    > mit, der über Computer verfügt und dort werden die Details rausgelesen und
    > an die jeweiligen Mannschaften weiter gegeben.

    Schon mal google Glass aufgehabt? Gerade wenn es hektisch zugeht haste von ner google Glass wesentlich mehr als von nem Navi oder nem funkgerät.
    Da dir die Infos direkt im Blickfeld angezeigt werden.

    > "Während der Feuerwehrmann zum Einsatzwagen läuft, kann ihm bereits die Art
    > des Unglücks und eine Wegbeschreibung mit Google angezeigt werden."
    >
    > Bei der Alamierung oder per Funk werden die Infos von der Leitstelle
    > gegeben. Da die Leistelle meist keine weiteren Infos besitzt, was will mir
    > die Brille in den 20 Sekunden zum Einsatz anzeigen?

    Ich denke du missverstehst das.
    So muss keiner über n Lautsprecher brüllen wo was los is, man kriegt es angezeigt... man hat exakte eingaben...man weiss wie lange man braucht... kriegt evtl noch zusatzinfos wie "nebenan is ne chemiefabrik", was normal die leitstelle auch mal übersehen kann... das kann alles mit geokoordinaten angezeigt werden ... auch wo unterirdische gasleitungen liegen falls es auf ner baustelle brennt.. um die leute zu evakuieren... und und und...

    > "Zu den spezielleren Funktionen könnten auch technische Zeichnungen von
    > Fahrzeugen gehören. "
    > Das könnte vielleicht sinnvoll sein, aber diese Informationen liegen uns
    > auch auf dem Einsatzleitwagen vor. Wie gebe ich der Brille die
    > Informationen, welche Marke und welche Fahrzeugtyp?

    Also ich bin jetzt kein Feuerwehrmann... aber bei einer Unfallmeldung kommen doch meist so infos wie "hier ist ein schwarzer merdedes c-klasse n hang runtergerollt"

    Ansonsten... es ist ne datenbrille vernetzt mit einer Datenbank... via Erkennungssoftware kann diese über z.B. karrosserieform oder marke + beschriftung ... z.B. Hyundai logo + i20... das genaue fahrzeug bestimmen... ansonsten verkehrsbehörde übers kennzeichen...


    > "Auch die Hydrantensuche soll bei der Google-Glass-App vorhanden sein."
    > Wie vorhin schon gesagt, verfügt bei uns jedes Fahrzeug über eine
    > Hydrantenkarte. Zudem sind die Hydranten und der Weg zu Hydranten mit
    > Schildern gekennzeichnet.

    Murrica, nicht schland ^^ MURRICA! :D


    > "Der Vorteil gegenüber der Smartphone-App Firefighterlog ist neben dem
    > geplanten größeren Umfang, dass der Feuerwehrmann die Informationen per
    > Sprachbefehl abrufen kann. "
    > Wie soll das denn funktionieren? Ein Martinshorn ist nicht gerade leise,
    > mehrere schon gar nicht. Bei einer Einsatzstelle ist der Lärmpegel immer
    > laut. Pumpen, anfahrende Fahrzeuge usw.. glaube kaum das die Brille diese
    > Sachen alle rausfiltern kann.

    Das nicht, aber die kann er sich ja schon abrufen bevor er losfährt... im auto dürfte das auch noch relativ gut möglich sein, ansonsten kriegste auch vor ort bei ausreichender lautstärke der stimme noch ne gute klarheit her... brauchst nur n entsprechendes mikrofon mit entsprechender richtcharakteristik... dann brauch man nicht mehr viel filtern...

    > Zum Video:
    > Auf dem Video wird gezeigt wie ein Feuerwehrmann im Innenangriff das Ding
    > anhat. Wie es aussieht ist es aber eine Go-Pro, kommt mir jedenfalls mal so
    > vor. Zudem, wie willst du die Brille unter der Maste anhaben? Es ist ja
    > schon so schwer genug aus der Maske was rauszusehen, dann noch ne nervige
    > Brille aufhaben. Für normale Brillenträger fällt das dann auch komplett
    > weg, da diese eine Maskenbrille tragen müssen.

    Ich denke das sind ebenso zu lösende Probleme wie das mit der Lautstärke... integrierte gläser?
    angepasste helme bzw. masken?

    Die brille sollte eigentlich kaum stören, da sie weitestgehend die sicht nicht behindern sollte..


    > Edit. Dazu kommt noch die UVV in Deutschland, diese wird sich auch
    > querstellen. Da in den USA die Gesetze lockerer sind funktioniert dieses
    > Konzept vielleicht, vorstellen kann ich mirs aber nicht..

    Hat ja auch niemand von DE gesprochen wenn ich das richtig gelesen hab? Hier geht es rein um die USA.. denn damit sollen dort herrschende defizite gelöst oder schwachstellen verbessert werden... ich denke auch kaum das vor allem in ländlicheren gegenden die feuerwehr über solche einsatzmittel verfügt... vor allem da die ammis ja lieber geld ins militär stecken... das müsste man sich wenn dann eh mal anschauen... aber im prinzip könnte es eine echt gute verbesserung der aktuellen lage dort bedeuten für die feuerwehrmänner... denn infos wie viele bewohner oder ob dort irgendwer mit waffen gemeldet ist sind da etwas interessanter.. hier brennt ja wenn dann mal n dachstuhl weil jemand nen kaputten toaster hat... ammis haben ja im prinzip eh eher so die holz und papphäuser... hier hingegen gibts da ja eher weniger.

  7. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: Anonymer Nutzer 21.01.14 - 17:27

    @Michael H.
    Dafür dass du keine Ahnung hast, wie die konkrete Praxis aussieht schreibst du aber sehr viel... Vielleicht sollten einige nicht zu allem eine Meinung haben müssen, nur weil es möglich ist.

  8. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: Anonymer Nutzer 21.01.14 - 17:28

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > freddypad schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein schöner und ausführlicher Beitrag. Danke für die Schilderung aus der
    > > Sicht eines richtigen Feuerwehrmanns.
    > > Du bestätigst total, was ich sofort beim Lesen des Artikels dachte:
    > solch
    > > eine Datenbrille ist als Idee für einen Feuerwehrmann Schwachsinn.
    > > Hauptsächlich hinderlich und unpraktisch. Und natürlich weiß die
    > Feuerwehr
    > > längst wie es viel besser geht und macht das auch schon lange viel
    > besser.
    >
    > Nun, Entwickler ist zumindest mal ein Feuerwehrmann.

    Wird zumindest behauptet.

  9. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: Philax 21.01.14 - 18:17

    vol1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Evtl. könnte die Brille ja bei einem etwas weitläufigeren Einsatz nützlich
    > sein? Wenn um Sydney wieder mal 90.000 Hektar brennen z.B. . Das muss
    > unglaublich schwer zu koordinieren sein..


    Dafür hat du Funkgeräte und eine Einsatzleitung. In Karlsruhe besteht diese aus einem Doppeldecke Bus, bei größeren Einsätzen. Wo anders ein ganzer Sattelschlepper... Einsatzleitwagen werden hier in Deutschland in 3 Größten unterteilt. Wie dies in den USA aussieht kann ich dir nicht sagen, denke aber das es dort auch Einsatzleitungen und verschiedene Größen gibt. Ich meine mich zu erinnern das dort das Millitär die Leitung übernimmt bei solchen Großschadensereignissen.



    > Du musst von U.S. Feuerwehrleuten ausgehen. Nicht von deutschen. Unsere
    > Feuerwehr hier hat das anscheinend nicht. Hab ich von meinen Bekannten die
    > bei der Feuerwehr sind noch nie was gehört. Also kann man da auch nicht von
    > ganz DE ausgehen. Womit dieses System wieder eine günstige Lösung zu sein
    > scheint.

    Wenn du etwas ländlich wohnst dürfte es für Ortsansässige Feuerwehrler aber nicht schwer sein den Einsatzort zu finden, man kennt sich ja aus. Aber okay, Einwand angenommen.


    > Schon mal google Glass aufgehabt? Gerade wenn es hektisch zugeht haste von
    > ner google Glass wesentlich mehr als von nem Navi oder nem funkgerät.
    > Da dir die Infos direkt im Blickfeld angezeigt werden.

    Das kann ja gut sein, allerdings musst du auch die UVV beachten. Ich habe noch keine angehabt, aber wie ist die Sicht dabei? Wenn du über nen Schlauch stolperst und dir das Bein brichst hat auch keiner was gewonnen. Und im Fahrzeug als Fahrer die anzuhaben empfinde ich als zu gefährlich, da ist mir ein Navi lieber.



    > Ich denke du missverstehst das.
    > So muss keiner über n Lautsprecher brüllen wo was los is, man kriegt es
    > angezeigt... man hat exakte eingaben...man weiss wie lange man braucht...
    > kriegt evtl noch zusatzinfos wie "nebenan is ne chemiefabrik", was normal
    > die leitstelle auch mal übersehen kann... das kann alles mit geokoordinaten
    > angezeigt werden ... auch wo unterirdische gasleitungen liegen falls es auf
    > ner baustelle brennt.. um die leute zu evakuieren... und und und...
    Was machst du ohne Internetverbindung am Gerätehaus oder Einsatzort? Dann wird dir gar nix angezeigt. Bei unseren Leitstellen sind solche erhöhten Gefährdungspotentiale hinterlegt und werden automatisch angezeigt. Sollte direkt nebendran was brennen wird auch die jeweilige Werkfeuerwehr alamiert.


    > Also ich bin jetzt kein Feuerwehrmann... aber bei einer Unfallmeldung
    > kommen doch meist so infos wie "hier ist ein schwarzer merdedes c-klasse n
    > hang runtergerollt"
    Wenn das Auto in der Knautschzone komplett zusammengedrückt ist wird es schwer für die Passanten da noch ne Marke oder Klasse festzustellen. Üblich wird noch gesagt "HELFEN SIE HIER IST EIN UNFALL UND EINER IST EINGEKLEMMT". Für den Anfang ist das für den Leitstellen-Disponent auch genug, er weis es ist ein Unfall, Autos sind beteiligt und es gibt eingeklemmte. Damit kann er nach seinem Muster alamieren, der Rest machen die Einheiten vor Ort.


    > Ansonsten... es ist ne datenbrille vernetzt mit einer Datenbank... via
    > Erkennungssoftware kann diese über z.B. karrosserieform oder marke +
    > beschriftung ... z.B. Hyundai logo + i20... das genaue fahrzeug
    > bestimmen... ansonsten verkehrsbehörde übers kennzeichen...
    Um wieder aufs Thema zurückzukommen, was machst du ohne Internet?


    > Murrica, nicht schland ^^ MURRICA! :D
    >

    In den USA liegen die ganzen Hydranten so viel ich weis über der Erde und sind rot, sind also leichter zu erkennen wie in DE. Schland oohh Schland.


    > Ich denke das sind ebenso zu lösende Probleme wie das mit der Lautstärke...
    > integrierte gläser?
    > angepasste helme bzw. masken?
    >
    > Die brille sollte eigentlich kaum stören, da sie weitestgehend die sicht
    > nicht behindern sollte..
    Sollte, bei einem Innenangriff siehst du eh kaum was. Du bewegst dich nur durch tasten und im kriechen fort. Die einzigste Hilfe hierbei ist eine Wärmebildkamera.

    Richtig, in den USA brennt fast jedes Haus ab, da ist eh nicht mehr viel zu retten. Lieber würde ich das Geld was ne Google Glass kostet in anständige Ausrüstung stecken, die getestet und zertifiziert ist. Da die Gesetze dort aber recht locker sind ist sowas nicht zwingend.

    Heute, nachdem ich Euch geschrieben hatte, hatten wir einen Einsatz. Worum es geht ist eigentlich egal. Bei diesem Einsatz hätte ich mir die Brille nichts genützt, da keine Internet/Datenverbindung da war. Selbst mit Funk hatten wir unsere Probleme. Wenn du da mit der Brille in nem Keller bist, der vielleicht noch Dicke Wände hat sehe ich da schwarz für Infos zu bekommen.

    Edit:
    "Und natürlich weiß die Feuerwehr längst wie es viel besser geht und macht das auch schon lange viel besser.
    Dieser ganze Wahn um immer "smartere" gadgets ist einfach mal in vielen Fällen lächerlich."

    Wir haben bei uns als einer der ersten den neuen Digitalfunk getestet und sind nun im Produktivmodus. Der frühere analoge Funk ist ein einfacherer Hörer wo du nur drücken musst, und am Gerät hast du deine Knöpfe die du drückst, eigentlich Idiotensicher. Im Digitalfunk hast du Geräte wie früher die Handys. Es gibt "SMS" Funktionen, Einstellungen, Ordnerauswahl etc. wie früher in nem Handy. Ich kann dir sagen, 50% der Leute kommen damit nicht klar. Und wenn du da noch mit ner Google Glass dich beschäftigsten müsstest, ich sehe da schwarz.

    Grüße



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.01.14 18:20 durch Philax.

  10. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: Mixermachine 21.01.14 - 19:01

    In der jetzigen Form ist das Ding sicher noch nicht wirklich produktiv zu gebrauchen.

    Es ist eben ein Prototyp.
    Aber alles fängt mit eben so einem Prototypen an.

    Nehmen wir mal an, das z.B. das Display in den Helm eingearbeitet ist und nicht stört.
    Eine anständige Communikation könnte über ein starkes WLAN im Einsatzfahrzeug und dann Notfalls weiter per Ad-Hoc Netzwerken geleitet werden (es sind ja mehrere Feuerwehrmänner unterwegs).
    Jeder hat eine Kamera dabei.
    Wenn Gebäudepläne vorhanden sind, hilft das sicher.

    Wenn es weiter geht und in dem Haus evtl noch Bewegungs/Rauchmelder vernetzt sind, könnte das auch einfließen. (Sehr weit voraus gedacht...)

    Die Idee steckt noch in den Kinderschuhen, aber wenn man dort Geld investiert, könnten sicher einige Menschenleben geschützt werden, bei Opfern UND Feuerwehrleuten

  11. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: FranzWerner 21.01.14 - 20:41

    Nur weil du dir etwas nicht vorstellen kannst, ist es noch lange nicht falsch. Vor allem habe ich das Gefühl, dass du überhaupt keine Ahnung von GooglGlass hast?

  12. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: Heinzel 21.01.14 - 22:33

    Einsatzleitwagen gibts dann nimmer. Den hast du dann auf der Brille. Viel Spaß.

  13. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: Smartie4u 22.01.14 - 00:53

    Mal ruhig mit den jugnen Pferden ;-)

    Ich bin selber Nerd aus Leidenschaft und Feuerwehrmann (zugegeben, in einer sehr kleinen Dorffeuerwehr) - als Nerd sind mir die technischen Möglichkeiten durchaus bekannt, als Feuerwehrmann sehe ich dann leider die Probleme in der Praxis.

    Vorstellbar ist gewiss vieles, auch technisch kann ich mir durchaus vernünftige Konzepte im Dienstalltag vorstellen. Die Technik sehe ich garnicht als die große Hürde - Displays in Helmen, Kartenansichten, aktuelle Infos zu Standort und Objekt, Fahrzeugdaten, ggfs. Livebilder von einer Wärmebildkamera (ja, soetwas hat unsere Wehr schon in Kooperation mit Nachbarwehren) - die Problematik sehe ich eher in der Verwaltung der entsprechenden Datenbanken. Wer soll die pflegen? Wer kümmert sich um aktuelle Grundrisspläne, wer pflegt neue Hydranten in Karten ein, wer schickt aktuelle Infos zu den Objekten an die Brillen/Displays/whatever?

    In einem Feldversuch bei einem Dienstabend, haben wir versucht mittels Laptop und UMTS-Stick aktuelle Fahrzeugdaten abzurufen, um zu sehen, wie man es am besten zerlegen kann. Da die Internetgeschwindigkeit so zum Heulen war, lief es darauf hinaus, dass bevor wir die entsprechenden PDF-Dokumente endlich hatten, die restlichen Kameraden bereits am Zusammenfegen waren...
    Um das Beispiel etwas zu vertiefen - in modernen Fahrzeugen gibt es diverse Gefahrenstellen, wenn man das Fahrzeug auseinanderschneiden möchte - Airbags, Druckluftflaschen, etliche Batterien etc.
    Für jedes Fahrzeug gibt es daher sogenannte "Safety Karten" - im Grunde 1-2 DinA4 Seiten mit schematischer Darstellung der für den Einsatz entscheidenden Teile. Wer sich etwas gutes tun möchte, druckt sich so eine Karte aus und klemmt sie hinter die Sonnenblende (da gucken wir normalerweise nach) und klebt sich einen Aufkleber (ich glaube beim ADAC erhältlich) auf die Scheibe, dann weiß man, dass eine solche Karte an Bord ist.

    Für diese Safety Karten gibt es zwar den ADAC als zentrale Anlaufstelle, jedoch verweist der jeweils wieder auf die verschiedenen Datenbanken der Hersteller - wenn sich ein Hobbyprogrammierer da mal ransetzen würde, um einen einfachen zentralen Abruf in einer kompakten App zu programmieren, wäre einigen Leuten schon sehr geholfen.

    Soviel zu einem längeren Beispiel - ich sehe die Hürden nicht in der technischen Umsetzung sondern in der Verwaltung der entsprechenden Daten - leider halte ich es eher für utopisch, dass sich sowas vernünftig und zentral regeln lässt. Von Anschaffungspreisen will ich garnicht erst anfangen - so etwas würde wohl eher in größeren Städten als in meinem Dorf zum Einsatz kommen (vorerst ;-) ).

    Ebenso muss man einen Fallback immer bereit haben - es muss Alternativen geben, wenn so ein hochtechnisches Gerät einmal ausfällt - unter anderen ein Grund, warum vieles zwar denkbar wäre, dennoch bisher nicht zum Einsatz kommt.

    So far...

  14. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: maidn 22.01.14 - 07:48

    Ich sehe das wie Smartie4u.

    Ich bin Berufsfeuerwehrmann.
    Technisch gesehen wäre diese Idee sicherlich umzusetzen. Wir haben heute schon Atemschutzüberwachung über Telemetrie/Funk...... es lassen sich sogar am Einsatzfahrzeuge alle Messwerte der gekoppelten Gasmessgeräte und eben die Daten zum Atemschutzgerät ablesen.
    Es wäre sicherlich möglich auch über Funk Daten an die Feuerwehrleute zu schicken.

    Z.b. Könnte man bei Verständigungsproblemen über Funk Textnachrichten von der Einsatzleitung auf die Datenbrille schicken. Oder auch einfach nur wichtige Informationen einblenden, wie den aktuellen Druck des Atemschutzgerätes, Messdaten der Messgeräte ect.
    Das wäre alles Programmierbar, und ich finde auch sehr praktisch. Ich denke da an CSA Einsätze, wo man sowieso schon sehr schlecht seinen eigenen Flaschendruck ablesen kann.

    Das wäre das eine.

    Zum Thema Karten, Hydrantenkarten und Fahrzeugdaten.
    Wir haben bei uns auf der Wache schon Tablet PCs auf jedem Löschfahrzeug. Es war auch mal angepriesen das man dort dann Pläne und genau Solche Informationen ablesen kann.
    Durchgesetzt hat sich das ganze aber nicht. Es ist unpraktisch, altmodische Karten lassen sich leichter Handeln/Lesen, und das größte Problem ist die Datenpflege.
    Das wurde ja bereits angesprochen.

    Hier müsste es am besten Deutschlandweit einen einheitlichen Standart geben, was solche Datenerfassung betrifft. Aber da wir es ja noch nichtmal schaffen das Deutschlandweit die Feuerwehrausbildung gleich ist, bzw. auch überall anerkannt wird halte ich das für unrealistisch.

    Gruß

  15. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: FranzWerner 22.01.14 - 08:36

    Ihr habt natürlich recht. Die Pflege und die schlechte Infrastruktur beim mobilen Internet werden die Brille bei uns zumindest nahezu nutzlos machen. Aber mal rein aus der Sicht eines Retters, wenn alle Daten aktuell wären und Datenübertragung kein Problem. Was wäre dann?

    Viele Autohersteller wollen ihre Autos mit Android ausstatten. Ein Unfall passiert, dass Auto ruft die Feuerwehr und gibt die Anzahl der Fahrzeuginsassen, Beschleunigungen, etc. an. Auch ihr könnt alle Daten während der fahrt abrufen und euch vorbereiten.

    Einsatzleiter kann sehen was Ihr seht und dementsprechend handeln. etc etc

    Euch fällt bestimmt noch mehr ein.

    Die möglichen Einsatzszenarien sind vorhanden und sinnvoll. Nur weil die Infrastruktur es bei uns erstmal nicht zulässt ist die Entwicklung gleich schlecht? Eine weitere Technisierung wird schon allein wegen dem Demographischen Wandel nötig sein.

    An meine Vorposter:
    Warum ich so abwertend geschrieben habe? Ich kann es nicht mehr hören warum etwas nicht geht, ich will hören wie es doch gehen könnte. Diese deutsche Einstellung hat uns schon vieles beraubt. Amis sind da anders und genau deshalb kommt von denen mehr Neues als von uns.

  16. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: IceTea 22.01.14 - 09:58

    Hi,

    hier mal noch etwas an was mich diese Meldung erinnert hat.

    http://www.youtube.com/watch?v=2g9eFUfWutg

    Hier ist es weit besser gelöst in Verbindung mit Wärmebildkamera und automatischer Erkennung der Kollegen.

    MFG

  17. Re: Aus Sicht eines Feuerwehrmanns

    Autor: Mixermachine 22.01.14 - 19:03

    Warum soll die Anbindung so ein großes Problem sein oO
    Klar für aktuelle Information vom Wetter und evtl weiteren Bränden ist das durchaus sinnvoll, aber sowas wie Fahrzeugdaten ändert sich nicht von heute auf morgen.
    Die werden bei einem neuen Model in einen Datenbank eingepflegt.
    Ähnliches gilt für die Gebäudepläne.
    Die Datenbank wird einmal am Tag auf allen Geräten aktualisiert.

    Wie viel kostet heute noch leichter und portabler Flashspeicher?

    Ist es nicht momentan so, das jedes Baugesuch einen Plan beiliegen hat, der Alles beschreibt? Da müsste man ansetzen.
    Leider wird es das Alles nicht für 0 Euro geben...

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    Telekom überbaut Glasfaser der Gemeinde mit Vectoring

    Die Telekom wollte in einer Gemeinde keine Glasfaser ausbauen. Als Karlsdorf-Neuthard selbst ein Netz verlegte, wurde mit Vectoring überbaut. Die Gemeinde musste aufhören.

  2. Glücksspiel: Nintendo schaltet zwei Mobile Games in Belgien ab
    Glücksspiel
    Nintendo schaltet zwei Mobile Games in Belgien ab

    Fire Emblem Heroes und Animal Crossing Pocket Camp haben demnächst ein paar Spieler weniger: Nintendo will die beiden Mobile Games in Belgien vollständig vom Markt nehmen.

  3. Entwicklung: Github will Behebung von Sicherheitslücken vereinfachen
    Entwicklung
    Github will Behebung von Sicherheitslücken vereinfachen

    Die Funktion zur Sicherheitswarnung von Github wird so erweitert, dass die Plattform auch direkt die Patches zum Einpflegen bereitstellt. Entwickler können Lücken und deren Lösung zudem in geschlossenen Gruppen betreuen.


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