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Kinder?

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  1. Kinder?

    Autor: lala1 13.09.13 - 09:10

    Kann mir eigentlich irgend jemand mal erklären, warum Kinder unbedingt immer programmieren lernen sollen und dann auch noch WebApps? Ich meine programmieren gut und schön - vielleicht sowas wie Mindstorms ... da gehe ich noch mit. Aber WebApps?
    Ich verstehe dieses ständige "Kinder sollen an den Computer und das und das machen" nicht. Als ob man sich unbedingt irgend eine neue Generation von Programmierern heran züchten will um sie später zu verheizen oder wie?

  2. Re: Kinder?

    Autor: Schattenwerk 13.09.13 - 09:17

    Gegenfrage: Sollte man ein Kind, welches in seiner Jugend gerne Fußball spielt fördern? Sollte man ein Kind, welches in seiner Jugend gerne ein Instrument spielt fördern? Sollte man ein Kind, welches in seiner Jugend etwas macht was es gerne tut fördern?

    Wenn ich ein Kind im entsprechenden Alter (ich gehe hier mal von mindestens 8-10 Jahren oder eher sogar noch was älter aus) hätte und es würde sich für so etwas interessieren - wieso nicht?

    Klar könnte ich dem Kind auch C++ beibringen oder das System von Anonymen Klassen in Java erklären aber ich denke nicht, dass dies passende Einstiege sind.

    Es geht in dieser Hinsicht, so sehe ich es, um Spielereien. Den Kindern etwas geben womit sie "rumspielen" können und schauen wie es ihnen gefällt, wie sie damit zurecht kommen.

    Wenn das Kind von sich nicht im Fußball-Verein spielen will oder Klavier spielen will, dann sollte man es auch seien lassen (außer man ist so ne Pseudo-Elite-Sippe, wo man dann gerne mal seine Kinder dazu zwingt, weil man es selbst unbedingt will).

    Doch wieso dem Kind nicht wenigstens einmal die Möglichkeit geben um dann selbst entscheiden zu können. Ein Kind kann nur mit dem Spielzeug spielen, welches auch vorhanden ist.

  3. Re: Kinder?

    Autor: Joo! 13.09.13 - 09:30

    Das Stichwort sollte hier "algorithmisches Denken" sein. Wenn man das fördert, hat man in Zukunft viel gewonnen, denn dann fällt einem Programmieren später leicht, aber auch die Zerlegung von großen Problemen in kleine usw.

  4. Re: Kinder?

    Autor: morob65 13.09.13 - 09:32

    Joo! schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Stichwort sollte hier "algorithmisches Denken" sein. Wenn man das
    > fördert, hat man in Zukunft viel gewonnen, denn dann fällt einem
    > Programmieren später leicht, aber auch die Zerlegung von großen Problemen
    > in kleine usw.

    +1
    das ist das heutige hauptproblem mit jungen technikern.

  5. Re: Kinder?

    Autor: ToKent 13.09.13 - 09:37

    Und so ganz nebenbei, ein ordentlicher Fußball ist teurer als der Rasperry Pi.
    Ok beim Fußball gibt es frische Luft gratis.
    Dafür gibt es beim Programmieren bzw. analytischem Denken gratis neue Hirnzellen, die einem in allen Lebenslagen zu Gunsten sind.
    Aber vielleicht sollte man seinen Kindern beides bieten.

  6. Re: Kinder?

    Autor: JarJarThomas 13.09.13 - 09:41

    Ich bin selber Vater und Entwickler aus Leidenschaft.
    Mein Sohn hat Interesse an dem was Papa macht und daher führe ich ihn auch ein ins Programmieren.

    AAABER
    All diese Dinge mit "Kinder Programmieren beibringen" die es so gibt, inklusive dem hier vorgestellten, sind schwachsinnig in ihrer Konzeption.

    Step1)
    Bring ihnen bei Probleme zu lösen und keine Syntax.

    Wenn ich dann aber Javascript, CSS und HTML sehe und das meinem 5 jährigen Sohn erklären soll, wo ich als gestandener Entwickler viel Erfahrung brauche um viel Blödsinn der darin existiert zu lösen, dann ist das alles am Ziel vorbei.


    WEG mit der Syntax für Kinderprogrammierung.
    Visuelles programieren wie MindStorms ja
    Komplexeres Programmieren ohne Syntax auch ja

    und dann später gerne mit Syntax. Aber dann Dinge die sie interessieren wie z.b. eine Spieleengine oder sowas

    ----------------------------------------------------------------
    http://www.tandt-games.de/qr.png
    Das ist eine URL auf etwas was dich wahrscheinlich nicht interessiert.
    Also nutze KEINEN QRScanner um die URL zu verfolgen.
    Denn im Endeffekt wäre es für dich uninteressant.

  7. Re: Kinder?

    Autor: ikso 13.09.13 - 09:53

    Ich währe froh gewesen wenn ich mit 10 Jahren sowas zuhause hätte.

  8. Re: Kinder?

    Autor: ToKent 13.09.13 - 09:58

    Und genauso wird ein Schuh daraus, wie JarJarThomas es beschrieben hat.
    Es wird wohl kein Elternteil geben, dass sein Kind dazu zwingt sich eine API anzueignen und dann daraus ein Kunststück zu zaubern.
    Es geht nur um Möglichkeiten und wenn die da jetzt eine Plattform zaubern, na und, wenn keiner kommt, werden sie es schon selber merken.
    Aber sich über so etwas die Haare zu raufen, will mir nicht einleuchten.
    Zudem denke ich auch eher an heranreifende Jugendliche als kleine Schulkinder, die sich mit der Thematik beschäftigen werden.
    Wenn es spielerisch und visuell aufgebaut wird, dann ja, alles weitere hat JarJarThomas schon erklärt, ist für Kleinkinder einfach viel zu weit entfernt.
    Die Vielfalt an Optionen macht mir als Programmierer auch an dem einen oder anderem Tag Kopfschmerzen, wie sollen sich dann unerfahrene Kinder damit fühlen?

  9. Re: Kinder?

    Autor: baltasaronmeth 13.09.13 - 10:00

    Mein erster Kontakt mit Programmierung war mit sechs Jahren der ZX81 meines Onkels. Wir hatten kein Bandlaufwerk, daher musste ich in jeder Sitzung jedes Programm erst neu abtippen. So habe ich erstens Tippen gelernt und zweitens meine ersten Erlebnisse mit Syntaxfehlern gemacht. Mit zehn habe ich in QBasic mein erstes "Spiel" geschrieben, das bestand im Wesentlichen aus einer Schleife mit Quizzfragen, einem Punktezähler und einem Abspann mit Dudelmusik und ein paar abstrakten Animationen als Belohnung bei hoher Punktzahl.

    Dann kam aber eine Durststrecke. Bis ich 15 war, habe ich versucht, in Turbopascal durchzusteigen. Ich hatte nur ein Buch (so ein Doppelband von Borland) und sonst keine Literatur. Da ist mir gehörig die Lust vergangen, das Buch war nicht aufschlussreich genug und ich hatte keine Ahnung von Programmierparadigmen. Zu dem Zeitpunkt habe ich zum Glück Linux für mich entdeckt, den 286er eingemottet und einen P-90 vom Schrottplatz geholt, sonst hätte ich eventuell nie wieder Lust auf Informatik verspürt. Ich bin heute immernoch kein Programmierer, aber ich sehe mich im Stande, Skripte selbst zu schreiben und mich an einem Abend hinreichend in eine Programmiersprache einzulesen, um eventuelle Bugs in vorhandenem Code zu beseitigen.

    Ich verstehe vieles nicht, was man Kindern angeblich beibringen soll.

  10. Re: Kinder?

    Autor: Atrocity 13.09.13 - 10:02

    So doof ist web proggen für Kinder gar nicht. Da hat man schnell ein visuelles Ergebnis das man auch rum zeigen kann, ich denke das ist recht motivierend. Klar Midnstorms ist auch ne super coole Sache. Aber schon mal drüber nachgedacht dass das Zeug so teuer ist das sich viele so etwas gar nicht leisten können? Du brauchst dazu einen PC, ein Lego Mindstorm Set für über 300¤ und am besten noch eine vorhandene Lego-Sammlung damit man mehr Teile hat. Ein RaspPi kostet 40¤, dazu ne 10¤ Tastatur und ne 5¤ Maus, dann an den vorhandenen TV anschließen -> läuft

  11. Re: Kinder?

    Autor: baltasaronmeth 13.09.13 - 10:05

    Wenn ich demnächst irgendwann Nachwuchs zeuge, wird von Anfang an auf gewisse Werte geachtet. Da sowieso jeder Depp heute WeppÄbs entwickelt, bringe ich meinem Lendenprodukt bei, dass man alles mit GUI ruhig den Deppen überlassen kann. Desweiteren machen wir Urlaub auf Java und haben eine Hausschlange namens Monty.

  12. Re: Kinder?

    Autor: ToKent 13.09.13 - 10:12

    Atrocity schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So doof ist web proggen für Kinder gar nicht. Da hat man schnell ein
    > visuelles Ergebnis das man auch rum zeigen kann, ich denke das ist recht
    > motivierend. Klar Midnstorms ist auch ne super coole Sache. Aber schon mal
    > drüber nachgedacht dass das Zeug so teuer ist das sich viele so etwas gar
    > nicht leisten können? Du brauchst dazu einen PC, ein Lego Mindstorm Set für
    > über 300¤ und am besten noch eine vorhandene Lego-Sammlung damit man mehr
    > Teile hat. Ein RaspPi kostet 40¤, dazu ne 10¤ Tastatur und ne 5¤ Maus, dann
    > an den vorhandenen TV anschließen -> läuft

    Egal wie, mittlerweile hat eigentlich jeder Haushalt einen PC.
    Somit sind im Grunde noch nicht mal mehr Zusatzkosten bedingt.
    Ich hätte mir damals auch gerne mal Lego Mindstorm gekauft, aber wie du schon gesagt hast, der Preis liegt jenseits des Spaßfaktors. Ok für Kinder evtl. noch interessant aber nur bis man wahrscheinlich alle 10 Funktionen durch gearbeitet hat. Und dann liegen 300 ¤ in der Ecke.
    Aber wie gesagt es geht hier ums Können nichts ums Müssen.

  13. Re: Kinder?

    Autor: CybroX 13.09.13 - 10:23

    baltasaronmeth schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich demnächst irgendwann Nachwuchs zeuge, wird von Anfang an auf
    > gewisse Werte geachtet. Da sowieso jeder Depp heute WeppÄbs entwickelt,
    > bringe ich meinem Lendenprodukt bei, dass man alles mit GUI ruhig den
    > Deppen überlassen kann. Desweiteren machen wir Urlaub auf Java und haben
    > eine Hausschlange namens Monty.

    Natürlich genau die richtige Entscheidung bei dem andauernden Cloudtrend... </ironie>

  14. Re: Kinder?

    Autor: lala1 13.09.13 - 11:27

    Schattenwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gegenfrage: Sollte man ein Kind, welches in seiner Jugend gerne Fußball
    > spielt fördern? Sollte man ein Kind, welches in seiner Jugend gerne ein
    > Instrument spielt fördern? Sollte man ein Kind, welches in seiner Jugend
    > etwas macht was es gerne tut fördern?

    Warum nicht?

    Für mich nimmt das ganze aber irgendwo zwanghafte Züge an. Herrjeh es gibt genug Programmierplattformen - warum jetzt noch Webprogrammierung? Arduino hinstellen und fertig - ist außerdem nützlicher.

  15. Re: Kinder?

    Autor: der_heinz 14.09.13 - 03:51

    ToKent schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Atrocity schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > So doof ist web proggen für Kinder gar nicht. Da hat man schnell ein
    > > visuelles Ergebnis das man auch rum zeigen kann, ich denke das ist recht
    > > motivierend. Klar Midnstorms ist auch ne super coole Sache. Aber schon
    > mal
    > > drüber nachgedacht dass das Zeug so teuer ist das sich viele so etwas
    > gar
    > > nicht leisten können? Du brauchst dazu einen PC, ein Lego Mindstorm Set
    > für
    > > über 300¤ und am besten noch eine vorhandene Lego-Sammlung damit man
    > mehr
    > > Teile hat. Ein RaspPi kostet 40¤, dazu ne 10¤ Tastatur und ne 5¤ Maus,
    > dann
    > > an den vorhandenen TV anschließen -> läuft
    >
    > Egal wie, mittlerweile hat eigentlich jeder Haushalt einen PC.
    > Somit sind im Grunde noch nicht mal mehr Zusatzkosten bedingt.
    > Ich hätte mir damals auch gerne mal Lego Mindstorm gekauft, aber wie du
    > schon gesagt hast, der Preis liegt jenseits des Spaßfaktors. Ok für Kinder
    > evtl. noch interessant aber nur bis man wahrscheinlich alle 10 Funktionen
    > durch gearbeitet hat. Und dann liegen 300 ¤ in der Ecke.
    > Aber wie gesagt es geht hier ums Können nichts ums Müssen.


    Mindstorms macht auch Spaß als Erwachsener. Programmieren kann man den u.a. mit Java. Für größere Projekte braucht man dann aber mehrere Controller und dann wird das wirklich teuer.

  16. Re: Kinder?

    Autor: Petra987 07.07.17 - 15:13

    Es gibt mittlerweile viele verschiedene Systeme um Kinder für das Programmieren zu begeistern. In der Schule meines Sohnes werden Raspbotics Controller verwendet, mit denen man unter anderem Lernspiele erstellen kann, die durchaus auch in Klassenstärke leistbar sind. Unter www.raspbotics.at suchen sich am Schulbeginn die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern aus, welche Projekte sie mit welchen Boards umsetzen wollen. Die immer gewünschte Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schüler und Lehrer ist somit auch gegeben.

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