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"In Würde verlieren"

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  1. "In Würde verlieren"

    Autor: YoungManKlaus 14.02.14 - 17:55

    beschreibt so ungefähr genau das Problem. Denn das bedeutet dass man sich (zumindest mental) im Kriegzustand befindet. Und so sollten (Open-Source-)Projekte echt nicht geführt werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.02.14 17:56 durch YoungManKlaus.

  2. Re: "In Würde verlieren"

    Autor: Forkbombe 14.02.14 - 18:57

    Wie denn dann? Indem weitere hundert Linux-Distros/Initmanager/WMs geforkt werden?

    Ich finde die Aussage von Shuttleworth gut. In einem Unternehmen muss auch das gemacht werden, was der Chef sagt. Kann gut sein, kann aber auch schlecht sein. Auf jedenfall hat man _eine_ Richtung.

  3. Re: "In Würde verlieren"

    Autor: berritorre 14.02.14 - 20:14

    YoungManKlaus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > im Kriegzustand befindet.

    ähm, bitte? Sorry, wer in die Aussage "In Würde verlieren" Krieg interpretiert sollte doch mal in sich hineinhorchen, ob alles in Ordnung ist. ;-)

  4. "thermonuclear war"

    Autor: miauwww 14.02.14 - 20:31

    YoungManKlaus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > beschreibt so ungefähr genau das Problem. Denn das bedeutet dass man sich
    > (zumindest mental) im Kriegzustand befindet. Und so sollten
    > (Open-Source-)Projekte echt nicht geführt werden.

    "I’m willing to go thermonuclear war on this". Das wäre die passende Terminologie...

  5. Re: "In Würde verlieren"

    Autor: spiderbit 14.02.14 - 20:38

    finde er hat vollkommen recht, wenn man meint das man verloren hat weil software X statt Software Y in Debian als Standard benutzt wird. Sieht wohl Software als was Religöses an, bzw überidentifizeirt sich damit.

    Ich kann sowas verstehen wenn man unterschiedliche Auffassungen hat im Bezug auf Freiheit oder offenheit von lösungen, das das politisch oder religöse ausmaße nimmt, aber es nach dem motto zu sehen, ich hab das gemacht es bietet ungefähr die gleichen features wie ne andere lösung die aber offensichtlich mehr kann, tut mir leid aber das ist fakt, und weil diese dann gewählt wird, man verloren hat?

    Versteh das nicht, wenn man wirklich glaubt man habe die bessere Lösung dann bitteschön auch zu stehen, sie können Mir pflegen ohne Debian-unterstützung wieso nicht Upstart?

    Man wollte halt nicht eingestehen das es schlechter ist, und lieber eine 95-99% Lösung verwenden als einzugestehen, das man etwas schlechteres entwickelt hat wie die verhasste Konkurenz.

    Und nein das verhasste fantasier ich nicht daher, wenn man von Opensource Tea Party redet, ist das nicht weit her geholt.


    Andererseits begrüße ich die Töne tendenziel, zumindest versucht er nicht das still und heimlich ein zu führen und dann am schluss noch bei Ubuntu versionen die SystemD features als großartige neuen Ubuntu-features an zu preisen, gut letzteres wird zusätzlich sicher auch kommen, aber das machen prinzipiel alle Linux-distries so.

    Im grunde hätte er schreiben müssen, uns bleibt nichts anderes übrig, das Debian-commite hat es für uns entschieden, wir haben keine Resourcen da irgendwie mit zu halten und Ubuntu wäre Mittelfristig technisch so weit ab geschlagen das es dann irgendwann auch noch die letzten mit gekriegt hätten, das Ubuntu heute schon in vielerlei hinsicht veraltet ist.

  6. Re: "thermonuclear war"

    Autor: Anonymer Nutzer 14.02.14 - 21:55

    miauwww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > YoungManKlaus schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > beschreibt so ungefähr genau das Problem. Denn das bedeutet dass man
    > sich
    > > (zumindest mental) im Kriegzustand befindet. Und so sollten
    > > (Open-Source-)Projekte echt nicht geführt werden.
    >
    > "I’m willing to go thermonuclear war on this". Das wäre die passende
    > Terminologie...

    Losing graciously,so die Terminologie von Mark "On the Eve of War" Shuttleworth.

  7. Re: "In Würde verlieren"

    Autor: mnementh 16.02.14 - 11:28

    spiderbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Versteh das nicht, wenn man wirklich glaubt man habe die bessere Lösung
    > dann bitteschön auch zu stehen, sie können Mir pflegen ohne
    > Debian-unterstützung wieso nicht Upstart?
    >
    Weil das Init-System doch recht essentiell ist und man sich zu weit von Debian entfernen würde - sprich mehr Aufwand.

    > Man wollte halt nicht eingestehen das es schlechter ist, und lieber eine
    > 95-99% Lösung verwenden als einzugestehen, das man etwas schlechteres
    > entwickelt hat wie die verhasste Konkurenz.
    >
    Upstart war ja zuerst da, und Redhat hat sich entschieden von Null anzufangen anstatt die bereits funktionierende Lösung der verhassten Konkurrenz zu nehmen. Bisher erschliesst sich mir nicht wirklich, was der große Nachteil gewesen wäre an upstart mitzumachen - außer dass es halt vom Konkurrenten war. Systemd hat sich dank größerer Entwicklungsresourcen (Redhat verdient mehr Geld als Canonical) durchgesetzt.

  8. Re: "In Würde verlieren"

    Autor: spiderbit 17.02.14 - 01:16

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > spiderbit schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----

    > Weil das Init-System doch recht essentiell ist und man sich zu weit von
    > Debian entfernen würde - sprich mehr Aufwand.

    Naja die Frage war glaub eher rhetorisch von mir gestellt, und bezog sich nicht darauf was vernünftig ist, sondern warum man nicht konsequent ist, wenn schon stur eigenbrödlerisch wie bei Mir ohne irgend ein Mehrwert außer einem komischen Me Too, hier nicht auch stur den falschen weg geht.

    > Upstart war ja zuerst da, und Redhat hat sich entschieden von Null
    > anzufangen anstatt die bereits funktionierende Lösung der verhassten
    > Konkurrenz zu nehmen. Bisher erschliesst sich mir nicht wirklich, was der
    > große Nachteil gewesen wäre an upstart mitzumachen - außer dass es halt vom
    > Konkurrenten war. Systemd hat sich dank größerer Entwicklungsresourcen
    > (Redhat verdient mehr Geld als Canonical) durchgesetzt.

    Naja soweit ich weiß hat redhat kein CLA für systemd lass mich gerne hier berichtigen.

    Aber Systemd ist schon auch sehr anders auf gebaut es gibt dazu auch Aussagen von den Systemd entwicklern warum sie nach zuerst schauen ob man auch upstart nehmen kann eben anders entschieden hat.

    http://0pointer.de/blog/projects/systemd.html

    Da kannst mal unter der Überschrift "On Upstart" lesen, dort lese ich keinen Hass raus, im Gegenteil, er respektiert sogar die gute Code-qualität bezüglich Kommentaren.
    Aber er macht eben auch deutlich das es technische Gründe für SystemD gab (der Post ist von 2010 mal am rande, ist also keine nachträgliche Rechtfertigung oder sowas)

    Es gibt schon einige Sachen die Systemd als features vorraus hat, schon alleine Distributions-unabhängige Init-"scripte" ist ein Killerfeature wo mir alleine als argument mehr als genug reichen würde. Und natürlich erst recht für Maintainer von Distributionen die nicht alle die ganzen Scripte jeweils anpassen müssten.

    Konkurenz ist eben zwischen linux distributionen auch nicht das dominante Element, der ganze Witz an Opensource ist ja das man nicht das rad 15x neu erfinden muss bzw eben voneinander profitieren muss.

    BTW kam hier wiederrum das große Drama wieder nur von Canonicals seite (Mitarbeiter oder Ex-mitarbeiter auf), sonst wäre das einfach eine stille ruhige abstimmung gewesen und gut. Aber das wollte man mit viel Emotionen und geschreih verhindern. (Sorry so hat sich das für mich dar gestellt, geb aber zu das ich irgendwann entnervt nimmer alles gelesen habe, so wichtig ist weder ubuntu noch debian für mich mitlerweile).

  9. Re: "In Würde verlieren"

    Autor: tangonuevo 17.02.14 - 11:17

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > spiderbit schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Man wollte halt nicht eingestehen das es schlechter ist, und lieber eine
    > > 95-99% Lösung verwenden als einzugestehen, das man etwas schlechteres
    > > entwickelt hat wie die verhasste Konkurenz.

    Oder, positiver formuliert, man hatte das Knowhow, hatte Resourcen investiert und Vorteile und Nachteile anders gewichtet. Es gibt meist kein schlichtes "schlechter" und "besser" bei Software, meist muss man zwischen Lösungen abwägen, die Vor- und Nachteile haben, wie auch hier.

    > Upstart war ja zuerst da, und Redhat hat sich entschieden von Null
    > anzufangen anstatt die bereits funktionierende Lösung der verhassten
    > Konkurrenz zu nehmen. Bisher erschliesst sich mir nicht wirklich, was der
    > große Nachteil gewesen wäre an upstart mitzumachen - außer dass es halt vom
    > Konkurrenten war. Systemd hat sich dank größerer Entwicklungsresourcen
    > (Redhat verdient mehr Geld als Canonical) durchgesetzt.

    Daß Redhat da kein Konkurrenzdenken hatte, kann man daran sehen, daß sie von Fedora 9 bis Fedora 14 Upstart selbst verwendet haben (siehe wikipedia zu upstart) ! Wenn sie dann trotzdem noch was eigenes entwickelt haben, zeigt das, daß sie entweder mit Upstart nicht zufrieden waren oder eine neue Idee hatten, die vielversprechend war.

    Daß praktisch jede Distri ausser Ubuntu dann auf systemd umschwenkte, bedeutet aber auch, daß systemd entscheidende und überzeugende Vorteile hatte.

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