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Zu Eindimensional

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  1. Zu Eindimensional

    Autor: phatoni 29.04.21 - 13:22

    Die im Artikel beschriebene Sichtweise halte ich für den Ursprung vieler Probleme in der Softwareentwicklung. Der Autor räumt zwar weitere Faktoren jenseits der Kompetenz der Softwareentwickler ein (Magisches Dreieck/Viereck), aber führt die Probleme ansonsten nur auf die Coding-Kompetenz der Softwareentwickler zurück. Das entspricht der amerikanischen Sichtweise "throwing money at a problem". Mehr Geld ausgeben => teure Entwickler einstellen => bessere Qualität. Wer es sich nicht leisten kann bekommt ergo schlechtere Qualität.

    In der Realität reicht es aber nicht nur Top-Entwickler einzustellen. Entwickler müssen auch Domain-Experten sein, was die Verfügbarkeit nochmal extrem einschränkt. Alternativ müssen die Entwickler gut darin sein das Domain-Wissen abzugreifen, wissen wen man fragen muss, erspüren, ob noch weitere Stakholder eine Rolle spielen und involviert werden müssen.

    Statt Topentwicklern braucht es oft in erster Linie ein Team, welches sich gut ergänzt. Die Stärken sollten sich vervollständigen, die Schwächen kompensieren.

  2. Re: Zu Eindimensional

    Autor: WLAN-ToGo 29.04.21 - 13:26

    +1

  3. Re: Zu Eindimensional

    Autor: RaiseLee 29.04.21 - 13:48

    +1 Du sprichst mir aus der Seele

    Ich habe meine ganze Karriere in "normalo" Firmen gearbeitet, und ich hatte selten das Gefühl das die Probleme in der Software nur von der Kompetenz meiner Kollegen abhängt.
    95% meiner Kollegen waren wirklich gut.

    Die Probleme waren fast immer woanders...

  4. Re: Zu Eindimensional

    Autor: Mr_Kanistr 29.04.21 - 19:36

    +1 auch von meiner Seite.

    Wobei man sagen muss, dass die Fachbereiche auch manchmal Dinge einfach wollen, ohne zu sagen, WAS sie eigentlich wollen. Somit scheitert es nicht nur an der Kompetenz der Techniker, sondern auch am Kunden selber.

    Zusätzlich zum Domänen-Wissen noch folgendes:
    Jeden Monat werden x neue Technologien auf den Markt geschmissen, die direkt irgendein IT-Manager oder Junior-Entwickler (Übertreibung Absicht) ausprobieren will und irgendwie einbaut. Wenn der Manager es zudem entscheidet, kann man mal eben, meistens unter Projektdruck, den kompletten Ist-Zustand auf Basis von Halbwissen aktualisieren. Nicht, weil man die Programmiersprache nicht beherrscht, sondern weil man z. B. ein Framework noch nie benutzt hat, weil es einfach neu ist oder die API nicht richtig kennt und keine Zeit zugestanden bekommt, sich das auch mal richtig anzusehen.

    Ja, es stand indirekt im Artikel, aber ist auch einfach ein Hauptgrund.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.04.21 19:41 durch Mr_Kanistr.

  5. Re: Zu Eindimensional

    Autor: mke2fs 30.04.21 - 14:03

    Das Problem ist in der Regel um einiges komplexer:

    - Der Kunde weiß nicht was er will und schon gar nicht was er braucht (das ist ein Unterschied) und zu Papier kann er es schon gar nicht bringen
    - damit geht er dann zu Sales die daran interessiert sind einen Deal zu machen, möglichst ein teures Produkt zu verkaufen und überhaupt keine Ahnung haben wie viel Entwicklungsaufwand das macht und wie viel der kostet (aber natürlich zeitlichen und monetäre Versprechungen gegenüber dem Kunden machen)
    - Sales kippt das dann in ein Ticketsystem und macht Druck -> jeder Kunde ist der wichtigste, das Resourcen begrenzt sind interessiert da irgendwie nicht
    - ein richtiges Projektmanagement gibt es nicht (mehr), das Team verwaltet (aka. wurstelt) sich selbst ohne Ansprechpartner
    - eine QA gibt es oder auch nicht, aber die kann auch nur anhand der unpräzisen Anforderungen prüfen, häufig müssen sie beim Entwickler! (falscher Ansprechpartner, Zielkonflikt) nachfragen was das Teil eigentlich machen soll

    Das heißt das Problem ist die Organisation der Firma.
    Bei einem Kundenprojekt müssten dabei sein:

    - Jemand von Sales
    - jemand von Entwicklung
    - jemand von QA
    - jemand der für das Projekt verantwortlich ist und die Schnittstelle zum Kunden bildet

    Damit haben alle Abteilungen gesehen was der Kunde will, sie können dann gemeinsam definieren wie viel das kosten wird und welche Fragen offen sind.
    Der Sales-Typ wird dann nur noch gesendet um den Vertrag unter den Hut zu bekommen und dem Kunden Honig um den Bart zu schmieren.

    Im Moment ist das Problem das nur eine Abteilung und zwar Sales in der Regel beim Kunden ist.
    Und das es häufig für Rückfragen gar niemanden gibt.

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