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Zu niedriges Risiko

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  1. Zu niedriges Risiko

    Autor: GL 29.04.21 - 17:41

    Entwickler sind, wie Ingenieure, auch nur Menschen. Ich denke nicht, dass Entwickler per se besonders schlecht arbeiten. Sowohl was Ausbildung als auch Bedarf angeht, stimme ich dem Autor zu. Man stelle sich vor, ein "Chirurg" hat kein medizinisches Studium absolviert sondern sich über YouToube-Videos weitergebildet -- unvorstellbar, aber bei Programmieren ist dies üblich.

    Nun ist es allerdings etwas zu einfach, das Problem bei den Entwicklern zu sehen. Es ist -- wie meist -- ein Projektmanagement (PM) - Problem. Denn die Sache ist aus PM-Sicht ganz einfach: Das eine Software später Fehler hat, ist ohnehin nicht zu vermeiden. Die Frage ist, wie teuer kommen den Anbieter der Software die Fehler zu stehen. Und hier ist ein Problem.

    Vor DSGVO-Zeiten war es einfach viel zu billig, große Sicherheitslücken in einer Software zu haben. Millionen von Daten weg -- kostete keinen Cent. Das hat sich nun etwas geändert. Jetzt wird immerhin "Stand der Technik" gefordert. Aber offensichtlich ist die Abschreckung noch nicht och genug, um wirklich in die Risikoanalysen einzugehen. Da wird von tollen Skalierungseffekten mit IT geschwafelt. Dabei wird dann vergessen, dass auch die Fehler ganz toll skalieren.

    D.h., das Risiko muss eigentlich auch extrem hoch sein. Wenn ein Autoverleiher quasi seine ganzen Kundendaten dann offen ins Netz stellt, müsste so ein Daten-GAU aus Risikosicht den Ruin der Firma bedeuten. Wenn Geräte Softwarefehler aufweisen, sollten die Anbieter haften. Es ist unglaublich: Aktuell muss der Käufer alle 2-3 Jahre sein Handy auswechseln, weil sein Handy kritische Sicherheitslücken hat, die nicht mehr behoben werden. Hier muss die Haftung umgedreht werden, wesentlich längere Laufzeiten für Softwareupdates gefordert werden etc.

    Sobald das Risiko für Softwarefehler (Security u.a.) im Rahmen der Risikoanalyse als hoch genug eingestuft wird, wird auch etwas unternommen werden. Nicht von schlechten Entwicklern, die unter unrealistischen Zeitplänen (trotz Scrum etc.) abliefern sollen. Sondern von den PMs, die dann dafür sorgen (müssen), dass qualifiziertere Entwickler eingestellt werden und auch auf deren Expertise hören.

    Momentan lohnt es sich für Firmen schlicht nicht, ordentliche Software zu entwickeln. Im Gegenteil, wie bei Handies profitieren sie ja vom notwendigen Gerätewechsel.

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