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"Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: Vanger 26.05.20 - 12:51

    Ähm... Okay... Auch wenn das schon länger her ist kann ich mich gut daran erinnern als ich im Studium erstmals mit Java in Berührung kam. Es ging um die Entwicklung einer Webanwendung. Trotz umfangreicher Programmiererfahrung war es ein großen Problem überhaupt mal ein funktionierendes Setup hinzubekommen. Die Entwicklung selbst hat alles andere als Spaß gemacht - ständig stößt man an technische Limitierungen. Gerade für Webanwendungen dürfte Java die wohl am ungeeignetste Sprache überhaupt sein - einen sauberen Request Flow hinzubekommen, quasi unmöglich. Über clientseitiges Java im Web brauchen wir glaube ich erst gar nicht reden. Also vielleicht waren wir dafür damals einfach nur zu doof... Möchte ich nicht mal ausschließen. Aber damit ist "leicht zu lernen" schon mal hinfällig.

    Auch ansonsten strotzt der Artikel nur so von Stilblüten. "[…] in Desktop-Anwendungen, ohne dass der Benutzer wirklich merkt, dass diese in Java geschrieben sind" - Java-Anwendungen erkennt man in der Praxis eigentlich sehr gut am Loading Screen, mehrere Sekunden zum laden brauchen eigentlich nur Java-Anwendungen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.05.20 12:52 durch Vanger.

  2. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: piranha771 26.05.20 - 13:04

    Nicht zu vergessen erkennt jeder Benutzer es an dem Umstand das er erstmal die Java Runtime herunterladen muss.

    "Nein Mama, nicht das Es De Ka! Und wenn da was von Ask-Toolbar steht auf jeden fall den Haken entfernen!"

    Bin ganz froh das ich Java nur noch alle paar Jahre bei einer Minecraft-Session über den Weg laufe. Das wird in 20 Jahren bestimmt zum "COBOL der 00'er".

  3. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: Winny 26.05.20 - 13:14

    Vanger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ähm... Okay... Auch wenn das schon länger her ist kann ich mich gut daran
    > erinnern als ich im Studium erstmals mit Java in Berührung kam. Es ging um
    > die Entwicklung einer Webanwendung. Trotz umfangreicher
    > Programmiererfahrung war es ein großen Problem überhaupt mal ein
    > funktionierendes Setup hinzubekommen.
    Das Problem liegt eher hier als bei Java selbst. Die Art und Weise wie an Universitäten Java vermittelt wird, ist schrecklich. Es werden Java Versionen aus der Steinzeit (teilweise Java 5) benutzt und an moderne Frameworks denkt man gar nicht erst.
    >Java-Anwendungen erkennt man in der Praxis eigentlich sehr gut am Loading Screen, mehrere Sekunden zum laden brauchen eigentlich nur Java-Anwendungen.
    Auch das ist falsch. Schau dir mal Bitwig Studio an. Die GUI basiert auf Java und weder vom Aussehen noch von der Performance merkt man was von Java. Liegt auch hier meistens wieder an der Inkompetenz der Entwickler.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.05.20 13:16 durch Winny.

  4. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: Vanger 26.05.20 - 13:34

    > Auch das ist falsch. Schau dir mal Bitwig Studio an. Die GUI basiert auf
    > Java und weder vom Aussehen noch von der Performance merkt man was von
    > Java. Liegt auch hier meistens wieder an der Inkompetenz der Entwickler.

    Ach, das Argument kommt doch immer... Das ist bei Java und Performance genauso wenig richtig wie bei PHP und der Frickelei. Auch mit PHP kann man intelligent designten, guten Code schreiben. Tut nur kaum einer. Der Großteil der Projekte ist Schrott. Warum? Weil PHP bescheidenen Code fördert. Java fördert ressourcenfressenden Code. Der Großteil der Projekte produziert ressourcenfressende Monster. Das heißt nicht, dass die Entwickler nicht auch Schuld tragen würden - die Ausnahmen beweisen ja, dass es geht. Die Sprache von jeglicher Schuld freizusprechen ist aber einfach falsch.

  5. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: Winny 26.05.20 - 13:43

    Vanger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Auch das ist falsch. Schau dir mal Bitwig Studio an. Die GUI basiert auf
    > > Java und weder vom Aussehen noch von der Performance merkt man was von
    > > Java. Liegt auch hier meistens wieder an der Inkompetenz der Entwickler.
    >
    > Ach, das Argument kommt doch immer... Das ist bei Java und Performance
    > genauso wenig richtig wie bei PHP und der Frickelei. Auch mit PHP kann man
    > intelligent designten, guten Code schreiben. Tut nur kaum einer. Der
    > Großteil der Projekte ist Schrott. Warum? Weil PHP bescheidenen Code
    > fördert. Java fördert ressourcenfressenden Code. Der Großteil der Projekte
    > produziert ressourcenfressende Monster. Das heißt nicht, dass die
    > Entwickler nicht auch Schuld tragen würden - die Ausnahmen beweisen ja,
    > dass es geht. Die Sprache von jeglicher Schuld freizusprechen ist aber
    > einfach falsch.

    Java ist nicht "ressourcenfressend" und erst recht nicht langsam. Du denkst hier an den initialen Speicherverbrauch der JVM. Vor allem wenn man es mit Terabytes an Daten zu tun hat, kommt bis heute nichts an die JVM ran. Services wie Netflix laufen nicht ohne Grund auf der JVM.
    Außerdem total vorbei an meinem Argument. Es ist nicht verwunderlich, dass man Java nicht mag, wenn man der Uni ein prä Java8 gelehrt bekommt. Der Untschied ist signifikant. Mich würde interessieren, was dich explizit an Java stört? Vielleicht zwei oder drei kleine Beispiele?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.05.20 13:44 durch Winny.

  6. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: px 26.05.20 - 14:01

    Das Problem ist doch, wenn die Leute an der Uni den Crash-Kurs Retro-Java verpasst bekommen und danach im ersten Job erstmal daraus ein Produkt basteln, das beim Kunden läuft wie ein Sack Steine. Kann mir daher auch nicht vorstellen, dass Java irgendwo einen guten Ruf genießt, wenn es um ein Produkt auf dieser Basis geht. Diese Anwendungen fallen bei uns durch die Reihe einheitlich durch extremen Speicherverbrauch als auch träge Benutzererfahrung auf. Von der Notwendigkeit des nervigen Plugins ganz zu schweigen, eigentlich installiert mich sich wöchentlich eine neue Sammlung an Sicherheitslücken...

  7. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: 7of9 26.05.20 - 14:14

    Ich hatte damals in der ITSE Ausbildung Java. Der Lehrer hat die Sachen wirklich gut und verständlich erklärt. Problematischer war damals, dass der Lehrer uns beigebracht hatte, den Java Code schon in den Struktugrammen zu verwenden. Das ist natürlich falsch und das wurde dann auch in den Abschlussprüfungen dem ein oder anderen zum Verhängnis.

    Jetzt im Fernstudium habe ich auch wieder Java. Beim lesen der Skripte dreht sich mein Mageninhalt um, eben weil alles unnötig kompliziert formuliert ist (und das obwohl die Skripte bei den anderen Modulen immer gut waren). Ich bin daher recht froh, dass mir ein Teil der Java Module anerkannt wurden ...


    Merke: wenn das Lernmaterial schlecht ist, dann ist auch Java schwer. Dich trifft also keine „Schuld“.

  8. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: wasdeeh 26.05.20 - 14:21

    Vanger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Auch das ist falsch. Schau dir mal Bitwig Studio an. Die GUI basiert auf
    > > Java und weder vom Aussehen noch von der Performance merkt man was von
    > > Java. Liegt auch hier meistens wieder an der Inkompetenz der Entwickler.
    >
    > Ach, das Argument kommt doch immer... Das ist bei Java und Performance
    > genauso wenig richtig wie bei PHP und der Frickelei. Auch mit PHP kann man
    > intelligent designten, guten Code schreiben. Tut nur kaum einer. Der
    > Großteil der Projekte ist Schrott. Warum? Weil PHP bescheidenen Code
    > fördert. Java fördert ressourcenfressenden Code. Der Großteil der Projekte
    > produziert ressourcenfressende Monster. Das heißt nicht, dass die
    > Entwickler nicht auch Schuld tragen würden - die Ausnahmen beweisen ja,
    > dass es geht. Die Sprache von jeglicher Schuld freizusprechen ist aber
    > einfach falsch.

    "Java ist ressourcenfressend!!1"

    Electron&Co.: Hold my beer.

    Na, sorry, "Java-ist-Langsam"-Gejammer ist so 2005...

    Die Ressourcendekadenz - und ja, aus genau den Gründen, die du Java ankreidest - in der aktuellen JS/Node-framework-basierten App-Welt ist echt ein ganz anderes Level.

  9. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: Gaius Baltar 26.05.20 - 15:07

    Winny schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem liegt eher hier als bei Java selbst. Die Art und Weise wie an
    > Universitäten Java vermittelt wird, ist schrecklich. Es werden Java
    > Versionen aus der Steinzeit (teilweise Java 5) benutzt und an moderne
    > Frameworks denkt man gar nicht erst.

    Als ich studierte, kam gerade Java 5 raus und wurde mit Eclipse uns als heißer Scheiß beigebracht, inklusive Generics und einer ordentlichen For-Schleife, die automatisch über Listen iteriert. Ich fand’s damals hochmodern (Erfahrungswerte vorher: Basic, Pascal und etwas x86-Assembler).
    Aber ist das ist nunmal 15 Jahre her …

  10. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: 43rtgfj5 26.05.20 - 15:37

    Ich bin auch kein Fan von Java, ich sehe aber bei mir auf der Arbeit, dass es durchaus möglich ist, sehr performante und ressourcensparende Webanwendungen mit Java+Tomcat zu realisieren.
    Die Seite hat mehrere Zehntausend Aufrufe am Tag und von Morgens bis Abends permanent mehrere hundert aktive Sessions offen. Läuft auf 4 VMs mit je 2gig RAM und 2 shared vCPUs. Finde das durchaus beachtlich, hätte ich in der Form nicht erwartet.

  11. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: simonheinrich 26.05.20 - 18:32

    @ Vanger: Haben wir zusammen studiert? :D

    War bei uns genau so. Unser Projekt ging über 2 Semester, ca. 60 Studenten, 6 Tutoren und der Doc. Bis zu unserer Abschlusspräsentation konnte die Universität keinen stabilen Server bereitstellen. Jeder hat sich dann zu Hause irgendwas zurechtgebastelt. Vermutlich war die Hälfte der Requests gefaked.

  12. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: Anonymer Nutzer 26.05.20 - 19:56

    Winny schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vanger schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Auch das ist falsch. Schau dir mal Bitwig Studio an. Die GUI basiert
    > auf
    > > > Java und weder vom Aussehen noch von der Performance merkt man was von
    > > > Java. Liegt auch hier meistens wieder an der Inkompetenz der
    > Entwickler.
    > >
    > > Ach, das Argument kommt doch immer... Das ist bei Java und Performance
    > > genauso wenig richtig wie bei PHP und der Frickelei. Auch mit PHP kann
    > man
    > > intelligent designten, guten Code schreiben. Tut nur kaum einer. Der
    > > Großteil der Projekte ist Schrott. Warum? Weil PHP bescheidenen Code
    > > fördert. Java fördert ressourcenfressenden Code. Der Großteil der
    > Projekte
    > > produziert ressourcenfressende Monster. Das heißt nicht, dass die
    > > Entwickler nicht auch Schuld tragen würden - die Ausnahmen beweisen ja,
    > > dass es geht. Die Sprache von jeglicher Schuld freizusprechen ist aber
    > > einfach falsch.
    >
    > Java ist nicht "ressourcenfressend" und erst recht nicht langsam. Du denkst
    > hier an den initialen Speicherverbrauch der JVM. Vor allem wenn man es mit
    > Terabytes an Daten zu tun hat, kommt bis heute nichts an die JVM ran.
    > Services wie Netflix laufen nicht ohne Grund auf der JVM.

    Netflix besteht aus vielen Services und für den Kern, also Streaming, wird gRPC verwendet soviel mir bekannt ist.

    Was mich persönlich an Java im Microservice Umfeld stört ist, dass man schon für relativ kleine Apps/Services immer solche riesigen Frameworks wie Spring Boot hat, wo erstmal hunderte Objekte initialisiert und wieder weggeschmissen werden bei einem Start. Für solche Cloud Webapps, die nicht permanent laufen und adhoc gestartet werden, wenn der request ankommt, dauert das einfach zu lange. Da nehm ich persönlich lieber Go. Da brauch ich keine JVM und einen Service zu starten mit einer API dauert gefühlt unter einer Sekunde während Spring Boot schon default 20-30 Sekunden braucht.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.05.20 20:01 durch Solerbit.

  13. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: lestard 26.05.20 - 20:02

    Das zumindest stimmt heute nicht mehr. Die meisten "modernen" Java-Anwendungen liefern ein eigenes JDK mit. Java bietet mittlerweile auch die Tools um eine Exe-Datei (oder Äquivalente für MacOS und Linux) zu erzeugen und die JVM so weit es geht abzuspecken um die Dateigröße zu minimieren (bei meinen Experimenten kam ich von 250 mb auf 30 mb, immernoch groß für ein Gui-Hallo-Welt aber immerhin).

  14. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: thm82 27.05.20 - 01:17

    8 GB RAM für und 8 vCPU für ein paar 10.000 Aufrufe am Tag und ein paar hundert gleichzeitig aktive Sessions? Ei, genau das passiert wenn von Natur aus asynchrone Load auf ein von Natur aus synchrones System wie Java trifft.

    Solche Zahlen lassen sich fast mit einer einzigen NodeJS Instanz händeln. Da liegt man dann so bei 250-300 MB RAM bei einem CPU Core, und kann damit so 500-1000 Req/Sekunde locker abarbeiten. Und zwar ohne großartige Optimierungen, ohne Threading Probleme etc.! Außerdem startet alles in 2 bis 3 Sekunden, und nicht in einer Minute wie bei Spring Boot und Co.

    Und wenn man eine Native Sprache wie GoLang oder Rust nimmt kriegt man auch 5.000+ Req/Sekunde auf einem Core hin.

    Übrigens wenn man NodeJS in Typescript entwickelt kommt man was die Einfachheit der Entwicklung angeht (Typing, IntelliSense und Co) sehr nah an Java ran. Von der Syntax her ist es sogar meiner Meinung nach schöner da der Code wesentlich kompakter bleibt. Und mit Promises und async/await in Typscript gibt es auch keine Callback-Hell. Und zu guter letzt: wenn man mit WebPack bundled dann deployed man am Ende eine wenige MB große JS-Datei in einem Container von rund 75 MB Größe. Viel Spaß sowas mit Java mit SpringBoot und Co. hinzubekommen.

  15. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: Winny 27.05.20 - 02:07

    thm82 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 8 GB RAM für und 8 vCPU für ein paar 10.000 Aufrufe am Tag und ein paar
    > hundert gleichzeitig aktive Sessions? Ei, genau das passiert wenn von Natur
    > aus asynchrone Load auf ein von Natur aus synchrones System wie Java
    > trifft.
    >
    > Solche Zahlen lassen sich fast mit einer einzigen NodeJS Instanz händeln.
    > Da liegt man dann so bei 250-300 MB RAM bei einem CPU Core, und kann damit
    > so 500-1000 Req/Sekunde locker abarbeiten. Und zwar ohne großartige
    > Optimierungen, ohne Threading Probleme etc.! Außerdem startet alles in 2
    > bis 3 Sekunden, und nicht in einer Minute wie bei Spring Boot und Co.
    >
    > Und wenn man eine Native Sprache wie GoLang oder Rust nimmt kriegt man auch
    > 5.000+ Req/Sekunde auf einem Core hin.
    >
    > Übrigens wenn man NodeJS in Typescript entwickelt kommt man was die
    > Einfachheit der Entwicklung angeht (Typing, IntelliSense und Co) sehr nah
    > an Java ran. Von der Syntax her ist es sogar meiner Meinung nach schöner da
    > der Code wesentlich kompakter bleibt. Und mit Promises und async/await in
    > Typscript gibt es auch keine Callback-Hell. Und zu guter letzt: wenn man
    > mit WebPack bundled dann deployed man am Ende eine wenige MB große JS-Datei
    > in einem Container von rund 75 MB Größe. Viel Spaß sowas mit Java mit
    > SpringBoot und Co. hinzubekommen.
    Du bist da auf einem etwas alten Stand. Für solche Vorhaben bzw. Microservices generell ist Springboot eher veraltet. Moderne Frameworks wie Vert.x sind was die Performance angeht an der absoluten Spitze. Da hat node.js nicht den Hauch einer Chance. Dazu gibt es auf techempower sogar umfangreiche Benchmarks. Übrigens lassen sich die modernen Frameworks inzwischen auch problemlos zu Native Images kompillieren. Mit Quarkus (basierend auf Vert.x) ein Kinderspiel.
    Und ich verstehe nicht, inwiefern Java "von natur aus" Synchron sein soll und node.js nicht?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.05.20 02:12 durch Winny.

  16. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: thm82 27.05.20 - 11:10

    Danke für die Tips mit Vert.x und Quarkus. Woanders wurde hier auch noch GraalVM erwähnt. Muss ich mir mal anschauen. Schön dass in der Java Welt auch mal was moderns Einzug hält ;-)

    Springboot mag veraltet sein, es wird aber leider noch immer auf breiter Front in vielen Companies eingesetzt. Selbst neue Projekte werden sehr oft noch genau damit gebaut. Mit allem was das so mit sich bringt. Die Cloud Anbieter dieser Welt freuen sich so viele Server wie damit unnütz belastet werden. Die Umwelt leider nicht.

    Mittlerweile gibt es auch Async Frameworks für Java, ja. Aber historisch baut Java auf synchrones Processing. Willst du etwas parallel ausführen, dann wird ein Thread erzeugt in dem Synchron abgearbeitet wird (oder auch nur auf ein Datenbank return gewartet wird). NodeJS funktioniert genau so nicht. Alle Basisfunktionen sind asynchron, Http-Requests, Dateien Lesen, Datenbankanfragen, sogar die Log Ausgabe. Das Wait Lock wird dabei oft sogar vom Betriebsystem bereit gestellt. Damit gibt es viel weniger Thread Wechsel (und die sind teuer). Außerdem gibt es keine WaitLocks, man muss sich nicht mit ThreadPool Größen beschäftigen, usw. Es hat Vorteile wenn eine Sprache auf nur einen Thread aufbaut. Natürlich hat es teils auch Nachteile, aber gerade für Web Services ist es wie gemacht.

  17. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: Dino13 27.05.20 - 11:15

    thm82 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke für die Tips mit Vert.x und Quarkus. Woanders wurde hier auch noch
    > GraalVM erwähnt. Muss ich mir mal anschauen. Schön dass in der Java Welt
    > auch mal was moderns Einzug hält ;-)
    >
    > Springboot mag veraltet sein, es wird aber leider noch immer auf breiter
    > Front in vielen Companies eingesetzt. Selbst neue Projekte werden sehr oft
    > noch genau damit gebaut. Mit allem was das so mit sich bringt. Die Cloud
    > Anbieter dieser Welt freuen sich so viele Server wie damit unnütz belastet
    > werden. Die Umwelt leider nicht.
    >
    > Mittlerweile gibt es auch Async Frameworks für Java, ja. Aber historisch
    > baut Java auf synchrones Processing. Willst du etwas parallel ausführen,
    > dann wird ein Thread erzeugt in dem Synchron abgearbeitet wird (oder auch
    > nur auf ein Datenbank return gewartet wird). NodeJS funktioniert genau so
    > nicht. Alle Basisfunktionen sind asynchron, Http-Requests, Dateien Lesen,
    > Datenbankanfragen, sogar die Log Ausgabe. Das Wait Lock wird dabei oft
    > sogar vom Betriebsystem bereit gestellt. Damit gibt es viel weniger Thread
    > Wechsel (und die sind teuer). Außerdem gibt es keine WaitLocks, man muss
    > sich nicht mit ThreadPool Größen beschäftigen, usw. Es hat Vorteile wenn
    > eine Sprache auf nur einen Thread aufbaut. Natürlich hat es teils auch
    > Nachteile, aber gerade für Web Services ist es wie gemacht.

    Ich frage mich was genau denn bei Spring und Microservices nicht zusammen passt. Schon 2015 konnte man mit Spring Microservices bauen. Spring bzw Cloud Foundry verdient ihr Geld mit Cloud Applikationen welche mit Microservices aufgebaut sind. Selbst komplexe Batch Jobs lassen sich leicht mit Spring aufbauen.

  18. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: thm82 27.05.20 - 11:23

    Natürlich kannst man mit Spring Micro Services bauen!

    Die Frage ist eher: sollte man?

    Denn die Endfrage ist: Wieviele Requests/Sekunde kann ich mit einem CPU Kern und mit X MB RAM abarbeiten? Viele unterschätzen die laufenden Kosten welche durch inneffiziente Services entstehen massiv.

    Und Spring ist leider alles, aber nicht effizient was den CPU und RAM Verbrauch angeht. Allein schon durch das Threading. Dazu kommt dass man leicht Dinge einbauen kann welche die Performance weiter verschlechtern (schlecht designter Common State der WaitLock Probleme hat etc.). Von den Tücken bei der Entwicklung die durch Dependency Injection etc. entstehen mal ganz zu schweigen.

    Es gibt halt moderne Alternativen (meist in anderen Sprachen) welche weit effizienter sind. Oft auch noch viel simpler aufgebaut vom Design her (womit die langfristige Wartbarkeit steigt).

  19. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: thm82 27.05.20 - 11:43

    Warum Node mehr Ressourcen brauen soll als Java musst du mir erklären. Node basiert auf der hochoptimierten v8 Engine von Chrome. Alles wird JustInTime Compiled und ist daher nah dran an c/c++. Und viele low level module sind direkt in c++ geschrieben.

    Ich hab Node basierte Webserver mit hunderten In/Out Events pro Sekunde gesehen die keine 200 MB Ram genommen haben und mit 15% CPU gelaufen sind. Und nicht vergessen, Node ist Single Threaded, das ist nicht einfach 1:1 mit ner Java Applikation zu vergleichen. Auf nem größeren Server mit c CPU Kernen kann ich x Node Instanzen starten die Performanz ver-x-fachen.

    Aber es stimmt natürlich dass Java nicht per se Ressourcen fressend ist. Es ist nur in manchen Fällen weit schwerer effizient zu sein (z.B. Thema Threading).

  20. Re: "Java gilt als leicht zu lernen und ist wie fürs Internet gemacht."

    Autor: Winny 27.05.20 - 12:05

    nodejs kommt in puncto Performance an moderne JVM Frameworks wie Vert.x, Quarkus oder Micronaut nicht heran. Hört bitte auf, nodejs, golang oder was auch immer mit Spring zu vergleichen. Spring kommt aus einer anderen Zeit und ist nicht mehr zeitgemäß.

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