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Was gibt es außer Java?

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Was gibt es außer Java?

    Autor: janoP 26.05.20 - 21:45

    Eigentlich nur C# und TypeScript. Vielleicht noch OCAML oder Eiffel, aber das nutzt ja heute kaum noch jemand. PHP, naja...

    Welche Sprache beherrscht sonst Polymorphie, Interfaces, ist explizit typisiert und speichersicher?

    Das sind im Grunde die Anforderungen für tatsächliche Softwareentwicklung, bei der es nicht darum geht, fertige Bauteile zusammenzustecken oder mal schnell etwas zu skripten.

    Wenn man seine Software nicht nach JavaScript kompilieren und in Node laufen lassen will, muss man sich eigentlich zwischen C# und Java entscheiden. Am Ende hängt es wohl am verwendeten Framework bzw. den Bibliotheken. Da ist C# tendentiell schlechter, weil vieles plattformabhängig ist. Dafür ist Java an manchen Stellen einfach syntaktisch schlecht deignt (was sich im Falle der Wrapperklassen sogar negativ auf die Performance auswirkt).

  2. Re: Was gibt es außer Java?

    Autor: Anonymer Nutzer 26.05.20 - 22:12

    janoP schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Welche Sprache beherrscht sonst Polymorphie, Interfaces, ist explizit
    > typisiert und speichersicher?

    Geht alles in Golang - und das ganz ohne Klassen :-) ...

    janoP schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Das sind im Grunde die Anforderungen für tatsächliche Softwareentwicklung,

    Das mögen deine Anforderungen sein.

    Ich bin froh, dass ich nicht mit C# und Java arbeiten muss. In meiner Welt kann man Software tatsälich ohne Java/C# und Nodejs entwickeln ^^...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.05.20 22:24 durch Solerbit.

  3. Re: Was gibt es außer Java?

    Autor: Trockenobst 26.05.20 - 22:55

    Solerbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geht alles in Golang - und das ganz ohne Klassen

    Nah -> https://golang.org/doc/faq#generics

    Das führt dann zu diesem bizarren Unsinn, den man immer wieder sieht
    https://github.com/json-iterator/go

    Man muss jede Typ Conversion einzeln ausformulieren, weil es kein List<Int> gibt
    sondern nur selbstgestrickte ListInt, ListString, ListObject...und das 2020.

    Container/Map/Listen/Tree Strukturen sehr gut schreiben ist der Skill von Profis.
    Ich kann bei Github hunderte von wiederholten Versuchen sehen, das Problem mit viel Boilerplate zu lösen. Wer sich das ausgedacht hat, ist ein - zugegeben praktikabler und erfolgreicher - Sadist.

  4. Re: Was gibt es außer Java?

    Autor: thm82 27.05.20 - 01:51

    Es gäbe da noch RUST. Hat einige nett Tricks auf Lager, wie z.b. zur Compilezeit Threadsafe ...
    Leider ist die native Async Unterstützung recht spät in die Sprache eingeflossen. Aber mittlerweile auch da. RUST hat einiges Potential. Nicht umsonst hat Dropbox Teile seines Backends darauf umgebaut (von GoLang kommend!)

    Persönlich bin ich aber ein großer Fan von NodeJS mit Typescript! Performant weil JIT kompiliert und asynchron, skaliert ohne Optimierungen bis einige hundert req/sec/core, super Syntax, lesbarer, kompakter und verständlicher Code (bei Verwendung von Promises und async/await), und eine hervorragende Intellisense/Debugging Unterstützung in VsCode.

    Ich hatte auch mal das Vergnügen an einem Webserver in SpringBoot zu arbeiten. Seit dem kann ich nicht verstehen wie das jemals so populär werden konnte. Der exorbitante RAM Verbrauch, die lange Startzeit etc. sind ja schon schlimm genug. Aber vor allem: Alle Objekte werden zur Laufzeit durch "magic" basierend auf Annotations automatisch erzeugt. Nun wehe ich möchte im Code, noch schlimmer im Fehlerfall, verstehen wie Objekte zueinander in Bezug stehen. Das ist oft undurchschaubar. Meiner Meinung nach auch eins der Hauptprobleme von JAVA. Nicht die Sprache per se ist das Problem, sondern die populären JAVA Frameworks mit deren Fokus auf maximaler Abstraktion.

  5. Re: Was gibt es außer Java?

    Autor: Anonymer Nutzer 27.05.20 - 07:12

    thm82 schrieb:
    ------------------------------------------------------------------------------
    > Es gäbe da noch RUST. Hat einige nett Tricks auf Lager, wie z.b. zur
    > Compilezeit Threadsafe ...
    > Leider ist die native Async Unterstützung recht spät in die Sprache
    > eingeflossen. Aber mittlerweile auch da. RUST hat einiges Potential. Nicht
    > umsonst hat Dropbox Teile seines Backends darauf umgebaut (von GoLang
    > kommend!)

    Ich denke, dass noch viel mehr Entwickler von Go auf Rust wechseln, wenn es um Netzwerkapplikationen geht. Bis jetzt war Async da tatsächlich das Bottleneck. Das einzige warum Go da als Zwischenlösung populär war lag daran, dass es früher da war und viele Nachteile von C/C++ einfach nicht übernommen hat. Denke das wird sich noch weiter ausdifferenzieren welche Sprache bei welchen Problemen der best fit sein wird.

    thm82 schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Persönlich bin ich aber ein großer Fan von NodeJS mit Typescript!
    > Performant weil JIT kompiliert und asynchron, skaliert ohne Optimierungen
    > bis einige hundert req/sec/core, super Syntax, lesbarer, kompakter und
    > verständlicher Code (bei Verwendung von Promises und async/await), und eine
    > hervorragende Intellisense/Debugging Unterstützung in VsCode.
    >
    > Ich hatte auch mal das Vergnügen an einem Webserver in SpringBoot zu
    > arbeiten. Seit dem kann ich nicht verstehen wie das jemals so populär
    > werden konnte.

    Ich mag persönlich node.js nicht, wegen der dependency hell. Das secure zu halten im operarions ist fast unmöglich.

    Bei Springboot gebe ich dir absolut recht. Bei uns in der Firma sind viele Services in Springboot geschrieben, weil man andere Sachen auch schon in Java gemacht hat. Das ist lächerlich. Soviel Framework-Boilerplate Code, für eine Handvoll Rest Endpunkte 30 Sekunden zum starten. Völlig gaga.

  6. Re: Was gibt es außer Java?

    Autor: thm82 27.05.20 - 10:46

    RUST volle Zustimmung :-)

    Zu NodeJS Dependency Hell: Man kann in vielen Projekten auch mit nur ein paar wenigen Dependencys auskommen. Und mit npm audit gibt es ja mittlerweile auch durchaus etwas im Hinblick auf Security. Ich muss sagen dass ich in den letzten 4 Jahren sehr gute Erfahrungen mit Node/NPM gemacht habe. Auch im operationalen Betrieb. Generell glaube ich dass NPM oft viel zu negativ gesehen wird durch doch recht tendenziöse Berichte in der Presse. Wenn z.b. Maven auch nur im Ansatz so leicht zu konfigurieren und einfach funktionieren würde wie NPM, dann hätten die auch ein viel lebendigeres Ökosystem. Mit allen Vor- und Nachteilen.

    Übrigens hat Typescript auch ein Menge geholfen was Dependencies angeht. Viele sehen in Node immer noch die "Javascript" Welt und deren Probleme. Aber mit Typescript (vor allem auch dessen bauen auf Promise/Async/Await) ist das schon ne andere Hausnummer. Damit kann man den guten Unterbau von Node auch ohne Schmerzen nutzen. Und der Unterbau ist wirklich gut. Der JIT der v8 ist halt für Chrome so extrem hochoptimiert worden. Und auch abgesichert, denn wenn es im Browser eine Lücke gibt ...

  7. Re: Was gibt es außer Java?

    Autor: devman 27.05.20 - 12:20

    Solerbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > thm82 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > ---
    > > Es gäbe da noch RUST. Hat einige nett Tricks auf Lager, wie z.b. zur
    > > Compilezeit Threadsafe ...
    > > Leider ist die native Async Unterstützung recht spät in die Sprache
    > > eingeflossen. Aber mittlerweile auch da. RUST hat einiges Potential.
    > Nicht
    > > umsonst hat Dropbox Teile seines Backends darauf umgebaut (von GoLang
    > > kommend!)
    >
    > Ich denke, dass noch viel mehr Entwickler von Go auf Rust wechseln, wenn es
    > um Netzwerkapplikationen geht. Bis jetzt war Async da tatsächlich das
    > Bottleneck. Das einzige warum Go da als Zwischenlösung populär war lag
    > daran, dass es früher da war und viele Nachteile von C/C++ einfach nicht
    > übernommen hat. Denke das wird sich noch weiter ausdifferenzieren welche
    > Sprache bei welchen Problemen der best fit sein wird.
    >
    > thm82 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > ----
    > > Persönlich bin ich aber ein großer Fan von NodeJS mit Typescript!
    > > Performant weil JIT kompiliert und asynchron, skaliert ohne
    > Optimierungen
    > > bis einige hundert req/sec/core, super Syntax, lesbarer, kompakter und
    > > verständlicher Code (bei Verwendung von Promises und async/await), und
    > eine
    > > hervorragende Intellisense/Debugging Unterstützung in VsCode.
    > >
    > > Ich hatte auch mal das Vergnügen an einem Webserver in SpringBoot zu
    > > arbeiten. Seit dem kann ich nicht verstehen wie das jemals so populär
    > > werden konnte.
    >
    > Ich mag persönlich node.js nicht, wegen der dependency hell. Das secure zu
    > halten im operarions ist fast unmöglich.
    >
    > Bei Springboot gebe ich dir absolut recht. Bei uns in der Firma sind viele
    > Services in Springboot geschrieben, weil man andere Sachen auch schon in
    > Java gemacht hat. Das ist lächerlich. Soviel Framework-Boilerplate Code,
    > für eine Handvoll Rest Endpunkte 30 Sekunden zum starten. Völlig gaga.

    30 Sekunden ist übertrieben, Springboot mit Microservice, Startup 2-15 Sekunden, je nach Umfang und mit JWT2 abgesichert. Aber ich habe auch schon Springboot-Applikationen gesehen, die 3 Minuten brauchen. Nur da ist dann auch alles bei, vom JMS, über Cacheserver, Transaktionsmanager, Embedded DB, OracleDB und etliche Integrationsdienste etc... Aber das sind klassische Monoliten.

  8. Re: Was gibt es außer Java?

    Autor: mnementh 27.05.20 - 19:02

    thm82 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gäbe da noch RUST. Hat einige nett Tricks auf Lager, wie z.b. zur
    > Compilezeit Threadsafe ...
    > Leider ist die native Async Unterstützung recht spät in die Sprache
    > eingeflossen. Aber mittlerweile auch da. RUST hat einiges Potential. Nicht
    > umsonst hat Dropbox Teile seines Backends darauf umgebaut (von GoLang
    > kommend!)
    >
    > Persönlich bin ich aber ein großer Fan von NodeJS mit Typescript!
    > Performant weil JIT kompiliert und asynchron, skaliert ohne Optimierungen
    > bis einige hundert req/sec/core, super Syntax, lesbarer, kompakter und
    > verständlicher Code (bei Verwendung von Promises und async/await), und eine
    > hervorragende Intellisense/Debugging Unterstützung in VsCode.
    >
    > Ich hatte auch mal das Vergnügen an einem Webserver in SpringBoot zu
    > arbeiten. Seit dem kann ich nicht verstehen wie das jemals so populär
    > werden konnte. Der exorbitante RAM Verbrauch, die lange Startzeit etc. sind
    > ja schon schlimm genug. Aber vor allem: Alle Objekte werden zur Laufzeit
    > durch "magic" basierend auf Annotations automatisch erzeugt. Nun wehe ich
    > möchte im Code, noch schlimmer im Fehlerfall, verstehen wie Objekte
    > zueinander in Bezug stehen. Das ist oft undurchschaubar. Meiner Meinung
    > nach auch eins der Hauptprobleme von JAVA. Nicht die Sprache per se ist das
    > Problem, sondern die populären JAVA Frameworks mit deren Fokus auf
    > maximaler Abstraktion.

    Ich habe PTSD bezüglich Spring. Der Horror!

    Aber schöne klare einfache POJOs sind gut zu verstehen und zu pflegen.

  9. Re: Was gibt es außer Java?

    Autor: Deff-Zero 28.05.20 - 00:05

    janoP schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Welche Sprache beherrscht sonst Polymorphie, Interfaces, ist explizit
    > typisiert und speichersicher?

    Haskell. Ist auch excellent für Concurrency geeignet. Es gibt eine (wenn nicht die einzige) funktionierende und performante Implementierung für Transactional Memory (STM). Haskell wird auch noch aktiv weiterentwickelt und in der Industrie gelegentlich eingesetzt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.05.20 00:07 durch Deff-Zero.

  10. Re: Was gibt es außer Java?

    Autor: GodsBoss 02.06.20 - 17:56

    > > Geht alles in Golang - und das ganz ohne Klassen
    >
    > Nah -> golang.org#generics

    Ich sehe nicht, dass das im Ausgangsbeitrag gefordert wurde.

    > Das führt dann zu diesem bizarren Unsinn, den man immer wieder sieht
    > github.com
    >
    > Man muss jede Typ Conversion einzeln ausformulieren, weil es kein List gibt
    >
    > sondern nur selbstgestrickte ListInt, ListString, ListObject...und das
    > 2020.

    Ja, das Fehlen von Generics (bzw. einem analogen Mechanismus) ist ein PITA. Was die von dir verlinkte Bibliothek damit zu tun hat, entzieht sich aber meiner Kenntnis. Ich hätte eher sync.Map angeführt oder sort.Slice, die beide deswegen typunsicher sind. Oder überhaupt 3/4 des sort-Packages und wie man es benutzt: Ich habe ein Slice eines eigenen Typs, das ich typsicher sortieren will, schnell mal Len und Swap kreativ implementieren...

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  11. Re: Was gibt es außer Java?

    Autor: derLaie 03.06.20 - 03:19

    Bald ist alles Python.

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