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Einsparungspotential unwesentlich; Graceful Degradation ausgehebelt
Autor: LX 17.06.10 - 09:49
Das Einsparungspotential derartiger Maßnahmen wurde bereits bei qooxdoo getestet (auch dort kann man sich seine JS-Basics auf den Browser zuschneiden lassen) und war meines Wissens bisher nicht so gross, dass es sich gelohnt hätte, dafür einen JS-Server mit UserAgent-Detection auszustatten.
Des weiteren muss nur ein neuer Browser auf den Markt kommen, der wieder andere Features unterstützt, damit das ganze System neu ausgerichtet werden muss, was zusätzlichen Aufwand für den jeweiligen Betreiber darstellt. Eine Feature Detection, wie sie jQuery vornimmt, ist in jedem Fall zukunftssicherer und kommt dem Konzept der "Graceful Degradation" (also der abgestuften Unterstützung aller Fähigkeiten, die der Browser zulässt, bis zu einer ohne Script immer noch funktionsfähigen Seite) eher entgegen.
Abgesehen davon: Wenn man beispielsweise konsequent auf eine Unterstützung des Quirks Mode und per Default auf Effekte verzichtet (so wie ich es in meinem JS-Toolkit tinyJS, zu finden unter tinyjs.sf.net, gemacht habe - debugbar minifiziert und gzipped < 4kb), kann man bereits eine Menge sparen (die Effekte gibt es als 3.4kb grosses Plugin). Nebenbei: wer mitbasteln will, sei herzlich dazu eingeladen!
Wenn die Knowledge Base tatsächlich nützliches Wissen über JavaScript sammeln möchte, sollte sie nachschauen, auf welchen Seiten welche Toolkits in welchen Versionen eingesetzt werden und welche Funktionen (aufgeteilt nach DOM-Selektion, DOM-Information, DOM-Manipulation, AJAX+JSONp, sonstige) eingesetzt werden.
Dieses Wissen würde den Toolkit-Entwicklern dabei helfen, ihre Toolkits besser auf tatsächliche Use Cases einzustellen. So stehe ich derzeit vor dem Problem, dass ich die vorhandenen Selektoren nach Möglichkeit einschränken will, um Platz zu sparen. Wer von Euch hat beispielsweise schon einmal den :lang-Selektor in einer JS-Selektion verwendet?
Gruß, LX



