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Pseudo/Low/No-Code: Meine Erfahrungen als Lehrer

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Pseudo/Low/No-Code: Meine Erfahrungen als Lehrer

    Autor: Grottenolm89 10.09.19 - 19:55

    Meine Erfahrungen mit diversen No- oder Low-Code-Anwendungen (z.B. Scratch, Lego Mindstorm) sind die, dass es sehr schwierig ist, den Wechsel zum "richtigen" Programmieren zu gestalten. Fürs Webdesign haben wir an der Schule ein relativ gutes Konzept entwickelt. Da lernen die Kinder mit nem CMS (Grav) erst einmal das "Zusammenklicken" einer Webseite. Dann beginnen sie, die Markdown-Syntax einzutippen, später kommt dann etwas HTML dazu und dann wird eine Custom-CSS-Datei erstellt und befüllt. Eigenes Javacript kann auch benutzt werden. Am Ende ist dann der Schritt zu einer "normalen" Webseite nicht mehr so groß.

    Bei den ganzen Low/No-Code-Anwendungen, wie auch vermutlich bei diesem Arcader Coder, ist es einfach sehr schwierig den Kindern zu vermitteln, dass es in "echt" ganz anders läuft. Daher haben wir jetzt angefangen mit einer Mischung aus Verändern von bestehenden Python-Programmen/Spielen und dem eigenständigen Programmieren von Skripten alles mit richtigem Code zu vermitteln. Schwierig ist dabei natürlich die Motivation aufrecht zu halten, deshalb hat z.B. Scratch seine absolute Berechtigung.

  2. Re: Pseudo/Low/No-Code: Meine Erfahrungen als Lehrer

    Autor: John2k 11.09.19 - 08:47

    Grottenolm89 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Erfahrungen mit diversen No- oder Low-Code-Anwendungen (z.B. Scratch,
    > Lego Mindstorm) sind die, dass es sehr schwierig ist, den Wechsel zum
    > "richtigen" Programmieren zu gestalten. Fürs Webdesign haben wir an der
    > Schule ein relativ gutes Konzept entwickelt. Da lernen die Kinder mit nem
    > CMS (Grav) erst einmal das "Zusammenklicken" einer Webseite. Dann beginnen
    > sie, die Markdown-Syntax einzutippen, später kommt dann etwas HTML dazu und
    > dann wird eine Custom-CSS-Datei erstellt und befüllt. Eigenes Javacript
    > kann auch benutzt werden. Am Ende ist dann der Schritt zu einer "normalen"
    > Webseite nicht mehr so groß.
    >
    > Bei den ganzen Low/No-Code-Anwendungen, wie auch vermutlich bei diesem
    > Arcader Coder, ist es einfach sehr schwierig den Kindern zu vermitteln,
    > dass es in "echt" ganz anders läuft. Daher haben wir jetzt angefangen mit
    > einer Mischung aus Verändern von bestehenden Python-Programmen/Spielen und
    > dem eigenständigen Programmieren von Skripten alles mit richtigem Code zu
    > vermitteln. Schwierig ist dabei natürlich die Motivation aufrecht zu
    > halten, deshalb hat z.B. Scratch seine absolute Berechtigung.


    Programmieren an sich hat mich schon immer gereizt. Allerdings um etwas wirklich nützliches schreiben zu können, muss man schon recht tief in die Materie reingehen.
    Da helfen dann die tollen Low Code Anwendungen.
    Klar ohne nachdenken kommt man da teilweise auch nicht weiter, aber wenn ich mir im Nachhinein den Code anschaue und vorstelle, dass man das alles sonst per Hand schreiben soll, dann nein Danke.
    Wenn man das später als Beruf anstrebt ist es natürlich etwas völlig anderes.

  3. Re: Pseudo/Low/No-Code: Meine Erfahrungen als Lehrer

    Autor: Der alte Sack 11.09.19 - 10:09

    Das kann ich gut bestätigen - ich bin mittlerweile am Zweifeln, ob "grafische" Programmiersprachen der richtige Weg sind.

    Ich habe das Ganze noch gelernt, in dem kleine Basic-Schnipsel aus Handbüchern abgetippt, ausprobiert und dann verändert hatte. Innerhalb von 2 Jahren war ich dann bei Assembler angelangt. Zugegebenermaßen war ich auch sehr interessiert :)

    Scratch etc. sind schon nett für den Einstieg, aber es ist, wie Du bereits sagtest, schon konzeptuell weit entfernt vom eigentlichen Programmieren.

    Mindstorm hat noch ne ganz gute Berechtigung, weil es ein bestimmte Komplexität (Multithreading/Echtzeit) wegnimmt, aber schon die Real-World-Problems mit fehlerhaften Sensoren oder durchdrehenden Rädern konfrontiert.

    Am schnellsten gelang den meisten Leuten der Einstieg mit RAD-System wie Delphi oder später Winforms/C#. Auch das haben interessierte Kinder (10+) schnell hinbekommen. Da sind wochenlange Scratch-Übungen fast Zeitverschwendung. Vor allem die Scratchvarianten ohne Variablen bzw. Kontrollstrukturen sind praktisch nutzlos. Man kann hier nur zeitliche Abläufe lernen, das hat man aber schnell durch.

  4. Re: Pseudo/Low/No-Code: Meine Erfahrungen als Lehrer

    Autor: gadthrawn 11.09.19 - 12:41

    Grottenolm89 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Erfahrungen mit diversen No- oder Low-Code-Anwendungen (z.B. Scratch,
    > Lego Mindstorm) sind die, dass es sehr schwierig ist, den Wechsel zum
    > "richtigen" Programmieren zu gestalten. Fürs Webdesign haben wir an der
    > Schule ein relativ gutes Konzept entwick

    Wirklich? Warum den?

    Ich kenne relativ viele die grafisch nach IEC61131 Programme für PLCs zusammenstellen. Das geht viel mehr in die Richtung, auch Programmierung von Siemens SPS mit FUP u.ä. lehnt sich mehr an Schaltpläne oder Low-Code an.

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