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Findet ihr das gut, wenn Sachen versteckt werden?

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  1. Findet ihr das gut, wenn Sachen versteckt werden?

    Autor: NeoChronos 06.11.20 - 16:02

    Also ich finde das furchtbar wenn in fremden Code Sachen benutzt werden, die gar nicht da sind.

    Irgendwie sind mir 50 Zeilen leicht zu lesender Code lieber als 5 Zeilen unmöglich zu entzifferndes Konstrukt.

    Für kleine Sachen wie getter/setter is das ja ganz nett, aber wo zieht man die Grenze? Dann lieber alles zu Fuß und nochmal drüber nachgedacht, ob man es wirklich braucht

  2. Re: Findet ihr das gut, wenn Sachen versteckt werden?

    Autor: Pete Sabacker 06.11.20 - 17:24

    NeoChronos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Irgendwie sind mir 50 Zeilen leicht zu lesender Code lieber als 5 Zeilen
    > unmöglich zu entzifferndes Konstrukt.

    Dafür braucht es auf jeden Fall Disziplin, schon richtig. Bei 50 gg 5 würde meine Wahl aber eindeutig auf 5 Fallen.

  3. Re: Findet ihr das gut, wenn Sachen versteckt werden?

    Autor: rrbdh8X2 06.11.20 - 20:50

    Du meinst das Kotlin-Feature mit der data class, oder?
    Nun ja, das mache in Java auch so und ich liebe es, den ganzen Boilerplate-Code auszublenden. In Java nimmt man dafür die (@)Data-Annotation aus der Lombok-Bibliothek.

    BTW: Ich bin ein großer Fan von Java (und Lombok) und kann mir einen Umstieg nach Kotlin nicht vorstellen. Kotlin sieht mir immer noch zu sehr nach Vendor-Lock-In aus, wenn ich auf IntelliJ als einziges brauchbares Tooling schaue.
    Aber ich weiß es zu schätzen, wie die vielen JVM-Sprachen (Kotlin ist ja nicht die erste) eine Inspirationsquelle für die kontinuierliche Verbesserung von Java sind. In diesem Sinne: Danke Kotlin, Scala, Groovy, Jython, JRuby, Closure ;-)

  4. Re: Findet ihr das gut, wenn Sachen versteckt werden?

    Autor: Trockenobst 07.11.20 - 12:32

    NeoChronos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für kleine Sachen wie getter/setter is das ja ganz nett, aber wo zieht man
    > die Grenze? Dann lieber alles zu Fuß und nochmal drüber nachgedacht, ob man
    > es wirklich braucht

    Ist Java(C#) nicht total versaut in dieser Hinsicht?

    @Threadable
    @XMLEntity
    @Streamable
    @Entity
    public class Adressbuch

    Diese @Annotations sind doch nicht nur "einfach" Marker, die werden dann von Tools benutzt die Code im Hintergrund erzeugen. Ich sehe in meinem generierten Klassenbaum eine ganze Menge AdressBuch$Streaming und Adressbuch$XMLEntity Klassen. Mit Spring und Co. tauchen irgendwelche "getUUID()" und "getThread()" Funktionen auf, die so nicht in der Klasse sind.

    Gerade Enterprise Java wird zunehmend zu einer Geheimwissenschaft, wo man je nach Appserver und bezahltem Supportlevel irgendeinen wilden Unsinn via implementierende Interfaces "live" machen muss, weil man den Standardkonfig des Servers nicht ändern darf.

    Dann ist man täglich knietief im Magic und wundert sich das Leute für spezifische Umgebungen dann brutale Tagessätze aufrufen wenn das ganze System @gerade @nicht @so @läuft.

  5. Re: Findet ihr das gut, wenn Sachen versteckt werden?

    Autor: Pete Sabacker 07.11.20 - 13:07

    Dieses.

    Der Vendor-Lock-In bei Kotlin interessiert mich auch nicht. JetBrains baut halt einfach Top-IDEs und die sind mir das Geld wert. Kann man natürlich anders sehen.

  6. Re: Findet ihr das gut, wenn Sachen versteckt werden?

    Autor: spyro2000 07.11.20 - 13:15

    >Also ich finde das furchtbar wenn in fremden Code Sachen benutzt werden, die gar nicht da sind.

    Häh? Meinst du jetzt extension methods oder was? Die ändern nicht die Klasse sondern sind einfach syntaktischer Zucker für statische Helper-Methoden die im Kontext der Klasse angezeigt werden.

    >Irgendwie sind mir 50 Zeilen leicht zu lesender Code lieber als 5 Zeilen unmöglich zu entzifferndes Konstrukt.

    Am liebsten sind mir 5 Zeilen Code, die ein 50 Zeilen Geschwurbel klar und prägnant zusammenfassen. Und genau das ist ja die Stärke von Kotlin. Es ist kein zweites Scala.

    >Für kleine Sachen wie getter/setter is das ja ganz nett, aber wo zieht man die Grenze?

    Immer da, wo es keine Verbesserung ist?

    > Dann lieber alles zu Fuß

    ... nur stolpert man dann halt verblüffend oft auf dem Weg. In der Regel wegen irgendeines dämlichen, kleinen Fehlers. Also noch mehr Tests schreiben etc... Oder einfach Keyword verwenden, das exakt das tut, was es soll. Das dokumentiert und getestet ist.

    >und nochmal drüber nachgedacht, ob man es wirklich braucht

    Klingt eher wie eine Suggestiv-Frage deren Anwort von vorneherein "Nein" ist, so wie du das sagst...

  7. Re: Findet ihr das gut, wenn Sachen versteckt werden?

    Autor: spyro2000 07.11.20 - 13:18

    > BTW: Ich bin ein großer Fan von Java (und Lombok) und kann mir einen
    > Umstieg nach Kotlin nicht vorstellen.

    ... weil...?

    > Kotlin sieht mir immer noch zu sehr
    > nach Vendor-Lock-In aus, wenn ich auf IntelliJ als einziges brauchbares
    > Tooling schaue.

    Bitte schön: https://github.com/JetBrains/kotlin-eclipse

    > Aber ich weiß es zu schätzen, wie die vielen JVM-Sprachen (Kotlin ist ja
    > nicht die erste) eine Inspirationsquelle für die kontinuierliche
    > Verbesserung von Java sind. In diesem Sinne: Danke Kotlin, Scala, Groovy,
    > Jython, JRuby, Closure ;-)

    Java ist einfach verbockt worden, das sollte heute eigentlich mittlerweile klar sein. Nullability, ein Unified-Typesystem, echte Generics, Type-Erasure etc. sind Dinge, die baust du nicht mehr im Nachhinein ein. Das ist einfach kaputt und wird es bleiben.

  8. Re: Findet ihr das gut, wenn Sachen versteckt werden?

    Autor: mnementh 07.11.20 - 17:57

    spyro2000 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Java ist einfach verbockt worden, das sollte heute eigentlich mittlerweile
    > klar sein. Nullability, ein Unified-Typesystem, echte Generics,
    > Type-Erasure etc. sind Dinge, die baust du nicht mehr im Nachhinein ein.
    > Das ist einfach kaputt und wird es bleiben.
    Java ist 25 Jahre alt. Wenn Gosling jetzt eine Zeitreise zurück macht, dann würde er es sicherlich etwas anders bauen.

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