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Scala

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  1. Scala

    Autor: TheUnichi 06.11.20 - 13:29

    Scala bzw. Dotty ist das neue Java. Kotlin ist Scala und auch Dotty in allen Belangen unterlegen.

  2. Re: Scala

    Autor: Dino13 06.11.20 - 13:34

    TheUnichi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Scala bzw. Dotty ist das neue Java. Kotlin ist Scala und auch Dotty in
    > allen Belangen unterlegen.

    Scala ist vieles aber sicher kein Java und wird auch nie Java ersetzen können. Die Sprache ist auch schlicht und ergreifend unpopulär. Dotty ist doch einfach nur der Compiler von Scala und keine Programmiersprache.

  3. Re: Scala

    Autor: demon driver 06.11.20 - 14:48

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TheUnichi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Scala bzw. Dotty ist das neue Java. Kotlin ist Scala und auch Dotty in
    > > allen Belangen unterlegen.
    >
    > Scala ist vieles aber sicher kein Java und wird auch nie Java ersetzen
    > können.

    Wieso sollte es das nicht können? Scala ist, soweit ich's überblicke, alles, was Java ist, plus eine ganze Welt an neuen Konzepten und Konstrukten, und "funktional" gleich richtig gemacht...

    > Die Sprache ist auch schlicht und ergreifend unpopulär

    Zumindest bei TIOBE liegt Kotlin (#36) immer noch hinter Scala (#29)...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.11.20 14:48 durch demon driver.

  4. Re: Scala

    Autor: demonkoryu 07.11.20 - 12:03

    Dino13 schrieb:
    > Dotty ist
    > doch einfach nur der Compiler von Scala und keine Programmiersprache.

    Dotty ist der Scala3-Compiler, die Sprache wird etwas vereinfacht.

    Ansonsten kann ich zum OP nur beitragen: Scala ist super, aber gerade die Kombination extreme Expressivität + starke Typisierung führt zu sehr vielen verschiedenen Möglichkeiten, Code zu schreiben, der danach schlecht mit der Arbeit anderer zu verknüpfen ist. Das ist in Teams ein großes Problem.

  5. Re: Scala

    Autor: flauschi123 08.11.20 - 23:37

    Scala ist tot.

    Zuerst gehyped und hat danach nie den Sprung in die Relevanz geschafft.
    Das mag man bedauern, aendert aber nichts an der Tatsache.

  6. Re: Scala

    Autor: amagol 09.11.20 - 07:49

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso sollte es das nicht können? Scala ist, soweit ich's überblicke,
    > alles, was Java ist, plus eine ganze Welt an neuen Konzepten und
    > Konstrukten, und "funktional" gleich richtig gemacht...

    Ich habe einige Jahre mt Scala gearbeitet und wenn es darum geht praktisch etwas zu erledigen, sind zumindest die Collections sehr fraglich, die implicits die man nicht selbst definiert hat gruselig zu lesen (vor allem ohne IDE, z.b. im Code Review) und einfach zu viele Features die sehr selten benutzt werden und nur existieren um zu beweisen das Scala ALLES kann. Nach kurzer Euphorie merkt man die Beschraenkungen von Java sind nicht zwangslaeufig ein Nachteil. Ach so, die egoistische Einstellung, dass man in Sprache X weniger tippen muss kann ich nur sehr bedingt Nachvollziehen. Code wird (im professionellen Bereich) sehr viel oefter gelesen als geschrieben.

    > > Die Sprache ist auch schlicht und ergreifend unpopulär
    > Zumindest bei TIOBE liegt Kotlin (#36) immer noch hinter Scala (#29)...

    Ich wuerde jetzt auch nicht sagen, dass Scala tot ist, aber der Hype ist vorbei. Ob Kotlin ein Konkurrent fuer Java wird kann man bezweifelen, man schaue einfach auf die vielen Versuche C/C++ zu reformieren. Java wird Features uebernehmen, wenn der Druck gross genug ist. Solange man nicht zu viel Mist baut wird die Mehrheit beim Standard bleiben.

  7. Re: Scala

    Autor: foobarJim 09.11.20 - 09:16

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich habe einige Jahre mt Scala gearbeitet und wenn es darum geht praktisch
    > etwas zu erledigen, sind zumindest die Collections sehr fraglich, die
    > implicits die man nicht selbst definiert hat gruselig zu lesen (vor allem
    > ohne IDE, z.b. im Code Review) und einfach zu viele Features die sehr
    > selten benutzt werden und nur existieren um zu beweisen das Scala ALLES
    > kann.

    Bei Scala ist es wichtig, dass im Team Einigkeit herrscht, wie programmiert wird. In welcher Weise implicits eingesetzt werden und ob man Erweiterungen wie cats oder scalaz verwenden will, die auch erstmal von allen Teammitgliedern verstanden werden wollen. Und neue Mitarbeiter muss man evtl. auch finden, die das dann können.

    > Nach kurzer Euphorie merkt man die Beschraenkungen von Java sind
    > nicht zwangslaeufig ein Nachteil.

    Jein. Scala ist in manchen Bereichen bestimmt zu flexibel. Auf der anderen Seite, wenn man dann zu Java zurück kommt, ist das schon sehr hart. Keine Multiline-String, fehlendes Pattern-Matching, ein Bündel CompletableFutures das man nicht mal einfach in einer for-Comprehension abarbeiten kann, inkonsistentes Exeception-Handling, usw. Für manches davon bekommt man in einer der nächsten Versionen Abhilfe. Manch anderes, wie z.B. das grottige Exception-Handling ist da und wird für immer bleiben.

    Die Verbreitung und Abwärtskompatibilität sprechen eindeutig für Java. Trotz allem kann man nur hoffen, dass es Alternativen gibt die sich durchsetzen und Java Konkurrenz machen. Da geht einfach mehr, als das was Java bietet. Warum sollte man dann stehen bleiben?

    > Ach so, die egoistische Einstellung, dass
    > man in Sprache X weniger tippen muss kann ich nur sehr bedingt
    > Nachvollziehen. Code wird (im professionellen Bereich) sehr viel oefter
    > gelesen als geschrieben.

    Weniger Tippen sehe ich auch nicht als großen Vorteil. Mehr Übersichtlichkeit im Code durch weniger Boilerplate-Kram aber schon. Wobei auch Scala dabei manchmal versagt. Die Auflösung eines Future[List[Future[Option[Future]]]] steht der Übersichtlichkeit der Businesslogik auch im Weg. In der Hinsicht hat Kotlin mit Non-Nullable-Types und suspended einiges richtig gemacht.

  8. Re: Scala

    Autor: demon driver 09.11.20 - 09:31

    flauschi123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Scala ist tot.
    >
    > Zuerst gehyped und hat danach nie den Sprung in die Relevanz geschafft.
    > Das mag man bedauern, aendert aber nichts an der Tatsache.

    Wie schon zuvor angemerkt, liegt Scala bei den Verbreitungsbenchmarks z.B. bei TIOBE immer noch deutlich vor Kotlin.

    Dass Scala mal Java ersetzen würde, glaubt sicherlich niemand mehr (wenn's denn überhaupt jemals jemand tat), und dass der anfängliche Enthusiasmus abgeflaut ist, ist unübersehbar, aber von "tot" kann nun auch nicht wirklich die Rede sein.

  9. Re: Scala

    Autor: demon driver 09.11.20 - 09:51

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wieso sollte es das nicht können? Scala ist, soweit ich's überblicke,
    > > alles, was Java ist, plus eine ganze Welt an neuen Konzepten und
    > > Konstrukten, und "funktional" gleich richtig gemacht...
    >
    > Ich habe einige Jahre mt Scala gearbeitet und wenn es darum geht praktisch
    > etwas zu erledigen, sind zumindest die Collections sehr fraglich, die
    > implicits die man nicht selbst definiert hat gruselig zu lesen (vor allem
    > ohne IDE, z.b. im Code Review) und einfach zu viele Features die sehr
    > selten benutzt werden und nur existieren um zu beweisen das Scala ALLES
    > kann.

    Dass Scala in der Praxis seine Probleme hat – keine Frage. Mein Einspruch richtete sich nur dagegen, dass Scala quasi weniger sei als Java. Und wenn man unbedingt will, kann man in Scala fast so "geschwätzig" coden wie in Java...

    > Nach kurzer Euphorie merkt man die Beschraenkungen von Java sind
    > nicht zwangslaeufig ein Nachteil. Ach so, die egoistische Einstellung, dass
    > man in Sprache X weniger tippen muss kann ich nur sehr bedingt
    > Nachvollziehen. Code wird (im professionellen Bereich) sehr viel oefter
    > gelesen als geschrieben.

    Weniger tippen müssen impliziert nicht schlechtere Lesbarkeit, das hat mit "Egoismus" nicht unbedingt was zu tun. Und Java ist ohnehin nicht der Goldstandard für die Lesbarkeit von Code. Erst recht nicht nur weil es geschwätziger wäre als andere Sprachen.

    Ich würde allerdings zustimmen, dass Scala ohne die notwendige Disziplin im Team wohl sehr leicht für andere unlesbar werden *kann*. Und dass es ohne sehr viel Erfahrung und entsprechende Vorgaben fürs Team fast schon unmöglich ist, von den jeweils tausend Möglichkeiten, die man hat, eine Aufgabe zu lösen, die "beste" oder "richtige" zu finden...

    > > > Die Sprache ist auch schlicht und ergreifend unpopulär
    > > Zumindest bei TIOBE liegt Kotlin (#36) immer noch hinter Scala (#29)...
    >
    > Ich wuerde jetzt auch nicht sagen, dass Scala tot ist, aber der Hype ist
    > vorbei. Ob Kotlin ein Konkurrent fuer Java wird kann man bezweifelen, man
    > schaue einfach auf die vielen Versuche C/C++ zu reformieren. Java wird
    > Features uebernehmen, wenn der Druck gross genug ist. Solange man nicht zu
    > viel Mist baut wird die Mehrheit beim Standard bleiben.

    Das Fazit würde ich bis auf weiteres auch so ziehen. Auch wenn die meisten Features, mit denen Java inzwischen gegenüber Scala nachgezogen hat, eigentlich nur halbherzig implementiert wurden.

  10. Re: Scala

    Autor: amagol 09.11.20 - 23:21

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Fazit würde ich bis auf weiteres auch so ziehen. Auch wenn die meisten
    > Features, mit denen Java inzwischen gegenüber Scala nachgezogen hat,
    > eigentlich nur halbherzig implementiert wurden.

    Und ich denke strategisch ist das (aus Sicht von Java) die richtige Herangehensweise. Wenn ein grosser Teil des Vorsprungs mit wenigen nicht so tiefgreifenden Aenderungen aufgeholt werden kann (Lambdas, Multiline-Strings, Streams, ...) dann ist es den meisten Nutzern egal, dass Java jetzt keine wirklich elegante funktionale Sprache ist. In einer Hobby-Sprache finde ich jedes neue Feature toll, aber wenn es darum geht Geld zu verdienen ist eine gewisse Traegheit gar nicht so schlecht. Es ist einfach, zu frueh auf den falschen Zug zu springen und niemand will jedes Jahr die Codebasis komplett refactoren. Viele Firmen hinken ja sogar der aktuellen Java-Version so weit hinterher, dass sie von der Deprecation der entspechenden Alt-VMs zum Upgrade gezwungen werden muessen.

  11. Re: Scala

    Autor: demon driver 09.11.20 - 23:36

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Fazit würde ich bis auf weiteres auch so ziehen. Auch wenn die meisten
    > > Features, mit denen Java inzwischen gegenüber Scala nachgezogen hat,
    > > eigentlich nur halbherzig implementiert wurden.
    >
    > Und ich denke strategisch ist das (aus Sicht von Java) die richtige
    > Herangehensweise. Wenn ein grosser Teil des Vorsprungs mit wenigen nicht so
    > tiefgreifenden Aenderungen aufgeholt werden kann (Lambdas,
    > Multiline-Strings, Streams, ...) dann ist es den meisten Nutzern egal, dass
    > Java jetzt keine wirklich elegante funktionale Sprache ist. In einer
    > Hobby-Sprache finde ich jedes neue Feature toll, aber wenn es darum geht
    > Geld zu verdienen ist eine gewisse Traegheit gar nicht so schlecht. Es ist
    > einfach, zu frueh auf den falschen Zug zu springen und niemand will jedes
    > Jahr die Codebasis komplett refactoren. Viele Firmen hinken ja sogar der
    > aktuellen Java-Version so weit hinterher, dass sie von der Deprecation der
    > entspechenden Alt-VMs zum Upgrade gezwungen werden muessen.

    Ja, da is definitiv was dran. Auch bei uns wird vielfach noch aktiv mit Java 8 entwickelt. Und es gibt sicher Schlimmeres als Java...

    Dennoch hab ich den Eindruck, dass die Halbherzigkeit der Java-Erweiterungen schon zum Teil auch Grenzen andeutet, über die hinaus man nicht gehen kann oder will, obwohl es auch von einem etwas konservativeren Standpunkt aus wünschenswert wäre. Wenn's dabei bleibt, wird es irgendwann eine andere Sprache brauchen, um Java abzulösen. Ich sehe derzeit allerdings keine, der ich das Potenzial zutrauen würde. Scala hätte anfangs vielleicht die Ansätze gehabt, ist dann aber in die falsche Richtung abgebogen...

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