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OT: eine kleine Geschichte zu große Dokumenten mit Microsoft Office

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  1. OT: eine kleine Geschichte zu große Dokumenten mit Microsoft Office

    Autor: Vogel22 25.01.22 - 16:37

    > Der letzte Grund, den wir hier anführen möchten, ist sicherlich die nahezu unbegrenzte Länge der Dokumente. Es ist mit LaTeX problemlos möglich, Dokumente mit mehr als 10.000 Seiten, die hunderte oder tausende Formeln und Literaturverweise enthalten, zu bearbeiten.

    Das habe ich zwar noch nicht ausprobiert, aber da man mit LaTeX Dokumente gut modular aufbauen kann, und man ja nur Plaintext editiert, wird die Textlänge nur die Kompilationszeit hochtreiben, aber sonst keine Probleme machen.

    Ganz im Gegenteil zu Microsoft Office. Hierzu eine kurze Geschichte: Die Bachelor-Arbeit meiner Schwester betrug über 120 Seiten. Während der Bearbeitung kam es häufiger vor, dass sie das Dokument zerschossen hatte (v.a. Formatierung), der PC abstürzte oder sonstwie zurückgeworfen wurde.

    Als dann die Masterarbeit anstand, die auch sehr formellastig werden sollte, schlug ich ihr vor LaTeX zu benutzen. "Das zu lernen dauert ja ewig, dafür habe ich keine Zeit," meinte sie und legte ein neues Word-Dokument an. Ein paar Wochen vor Abgabetermin und 150 Seiten später kam der Anruf: "Alle meine Bilder sind verschwunden, ich brauche deine Hilfe!" ... später: "ich brauche ein Formelverzeichnis, aber ich kann mir keines generieren lassen, muss das händisch mache, hilfst du mir?" und "ich muss da einen grauen Kasten hinter die Formeln machen, kannst du mir helfen?" (Sie machte händisch einen grauen Kasten hinter jeder Formel) ... und zuletzt war die Formatierung überall inkonsistent ... Unbelehrbar... das sind alles Dinge, mit denen sie bei LaTeX keinen Gedanken verschwendet hätte und in den Tagen, die sie mit Formatierung und Recovery zugebracht hatte, hätte sie die nötigen Grundlagen von LaTeX längst 3x gelernt.

    Ich habe Word schon seit meinem Studium nicht mehr angefasst. Im Studium nur LaTeX, danach Markdown. Word, Writer und Co. sind alle eigentlich für die Tonne. Die ganze Klickerei und Formatiererei lenkt nur vom eigentlichen ab: dem Text.

  2. Re: OT: eine kleine Geschichte zu große Dokumenten mit Microsoft Office

    Autor: Insomnia88 25.01.22 - 18:08

    Vogel22 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe Word schon seit meinem Studium nicht mehr angefasst. Im Studium
    > nur LaTeX, danach Markdown. Word, Writer und Co. sind alle eigentlich für
    > die Tonne. Die ganze Klickerei und Formatiererei lenkt nur vom eigentlichen
    > ab: dem Text.

    Schon mal was von Scrivenger gehört? Da gibts zwar auch Formatiererei und Klickerei aber sehr reduziert. Eines der beliebtesten Tools für Autoren und ich würde behaupten, dass sich Autoren genau auf das fokussieren was du sagtest: Dem Text.

  3. Re: OT: eine kleine Geschichte zu große Dokumenten mit Microsoft Office

    Autor: UweZiegenhagen 25.01.22 - 18:10

    Hab das auch mal mit einer Schulfreundin durchexerziert. Alle Dateien im Subversion, Support per Teamviewer, die Präambel größtmöglich versteckt. Ihr dann immer nur soviel gezeigt, wie sie in dem Moment brauchte. Hat gut geklappt.

  4. Re: OT: eine kleine Geschichte zu große Dokumenten mit Microsoft Office

    Autor: BluePhoenix 25.01.22 - 22:32

    Ich habe meine Arbeit mit Word geschrieben. Kann man machen und hat auch sehr gut funktioniert. Aber man sollte sich *vorher* darüber Gedanken machen, wie man Bilder, Quellen, Formeln etc. einbindet und im Idealfall sämtliche automatisch generierten Verzeichnisse bereits von Anfang an erstellen.
    Im Gegensatz zu Latex ist man in Word nicht gezwungen, sauber zu arbeiten. Aber wenn der Computer hinterher noch irgendwas automatisch generieren soll, fällt einem auf die Füße wenn man es nicht tut.

  5. Re: OT: eine kleine Geschichte zu große Dokumenten mit Microsoft Office

    Autor: Keep The Focus 26.01.22 - 01:14

    > Ganz im Gegenteil zu Microsoft Office. Hierzu eine kurze Geschichte: Die Bachelor-Arbeit meiner Schwester betrug über 120 Seiten. Während der Bearbeitung kam es häufiger vor, dass sie das Dokument zerschossen hatte (v.a. Formatierung), der PC abstürzte oder sonstwie zurückgeworfen wurde.

    kann von keinen derartigen Probleme berichten - auch in Word sollte man halt mit Formatvorlagen, Versionskontrolle, Backups, etc. arbeiten

    PC Abstürze sowieso nicht...

    (hab mit Tex-Background (Eigeninitiative) bei meiner BA über den Tellerand geschaut und Word ausprobiert)

    > und in den Tagen, die sie mit Formatierung und Recovery zugebracht hatte, hätte sie die nötigen Grundlagen von LaTeX längst 3x gelernt.

    oder googlen können wie man größere Arbeiten in Word verfasst
    Deine Schwester konnte halt weder Word noch Latex.

    Im Prinzip haben beide ihre Vorteile - bei einer Bachelorarbeit kann man imho beides zufriedenstellend nutzen.

    Wenns um eigene Vorlieben geht, rennt man bei Latex allerdings schnell in Sackgassen, wenn man nicht extremen Zeitaufwand investieren möchte.
    Bei Word fasst man im Worstcase VBA an, daher gibts Latex von mir nur noch, wenn entweder Vorgabe oder ein Template zur Verfügung gestellt wird

  6. Re: OT: eine kleine Geschichte zu große Dokumenten mit Microsoft Office

    Autor: jepper 26.01.22 - 08:37

    Solche Probleme mit Word hatte ich immer wieder. Mit verschiedenen Vorlagen aus Studium und verschiedenen Arbeitgebern und verschiedenen Word-Versionen 2007-2016. Sobald man mehr als 15-20 Seiten, einige Formeln und Veltorgrafiken hat, geht es los. Irgendwann merkt man, dass irgendwo ein Einzug verschoben ist oder ähnliche

  7. Re: OT: eine kleine Geschichte zu große Dokumenten mit Microsoft Office

    Autor: jepper 26.01.22 - 08:43

    Solche Probleme mit Word hatte ich immer wieder. Mit verschiedenen Vorlagen aus Studium und verschiedenen Arbeitgebern und verschiedenen Word-Versionen 2007-2016. Sobald man mehr als 15-20 Seiten, einige Formeln und Veltorgrafiken hat, geht es los. Irgendwann merkt man, dass irgendwo ein Einzug verschoben ist oder ähnliches. Dann will man das korrigieren und überall sonst wird alles verschoben. Dann merkt man, dass das schon länger (vonwegen Backup und so) und an verschiedenen Stellen so ist. Neues Anwenden der Vormatvorlage nützt nichts, man muss dann grosszügig Texte in Notepad rauskopieren und neu einfügen inkl. Überschriften.
    Ich glaube, das hauptproblem liegt an Vektorgrafiken. Seit ich alles zu PNG konvertiere vor dem Einfügen, sind die Probleme kleiner geworden.

    Meine Bachelorabeit habe ich deshalb mit LaTex geschrieben. So konnte ich im Tag vor der Abgabe noch einen Textblock einfügen, das Dokument neu generieren und war mir aber sicher, dass die Formatierung passt.

    Insgesamt war der Aufwand etwas grösser, aber ich musste keine Reparaturarbeiten vornehmen.

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