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Verstädndnisfrage

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  1. Verstädndnisfrage

    Autor: -.- 12.04.11 - 18:46

    Gehe ich richtig in der Annahme, dass man seine Software mit GCC kompilieren kann, ohne sie gleich unter der GPL veröffentlichen zu müssen? Wenn ja, was ist dann genau das große (lizenzrechtliche) Problem dabei, es zu verwenden?

    Probleme kann es da ja höchstens bei einer modifizierten GCC-Version geben. Aber ist so etwas üblich?

  2. Re: Verstädndnisfrage

    Autor: bloody.albatross 12.04.11 - 18:54

    Ich glaub der Artikel ist nur verwirrend formuliert, denn natürlich kann deine Software unter welcher Lizenz du willst stehen, und du darfst sie trotzdem mit GCC kompilieren und vertreiben.

    Der Vorteil an LLVM liegt meines Erachtens nicht in der Lizenz.

  3. Re: Verstädndnisfrage

    Autor: GodsBoss 12.04.11 - 21:59

    > Gehe ich richtig in der Annahme, dass man seine Software mit GCC
    > kompilieren kann, ohne sie gleich unter der GPL veröffentlichen zu müssen?

    Ja, ist völlig korrekt. Nutzen darf man GPL-Software, wie man will und beim GCC ist die Nutzung nunmal das Kompilieren. Nur bei der Weitergabe, egal ob des Originals oder einer modifizierten Version, greifen die GPL-Bedingungen.

    > Wenn ja, was ist dann genau das große (lizenzrechtliche) Problem dabei, es
    > zu verwenden?

    Gar keins. Ist im Artikel m.E. schlicht falsch. Es sei denn, mit „verwenden“ ist gemeint, dass der GCC als Basis für Derivate dient, die dann veröffentlicht werden.

    > Probleme kann es da ja höchstens bei einer modifizierten GCC-Version geben.
    > Aber ist so etwas üblich?

    Es reicht ja nicht, den GCC zu modifizieren. Ich kann jederzeit den GCC verändern und die veränderte Version selbst benutzen, ohne den geänderten Quellcode veröffentlichen zu müssen. Erst, wenn ich mein Derivat veröffentliche, muss ich das tun.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  4. Re: Verstädndnisfrage

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 12.04.11 - 22:50

    -.- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gehe ich richtig in der Annahme, dass man seine Software mit GCC
    > kompilieren kann, ohne sie gleich unter der GPL veröffentlichen zu müssen?
    > Wenn ja, was ist dann genau das große (lizenzrechtliche) Problem dabei, es
    > zu verwenden?
    >
    > Probleme kann es da ja höchstens bei einer modifizierten GCC-Version geben.

    GodsBoss hat teilweise Recht. Er schrieb nämlich, dass man sich bei Weitergabe an die Regeln der GPL halten muss. Diese Regeln gelten aber nicht nur, wenn man GCC auch verändert.

    Wie ich in einem anderen Beitrag bereits geschrieben habe, gibt man bei Weitergabe von GPL-Software seine Software-Patente für diese Software auf.
    Sagen wir also, ich wäre ein Compiler-Programmierer, hätte voll die krassen Techniken entwickelt und diese patentiert. Dann könnte jemand kommen und auf Basis meiner Patente den GCC so erweitern, dass er besser wird.
    Nun könnte ich Red Hat und jeden anderen Linux-Distributor verklagen, weil die meine patentierten Techniken nutzen.
    Wenn ich aber nun selber den GCC vertreibe, z.B. indem er auf meinem Web-Server liegt und heruntergeladen werden kann, stimme ich automatisch der GPLv3 zu, in der steht, dass alle weiteren Empfänger des GCC meine Patente nutzen können, weil ich denen eine kostenlose Patentlizenz einräume.

    Die Lizenz von Clang/LLVM hat so eine Klausel nicht. Ich könnte sogar selbst LLVM entsprechend erweitern und dann trotzdem z.B. Red Hat wegen Nutzung meiner Patente verklagen.

    Auch wenn Firmen gar keine Absicht haben, andere von sich aus zu verklagen, wollen sie ihre Patente nicht verlieren. Und deswegen helfen die lieber bei LLVM mit, als GCC zu verbreiten.
    (Das heißt natürlich nicht, dass jeder, der bei LLVM mitmacht, diese Absichten hat. LLVM/Clang ist rein technisch auch sehr gut, weshalb auch aufrechte Patent-Gegner wie ich LLVM gut finden dürfen ;-))

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