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Java ist nicht tot. Um C# steht es ähnlich.
Autor: tmovv 13.11.14 - 16:51
Zu behaupten, das Java ausstirbt ist eine ziemlich undurchdachte Aussage.
Java ist, und war schon immer ein gewisser "Stein" im direkten Vergleich zur .NET's C#.
Vor ca. einem Jahr wurde Java Swing ofiziell für deprecated erklärt, soll heissen wird nicht weiterentwickelt! Heißt aber im Übrigen noch lange nicht das es nicht mehr verwendet werden wird, denn es wird nach wie vor noch eingesetzt gerade im Bereich öffentlicher Dienst. Ich gehe mal davon aus das Swing in den nächsten 5 Jahren weiterhin ausgeteilt wird.
Aber: Momentan erlebt die Java Community einen Aufschwung. JavaFx zumindest. Man schafft es so langsam dem Funktionsumfang von Swing zu genügen. JavaFx ist für die meisten Java-Hasen in den Firmen noch sehr neu, daher tut sich das Ganze schwer in großen Projekten. Ich behaupte: Noch.
JavaFX ist vom Ansatz her ähnlich wie WPF, daher würde ich diese am ehesten vergleichen.
Ich finde zumindest den Schritt von Seiten Oracle gut und auch mutig.
Bei .NET sieht das nicht wirklich anders aus, denn native Fat-Client Anwengungen sind momentan wohl eine Seltenheit. Jedenfalls in Großprojekten selten zu finden.
Generell beobachtet man einen Trend in Richtung Cloud-Computing und All in One Lösungen a la Sharepoint. Der Kunde möchte ein fertiges System haben und im Idealfall noch selber konfigurieren können.
Ich kenne beide Seiten, und muss sagen, dass was die .NET Jungs da vorraussetzen um mit dem Sharepoint zu entwickeln ist der Alptraum jedes Projektleiters. Utopische Systemanforderungen und vorallem dieses Lizenzmodell welches Mircosoft da fährt.
Einziger Lichtblick: Es lassen sich wohl unendliche Folgeprojekte generieren dank Microsofts Updatepolitik und veralteter Serverarchitekturen. Also: Warten und migrieren was das Zeug hält!
Und zu guter letzt: Es scheint wohl auch nun endlich Microsoft begriffen zu haben. Hinter den Konsumenten steht eine enorme Community, die so einiges bewirken kann und auch produktiv zur Qualität beitragen kann.
In unseren Javaabteilungen sagte man immer, kein Wunder das soviele Projekte scheitern, denn sobald ein Budget gesetzt ist, leidet die Qualität unserer Software.
Ich beziehe mich mit meinen Erfahrungen auf Großprojekte, kann sein das es bei kleinen Softwarehäusern anders aussieht. Jedoch sind das meiner Meinung auch nicht die Big Player die Microsoft da generell anstrebt.. -
Re: Java ist nicht tot. Um C# steht es ähnlich.
Autor: carsti 13.11.14 - 18:46
Swing ist 100% Java. Stabil. Fully featured. Kein Wunder, dass das nicht weiterentwickelt wird. Selbst wenn man "Java" nun an Touch angepassen will aendert das nix an Swing sondern nur an AWT und Co.
Visual Studio und Co. installieren (Dauer) ist eine Zumutung. Und die Sicherheitsupdates sind auch haeufig und zeitraubend.
Die Konkurrenz JDK+Eclipse/IDEA ist praktisch sofort installiert. Android Entwicklungsumgebung aufsetzen schon schmerzhafter. OSX/iOS urks. Aber Windows/.NET/Visual Studio hat echt die Aetz-Krone ;) -
Re: Java ist nicht tot. Um C# steht es ähnlich.
Autor: BLi8819 13.11.14 - 20:29
Was ich bei JavaFX unschön finde ist, dass es davon ausgeht, dass nur ein Anwender, die Anwendung nutzt.
Das fällt dann auf, wenn man zwei Touch-Gesten verarbeiten will. Das geht einfach nicht. Alle Touch-Punkte werden zu einer Geste zusammengefasst. Zwei Objekte gleichzeitig vergrößern geht dadurch nicht.
Natürlich ist dies ein Sonderfall. Aber schade, dass er nicht bedacht wurde.
Aber sonst finde ich JavaFX sehr schön. Um Längen besser als Swing. -
Re: Java ist nicht tot. Um C# steht es ähnlich.
Autor: Kleba 14.11.14 - 11:56
carsti schrieb:
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> Visual Studio und Co. installieren (Dauer) ist eine Zumutung. Und die
> Sicherheitsupdates sind auch haeufig und zeitraubend.
Stimmt, ist echt schlimm 2x auf weiter zu klicken und kurz zu warten. Mindestens so schlimm wie 1x im Monat Windows Update aufzurufen. Ein Unding was das an Zeit kostet. [/Ironie] -
Re: Java ist nicht tot. Um C# steht es ähnlich.
Autor: BLi8819 14.11.14 - 15:40
Die letzte Visual Studio installation hat bei mir 45 Minuten benötigt.
Und jetzt versuch mal das wieder zu deinstallieren. Keine Chance. Da werden so viele verschiedene Programme installiert... aber ein einheitlichen Deinstaller gibt es nicht.
Es ist natürlich davon abhängig, welche Komponenten man alle benötigt. -
Re: Java ist nicht tot. Um C# steht es ähnlich.
Autor: wobbe.sf 30.03.15 - 19:03
Ich verstehe die Kritik nicht.
Eine umfangreiche Entwicklungsumgebung braucht logischerweise auch eine vernünftige Installation, dass diese etwas länger dauert, stellt für mich absolut kein Problem dar.
Zumal die Installation einmalig ist, und Updates über Windows Update meiner Meinung nach schnell und unauffällig eingespielt werden.
Ich nutze Visual Studio jetzt seit 6 Jahren ohne Probleme, musste bisher 2-3 eine Version deinstallieren, was für mich absolut kein Problem darstellt.
Visual Studio hat außerdem sehr wohl einen vereinheitlichten Deinstaller, das einzige, was optional, also nebenher und als eigenes "Programm" installiert wird, sind die jeweiligen Redistributables und der Help Viewer. Letzterer kann bei Bedarf deinstalliert werden, dafür reicht ein Klick, Erstere sind meistens in recht hoher Anzahl vorhanden, allerdings sehe ich keinen Grund, wieso ich diese deinstallieren sollte, inwiefern stören diese denn den Betrieb eines Computers oder Netzwerk, nachdem VS deinstalliert ist?



