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Wer sucht die Fehler in OSS?

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  1. Wer sucht die Fehler in OSS?

    Autor: Sepps Rache 18.02.10 - 07:40

    Servus,

    ich nutze gerne OSS, bin aber kein Programmierer und habe demnach keine Ahnung. Deshalb suche ich auch nicht nach Fehlern. Einen Quelltext habe ich auch nie eingesehen.

    Viele Menschen um mich herum nutzen OSS, sind aber keine Programmierer. Deshalb suchen sie auch nicht nach Fehlern. Einen Quelltext haben sie auch nie eingesehen.

    Nur sehr wenige Menschen um mich herum sind (Hobby-)Programmierer und nutzen OSS. Sie suchen aber auch nicht nach Fehlern. Ob sie jemals einen Quelltext eingesehen haben?

    Wer sucht denn nun nach den Fehlern in OSS?

    Meine These ist, dass es die jeweiligen Software-Programmierer in der Regel selbst sind, die in ihrem eigenen Quellcode über die Fehler stolpern und sie damit eher zufällig ans Tageslicht brigen.

    Der Traum von der offenen Software, die jeder jederzeit und überall einsehen kann, ist toll. In der Realität bleibt auch OSS ein Spezialgebiet für Cracks.

    Leise Servus sagt

    Sepps Rache

  2. Re: Wer sucht die Fehler in OSS?

    Autor: It's me, Luigi 18.02.10 - 07:52

    Hab mal nen Fehler im Mediawiki (Grundlage für Wikipedia) gefunden und behoben. Den Code gelesen habe ich, weil ich einen Teil davon für meine Bedürftnisse modifizieren wollte und deshalb verstehen musste.

  3. Re: Wer sucht die Fehler in OSS?

    Autor: unnu 18.02.10 - 08:33

    Sepps Rache schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Servus,
    >
    > ich nutze gerne OSS, bin aber kein Programmierer und habe
    > demnach keine Ahnung. Deshalb suche ich auch nicht nach
    > Fehlern. Einen Quelltext habe ich auch nie eingesehen.

    Macht nichts denn viele, die schlimmsten, Fehler stecken nicht im Code sondern im Konzept. Das ist auch das Problem, denn um Fehler wirklich zu fixen muss man erstmal verstehen was ES machen soll sowie was ES dann wirklich macht.

    Tja und das notwendige Hintergrundwissen kommt natürlich auch noch dazu, denn wer nicht weiss wie TCP oder IPv6 funktioniert kann nicht sagen ob etwas korrekt implementiert ist oder nicht.

    Augen die nicht wissen nach was sie suchen sollen werden es auch nicht finden und Masse statt Klasse hat noch nie funktioniert.

    Im Grunde sagt Raymond sowas wie "Wenn 10 Bauarbeiter 10 Tage brauchen um ein Haus zu bauen dann brauchen 1000 Bauarbeiter 0,1 Tag".

  4. Re: Wer sucht die Fehler in OSS?

    Autor: *ubuntuuser 18.02.10 - 08:50

    Denk doch mal ein bisschen nach...

    Opensource heist doch nur dass man auch den Queltext der Software bekommt...
    ...nicht das sie kostenlos sein muss,
    und auch nicht dass da nur unbezahlte freiwillige daran arbeiten.

    Alleine der Linux Kernel wird zu 70% durch bezahlte Programmierer entwickelt, und so ist es mit vielen OSS Produkten. Einer der Gedanken hinter OSS ist ja dass große Unternehmen (welche sich das leisten können) Programme welche sie selbst brauchen können für linux entwickeln (lassen) und diese als OSS frei geben, dafür bekommen sie dann das Betriebssystems und dazugehörige Tools kostenlos. Wenn man das ordentlich angeht rentiert sich das sogar. :)

    > Der Traum von der offenen Software, die jeder jederzeit und überall einsehen kann, ist toll. In > der Realität bleibt auch OSS ein Spezialgebiet für Cracks.

    Ein Beispiel um das gegenteil zu zeigen: Apache ist der meist benutzes Webserver...und ist OSS.

  5. Re: Wer sucht die Fehler in OSS?

    Autor: 0o9i8u7z 18.02.10 - 08:57

    Es gibt ja auch sowas wie Arbeitsaufteilung: Einer findet die Bugs, der andere behebt sie. Wer geht denn davon aus, dass derjenige, der den Fehler gefunden hat, auch noch seinen eigenen selbstgefundenen Bug fixen muss?

    Ich pers. habe schon bei diversen OSS-Projekten diverse Bugberichte geschrieben und trotz meinem beschränkten Wissen zum Projekt auf Nachfrage geholfen. Andere haben den Bug dann gefixt...

    Natürlich gibts Bugtrackingsysteme auch bei CSS-Projekten... Vielleicht trübt mich meine subjektive Wahrnehmung, aber ich habe das Gefühl, dass derlei Bugtrackingsysteme unter CSS-Projekten bei weitem seltener vorkommen als bei OSS... Die meisten OSS-Projekte benötigen hingegen fast zwangsläufig eine Bugtrackingsoftware, um eine eventuelle Flut von Patches und Korrekturen (nicht nur von typischen Desktopnutzern, sondern auch von Programmierern) besser verwalten zu können...

  6. Re: Wer sucht die Fehler in OSS?

    Autor: AndyMt 18.02.10 - 10:03

    0o9i8u7z schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt ja auch sowas wie Arbeitsaufteilung: Einer findet die Bugs, der
    > andere behebt sie. Wer geht denn davon aus, dass derjenige, der den Fehler
    > gefunden hat, auch noch seinen eigenen selbstgefundenen Bug fixen muss?
    >
    > Ich pers. habe schon bei diversen OSS-Projekten diverse Bugberichte
    > geschrieben und trotz meinem beschränkten Wissen zum Projekt auf Nachfrage
    > geholfen. Andere haben den Bug dann gefixt...
    Das ist bei Closed-Source ebenfalls das übliche Vorgehen. Das ist auch völlig normal, es gibt nun mal viel mehr User als Programmierer.
    > Natürlich gibts Bugtrackingsysteme auch bei CSS-Projekten... Vielleicht
    > trübt mich meine subjektive Wahrnehmung, aber ich habe das Gefühl, dass
    > derlei Bugtrackingsysteme unter CSS-Projekten bei weitem seltener vorkommen
    > als bei OSS...
    Oh nein, ganz sicher nicht. Nur siehst du sie bei CSS-Projekten nicht (von aussen). Ich hab noch nie ein Projekt erlebt (oSS oder CSS) wo kein Bugtracking eingesetzt wurde. Und wenn es für ein kleines Projekt nur ein simples Excel-Sheet war...

  7. Re: Wer sucht die Fehler in OSS?

    Autor: AndyMt 18.02.10 - 10:17

    Ja - es gibt einige OSS Projekte, die erfolgreich sind. Daneben gibt es tausende, die nach kurzer Zeit sterben, weil der Initiant sich zurückzieht. Gleiches kann mei CSS genauso passieren.

    Auch gibt es Arten von Software für die OSS nicht geeignet ist - erst recht nicht, wenn man was damit verdienen möchte. Wer arbeitet schon gerne umsonst? Wenn man keine Dienstleisungen drumrum anbieten kann, ist mit OSS schlecht bedient. Schliesslich kann es sich jeder selbst kompilieren, irgendwo runterladen etc. ohne dafür zu bezahlen. Am Ende läuft es dann auf "Spenden" hinaus.

    Ich hab das ein Jahr lang versucht, was kam dabei raus: 15€ oder sowas... Dafür Support-Anfragen, dumme Anfänger-Fragen noch und noch. Kaum einer hat mitgeholfen mir wenigstens das abzunehmen. Danach hab ich das Projekt unter anderem Namen als CSS neu gestartet und verkauft... das lief richtig gut - bis mir die Support-Anfragen auch wieder zu viel wurden und ich vor der Entscheidung stand: nur noch das machen, auf eigenes Risiko - oder bei meinem gut bezahlten Job bleiben und das Projekt einstellen.

    Ich hab mich für letzteres entschieden, konnte das Produkt aber gut weiter verkaufen... das wär mit OSS nicht gegangen.

  8. Re: Wer sucht die Fehler in OSS?

    Autor: irata_ 18.02.10 - 10:31

    unnu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Grunde sagt Raymond sowas wie "Wenn 10 Bauarbeiter 10 Tage brauchen um
    > ein Haus zu bauen dann brauchen 1000 Bauarbeiter 0,1 Tag".

    Viel besser gefällt mir die Analogie:
    Wenn eine Frau neun Monate braucht um ein Kind zu kriegen, dann müssten neun Frauen nur einen Monat brauchen um ein Kind zu kriegen.
    :-P

  9. Re: Wer sucht die Fehler in OSS?

    Autor: Satan 18.02.10 - 22:41

    Wenn ich in KDE nen nervigen fehler finde, melde ich ihn. Ganz einfach.

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