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Fachkräfte unter Sehbehinderten
Autor: Tigtor 28.03.17 - 11:44
Werden sicher auch nicht besser verteilt sein als unter den Normalsehenden.
D.h. wenn man das Verhältnis "Normalsehende" zu Fachkraft nimmt und auf den vermutlich geringen Anteil an Sehbehinderten überträgt, dann ist der Zugewinn an Fachkräften in dieser Bevölkerungsgruppe eher überschaubar.
Nicht falsch verstehen, dass man hier Möglichkeiten findet um den Benachteiligten hier zu helfen ist ein super Sache, aber die Begründung "Fachkräftemangel" ist doch schon sehr weit hergeholt...
So dawn goes down to day.
Nothing gold can stay. -
Re: Fachkräfte unter Sehbehinderten
Autor: LSBorg 28.03.17 - 11:47
Ich bin immernoch ein bisschen abgepisst, dass mich das Arbeitsamt, oh sorry, die Agentur für Arbeit, nicht unterstützt hat, als ich vor 3 Jahren eine Ausbildung zum Fachinformatiker begonnen habe. "Das steht nicht auf der Liste"... Scheint so, als wäre bei denen kein Fachkräftemangel zu beklagen im Bereich IT.
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Re: Fachkräfte unter Sehbehinderten
Autor: BlocK 28.03.17 - 11:59
LSBorg schrieb:
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> Ich bin immernoch ein bisschen abgepisst, dass mich das Arbeitsamt, oh
> sorry, die Agentur für Arbeit, nicht unterstützt hat, als ich vor 3 Jahren
> eine Ausbildung zum Fachinformatiker begonnen habe. "Das steht nicht auf
> der Liste"... Scheint so, als wäre bei denen kein Fachkräftemangel zu
> beklagen im Bereich IT.
Der Fachkräftemangel ist wie immer bei Stellen mit Einstiegsgehalt für die man gefälligst jung zu sein hat, ein abgeschlossenes Studium und 3-6 Jahre Berufserfahrung. .-. -
Re: Fachkräfte unter Sehbehinderten
Autor: Bautz 28.03.17 - 12:35
Du hast die Auslandserfahrung vergessen!
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Re: Fachkräfte unter Sehbehinderten
Autor: stereo12 28.03.17 - 14:57
Tigtor schrieb:
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> Werden sicher auch nicht besser verteilt sein als unter den
> Normalsehenden.
> D.h. wenn man das Verhältnis "Normalsehende" zu Fachkraft nimmt und auf
> den vermutlich geringen Anteil an Sehbehinderten überträgt, dann ist der
> Zugewinn an Fachkräften in dieser Bevölkerungsgruppe eher überschaubar.
Spannend wäre hier der Anteil von blinden Juristen, Physiotherapeuten und im Call-Center - im Vergleich zum Anteil normalsehender. Das sind nämlich größere klassische Felder in denen blinde ausgebildet werden. Hier gibt es also eine sehr starke Häufung: Gibt es einen sinnvollen Ausbildungsweg, dann wird er auch häufiger gegangen, denn viele andere fallen ja weg.
Fachkräfte benötigen ja auch keine bestimmten Gene, sondern eine gute Ausbildung. Erfahrungsgemäß sind Menschen mit Behinderung öfter stärker motiviert als der nicht behinderte Kollege. Ich kann mir also gut vorstellen, dass der Effekt größer ist als es im ersten Moment aussieht.
Gegenrede geht natürlich auch: Sehbehinderung wird eher selten in jungen Jahren erworben, nimmt man also einfach den Bevölkerungsanteil her, dann vergleicht man hauptsächlich Senioren :)



