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Oracles Java-Politik
Autor: elgooG 10.06.11 - 15:21
Auf den ersten Blick sieht es ja so aus, als hätte sich Oracle stark geöffnet. Aber letztendlich bleibt doch weiterhin alles beim Alten. Oracle gibt den Ton vor wie sich Java zu entwickeln hat und wer eine eigene Implementierung testen und damit zertifizieren lassen darf.
Wäre es nicht so, wäre es irrelevant auf Projekte wie Hamony basieren. Es kommt auf die Kompatibilität an und die wird durch die Tests bewiesen...zumindest wenn man testen darf.
Oracle bestimmt wer darf und wer nicht. Google Android ist von dem Problem auch weiterhin betroffen. -
Re: Oracles Java-Politik
Autor: bstea 10.06.11 - 16:17
1. War auch bei Sun der Fall, kein Unterschied. Es gab vorher auch nur IBM und Sun zerti. Java. Und es gab/gibt ein Konsortium, ohne die nichts entscheiden wird, Apache ist ja nicht mehr dabei.
3. Google hatte schon vorher ein rechtliches Problem, nun schmilzt ihn die Java-Basis. Läuft wohl auf Lizenzzahlungen hinaus. Nebenbei befindet sich das Harmony-Project seit einiger Zeit in der Auflösung. Mal sehen, ob es diese Jahr noch übersteht. -
Re: Oracles Java-Politik
Autor: elgooG 10.06.11 - 18:10
bstea schrieb:
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> 1. War auch bei Sun der Fall, kein Unterschied. Es gab vorher auch nur IBM
> und Sun zerti. Java. Und es gab/gibt ein Konsortium, ohne die nichts
> entscheiden wird, Apache ist ja nicht mehr dabei.
> 3. Google hatte schon vorher ein rechtliches Problem, nun schmilzt ihn die
> Java-Basis. Läuft wohl auf Lizenzzahlungen hinaus. Nebenbei befindet sich
> das Harmony-Project seit einiger Zeit in der Auflösung. Mal sehen, ob es
> diese Jahr noch übersteht.
Irgendwie vermisse ich einen Punkt 2. Du weißt schon: 1...2...3... ;p
Egal, also natürlich war Sun ganz sicher nicht besser und es wurde ja schon damals stark kritisiert. Das Oracle diese Strategie fortführt macht die Sache leider nicht besser. Aber wenn Java .NET überleben möchte muss sich jetzt (!) auch etwas ändern.
Google Android wäre hier sehr wichtig gewesen, aber der sture Koloss Oracle will dagegen vorgehen, anstatt Google als Partner zu aktzeptieren und deren VM zu lizensieren und kompatibel zu machen. Google setzt auch sonst sehr stark auf Java und wäre schon alleine wegen deren Entwicklerwerkzeuge-/frameworks eine wichtiger Motor. Dafür müsste Oracle natürlich auf bestimmte Vorrechte verzichten und in den sauren Apfel beißen, aber letztendlich ist es wichtiger Java weiterzubringen.
Gerade jetzt wo verschiedene inkompatible Plattformen den Markt überschwemmen könnte Java wieder extrem wichtig für Endanwender-Software werden. Dafür muss die VM aber endlich geöffnet und weiterentwickelt werden. Bisher unterstützt diese nicht einmal Konzepte wie Generics, was ich als extremes Armutszeugnis ansehe.
Das Selbe betrifft auch Apache. Auch die sind für Java unersetzbar. Oracle sollte sie endlich als gleichwertigen Partner anerkennen und von dem hohen Ross herunterkommen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.06.11 18:12 durch elgooG. -
Re: Oracles Java-Politik
Autor: chrulri 13.06.11 - 12:12
elgooG schrieb:
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> Bisher unterstützt diese nicht einmal Konzepte wie Generics, was
> ich als extremes Armutszeugnis ansehe.
http://lmgtfy.com/?q=%2Bjava+%2Bgenerics
--> http://en.wikipedia.org/wiki/Generics_in_Java -
Re: Oracles Java-Politik
Autor: elgooG 13.06.11 - 15:25
chrulri schrieb:
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> elgooG schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Bisher unterstützt diese nicht einmal Konzepte wie Generics, was
> > ich als extremes Armutszeugnis ansehe.
> lmgtfy.com
> --> en.wikipedia.org
Schlaumeier. Es war von der VM die Rede und nicht von der Programmiersprache Java. Vielleicht solltest du dich mal selbst informieren. ;-) -
Re: Oracles Java-Politik
Autor: chrulri 13.06.11 - 15:43
Nun denn, wenn sich dein Sichtfeld natürlich nur auf die VM bezieht, magst du recht haben. Da sich Oracles Java-Politik jedoch nicht nur auf die VM sondern auch aufs JDK bezieht, welches nicht nur die VM sondern auch den Compiler (und somit Generics) und weitere Tools beinhaltet, mögen wir beide recht haben.
Weshalb man nun der VM Generics beibringen muss und es nicht dank Type-Erasure dem Compiler überlassen kann, möchte ich aber trotzdem wissen. Vorteile? (abgesehen vom auslesen der Parametertypen während der Laufzeit, was ich bisher noch nie gebraucht hätte) -
Re: Oracles Java-Politik
Autor: elgooG 13.06.11 - 17:24
Du hast dich lediglich auf eine Aussage von mir über die VM bezogen. Natürlich ist das dann auch Kontext der VM zu betrachten. Deine Google-Links hatten ja rein gar nichts damit zu tun. ;-)
Über die Nachteile darfst du gerne Google bemühen. Hauptnachteile dürften die heftigen Laufzeiteinbußen durch unnötiges Boxing/Unboxing bei primitiven Datentypen und die unnötigen Typkonversionen sein. Zudem gehen MetaInformationen für spezifische Implementierungen verloren.
Die VM darf Gernerics also durch unnötige Arbeiten ausgleichen. Der Compiler kann hier nur bedingt optimieren. Ein Umstand der ja sehr offensichtlich aus der Natur von Generics erfolgt. Mitunter war das ein Hauptgrund dafür, warum z.B. der JIT-Compiler von .NET von Anfang an auch Generics unterstützte.



