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Und Adobe hat nix dagegen?
Autor: likely 05.07.11 - 10:28
Ich weiß ja PDF ist so eine art halboffenes Format.
Trotzdem meine Frage. Das klingt so nach einen herben rückschlag für Adobe Reader in zukunft.
Werden die da nicht bald Anstrengungen machen, das zu unterbinden?
Am Ende wird man nicht mehr den Reader installieren müssen.
Und Signierte PDFs sind auch wieder im abwind. -
Re: Und Adobe hat nix dagegen?
Autor: Thread-Anzeige 05.07.11 - 10:38
Adobe macht das Geld mit den Tools und Workflows zur Erstellung und Bearbeitung.
Der Reader ist halt nur ein notwendiges Übel. Sonst würde sich auch schnell EPub oder compressed-HTML o.ä. durchsetzen. Auch weil pixelgenaue Seiten nicht mehr die einzige Zielplattform sind sondern auchTabletts und Kindles wo man die Schrift größer drehen will.
Es gibt verschlüsselte DRM-PDFs wo teilweise dann Flash drinsteckt u.ä. "Scherze" und es gibt signierte PDFs z.b. für Versicherungs-Formulare oder Gesetzestexte das dort nicht dran herummanipiliert wurde. Oder für Abofallen-Knebel-Verträge damit jeder das 10.000seitige Kleingedruckte auch mit unterschrieben hat... .
Ich vermute, Du meinst DRM-PDFs. Wie in Golem-News steht, sind verschlüsselte PDFs auch teilweise möglich mit pdf.js. -
Re: Und Adobe hat nix dagegen?
Autor: narf 05.07.11 - 10:39
adobe verdient ja bekanntermassen auch kein geld mit dem reader, sondern mit adobe acrobat zum ERSTELLEN und BEARBEITEN von pdf dokumenten.
und da gibts nicht viel konkurrenz wenn man sich an den weltweiten standard halten will. für qualifizierten eigenbedarf (interne verwendung) tuts vielleicht auch nuance pdf converter pro, der "nur" 100euro kostet, hab ich jetzt schon 2 firmen gesehen die damit produktiv arbeiten...
1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.07.11 10:39 durch narf. -
PDF ist nach ISO 32000-1:2008 ein Offener Standard.
Autor: Loolig 05.07.11 - 11:34
Wiki: ..mit der Veröffentlichung am 1. Juli 2008 ist PDF in Version 1.7 als ISO 32000-1:2008 ein Offener Standard.
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Re: PDF ist nach ISO 32000-1:2008 ein Offener Standard.
Autor: Thread-Anzeige 05.07.11 - 14:51
Offengelegt heisst aber nicht ,das Du in nachbauen oder sonstwas machen kannst oder keine Trivialpatente dranhängen. Danke Politiker.
Es gibt auch PDF:Archive wo letzte Woche ich glaube heise von einem Update berichtete. PDF:Archive enthält m.W. alle Fonts usw und kann in 100000000 Jahren noch dekodiert werden wenn das Dokument vollständig ist. Wenn der Ereader nicht ständig Schnickschnack nachladen kann, ist pdf:archive o.ä. vielleicht auch ganz sinnig. -
PDF X-Change / OO
Autor: Trockenobst 06.07.11 - 00:00
narf schrieb:
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> und da gibts nicht viel konkurrenz wenn man sich an den weltweiten standard
> halten will. für qualifizierten eigenbedarf (interne verwendung) tuts
Wir nutzen PDF X-Change Viewer von TrackerSoftware fürs PDF schauen.
20 MB statt 150 wie das "Original" das auch noch ewig zum starten braucht.
Mit dem kann man in PDFs rum malen, Formulare ausfüllen, Kommentare
reinschreiben - UND das alles speichern(!) so oft wie man will.
Früher brauchte man den Acrobat, wenn man PDFs mit Formularen verschönern
wollte . Das geht inzwischen mit OpenOffice und Word+Plugins.
Wir haben ein PDF X-Change Pro für das Bearbeiten von PDFs, wenn man etwa Seiten raus schneiden will. Für Flyer/Präsentationsbogen tut es die Mischung aus OpenOffice, gelegentlich ein 99¤ Coreldraw von Pearl, extrem guten Fotos und professionellen Fonts (nicht den Unsinn den man kostenlos im Web kriegt), sowie dem Pro Tool, dass das die erzeugten PDFs im Nachlauf noch "Druckoptimiert".
Die Printshops hatten bisher keinerlei Probleme mit den Dokumenten die wir liefern. Und das ohne Photoshop, Illustrator oder Acrobat-Steuer.
Wer natürlich so viel verdient dass er 3000¤ pro Arbeitsplatz an Soft bezahlen kann, der macht das eben. Acrobat Pro ist nur dann notwendig, wenn Du deinen Workflow bzw. Dokumentenmanagement krass über Zertifikate absichern willst (etwa: Flugzeugersatzteilbestellung). Aber dann spielt Geld eine untergeordnete Rolle.



