1. Foren
  2. Kommentare
  3. Software-Entwicklung
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Programmiersprache Go…

Go ist einfach einfach

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Go ist einfach einfach

    Autor: ashahaghdsa 03.08.20 - 12:46

    Vor Jahren hab ich Go ausprobiert und war begeistert, wie einfach das zu erlernen ist. Das Tutorial führt einen schon gut ein. Danach kann man schon einfache Programme schreiben. Wenn Fragen zur Syntax oder irgendwas anderem hat, guckt man einfach in die Spec(!), die ist super gut zu lesen.

    Unlerserlicher Code? "go fmt" und alles ist sauber und einheitlich eingerückt. Statisch kompilierte Binaries kann man traumhaft an andere weitergeben.

    Ich finde, das ist besonders auch für Einsteiger wirklich gut geeignet.

    Wenn man tiefer einsteigt, wird es natürlich auch komplizierter. Ich hab am Ende nicht viel damit gemacht. Irgendwas mit XML Parsen, das hab ich in Python deutlich schlanker lösen können. Auf jeden Fall ist Go für jeden, der da Zeit zu hat, mal einen Blick wert.

    *edit* Einfach heißt nicht, für alles zu gebrauchen:
    https://forum.golem.de/kommentare/software-entwicklung/programmiersprache-go-schlanke-syntax-schneller-compiler/google-stopft-unwissenden-programmierern-golang-die-kehle-herunter/136686,5715036,5715036,read.html
    So unterschiedlich kann man die Sache sehen. Ich sag nicht, dass er Unrecht hat. Dafür hab ich zu wenig mit Go gemacht. Aber Spaß macht der Einstieg schon, finde ich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.08.20 12:56 durch ashahaghdsa.

  2. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: \pub\bash0r 03.08.20 - 13:25

    Also mir fällt es leichter, fremden Go Code zu lesen und zu verstehen, als fremden Java oder C# Code zu verstehen. Was genau das erfüllt, was bezweckt wurde: jemand neues im Projekt ist schneller auf der Höhe als wenn er sich durch 100000 Zeilen fancy Senior-Level Code wühlen muss, der jede syntaktische Feinheit der Sprache ausnutzt, die die jeweilige Sprache zu bieten hat.

  3. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: Winny 03.08.20 - 14:39

    \pub\bash0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also mir fällt es leichter, fremden Go Code zu lesen und zu verstehen, als
    > fremden Java oder C# Code zu verstehen. Was genau das erfüllt, was bezweckt
    > wurde: jemand neues im Projekt ist schneller auf der Höhe als wenn er sich
    > durch 100000 Zeilen fancy Senior-Level Code wühlen muss, der jede
    > syntaktische Feinheit der Sprache ausnutzt, die die jeweilige Sprache zu
    > bieten hat.

    Gib uns doch mal ein Beispiel. Was macht Golang so viel "leichter" als C#?

  4. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: kn4llfr0sch 03.08.20 - 15:54

    > Gib uns doch mal ein Beispiel. Was macht Golang so viel "leichter" als C#?

    zB. gibt's beim Dependency-Management keine Versionen. Man spart sich dementsprechend das Angeben derselbigen!

  5. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: \pub\bash0r 03.08.20 - 16:10

    Winny schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gib uns doch mal ein Beispiel. Was macht Golang so viel "leichter" als C#?

    C#: first = person?.FirstName ?? "Unspecified";

    Was soll so ein Käse? Ja, schön kurz. Aber grauenhaft zu lesen.

    Aber ok, das ist subjektiv. Nehmen wir was Objektiveres: Die C# 5.0 Language Spec is knapp 600 Seiten lang. Schau dir mal die Go Language Spec an: https://golang.org/ref/spec. Das sind ~60 Seiten.

    kn4llfr0sch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Gib uns doch mal ein Beispiel. Was macht Golang so viel "leichter" als
    > C#?
    >
    > zB. gibt's beim Dependency-Management keine Versionen. Man spart sich
    > dementsprechend das Angeben derselbigen!

    Was? Klar gibt's Versionen.

    https://blog.golang.org/using-go-modules

  6. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: MarcusK 03.08.20 - 16:23

    \pub\bash0r schrieb:
    > Aber ok, das ist subjektiv. Nehmen wir was Objektiveres: Die C# 5.0
    > Language Spec is knapp 600 Seiten lang. Schau dir mal die Go Language Spec
    > an: golang.org Das sind ~60 Seiten.
    naja bei drucken sind es schon mal mehr als 90 Seite - aber ok.

    Dann vergleiche mal z.b. Operators in beiden Dokus, dann wird klar warum eine größer Doku kein Nachteil ist.

  7. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: AnMaPi 03.08.20 - 16:36

    Man muss anders herum fragen, was macht C# so schwierig. Meine Meinung, hierzu, es ist viel zu viel "Magie" im Spiel, mit der Abstraktionen in teils schwindelerregende Höhen getrieben werden.

    Man muss sich nur mal eine C# Anwendung mit ASP.NET Core & EF Core als Basis ansehen, gewürzt mit etwas Autofac, Automapper, Extension Methods und Templates sowie einer Prise Reflection. Da läuft dann bereits so viel implizit bzw. "by convention", dass es selbst für erfahrene Entwickler in einem großen Projekt gar nicht mehr so einfach ist den Faden nicht zu verlieren...

    Die Probleme mit der "Magie" verschärfen sich deutlich mit der Größe des Projekts und wenn Near- und Off-Shoring mit dazu kommen. Neue Mitarbeiter einzuarbeiten ist auch "interessant".

    Go dagegen bietet diese ganzen Späße einfach nicht an. Man kann sich z.B. einfach mal kubernetes auf github ansehen (in go geschrieben). Es ist eine wahre Freude wie schnell man sich zumindest den Sinn dessen was man da liest erschließen kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.08.20 16:37 durch AnMaPi.

  8. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: bernstein 03.08.20 - 16:37

    ashahaghdsa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor Jahren hab ich Go ausprobiert und war begeistert, wie einfach das zu
    > erlernen ist. Das Tutorial führt einen schon gut ein. Danach kann man schon
    > einfache Programme schreiben. Wenn Fragen zur Syntax oder irgendwas anderem
    > hat, guckt man einfach in die Spec(!), die ist super gut zu lesen.
    Wo du recht hast, hast du recht.

    > Unlerserlicher Code? "go fmt" und alles ist sauber und einheitlich eingerückt.
    Leider ist saubere Einrückung & Formatierung nur die Voraussetzung für sauberen Code.

    > Statisch kompilierte Binaries kann man traumhaft an andere weitergeben.
    Sollte eigentlich mit jeder Sprache möglich sein. Java kanns, C kanns, C++ kanns, Python kanns, ...
    Aber für Einsteiger ists natürlich toll wenn das der default ist. Nur blöd, dass das x86 binary, nicht auf arm läuft.

    > Ich finde, das ist besonders auch für Einsteiger wirklich gut geeignet.
    Sicher, ganz ähnlich wie früher PHP...

    > Wenn man tiefer einsteigt, wird es natürlich auch komplizierter. Ich hab am
    > Ende nicht viel damit gemacht. Irgendwas mit XML Parsen, das hab ich in
    > Python deutlich schlanker lösen können. Auf jeden Fall ist Go für jeden,
    > der da Zeit zu hat, mal einen Blick wert.
    Ja da kommen wir auch zum Problem... eine Applikation welche in Java/C#/C/C++/... Millionen von Zeilen Code hat, hat in Go geschrieben 10x mehr Codezeilen. Die mögen mit weniger Vorwissen lesbar sein, man benötigt aber ein _deutlich_ besseres Gedächtnis um den Überblick zu behalten und zu verstehen was die Absicht des Codes ist.

    Erfahrene Programmierer wissen, dass es meist trivial ist, (mit Ausnahme von C++), zu verstehen was der Code macht. Viel schwieriger ist zu verstehen _wieso_ das gemacht wird. Als was die Absicht des Programmierers war.

    Und nein, kommentare, vcs, wiki, markdown, etc. sind kein Ersatz dafür. Denn nach 10-30 Jahren sind diese Infos oft total out-of-snyc, verschollen, etc. Und Code der nur 10 Jahre lebt ist kein Code.

  9. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: bernstein 03.08.20 - 16:49

    \pub\bash0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > C#: first = person?.FirstName ?? "Unspecified";
    >
    > Was soll so ein Käse? Ja, schön kurz. Aber grauenhaft zu lesen.

    eines der wichtigsten prinzipien um lesbaren code zu schreiben, ist das immer wiederkehrende dinge möglichst kurz sind. (ist übrigens ein schlechtes beispiel, da du so den eindruck vermittelst, dass dir selbst einfachste syntax sugar zuviel ist)

    > Die C# 5.0 Language Spec is knapp 600 Seiten lang. Schau dir mal
    > die Go Language Spec an: golang.org Das sind ~60 Seiten.
    das ist ein super argument. für hobby-programmierer (also ich mein jetzt nicht skill oder so, sondern die zeit welche man pro tag mit programmieren & reviewen verbringt)

    ich lerne lieber 540 seiten mehr lang-spec, als dass ich mich mit 10x mehr zeilen code und dem immergleichen boilerplate rumschlagen muss. wegen genau diesem boilerplate find ich z.b. java schrecklich.

    wichtig ist, dass die sprache nicht zu verrückte dinge zulässt. so sind z.b. in C++ & scala konstrukte möglich, welche man ein paar tage später kaum noch verstehen kann.

  10. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: GodsBoss 03.08.20 - 17:12

    > > Gib uns doch mal ein Beispiel. Was macht Golang so viel "leichter" als
    > C#?
    >
    > zB. gibt's beim Dependency-Management keine Versionen. Man spart sich
    > dementsprechend das Angeben derselbigen!

    Go Modules verpennt?

    Als ich mit Go angefangen habe (wurde bei uns in der Firma eingeführt), fiel mir sofort das fehlende Dependency Management auf (war noch vor dem "Vendor-Verzeichnis"), durfte man durch Kopieren, Git-Submodule o.Ä. lösen, was für ein Mist! Für seine Spaßprojekte kann man gerne drauf verzichten, professionelle Software-Entwicklung sieht anders aus. Damals war selbst die PHP-Community weiter, peinlich!

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  11. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: GodsBoss 03.08.20 - 17:16

    > ich lerne lieber 540 seiten mehr lang-spec, als dass ich mich mit 10x mehr
    > zeilen code und dem immergleichen boilerplate rumschlagen muss. wegen genau
    > diesem boilerplate find ich z.b. java schrecklich.
    >
    > wichtig ist, dass die sprache nicht zu verrückte dinge zulässt. so sind
    > z.b. in C++ & scala konstrukte möglich, welche man ein paar tage später
    > kaum noch verstehen kann.

    Ist es das Blub-Paradoxon in freier Wildbahn?

    BlubParadox (die eigentliche Quelle ist eine andere, da ist das Zitat aber unlinkbar in einer Textwüste vergraben):
    "As long as our hypothetical Blub programmer is looking down the power continuum, he knows he's looking down. Languages less powerful than Blub are obviously less powerful, because they're missing some feature he's used to. But when our hypothetical Blub programmer looks in the other direction, up the power continuum, he doesn't realize he's looking up. What he sees are merely weird languages. He probably considers them about equivalent in power to Blub, but with all this other hairy stuff thrown in as well. Blub is good enough for him, because he thinks in Blub."

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  12. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: \pub\bash0r 03.08.20 - 17:24

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > ich lerne lieber 540 seiten mehr lang-spec, als dass ich mich mit 10x
    > mehr
    > > zeilen code und dem immergleichen boilerplate rumschlagen muss. wegen
    > genau
    > > diesem boilerplate find ich z.b. java schrecklich.
    > >
    > > wichtig ist, dass die sprache nicht zu verrückte dinge zulässt. so sind
    > > z.b. in C++ & scala konstrukte möglich, welche man ein paar tage später
    > > kaum noch verstehen kann.
    >
    > Ist es das Blub-Paradoxon in freier Wildbahn?
    >
    > BlubParadox (die eigentliche Quelle ist eine andere, da ist das Zitat aber
    > unlinkbar in einer Textwüste vergraben):
    > "As long as our hypothetical Blub programmer is looking down the power
    > continuum, he knows he's looking down. Languages less powerful than Blub
    > are obviously less powerful, because they're missing some feature he's used
    > to. But when our hypothetical Blub programmer looks in the other direction,
    > up the power continuum, he doesn't realize he's looking up. What he sees
    > are merely weird languages. He probably considers them about equivalent in
    > power to Blub, but with all this other hairy stuff thrown in as well. Blub
    > is good enough for him, because he thinks in Blub."

    Wo wir wieder wären bei: die beste Programmiersprache ist die, die man beherrscht.

    Lasst doch Leute in Go entwickeln, die der Meinung sind, damit ihre Probleme gut lösen zu können (ich zähle mich dazu). Es gibt Anwendungsfälle, da ziehe ich das JDK vor (meistens Kotlin), manchmal auch C#. In den meisten Fällen komme ich mit Go aber am schnellsten zu der Lösung, mit der ich zufrieden bin.

    Ich hab auch schon Leuten erfolgreich NodeJS oder Java/Kotlin ausgeredet. Aber das ist nicht grundsätzlich möglich und richtig. Es kommt auf den Fall an. Und in passenden Fällen kann ich relativ einfach zeigen, dass Go sehr viele der jeweiligen Probleme einfacher löst (nicht nur von der Sprache her, sondern auch vom Tooling ... ich sag nur Cross-Compile).

    Aber egal. Ich hab nix gegen Kotlin, C#, etc. Die Sprachen haben alle ihre Daseinsberechtigung. Und wenn hier Leute C# für alles verwenden was ihnen in die Finger kommt, mir auch recht. Vermutlich nicht optimal, aber muss jeder selbst wissen. Jedenfalls hab ich es bisher nicht für nötig empfunden, unter einen News-Artikel für eine neue C# Version (oder .NET Release) mich darüber auszukotzen, wie sinnlos .NET wäre (gibt doch die JVM, die eh viel besser und gereifter ist), und wie doof C# sei (eh nur ne Kopie von Java mit paar Einflüssen aus Delphi).

  13. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: bernstein 03.08.20 - 17:36

    AnMaPi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss anders herum fragen, was macht C# so schwierig. Meine Meinung,
    > hierzu, es ist viel zu viel "Magie" im Spiel, mit der Abstraktionen in
    > teils schwindelerregende Höhen getrieben werden.
    Das Problem, das du hier ansprichst hat viel mehr mit Frameworks zu tun als mit der Sprache. Frameworks übernehmen nunmal sehr, sehr viele Aufgaben. Und um das Leben möglichst vieler Programmierer zu vereinfachen in einer möglichst generischen Form. Was zu sehr viel Code führt. Der ist meist zwar nicht sehr komplex, aber halt eben sehr viel und stark Abstrahiert.

    Die Alternative ist, das alles jeweils selber zu machen und das Rad immer wieder neu zu Erfinden. Das will eigentlich keiner.

    Eine andere Möglichkeit wäre, die Sprache mit sehr viel "Sugar" zu erweitern, so dass die in Frameworks immergleichen Abstraktionen mit wenigen Zeichen umgesetzt werden können. Dann wäre diese "Magic" meist sehr schnell keine "Magic" mehr.

    > Man muss sich nur mal eine C# Anwendung mit ASP.NET Core & EF Core als
    > Basis ansehen, gewürzt mit etwas Autofac, Automapper, Extension Methods und
    > Templates sowie einer Prise Reflection. Da läuft dann bereits so viel
    > implizit bzw. "by convention", dass es selbst für erfahrene Entwickler in
    > einem großen Projekt gar nicht mehr so einfach ist den Faden nicht zu
    > verlieren...
    Jep, by convention in Frameworks ist grauenhaft. Aber leider state of the art. Zumindest in der Java Welt. (Oder wie du sagst genauso in der C#-Welt)

    > Die Probleme mit der "Magie" verschärfen sich deutlich mit der Größe des
    > Projekts und wenn Near- und Off-Shoring mit dazu kommen. Neue Mitarbeiter
    > einzuarbeiten ist auch "interessant".
    Nah, Frameworks mit "by convention" sind in grossen Projekten eher weniger ein Problem. Da das Framework im Vergleich zum Projekt ja kleiner ist.

    > Go dagegen bietet diese ganzen Späße einfach nicht an. Man kann sich z.B.
    > einfach mal kubernetes auf github ansehen (in go geschrieben). Es ist eine
    > wahre Freude wie schnell man sich zumindest den Sinn dessen was man da
    > liest erschließen kann.
    Dafür liest, liest & liest du...

  14. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: bernstein 03.08.20 - 17:53

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist es das Blub-Paradoxon in freier Wildbahn?
    Genau das worauf ich hinaus wollte. Es gibt nunmal Programmierer mit unterschiedlichen Begabungen, unterschiedlichen Zeitbudgets & unterschiedlichen Vorlieben.

    Bei Programmiersprachen gibt es viele Tradeoffs. Viele gute und viele die sich im Nachhinein als extrem schlecht herausgestellt haben.

  15. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: wasdeeh 03.08.20 - 18:24

    \pub\bash0r schrieb:

    > Aber egal. Ich hab nix gegen Kotlin, C#, etc. Die Sprachen haben alle ihre
    > Daseinsberechtigung. Und wenn hier Leute C# für alles verwenden was ihnen
    > in die Finger kommt, mir auch recht.

    Hat hier auch niemand behauptet.

    > Vermutlich nicht optimal, aber muss jeder selbst wissen.

    Tjo, schön deinen eigenen Strohmann befeuert.

    > Jedenfalls hab ich es bisher nicht für nötig
    > empfunden, unter einen News-Artikel für eine neue C# Version (oder .NET
    > Release) mich darüber auszukotzen, wie sinnlos .NET wäre (gibt doch die
    > JVM, die eh viel besser und gereifter ist), und wie doof C# sei (eh nur ne
    > Kopie von Java mit paar Einflüssen aus Delphi).

    Und der nächste.

    (Zumindest hoffentlich - wenn du die Gesamtheit der Argumente in diesem Artikelforum ernsthaft mit dem von dir in Klammer Geschriebenen gleichsetzen willst, zeigt das nur, dass du sie nicht verstanden hast.)

  16. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: isaccdr 03.08.20 - 18:34

    Ich persönlich finde Go nicht einfach. Ich contribute regelmäßig zu Terraform Provider auf Github und jedes mal wenn ich anfange, muss ich mich erst wieder in diese Syntax rein denken und verstehe dann trotzdem oft einiges nicht. Liegt sicherlich daran, dass ich nicht mit dieser C-Syntax sozialisiert würde. Alle Sprache durch die ich so springe (Python, Ruby, C#, Kotlin) fühlen sich für mich immer direkt heimisch an. Gerade bei Python, wo ich wirklich nur 1-2 mal jährlich alten Code anpasse, bin ich nach 2 Minuten wieder drin.

    Was mir hingegen sehr gut gefällt, ist das ganze Ökosystem was Go so mit bringt (Modules, Tests, etc.). Da könnten sich andere mal eine Scheibe abschneiden.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 03.08.20 18:36 durch isaccdr.

  17. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: garthako 03.08.20 - 19:39

    isaccdr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich persönlich finde Go nicht einfach. Ich contribute regelmäßig zu
    > Terraform Provider auf Github und jedes mal wenn ich anfange, muss ich mich
    > erst wieder in diese Syntax rein denken und verstehe dann trotzdem oft
    > einiges nicht. Liegt sicherlich daran, dass ich nicht mit dieser C-Syntax
    > sozialisiert würde. Alle Sprache durch die ich so springe (Python, Ruby,
    > C#, Kotlin) fühlen sich für mich immer direkt heimisch an. Gerade bei
    > Python, wo ich wirklich nur 1-2 mal jährlich alten Code anpasse, bin ich
    > nach 2 Minuten wieder drin.
    >
    > Was mir hingegen sehr gut gefällt, ist das ganze Ökosystem was Go so mit
    > bringt (Modules, Tests, etc.). Da könnten sich andere mal eine Scheibe
    > abschneiden.


    Da sieht man mal, wie unterschiedlich die Menschen sind. Ich habe mehrere Anläufe mit Python und werde gar nicht warm damit. Go hat mir auf Anhieb gefallen. Komme sonst aus der Java Welt.

  18. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: AnMaPi 03.08.20 - 19:54

    bernstein schrieb:

    > Das Problem, das du hier ansprichst hat viel mehr mit Frameworks zu tun als
    > mit der Sprache. Frameworks übernehmen nunmal sehr, sehr viele Aufgaben.
    > Und um das Leben möglichst vieler Programmierer zu vereinfachen in einer
    > möglichst generischen Form. Was zu sehr viel Code führt. Der ist meist zwar
    > nicht sehr komplex, aber halt eben sehr viel und stark Abstrahiert.
    >
    > Die Alternative ist, das alles jeweils selber zu machen und das Rad immer
    > wieder neu zu Erfinden. Das will eigentlich keiner.

    Ja, ich geb dir vollkommen Recht, ich habe hier unsauber argumentiert. Mir geht es gar nicht so sehr um das oder die Frameworks. Es ist definitiv gut das es sowas gibt.

    Mir geht es vor allem um die Möglichkeiten, wie man dann weiter machen kann. Muss ich mich in relativ eng gesteckten Grenzen bewegen und die Dinge nutzen die es gibt, oder kann ich die Komplexität durch Abstraktion beliebig in die Höhe schrauben.

    > Nah, Frameworks mit "by convention" sind in grossen Projekten eher weniger
    > ein Problem. Da das Framework im Vergleich zum Projekt ja kleiner ist.

    Ja und nein :) was ich ab einer gewissen Projektgröße beobachtet habe, ist der Wunsch, selbst "Magie" zu bauen, weil man es kann. Man hat X Services, Jobs und Libraries. Und ab diesem Moment tritt trotz Frameworks unvermeidbar Duplikation auf, also in der Form wie man das Framework nutzt und wie man bestimmte Probleme immer ähnlich löst.

    Da Duplikation böse ist, tut man jetzt Dinge:

    * man erweitert das Basis-Framework, wo möglich
    * man schreibt sich seine eigenen Frameworks:
    ** um das Basis-Framework herum, um es für das eigene Projekt zu optimieren
    ** um immer ähnliche Probleme in dem Projekt zu adressieren

    Und jetzt entscheidet sich meiner Meinung nach die Qualität des Projekts. Dreht man die Magie zu weit nach oben und nutzt alles was C# hergibt um möglichst viel der Duplikation zu verhindern, kann es schnell sehr sehr komplex und unübersichtlich werden.

    Und je mehr Mitarbeiter am Projekt sitzen, desto schlimmer wird das ganze, weil dieses Magie-Wissen muss man irgendwie auch transportieren.

    > Dafür liest, liest & liest du...

    Vor einiger Zeit war ich auch noch ein Fan von möglichst wenig Code und möglichst viel Abstraktion, aber das ändert sich zunehmend. Ich lese mittlerweile lieber etwas mehr und verstehe was passiert, als mich in selbst gebastelte Magie einzuarbeiten. Irgendwo in der Mitte zwischen Abstraktion und Duplikation liegt wahrscheinlich der "sweet spot".

    Ich will go aber auch gar nicht verherrlichen, mir persönlich ist die Sprache tatsächlich auch ein wenig zu einfach geraten. Genauso finde ich, dass C# eine wunderbare Sprache sein kann, wenn man es nicht übertreibt.

  19. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: Trockenobst 03.08.20 - 23:58

    AnMaPi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Probleme mit der "Magie" verschärfen sich deutlich mit der Größe des
    > Projekts und wenn Near- und Off-Shoring mit dazu kommen. Neue Mitarbeiter
    > einzuarbeiten ist auch "interessant".

    Du kannst aber auch dotNet Core machen um dem zu entkommen. Der Grund übrigens, warum auch Microsoft gemerkt hat das die Magic für viele Anwendungsfälle zu heftig ist.

    dotNet Core mit ASP.NET und Vue.js ist genauso "leicht" wie eine Node.js Anwendung, nur viel schneller ;)

    > Go dagegen bietet diese ganzen Späße einfach nicht an

    Go hat keine Generics und deswegen sind die meisten Projekte voll mit Variationen von "ListInt" "ListLong" etc. Die diversen JSON, XML und CSV Parser sind die dunkle, grauenhafte Seite von Go.

    "Machen wir Formulare?"
    "Nein, wir machen erst mal eine speicher sparende Liste für Strings, zum 1000sten Mal".
    Das kann man nur machen, wenn einem Google fürs Spass machen bezahlt.

  20. Re: Go ist einfach einfach

    Autor: Trockenobst 04.08.20 - 00:00

    isaccdr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Python, wo ich wirklich nur 1-2 mal jährlich alten Code anpasse, bin ich
    > nach 2 Minuten wieder drin.

    Ich sehe nur _ da und __ __ _ hier und dann will ich Python nicht mehr sehen :^O
    Das ist noch schlimmer wie irgendwelchen wilden Klammernsetzungen [{( in LISP Dialekten

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. noris network AG, Nürnberg, Aschheim (bei München), München, Berlin (Home-Office möglich)
  2. induux international gmbh, Stuttgart
  3. BASF Digital Solutions GmbH, Ludwigshafen
  4. ElringKlinger AG, Dettingen an der Ems

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 24,99€
  2. 15,49€
  3. gratis


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de