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infantile, naive Entwicklungsgeschichte

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  1. infantile, naive Entwicklungsgeschichte

    Autor: Computer_Science 27.11.20 - 12:22

    PHP hat aus Naivität alle Fehler der Programmiersprachen-Entwicklung seit den 50'er Jahren noch einmal wiederholt ...

    * Spaghetti Code
    * fehlende Typisierung (Fehler werden erst zur Laufzeit und nicht zur Compilezeit gefunden), schlechtes Laufzeitverhalten weil Typen erraten werden mussten auch im JIT
    * Datenübergabe in globalen Variablen
    und... und ... und

    erst als die Projekte grösser, fehleranfälliger, schwerer beherrschbar wurden und auch kommerzielle Relevanz erreichten fing man an, den Unsinn langsam auszumerzen ...
    mit Lösungen, die Java, .NET längst seit Jahren bereitstellte und über die sich PHP immer wieder lustig gemacht hat

    * OOP
    * ORM
    * jetzt zumindest Type-Hinting welches auch die Ausführung im
    * JIT-Compiler / VM beschleunigt
    * evtl. kommen demnächst auch Application Server hinzu
    * PHP nähert sich immer mehr Konzepten von Java / .NET an

    nicht weil PHP es will, sondern weil es die Projekte und Umstände verlangen, um noch beherrschbar zu bleiben

    das soll kein Lobgesang für Java / .NET sein ... beide haben es eindeutig übertrieben ... aber ein Mindestmaß an sinnvollen Softwarekonzepten muss schlichtweg sein, um die Komplexität noch in den Griff zu bekommen ... auch wenn sich Detlef Jedermann dann beschwert, dass die Lernkurve zu steil ist ... Informatik ist aus gutem Grund ein Studienfach

  2. Re: infantile, naive Entwicklungsgeschichte

    Autor: Kaiser Ming 27.11.20 - 12:35

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > das soll kein Lobgesang für Java / .NET sein ... beide haben es eindeutig
    > übertrieben ... aber ein Mindestmaß an sinnvollen Softwarekonzepten muss
    > schlichtweg sein, um die Komplexität noch in den Griff zu bekommen ... auch
    > wenn sich Detlef Jedermann dann beschwert, dass die Lernkurve zu steil ist
    > ... Informatik ist aus gutem Grund ein Studienfach


    Eine Programmiersprache kann durchaus fehlerverhindernd sein, wie man an Rust sieht. Das ist nichts schlechtes, sondern eher wie es generell sein sollte. Komisch das auf die Idee erst jetzt einer gekommen ist.

  3. Re: infantile, naive Entwicklungsgeschichte

    Autor: m_jazz 27.11.20 - 17:57

    PHP ist in vielerlei Hinsicht eine schreckliche Sprache. Aber sie ist auf eine Art flexibel wie es keine von der dir genannten ist. Man kann sie Problemlos auf shared hosting Plattformen einsetzen, sie ist Einsteigerfreundlich (im guten wie im bösen Sinne), vorhandene Projekte wie CMS oder Shopsysteme sind leicht anpassbar, und und und. Ich würde mir wünschen es gäbe eine Sprache mit der syntaktischen Finesse von C# und der Flexibilität und Verbreitung von PHP. Leider ist das ein Wunschtraum, und bis dahin bleibt PHP für die meisten kleinen bis mittleren Projekte ein unschlagbare s Gesamtpaket.

  4. Re: infantile, naive Entwicklungsgeschichte

    Autor: Dystopinator 27.11.20 - 20:34

    Genau so ist es, sich zu bemitleiden macht es nicht besser, sondern es besser machen macht es besser. PHP ist der Platzhirsch, gerade weil es so flexibel und einsteigerfreundlich wie annähernd komplett sein will, da lädt man ohne besondere Not keine Bibliotheken fremd ein, man hat so ziemlich alles was man für 99% der Standardanwendungen Serverseitig benötigt dabei. Und das hat Historie, den Pflegeaufwand selbst für Altanwendungen die unter php5 entstanden sind finden wir durchaus überschaubar, wenn man an Wrapper-Klassen/Funktionen gedacht hat, z.B. für likely scheidene DBMS wird es noch einfacher. Demnächst baue ich wieder einmal ein relativ überschaubares Second System unter 7.4+, mal schauen ob mich wieder nichts wirklich dabei abnerft, ich einfach und schnell klar komme, und dannach eher glücklich bin, dass ich weniger Code auf meiner Seite zu betreuen habe, als zusätzlichen, obwohl ich es tunlichst vermeide in den den alten Code dabei zu linsen, d.h. verbal aufschreiben wie es funktionieren soll, Urlaub, vom Transskript runter coden, debuggen bis fertsch, dabei dokumentieren.

    Und nicht vergessen den Spaceship Opperator so oft es nur irgend geht zu benutzen ... <=>



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 27.11.20 20:51 durch Dystopinator.

  5. Re: infantile, naive Entwicklungsgeschichte

    Autor: TheUnichi 27.11.20 - 20:51

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das soll kein Lobgesang für Java / .NET sein ... beide haben es eindeutig
    > übertrieben ... aber ein Mindestmaß an sinnvollen Softwarekonzepten muss
    > schlichtweg sein, um die Komplexität noch in den Griff zu bekommen ... auch
    > wenn sich Detlef Jedermann dann beschwert, dass die Lernkurve zu steil ist
    > ... Informatik ist aus gutem Grund ein Studienfach

    Jetzt mal ernsthaft...

    1) OOP ist nicht schwer. Nur wuchtig, mit vielen überflüssigen Definitionen.
    2) Aus gutem Grund sucht jedes Unternehmen mittlerweile nach Student ODER äquivalente Berufserfahrung/bildung, weil man im Studium einen Scheiß über z.B. saubere OOP-Konzepte wie SOLID etc. lernt
    3) Ich habe nicht studiert und bin trotzdem CTO eines Unternehmens mit üppigem Gehalt mit satten 13 Jahren Berufserfahrung in so gut wie sämtlichen Bereichen der IT und kann dir in allen Formen und Farben programmieren und dir alle Prinzipien runterrattern wie ein Uhrwerk
    4) OOP macht vieles _falsch_. Inheritance z.B. wurde von den meisten Programmierern geradezu vergewaltigt, was viele "Enterprise"-Codebases unwartbar macht. Der hiesige OOP-Entwickler läuft regelmässig ins Diamant-Problem, weil alles was einen Namen hat, ja folglich ein "NamedObject" sein sollte, oder?. Nicht alles lässt sich in Objekten ausdrücken, gute Programmierung ist Daten-orientiert, nicht Objekt-orientiert. Deshalb...
    5) ...sind funktionale Sprachen absoluter Trend und sämtliche OO-Sprachen versuchen gerade mit Gewalt, überall funktionale Patterns in ihre Sprache zu drücken (JavaScript und C# z.B. sehr aktiv). Auch nicht der heilige Gral, das Optimum ist ein Mix von beidem. Aber rate mal, welche Sprache einen sehr guten Mix von beidem macht, und das nun bereits seit sehr, sehr langer Zeit...

    Ja, ....Python. Und PHP. Und JavaScript. Und deshalb sind diese Sprachen so beliebt. Weil sie sowohl die absolut blutigen Anfänger auffangen, als auch die erfahrenen Entwickler, der beide Welten zu schätzen weiß. Heute gesellt sich C# dazu durch die letzten Änderungen an der Sprache und es gibt noch einige andere. Java hingegen kann man definitiv nicht dazuzählen. Kotlin vielleicht schon eher. Da werden deine Java-Devs sicher kotzen, wenn zukünftig keiner mehr OOP macht?

    Kein Anfänger versteht, was an einer Sprache schlecht oder gut sein soll, für ihn sind es alles erst mal Hieroglyphen (So wie für so ziemlich jeden Studenten und leider auch für die meisten Studien-Absolventen, wie sich im Berufsleben zeigt)

    Aber in o.g. Sprachen braucht man eben keine komplette, eigene Entwicklungsumgebung, irgendwelche Runtimes, hunderte von Abhängigkeiten, einen Compile-Vorgang, 50 Zeilen Code um "Hello World" auszugeben etc.

    Und noch besser, am Ende des Tages gewinnt nicht der, der den schönsten Code hat sondern der, der Lösungen bietet. o.g. Sprachen bringen einen genau so ans Ziel wie jede andere und das mit weniger Aufwand.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.11.20 20:54 durch TheUnichi.

  6. Re: infantile, naive Entwicklungsgeschichte

    Autor: Lachser 03.12.20 - 21:59

    Ich stimme euch zu.
    Ich mag auch die Einfachheit, wie etwas kleines aufgesetzt werden kann. So ganz ohne viele Config Files und Includes.

    Interessant finde ich, dass seit je der Fokus auf dee Performance liegt. Ich hatte nie den Eindruck dass die Performance ein echtes Problem ist, insbesondere weil wohl jeder Datenbankzugriff um Faktor 10 langsamer ist als irgendwelche ineffiziente CPU Loops.
    Und JIT Compiler gabs schon als Plugin um das Jahr 2000.

    Nicht vergessen die Hässlichkeit mit den Builtin-Funktionen, z.B. bei Strings. Bei einigen kommt der zu bearbeitende String zuerst und dann weitere Parameter, bei anderen ist die Reihenfolge anders. Furchtbar.

    Was mich am meisten enttäuscht ist, dass es gemäss meiner Recherche immer noch keine schlaue, schlanke, freie/günstige IDE gibt. Klar es gibt die grossen wie Zend für Professionelle. Aber wenn man sich etwas schlankes sucht, gibts nichts. So ein besseres Notepad++ mit nicht nur Syntaxhighlighting, sondern Autocomplete und sonstigen Helferleien.

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