1. Foren
  2. Kommentare
  3. Software-Entwicklung-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Silverlight und…

Microsoft vernichtet gerade ihren grössten Vorteil

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema


  1. Microsoft vernichtet gerade ihren grössten Vorteil

    Autor: FoxCore 06.06.11 - 18:25

    Wieso ist Windows so verbreitet?

    Grösstenteils weil die Applikationen nicht auf anderen Betriebssystemen laufen. Dadurch bleibt der Durchschnittsbürger beim Altbewährten, da eine Veränderung bekanntlich "schmerzt". Durch diese Tatsache wird mehr für Windows entwickelt, wodurch das Angebot an Software steigt. Der Durchschnittsbürger entscheidet sich für Windows und gewöhnt sich an die Applikationen. Und hier beginnt die Schleife wieder von vorne.

    Mit HTML und JS schlägt Microsoft jedoch einen plattformunabhängigen Weg ein. Ein Wechsel auf eine andere Plattform ist dann deutlich weniger schmerzhaft. Mal sehen welchen Weg der Megatanker* Microsoft nun einschlägt...

    (*Ich stelle mir Microsoft immer als einen Megatanker vor, da Microsoft sich wenig von Neuem beeindrucken lässt, jedoch bewährtes mit aller Kraft durchsetzten kann. Microsoft braucht lange zum lenken, wenn sie jedoch Kurs eingenommen haben sind sie beinahe nicht zu stoppen)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.11 18:29 durch FoxCore.

  2. Re: Microsoft vernichtet gerade ihren grössten Vorteil

    Autor: Pierre Dole 06.06.11 - 18:48

    Ich glaube, da steckt mehr dahinter. Microsoft stellt mit Win 8 die Weichen für ein "Internet-OS".

  3. Re: Win 8: Weiche für ein "Internet-OS"

    Autor: watcher 06.06.11 - 19:03

    Pierre Dole schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube, da steckt mehr dahinter. Microsoft stellt mit Win 8 die Weichen
    > für ein "Internet-OS".

    Na wenn sie da mal nicht wieder zu spät kommen.. Denn dies wird in Vollem Umfang dann sicherlich erst ab Win 9 realisiert. und bis dahin wird dann sicherlich Google mit seinen ChromeBooks und Chrome OS (http://www.google.com/chromebook/chromebooks.html) ein erhebliches Wörtchen mitzureden haben.

    Wer Chrome OS einmal testen möchte:
    http://chromeos.hexxeh.net/vanilla.php

    Und alternativ gibt es ja immer noch Joli OS, welches ebenfalls genau auf diese Schiene abzielt.
    http://www.jolicloud.com/



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.11 19:03 durch watcher.

  4. Re: Microsoft vernichtet gerade ihren grössten Vorteil

    Autor: madMatt 06.06.11 - 19:03

    Ich erkläre mir das folgender maßen. Im Business bereich wird Windows dadurch nicht leiden. Normale Workstations für Office-Anwendungen kann man theoretisch auch jetzt schon mit kostenloser Software betreiben und das entwickelt sich auch immer weiter in Richtung Web-basierter Anwendungen.

    Was Microsoft nun viel gefährlicher wird ist Google. Abgesehen vom iPad werden nahezu alle Tablets mit Android ausgeliefert. Auf lange sicht werden sich die Leute eben gegen genau dieses Geschäftsmodell, was Microsoft bislang mit seiner geschlossenen Software fährt, entscheiden.

    Was viele außerdem unterschätzen, ist die relevanz des Spiele-Marktes. Die Spiele werden auf immer mehr Platformen portiert. Auch da wird DirectX an Bedeutung verlieren, zumal selbst entwickler fordern, dass das Programmieren auf der Hardware mehr gefördert wird.

    Wer aktuelle Spiele auf dem PC zocken wollte, musste bislang fast immer ein Windows-Produkt verwenden. Klar auch da gibt es ausnahmen, aber selbst John Carmack macht sich nicht mehr die Mühe seine aktuelle Engine Linux-Kompatibel zu schreiben, obwohl OpenGL wieder stark im "Kommen" ist.

    Microsoft bleibt deshalb nichts anderes üblich, als nun den anderen wieder auf die Finger zu klopfen. Sollte die Software wie das Web-Office auch, einfach im Browser funktionieren, könnte man theoretisch MS-Produkte auf iPhone und Co verwenden. Dort wird man dann vermutlich wieder auf dei Gewohnheitskarte der Kunden setzen, die sich halt mit Windows auskennen. Es funzt nun mal einfach...

    Ich schätze das es schwieriger für Apple werden wird, wenn die dort nicht von ihrem hohen Ross runterkommen. Kein Flash-Support und Kundengängelei. Habe abgesehen vom 3GS alle Modelle bis zum 4G verwendet (Firmenhandy) und was da alleine heute schon wieder in den Schlagzeilen war, mit dem Aufzeichnungsgedöns... Vom App-Store braucht man gar nicht erst anfangen.

    Solange google es weiterhin ermöglicht, Apps auch von anderen Quellen zu installieren, wird der Spaß für Apple ein Ende haben. Was stimmen muss ist die Verarbeitung der Hardware, was Apple beim 4G und vielen anderen Produkten wirklich gelungen ist (abgesehen vom Empfang). Ändert aber nichts daran, dass ich die Software, des Geschäftsmodell und dieses Fame-getue abgrundtief verabscheue und mir allein deshalb Privat niemals ein Apple-Produkt anschaffen würde.

  5. Re: Microsoft vernichtet gerade ihren grössten Vorteil

    Autor: QDOS 06.06.11 - 20:14

    madMatt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zumal selbst entwickler fordern, dass das Programmieren auf der Hardware mehr gefördert wird.
    Quellen? Und jetzt nicht der AMD-Marketing-Heine…

  6. Re: Microsoft vernichtet gerade ihren grössten Vorteil

    Autor: FoxCore 06.06.11 - 20:15

    OK, nun hast du alle "Buzzword" Firmen wieder zusammengewürfelt.

    Gebe ich doch auch gerne meinen Senf dazu (bisschen angestaubtes IT-News-Wissen momentan):

    Apple:
    Apple wird über kurz oder lang einiges bieten müssen. Sie haben zu lange im Rampenlicht gestanden, ohne ernsthaft weiterzuentwickeln. Wie du bereits gesagt hast wird das verbieten von Flash und die restriktive Schiene nicht lange halten. Sobald der Kunde nicht mehr mit neuen Spielereien abgespeist wird, beginnt er zu realisieren.
    Steve Jobs macht einen sehr guten Job, indem er die Menschen in seinen Bann zieht und ihnen unnötige Funktionen verkauft. Ansich nicht schlimm, da der Endbenutzer glücklich über seinen Kauf ist. Wenn aber nichts mehr geboten wird, wird der Nebel sehr, sehr schnell verziehen.
    Ist Steve Jobs eigentlich noch immer krank?

    Google:
    Wie du bereits gesagt hast, denke ich wird Android in den nächsten Jahren sicher gut abschneiden. Ich kenne mich mit den Sicherheitsfunktionen von Android nicht aus, wo jedoch Freiheit gelassen wird, wird auch Mist gebaut. Ich denke in Zukunft wird es einige Vorfälle geben, wo extremste Datenmissbräuche stattfinden. Denn seih mal ehrlich: Dein Smartphone enthält wahrscheinlich die meisten elektronischen Informationen über deine Persönlichkeit. Fotos, Telefonverbindungen, SMS, GPS-Daten, Webverläufe, Kreditkartendaten, usw.
    Bei Apple kann man sich wenigstens sicher sein, dass die Daten "nur" von Apple verwendet werden, da das OS bereits viele Blockaden eingebaut hat. Bei einem offenen OS wie Android können aber auch Drittpersonen "mitschnüffeln".

    Microsoft:
    Ich möchte nicht sagen, der PC als Game-Station wird vollständig verschwinden, jedoch wird die Tendenz eher Richtung Konsole gehen. Microsoft hat sich dort aber bereits vorbereitet.
    Office ist der Goldesel von Microsoft. Ich denke diesen werden sie unter allen Umständen verteidigen. Dadurch, dass beinahe sämtliche Firmen an Office gebunden sind, hilft hier der Gewohnheitsfaktor ungemein. Alles in Allem bröckelt ihnen aber das Fundament (Windows) weg, was sicher ein wichtiger Faktor für den Weg in die "Cloud" war. Microsoft hat verstanden, dass das klassische Desktopsystem langsam an Einfluss verlieren wird. Also ist es nur verständlich, dass sie versuchen, ihre eierlegende Wollmilchsau auf die ewig beständige Insel (Internet) zu retten versuchen. Windows bedeutet Microsoft nicht mehr viel.

    Windows lässt sich durch die ENORME Anzahl an Abhängigkeiten nicht mehr vor und nicht mehr zurück bewegen. Ein Windows Entwickler darf wahrscheinlich nichts mehr verändern, ohne dass das ganze Gebilde zusammenstürzt. Windows steht nur durch Altlasten. Die einzige Methode, Windows weiterhin (ohne grösseren Aufwand) weiterzuführen, ist es, diese Abhängigkeiten zu beseitigen. An den obigen beiden Beispielen Gaming und Office kann man schön sehen, dass Microsoft versucht den Fokus von Windows zu nehmen.

  7. Re: Microsoft vernichtet gerade ihren grössten Vorteil

    Autor: spanther 06.06.11 - 21:45

    Pierre Dole schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube, da steckt mehr dahinter. Microsoft stellt mit Win 8 die Weichen
    > für ein "Internet-OS".

    "Internet OS" ist für mich sofort ein rotes Tuch und ein absolutes No-Go.

  8. Re: Microsoft vernichtet gerade ihren grössten Vorteil

    Autor: Pierre Dole 06.06.11 - 23:37

    Sehe ich genauso. Ich glaube aber, das wird sich nicht verhindern lassen. Ein gutes Beispiel sind Plattformen wie Steam. Damals war es auch ein No-Go, dass man sich erst einloggen zu müsste, bevor sich ein Spiel starten ließ. Heute ist das Gang und Gebe. So wird es vermutlich auch mit den Online-OS geschehen. Irgendwann werden sich die Menschen daran gewöhnen und es akzeptieren, so traurig das auch ist.

  9. Re: Microsoft vernichtet gerade ihren grössten Vorteil

    Autor: spanther 06.06.11 - 23:40

    Pierre Dole schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich genauso. Ich glaube aber, das wird sich nicht verhindern lassen.
    > Ein gutes Beispiel sind Plattformen wie Steam. Damals war es auch ein
    > No-Go, dass man sich erst einloggen zu müsste, bevor sich ein Spiel starten
    > ließ. Heute ist das Gang und Gebe. So wird es vermutlich auch mit den
    > Online-OS geschehen. Irgendwann werden sich die Menschen daran gewöhnen und
    > es akzeptieren, so traurig das auch ist.

    Tja, oder wie ich dann auch, einfach auf Linux oder ein anderes OS setzen, ohne solche Schikanen...

  10. Re: Microsoft vernichtet gerade ihren grössten Vorteil

    Autor: Der Kaiser! 07.06.11 - 00:07

    >> Damals war es auch ein No-Go, dass man sich [zum spielen] erst einloggen musste.

    >> Heute ist das Gang und Gäbe.

    >> So wird es vermutlich auch mit den Online-OS geschehen.

    >> Irgendwann werden sich die Menschen daran gewöhnen und es akzeptieren

    > Oder [..] einfach auf Linux [..] setzen

    Meinten sie "Android"?

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

  11. Re: Microsoft vernichtet gerade ihren grössten Vorteil

    Autor: spanther 07.06.11 - 00:14

    Der Kaiser! schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >> Damals war es auch ein No-Go, dass man sich erst einloggen musste.
    >
    > >> Heute ist das Gang und Gäbe.
    >
    > >> So wird es vermutlich auch mit den Online-OS geschehen.
    >
    > >> Irgendwann werden sich die Menschen daran gewöhnen und es akzeptieren
    >
    > > Oder [..] einfach auf Linux [..] setzen
    >
    > Meinten sie "Android"?

    Android ist nur "eine" Option von vielen! :)

    In meinem Falle meine ich viel eher OpenSUSE ;)

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Testmanager*in (w/m/d)
    Landeshauptstadt München, München
  2. Kundenbetreuer (m/w/d) für Schulung und Support des Vergabemanagers
    Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH & Co. KG, Stuttgart
  3. IT Business Consultant Financial Services - all levels (m/w/d)
    AUSY Technologies Germany AG, Frankfurt am Main, München, Nürnberg, Zürich
  4. (Senior) Agile Coach Consultant (m/w/d)
    AUSY Technologies Germany AG, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Nürnberg

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (PS5, PS4, PC, Xbox, Switch)
  2. (u. a. Computer, Gaming, TV, Smartphone, Smart Home)
  3. 799€ (günstig wie nie, UVP 1.649€)
  4. 114,99€ (günstig wie nie)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


In eigener Sache: Golem.de sucht Full Stack Developer (m/w/d)
In eigener Sache
Golem.de sucht Full Stack Developer (m/w/d)

Guter Code für guten Tech-Journalismus: Wir suchen dich als Full Stack Developer für unser Entwicklungsteam mit abwechslungsreichen Aufgaben und wenig Overhead.

  1. In eigener Sache Golem Plus gibt es jetzt im günstigeren Jahresabo
  2. In eigener Sache Newsletter-Webinar zum Nachgucken
  3. In eigener Sache Golem Karrierewelt feiert ersten Geburtstag

iPhone 14 Pro Max im Test: Apple macht das iPhone wieder spannend
iPhone 14 Pro Max im Test
Apple macht das iPhone wieder spannend

Das iPhone 14 Pro Max mag aussehen wie sein direkter Vorgänger, einige der Neuerungen gehören aber zu den interessantesten bei Apple seit Jahren.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Unfall-Erkennung Auto-Unfallerkennung des iPhone 14 getestet
  2. iFixit Die größte Neuerung des iPhone 14 ist unsichtbar
  3. Apple iPhone 14 Pro soll Kamerarüttler ausgetrieben werden

Solarenergiespeicher Bluetti EP500 Pro: Wie ich versuchte, autark zu werden
Solarenergiespeicher Bluetti EP500 Pro
Wie ich versuchte, autark zu werden

Ich vermesse per Drohne, schleppe Solarpanels und eine 83-kg-Powerstation, drucke Abstandshalter im 3D-Drucker - und spare Stromkosten. Zudem berechne ich, ob und wann sich die Ausgaben für die Anlage amortisieren.
Ein Erfahrungsbericht von Thomas Ell

  1. Fotovoltaik Solarzellen werden billiger und grüner
  2. Umweltschutz Swiss tankt bald klimaneutrales Kerosin
  3. Saubere Energie Strom aus dem Gewächshaus