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Wir sind in einer Zeit angekommen...

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  1. Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: MSDowngrade 03.09.21 - 13:02

    ... in der immer klarer wird, dass
    1. die Komplexität selbst außerlich "einfacher" Systeme wie einer Uhr-App eine Größenordnung annimmt, dass sie nicht mehr beherrschbar ist und
    2. gleichzeitig immer klarer wird, dass die hippe, agile und "digital native" Generation der nachrückenden Entwickler aufgrund des gemachten Nests, in dem sie digital groß geworden sind, grundsätzliche Fähigkeiten nicht mehr begreifen und besitzen, da ihnen auf ihrem Ausbildungsweg permanent suggeriert wurde, dass sie alleine aufgrund ihres Alters bzw. ihrer Jungheit alle benötigten Fähigkeiten besitzen und sich um die zugrundeliegende Technik nicht kümmern brauchen.

    Dieselben Entwickler sind die, die "die Cloud betreiben und entwickeln" und uns erzählen, dass wir alle sehr viel besser, schneller, schöner und sicherer leben, wenn wir nur ihre "high quality cloudservices" verwenden.

  2. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: gaym0r 03.09.21 - 13:05

    MSDowngrade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 2. gleichzeitig immer klarer wird, dass die hippe, agile und "digital
    > native" Generation der nachrückenden Entwickler aufgrund des gemachten
    > Nests, in dem sie digital groß geworden sind, grundsätzliche Fähigkeiten
    > nicht mehr begreifen und besitzen, da ihnen auf ihrem Ausbildungsweg
    > permanent suggeriert wurde, dass sie alleine aufgrund ihres Alters bzw.
    > ihrer Jungheit alle benötigten Fähigkeiten besitzen und sich um die
    > zugrundeliegende Technik nicht kümmern brauchen.

    Was?

  3. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: MSDowngrade 03.09.21 - 13:13

    gaym0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Was?

    Ich denke, der Satz war klar genug ausgedrückt.
    Wir erleben das selbst bei uns im Betrieb - egal ob über den Ausbildungsweg des Fachinformatikers oder (in verschiedenen IT-Zweigen, das ist ja mittlerweile unüberschaubar) studierte junge Mitarbeiter haben Vorstellungen - oder präziser formuliert: haben keine Vorstellungen von vielen grundsätzlichen Dingen. Ich habe aufgrund diverser Verhaltensweisen und weil es in dieser Situation zu dem von ihm nicht lösbaren Problem passte, mal irgendwann einen fertig studierten jüngeren Kollegen gefragt, woher ein Computersystem überhaupt weiß, wie lang eine definierte Zeiteinheit, bspw. Sekunde ist. Antwort: Schweigen. Fragezeichen in den Augen. Irgendwann der Versuch, es über NTP und Internetzeitserver zu erklären. Dass es "früher"(tm) mal eine Welt gab, in der Systeme jahrelang offline betrieben wurden, war ihm völlig unklar.
    Er wusste es nicht, er sagte diese Frage hat ihn nie beschäftigt und es hat ihm nie jemand erklärt. Er nahm es also einfach als gegeben hin, dass sein PC "weiß", wie (schnell) seine Uhr zu laufen hat...

  4. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: werauchimmer 03.09.21 - 13:21

    MSDowngrade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gaym0r schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Was?
    >
    > Ich denke, der Satz war klar genug ausgedrückt.

    Ein Satz, der über fünf Zeilen geht, ist vieles. Klar gehört nicht dazu.

  5. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: MSDowngrade 03.09.21 - 13:25

    werauchimmer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Ein Satz, der über fünf Zeilen geht, ist vieles. Klar gehört nicht dazu.

    Oh je. Vielleicht gewöhne ich mir irgendwann, ähnlich unserer Regierung / Politik, einen Satz in regulärem Deutsch und parallel dazu einen in "einfacher Sprache" zu schreiben, in denen nach spätestens drei oder vier Wörtern ein Punkt kommt.

  6. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: tomate.salat.inc 03.09.21 - 13:26

    MSDowngrade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > woher ein Computersystem überhaupt weiß, wie lang eine definierte
    > Zeiteinheit, bspw. Sekunde ist. Antwort: Schweigen [...]
    > Er wusste es nicht, er sagte diese Frage hat ihn nie beschäftigt und es hat
    > ihm nie jemand erklärt. Er nahm es also einfach als gegeben hin, dass sein
    > PC "weiß", wie (schnell) seine Uhr zu laufen hat...

    Und? Wozu muss er das wissen? Ich wäre mir auch nicht sicher, ob ich es weiß. Aber letztendlich ists mir auch herzlich egal. Für meine Anwendungsfälle kann es mir einfach egal sein, ob der Computer die Zeit auf magische weiße, von einem Server oder einen Praktikanten bekommt.

    Keine Ahnung aus welchem Bereich du kommst - aber bei uns wäre das absolut nutzloses Wissen.

    Abgesehen davon ist auch überhaupt nichts verkehrt daran, dass jemand nicht alles weiß. Viel wichtiger ist, ob sich Leute benötigtes Wissen aufbauen können.

  7. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: v4d3r 03.09.21 - 13:26

    Was an diesem Satz war nicht zu verstehen? Aber hauptsache bisserl rumtrollen....

  8. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: tomate.salat.inc 03.09.21 - 13:29

    v4d3r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was an diesem Satz war nicht zu verstehen? Aber hauptsache bisserl
    > rumtrollen....

    Ich hab den auch Mehrfach lesen müssen und war mir auch danach nicht sicher, ob ich weiß was er will. Je länger der Satz, desto unverständlicher wird er. Ganz einfach. Also berechtigte Kritik und sicherlich kein getrolle

  9. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: MSDowngrade 03.09.21 - 13:33

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Keine Ahnung aus welchem Bereich du kommst - aber bei uns wäre das absolut
    > nutzloses Wissen.
    >
    > Abgesehen davon ist auch überhaupt nichts verkehrt daran, dass jemand nicht
    > alles weiß. Viel wichtiger ist, ob sich Leute benötigtes Wissen aufbauen
    > können.

    Unser Betrieb betreibt primär Softwareentwicklung. Und oft genug ist es für unsere Anwendungszwecke wichtig, einen von Systemsoftware / Betriebssystem unabhängigen Taktgeber zu haben.

    In meinem originären Beitrag geht es auch nicht darum, dass jeder alles wissen können muss.
    Es geht aber darum, dass - wenn die Leute, die extra dafür abgestellt wurden - es nicht (mehr) hinbekommen, _ihre_ Aufgabe umzusetzen, dass es dafür Gründe geben muss. Und wenn wir als Projekt den Auftrag bekommen würden, eine Wecker-App zu programmieren, würde ich mit Sicherheit _niemanden_ da ran lassen (außer vielleicht(!) für das Userinterface), der sich nicht im Schlaf mit Zeiten und Taktgebern und time based events auskennt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 03.09.21 13:34 durch MSDowngrade.

  10. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: werauchimmer 03.09.21 - 13:40

    MSDowngrade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > werauchimmer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Ein Satz, der über fünf Zeilen geht, ist vieles. Klar gehört nicht dazu.
    >
    > Oh je. Vielleicht gewöhne ich mir irgendwann, ähnlich unserer Regierung /
    > Politik, einen Satz in regulärem Deutsch und parallel dazu einen in
    > "einfacher Sprache" zu schreiben, in denen nach spätestens drei oder vier
    > Wörtern ein Punkt kommt.

    Ich glaube du hast eine falsche Einschätzung davon was reguläres Deutsch ist. Ein Satz mit sechs (in Zahlen: 6) Kommas, der sich über fünf Zeilen zieht, gehörte noch nie in diese Kategorie.
    Lesbarkeit und Prägnanz sind im geschriebenen Deutsch von höchster Wichtigkeit. Beides hatte dein Satz nicht.
    Zwischen "alle drei bis vier Wörtern ein Punkt" und, ich wiederhole es nochmal, FÜNF ZEILEN, gibt es noch ein paar Abstufungen.

  11. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: TurbinenBewunderer 03.09.21 - 13:41

    MSDowngrade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dieselben Entwickler sind die, die "die Cloud betreiben und entwickeln" und
    > uns erzählen, dass wir alle sehr viel besser, schneller, schöner und
    > sicherer leben, wenn wir nur ihre "high quality cloudservices" verwenden.

    Was soll denn dieser unnötige Kommentar? Ich habe bei einem grossen Cloud-Service noch nie festgestellt, dass er grössere Down-Zeiten als selbst gehostete Systeme hat. Nein, es ist das krasse Gegenteil...

    Outages können vorkommen, aber man soll dann nicht so tun, als hätte das die eigene Infrastruktur besser gekonnt. Sowas habe ich noch nirgends gesehen!

  12. Treffend, aber auch hier?

    Autor: nohoschi 03.09.21 - 13:47

    Vermutlich ist das Problem etwas komplizierter, es ist oft nicht so einfach wie es ausschaut. Was auf jeden Fall gescheitert ist, Qualitätskontrolle. Einen Wecker zu testen ist aufwendig, weil am Ende wirklich jemand den Wecker verwenden muss und warten muss.

    Trotzdem:
    Die Grundlagen zu erlernen und Systeme grundsätzlich einfach halten ist wichtig. Und leider gibt es immer mehr Informatiker die sich beschweren, wenn sie Logikgater im Unterricht aufbauen dürfen und ihnen C als Low-Level Systemsprache beigebracht wird. Weil es wichtig ist!

    Gibt eine wunderbar (schlechte) Folge bei Star Trek dazu:
    https://memory-alpha.fandom.com/de/wiki/Die_Sorge_der_Aldeaner

    Grundlagen nicht gelernt, werden deswegen verstrahlt und sterben aus.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 03.09.21 13:53 durch nohoschi.

  13. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: tomate.salat.inc 03.09.21 - 13:50

    MSDowngrade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht aber darum, dass - wenn die Leute, die extra dafür abgestellt
    > wurden - es nicht (mehr) hinbekommen, _ihre_ Aufgabe umzusetzen, dass es
    > dafür Gründe geben muss.
    Dann versagt hier der Betrieb. Ihr müsst eure Leute halt gescheit einarbeiten.

    > Und wenn wir als Projekt den Auftrag bekommen
    > würden, eine Wecker-App zu programmieren, würde ich mit Sicherheit
    > _niemanden_ da ran lassen (außer vielleicht(!) für das Userinterface), der
    > sich nicht im Schlaf mit Zeiten und Taktgebern und time based events
    > auskennt.
    Hier kann es dir egal sein, wie das OS intern die Uhrzeit bekommt. Damit arbeitest du als App-Entwickler nicht. Du arbeitest mit dem SDK und musst dich mit den Eigenheiten vom Betriebssystem auseinander setzen.

  14. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: MSDowngrade 03.09.21 - 13:50

    TurbinenBewunderer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Was soll denn dieser unnötige Kommentar? Ich habe bei einem grossen
    > Cloud-Service noch nie festgestellt, dass er grössere Down-Zeiten als
    > selbst gehostete Systeme hat. Nein, es ist das krasse Gegenteil...
    >
    > Outages können vorkommen, aber man soll dann nicht so tun, als hätte das
    > die eigene Infrastruktur besser gekonnt. Sowas habe ich noch nirgends
    > gesehen!

    Und wenn du mir jetzt noch zeigst, wo in meiner Liste von Adjektiven ich "zuverlässiger", "redundanter" oder "zeitlich hochverfügbarer" geschrieben habe, könnten wir uns auch darüber unterhalten. So ist es eine Unterstellung über einen Sachverhalt, den ich nicht einmal genannt habe.

    Mag sein, dass MS, Amazon, Google (natürlich) ihre Infrastruktur und Hardware hochverfügbar designed hat.
    Aber auch im letzten Jahr gab es Anbieterübergreifend "dilletantische" Fehler.
    Abgelaufene Zertifikate, vergessene Domains, die abliefen und von fremden Personen abgegriffen wurden, fehler in ex- und internen DNS-Konfigurationen.
    Ja, klar - wenn die Kacke dampft, kann MS halt wenn es nötig wäre mal eben ein paar tausend Leute auf ein Problem ansetzen. Das können die wenigsten Firmen mit eigener Infrastruktur. Unstrittig.

    Aber - und das ist bewusst überspitzt formuliert - wenn Google es nicht hinbekommt, einen Wecker wie vorgesehen zu einem definierten Zeitpunkt auszulösen - aufgrund welcher Annahme sollte ich davon ausgehen, dass sie ihre Uhren bspw. für periodische Aufgaben wie Backups oder Snapshots besser im Griff haben. Nochmal, das ist ein überspitztes Beispiel, nur um mal ein bisschen dieses blinde Vertrauen in die Cloudanbieter zu hinterfragen.

  15. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: MSDowngrade 03.09.21 - 13:58

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MSDowngrade schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es geht aber darum, dass - wenn die Leute, die extra dafür abgestellt
    > > wurden - es nicht (mehr) hinbekommen, _ihre_ Aufgabe umzusetzen, dass es
    > > dafür Gründe geben muss.
    > Dann versagt hier der Betrieb. Ihr müsst eure Leute halt gescheit
    > einarbeiten.
    >
    > > Und wenn wir als Projekt den Auftrag bekommen
    > > würden, eine Wecker-App zu programmieren, würde ich mit Sicherheit
    > > _niemanden_ da ran lassen (außer vielleicht(!) für das Userinterface),
    > der
    > > sich nicht im Schlaf mit Zeiten und Taktgebern und time based events
    > > auskennt.
    > Hier kann es dir egal sein, wie das OS intern die Uhrzeit bekommt. Damit
    > arbeitest du als App-Entwickler nicht. Du arbeitest mit dem SDK und musst
    > dich mit den Eigenheiten vom Betriebssystem auseinander setzen.


    Ich mach mal aus Faulheit einen Fullquote. ;)
    1. das war auf Google bezogen und nicht auf uns.
    Aber unabhängig davon: Einarbeiten ist _nicht_ ausbilden. Das ist genau der Punkt. Einarbeiten ist 80% in die Routinen des Betriebes zu finden und 20% die Besonderheiten und Spezialanforderungen fachlich zu erlernen. Deshalb stellt man ja auch fertig ausgebildete Personen ein; nur eben blöd, wenn man davon nichts merkt. :)

    2. es war ein Beispiel um bei dem Artikel zu bleiben. Wir programmieren keine Smartphone-Apps.
    Aber es zeigt genau das Problem. Exakt, ganz genau das Problem.
    "Es braucht dich nicht interessieren, weil X oder Y dir Z schon liefert".
    Das ist das Problem der IT - zu viele Schichten. Und je komplexer es wird, je schwerer zu managen es wird, gibt es immer nur eine Lösung: noch eine Schicht Komplexität mehr drauf schmieren, noch ein neuer Abstraktionslayer.

    Wieso _muss_ ich mich auf ein SDK verlassen? Das ist doch genau das Problem. Es mag ja nett sein, wenn es funktioniert oder für diejenigen, die das Gefühl haben, nicht ständig das Rad neu erfinden zu müssen.
    Aber was, wenn jetzt der Google-Wecker-Bug ein Bug im SDK ist? Sind dann alle Apps automatisch kaputt, die dieselben Funktionen nutzen?

  16. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: gardener 03.09.21 - 14:02

    Tatsächlich verstehe ich die Kritik nicht. Sollte die (Technik)Welt den besser einfacher / übersichtlicher / rudimentärer gehalten werden, damit wirklich jede Person alle Abläufe von A-Z überblicken kann?
    Entweder ist eine Person fachspezifisch in einem Bereich engagiert und dadurch aber über den eigenen Tellerrand sehr eingeschränkt oder generalistisch ausgerichtet und kann vieles überblicken, hat aber dadurch keine tiefer gehenden Kenntnisse in einem Fachbereich.

    Ich erwarte auch nicht von der Fachkraft welche meinen Kiefer zur Zahnuntersuchung röntgt, tiefgehende Kenntnisse in Radiologie und Strahlenforschung.

    Und die Frage, woher ein System eine >definierte< Einheit kennt ... hm, ich bin gespannt auf die Antwort, was wolltest du von dem Kollegen hören?

  17. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: Bermuda.06 03.09.21 - 14:05

    MSDowngrade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gaym0r schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Was?
    >
    > Ich denke, der Satz war klar genug ausgedrückt.
    > Wir erleben das selbst bei uns im Betrieb - egal ob über den Ausbildungsweg
    > des Fachinformatikers oder (in verschiedenen IT-Zweigen, das ist ja
    > mittlerweile unüberschaubar) studierte junge Mitarbeiter haben
    > Vorstellungen - oder präziser formuliert: haben keine Vorstellungen von
    > vielen grundsätzlichen Dingen. Ich habe aufgrund diverser Verhaltensweisen
    > und weil es in dieser Situation zu dem von ihm nicht lösbaren Problem
    > passte, mal irgendwann einen fertig studierten jüngeren Kollegen gefragt,
    > woher ein Computersystem überhaupt weiß, wie lang eine definierte
    > Zeiteinheit, bspw. Sekunde ist. Antwort: Schweigen. Fragezeichen in den
    > Augen. Irgendwann der Versuch, es über NTP und Internetzeitserver zu
    > erklären. Dass es "früher"(tm) mal eine Welt gab, in der Systeme jahrelang
    > offline betrieben wurden, war ihm völlig unklar.
    > Er wusste es nicht, er sagte diese Frage hat ihn nie beschäftigt und es hat
    > ihm nie jemand erklärt. Er nahm es also einfach als gegeben hin, dass sein
    > PC "weiß", wie (schnell) seine Uhr zu laufen hat...
    Ein guter Automechaniker muss auch nicht wissen wie sich die chemische Molekularkette von Super E10 Kraftstoff zusammensetzt um einen guten Job zu machen.

    Ich finde es irgendwie überheblich solches Nischen Nischen Wissen abzufragen, um jemanden gezielt auflaufen zu lassen. So eine Frage ist in einem Interview absolute Zeitverschwendung genauso wie eine Ausbildungszeit verschwendet ist wenn man unnützes Nischenwissen priorisiert.

    Wenn diese Nische so wichtig für euch ist, dann arbeitet ihn doch entsprechend ein in gut ist.

  18. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: Bermuda.06 03.09.21 - 14:10

    MSDowngrade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tomate.salat.inc schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > MSDowngrade schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Es geht aber darum, dass - wenn die Leute, die extra dafür abgestellt
    > > > wurden - es nicht (mehr) hinbekommen, _ihre_ Aufgabe umzusetzen, dass
    > es
    > > > dafür Gründe geben muss.
    > > Dann versagt hier der Betrieb. Ihr müsst eure Leute halt gescheit
    > > einarbeiten.
    > >
    > > > Und wenn wir als Projekt den Auftrag bekommen
    > > > würden, eine Wecker-App zu programmieren, würde ich mit Sicherheit
    > > > _niemanden_ da ran lassen (außer vielleicht(!) für das Userinterface),
    > > der
    > > > sich nicht im Schlaf mit Zeiten und Taktgebern und time based events
    > > > auskennt.
    > > Hier kann es dir egal sein, wie das OS intern die Uhrzeit bekommt. Damit
    > > arbeitest du als App-Entwickler nicht. Du arbeitest mit dem SDK und
    > musst
    > > dich mit den Eigenheiten vom Betriebssystem auseinander setzen.
    >
    > Ich mach mal aus Faulheit einen Fullquote. ;)
    > 1. das war auf Google bezogen und nicht auf uns.
    > Aber unabhängig davon: Einarbeiten ist _nicht_ ausbilden. Das ist genau der
    > Punkt. Einarbeiten ist 80% in die Routinen des Betriebes zu finden und 20%
    > die Besonderheiten und Spezialanforderungen fachlich zu erlernen. Deshalb
    > stellt man ja auch fertig ausgebildete Personen ein; nur eben blöd, wenn
    > man davon nichts merkt. :)
    >
    > 2. es war ein Beispiel um bei dem Artikel zu bleiben. Wir programmieren
    > keine Smartphone-Apps.
    > Aber es zeigt genau das Problem. Exakt, ganz genau das Problem.
    > "Es braucht dich nicht interessieren, weil X oder Y dir Z schon liefert".
    > Das ist das Problem der IT - zu viele Schichten. Und je komplexer es wird,
    > je schwerer zu managen es wird, gibt es immer nur eine Lösung: noch eine
    > Schicht Komplexität mehr drauf schmieren, noch ein neuer
    > Abstraktionslayer.
    >
    > Wieso _muss_ ich mich auf ein SDK verlassen? Das ist doch genau das
    > Problem. Es mag ja nett sein, wenn es funktioniert oder für diejenigen, die
    > das Gefühl haben, nicht ständig das Rad neu erfinden zu müssen.
    > Aber was, wenn jetzt der Google-Wecker-Bug ein Bug im SDK ist? Sind dann
    > alle Apps automatisch kaputt, die dieselben Funktionen nutzen?

    Welcher Kunde zahlt das bzw welches Unternehmen kann sich die Ineffizienz erlauben bestehende Branchenstandards und deren Toolkits zu übergehen um doppelte Arbeit zu machen?

    Natürlich kann es auch eine Strategie sein als Dienstleister alles custom zu machen um unfähige Unternehmen auf Ewigkeiten in den eigenen goldenen Käfig einzusperren

  19. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: MESH 03.09.21 - 14:12

    werauchimmer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MSDowngrade schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > gaym0r schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > >
    > > > Was?
    > >
    > > Ich denke, der Satz war klar genug ausgedrückt.
    >
    > Ein Satz, der über fünf Zeilen geht, ist vieles. Klar gehört nicht dazu.

    Klingt als wärst du einer der angesprochenen Entwickler.

  20. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: MSDowngrade 03.09.21 - 14:12

    gardener schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die Frage, woher ein System eine >definierte< Einheit kennt ... hm, ich
    > bin gespannt auf die Antwort, was wolltest du von dem Kollegen hören?

    Das war für ihn so formuliert. Weil wir Menschen eben Einheiten definieren, bspw. eine Sekunde.
    In dem Fall wäre es mir egal, ob er mir dann numerisch die korrekte Anzahl an Zyklen, Ticks, <whatever> nennt oder eben das ganze Abstrakt erklärt, dass es da eben vielleicht eine RTC und / oder auch den Taktgeber in der CPU gibt oder oder oder, das ist ja mittlerweile eben auch deutlich komplexer und nicht mit einem Wort abschließend erklärt. Mir hätte vermutlich in der Situation jede "kreative" Antwort gereicht, einfach nur damit ich weiß, dass er sich in das Problem reindenken kann.

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