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Wir sind in einer Zeit angekommen...

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: MSDowngrade 03.09.21 - 14:19

    Bermuda.06 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Welcher Kunde zahlt das bzw welches Unternehmen kann sich die Ineffizienz
    > erlauben bestehende Branchenstandards und deren Toolkits zu übergehen um
    > doppelte Arbeit zu machen?
    >
    > Natürlich kann es auch eine Strategie sein als Dienstleister alles custom
    > zu machen um unfähige Unternehmen auf Ewigkeiten in den eigenen goldenen
    > Käfig einzusperren


    1. Gegenfrage: welcher Kunde möchte sich bei unternehmenskritischer Software, von der je nach Branche nicht nur wirtschaftliche sondern vielleicht auch menschliche Existenz (in Form von Leben) auf eine Blackbox verlassen (nochmal: wir programmieren keine Apps auf Mobilgeräten), wo dem Entwickler jegliche Kontrolle über die fundamentalen Basics entrissen wird und eine Abhängigkeit namens "Hoffnung" auf Fehlerfreiheit der fertig gelieferten APIs geschaffen wird?

    2. Also ich weiß ja nicht wie du das siehst, aber ich sehe bspw. das Gesamtprodukt MS365 deutlich mehr als goldenen Käfig an als eine individuelle Software, deren Quellcode der Kunde im Zweifel jedem anderen Entwickler zur Weiterentwicklung zur Verfügung stellen könnte. Wer mal mit einem größeren Unternehmen ein, zwei Jahre die MS-Dienste intensiv genutzt hat, wird dort nie wieder "verlustfrei" rauskommen. Verlust nicht nur auf Geld sondern auch auf Daten bezogen.

  2. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: tomate.salat.inc 03.09.21 - 14:39

    MSDowngrade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber unabhängig davon: Einarbeiten ist _nicht_ ausbilden. Das ist genau der
    > Punkt. Einarbeiten ist 80% in die Routinen des Betriebes zu finden und 20%
    > die Besonderheiten und Spezialanforderungen fachlich zu erlernen. Deshalb
    > stellt man ja auch fertig ausgebildete Personen ein; nur eben blöd, wenn
    > man davon nichts merkt. :)
    Ich hab auch nie behauptet, dass einarbeiten = ausbilden wäre. Aber du kannst nicht erwarten, dass auf dem Arbeitsmarkt nur Allrounder rumlaufen. Das hast du auch in anderen Bereichen nicht. Wenn deine Einarbeitungsphase einer Ausbildung gleiche kommt, dann suchst du Spezialisten. Und die musst du dann entweder selber ausbilden oder für teuer Geld abwerben ... oder glück haben, dass du jemanden findest er sich zufällig sehr für das Themengebiet (#autodidakt)

    > Aber es zeigt genau das Problem. Exakt, ganz genau das Problem.
    > "Es braucht dich nicht interessieren, weil X oder Y dir Z schon liefert".
    > Das ist das Problem der IT - zu viele Schichten [...]
    > Wieso _muss_ ich mich auf ein SDK verlassen? Das ist doch genau das
    > Problem.

    Nö. Denk mal über die Alternative nach: jeder kocht sein eigenes Süppchen. Führen wir es ins Extrem: ohne diese Schichten müsste jeder Entwickler eigene Betriebssysteme und Treiber entwickeln.

    Natürlich haben diese Schichten auch Ihre Bugs - aber es ist deutlich stabiler als wenn jeder das Rad neu erfinden würde. Du beschwerst dich darüber, dass dein Kollege nicht weiß wie ein Computer die Zeit berechnet. Was glaubst du wie die Anwendungen aussehen würden, wenn wir nicht auf die Arbeit von anderen zurückgreifen würden?

    Alleine schon um einen popligen Microservice zu entwickeln der dich begrüßt müssten wir spezialisten in Hardware, Betriebssystemen, Netzwerken, Sicherheit, .... sein. Also das, worauf sich einzelne Firmen fokusieren müsste ein Betrieb plötzlich komplett alleine leisten.

  3. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: Potrimpo 03.09.21 - 14:40

    Du skizzierst ein Problem innerhalb Deiner Firma (auch Deine weiteren Beiträge dazu), projezierst das als wäre das allgemeingültig. Garniert mit Verklausulierungen, durch Schachtelsätze.

    Machst sogar Schlussfolgerungen, die auf Deine Firma zutreffen, auf andere nicht - wie meine ehemalige Firma.

    Es wäre echt schön, vernünftig zu diskutieren.

    P. S. : Die Firma,für die ich gearbeitet habe, ist noch nicht bei Deiner Einschätzung angekommen, da wird evaluiert und gehandelt - allerdings nicht mit Schaumschlägern



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.09.21 14:45 durch Potrimpo.

  4. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: tomate.salat.inc 03.09.21 - 14:41

    Bermuda.06 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein guter Automechaniker muss auch nicht wissen wie sich die chemische
    > Molekularkette von Super E10 Kraftstoff zusammensetzt um einen guten Job zu
    > machen.
    >
    > Ich finde es irgendwie überheblich solches Nischen Nischen Wissen
    > abzufragen, um jemanden gezielt auflaufen zu lassen. So eine Frage ist in
    > einem Interview absolute Zeitverschwendung genauso wie eine Ausbildungszeit
    > verschwendet ist wenn man unnützes Nischenwissen priorisiert.
    >
    > Wenn diese Nische so wichtig für euch ist, dann arbeitet ihn doch
    > entsprechend ein in gut ist.

    +1

  5. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: cuthbert34 03.09.21 - 14:48

    Was mir auffällt und das ist natürlich nicht allgemein gültig mit der ganzen Gesellschaft zu sehen: unser Großer ist 15 Jahre. Ich habe ihn die ganze Woche immer 6:00 Uhr wecken müssen, weil er angeblich seinen Wecker nicht gehört hat. Am dritten Tag habe ich ihm vorgeschlagen, doch einfach mal den Wecker auf eine andere Zeit zu stellen um zu schauen ob er wirklich klingelt. Zu prüfen ob er vielleicht zu leise ist oder ob nur der Vibrationsalarm eingestellt ist. Worauf ich hinaus will ist, dass ich das Gefühl habe die junge Generation hat bei Problemlösungsmechanismen nicht unbedingt dazu gelernt. In meinen Augen muss ein Anwender kein Verständnis davon haben, wie etwas funktioniert. Aber er braucht zumindest ein Verständnis, dass er Funktionen für sich testen kann und bei Problemen zumindest weiß, wo er die Einstellungen findet.

    Heute habe ich ihm diesem Artikel weitergeleitet und nochmals gebeten das zu überprüfen gegebenfalls eine andere Wecker App zu benutzen. Mal schauen ob er es macht ;-)

    Generell empfinde ich, dass unser Großer bei techn. Problemen mit seinem PC oder anderen Geräten sehr schnell hilflos wirkt. Und auch selbst mit Internetquellen nicht unbedingt in der Lage ist, Probleme zu analysieren und gegebenfalls zu beheben. Es wird immer sehr schnell nachgefragt.

    Natürlich ist mir bewusst, dass es eine Vielzahl von jungen Menschen gibt, die dazu natürlich in der Lage sind. Aber es ist für mich ein Ausdruck der heutigen Gesellschaft, Probleme nur begrenzt selbst beheben zu können oder gar zu wollen.

  6. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: m9898 03.09.21 - 14:54

    MSDowngrade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > passte, mal irgendwann einen fertig studierten jüngeren Kollegen gefragt,
    > woher ein Computersystem überhaupt weiß, wie lang eine definierte
    > Zeiteinheit, bspw. Sekunde ist. Antwort: Schweigen. Fragezeichen in den
    Ganz ehrlich, wenn irgendwer auf der Arbeit plötzlich mit random Fangfragen ankommt, welche Antwort soll man da geben? Eine korrekte und ausreichend präzise Antwort auf die Frage wäre auch recht komplex.

  7. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: MSDowngrade 03.09.21 - 14:59

    m9898 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz ehrlich, wenn irgendwer auf der Arbeit plötzlich mit random Fangfragen
    > ankommt, welche Antwort soll man da geben? Eine korrekte und ausreichend
    > präzise Antwort auf die Frage wäre auch recht komplex.

    Als ob eine Frage aus einem Bereich den man studiert hat, für den man einige tausend Euro Gehalt montatlich erwartet(!), in einem Projekt, wo sich genau dieses fehlende Wissen als Problem bemerkbar machte, eine "random Fangfrage" wäre.
    Ich habe es extra mit dazu geschrieben. Es war kein Bewerber, es war kein Azubi, es war ein fest angestellter, studierter Mitarbeiter der im Rahmen seiner Selbsteinschätzung einem Projekt zugeteilt wurde und der nicht in der Lage war, sein Problem - es war keine "random Fangfrage aus dem Nichts um ihn blöd darstehen zu lassen" - zu begreifen bzw. selbständig zu versuchen, das benötigte Wissen dafür anzueignen.
    Ich weiß, heutzutage sind alle Weich und brauchen Watte am Po, aber damals nannten wir so jemanden schlicht "Blender".

  8. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: OnlyXeno 03.09.21 - 15:12

    m9898 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MSDowngrade schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > passte, mal irgendwann einen fertig studierten jüngeren Kollegen
    > gefragt,
    > > woher ein Computersystem überhaupt weiß, wie lang eine definierte
    > > Zeiteinheit, bspw. Sekunde ist. Antwort: Schweigen. Fragezeichen in den
    > Ganz ehrlich, wenn irgendwer auf der Arbeit plötzlich mit random Fangfragen
    > ankommt, welche Antwort soll man da geben? Eine korrekte und ausreichend
    > präzise Antwort auf die Frage wäre auch recht komplex.

    "Mit Hilfe eines Statischen Taktgeber wird die verstrichen Zeit seid eines Fest Definierten Zeitpunkt berechnet"
    Ist jetzt nicht so Kompliziert. Ein Ausgebildeter Informatiker sollte zumindest BIOS kennen und Wissen das man bei einer Einrichtung dort die System Zeit festlegt. Das die Knopfzellen Batterie nicht aus Spaß auf dem Mainboard ist sollte auch klar sein....
    Man sollte schon von Bekannten Dingen fähig sein zu schlussfolgern...

    Aber in einem haben die meisten natürlich recht: Was wäre die alternative zu den bestehenden Schichten. Natürlich kannst du ne Wecker App auch in Binär schreiben.... aber willst du das? Ist das den aufwand wert? Nein also Lieber doch ein paar Schichten nach oben wandern und Java oder C++ nehmen? Ich denke das ist schon sinnvoller. Klar könnte die Funktion LocalDateTime.now(); Fehler beinhalten, aber da sie schon Millardenfach zum einsatz kommt ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr gering.

  9. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: MSDowngrade 03.09.21 - 15:18

    OnlyXeno schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > m9898 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > MSDowngrade schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > passte, mal irgendwann einen fertig studierten jüngeren Kollegen
    > > gefragt,
    > > > woher ein Computersystem überhaupt weiß, wie lang eine definierte
    > > > Zeiteinheit, bspw. Sekunde ist. Antwort: Schweigen. Fragezeichen in
    > den
    > > Ganz ehrlich, wenn irgendwer auf der Arbeit plötzlich mit random
    > Fangfragen
    > > ankommt, welche Antwort soll man da geben? Eine korrekte und ausreichend
    > > präzise Antwort auf die Frage wäre auch recht komplex.
    >
    > "Mit Hilfe eines Statischen Taktgeber wird die verstrichen Zeit seid eines
    > Fest Definierten Zeitpunkt berechnet"
    > Ist jetzt nicht so Kompliziert. Ein Ausgebildeter Informatiker sollte
    > zumindest BIOS kennen und Wissen das man bei einer Einrichtung dort die
    > System Zeit festlegt. Das die Knopfzellen Batterie nicht aus Spaß auf dem
    > Mainboard ist sollte auch klar sein....
    > Man sollte schon von Bekannten Dingen fähig sein zu schlussfolgern...
    >
    > Aber in einem haben die meisten natürlich recht: Was wäre die alternative
    > zu den bestehenden Schichten. Natürlich kannst du ne Wecker App auch in
    > Binär schreiben.... aber willst du das? Ist das den aufwand wert? Nein also
    > Lieber doch ein paar Schichten nach oben wandern und Java oder C++ nehmen?
    > Ich denke das ist schon sinnvoller. Klar könnte die Funktion
    > LocalDateTime.now(); Fehler beinhalten, aber da sie schon Millardenfach zum
    > einsatz kommt ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr gering.

    Korrekt, das Thema mit der Komplexität und den Schichten anhand des Weckers, bzw. war es ja dort das SDK für die mobilen Plattformen, war ja auch nur ein zugegeben schlechtes Beispiel.
    Aber generell ist das Schichtenthema schon ein generelles Problem in der IT. Es wird geflickt und gespachtelt. Man muss ja kompatibel bleiben… ;)
    Siehe Windows 3.11 Optik in den ODBC Datenquelleneinstellungen in Win 11.

  10. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: Herbstleyd86 03.09.21 - 15:21

    Ich finde man sollte erwarten können das ein Informatiker (scheissegal welche Fachrichtung), weiß wie ein Computer prinzipiell funktioniert. Dazu gehört auch das Wissen über einen Timinggeber.
    Ich sehe das selbst, ich bin Ausbilder in meinem Betrieb. Ich könnte die Hände über den Kopf zusammenschlagen wenn ich so manche manche Antworten auf meine Fragen höre.
    Wenn man dann mal dumm fragt warum der gute Mann Informatiker werden will bekommt man Antworten a la: "Isch kann sehr gut Counter Strike schpielen und Fortnite. Ich finde PCs gut und Handys auch, sehr nützlisch und brauchbar"...

    WTF?

    Selbst wenn man jemanden nicht ins Messer laufen lassen will, weil sie es schon selbst tun.

    Ist meine bescheidene Meinung: Ein Informatiker sollte auch Informatik wissen haben.
    Sonst lassen wir das Fachinformatiker vor dem Anwendungsentwickler einfach weg.

  11. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: shyper 03.09.21 - 15:46

    Es ist doch nun mal so, dass man als Jugendlicher noch gar keine Ahnung hat, was man eigentlich werden will. Man muss zusehen, dass man irgendwie einen Job findet, bei dem man eine Zukunft hat und auch genug bei übrig hat. Das war doch auch nie anders. Wenn ich an meinem Opa denke, da ging sein Vater einfach zu einem Chef, den er gut kannte und zack war die Ausbildung begonnen. Da gab es doch auch kein Vorwissen, das musste dann alles beigebracht werden.

  12. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: Potrimpo 03.09.21 - 15:48

    Sind das die, die bei Foren wie Golem und Heise zu unterbezahlt sind?

    Ich würde in den USA und anderswo so etwas verdienen - warum bekomme ich das nicht.

    Geh in die USA - kannst Du etwa verdienen, oder auch nicht.

    Interessant sind die Leute, die sich nicht mehr melden.

  13. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: MarcusK 03.09.21 - 15:52

    TurbinenBewunderer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MSDowngrade schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dieselben Entwickler sind die, die "die Cloud betreiben und entwickeln"
    > und
    > > uns erzählen, dass wir alle sehr viel besser, schneller, schöner und
    > > sicherer leben, wenn wir nur ihre "high quality cloudservices"
    > verwenden.
    >
    > Was soll denn dieser unnötige Kommentar? Ich habe bei einem grossen
    > Cloud-Service noch nie festgestellt, dass er grössere Down-Zeiten als
    > selbst gehostete Systeme hat. Nein, es ist das krasse Gegenteil...
    >
    > Outages können vorkommen, aber man soll dann nicht so tun, als hätte das
    > die eigene Infrastruktur besser gekonnt. Sowas habe ich noch nirgends
    > gesehen!
    global gesehen, sind aber beim Ausfall der Cloud viel mehr Dienste und User betroffen. Damit sagt die Zeit für einen Ausfall noch wenig aus.
    3 Tage Ausfall für eine Firma im vergleich zu einen Ausfall von 1 Stunde für 1.000.000 User.

    Zentralisierung find ich nicht gut.

  14. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: tomate.salat.inc 03.09.21 - 16:11

    Herbstleyd86 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde man sollte erwarten können das ein Informatiker (scheissegal
    > welche Fachrichtung), weiß wie ein Computer prinzipiell funktioniert. Dazu
    > gehört auch das Wissen über einen Timinggeber.
    Wenn ich jetzt gemein wäre, könnte ich Kontern mit: dann sollte man auch deutsch von den Ausbilder erwarten können. Ich bin ja sonst nicht so - aber "Timinggeber" find ich fürchterlich.

    Und nein - muss man nicht wissen. Wozu? Erklär mir mal wozu jeder Informatiker genau wissen muss, wie der Computer die Zeit misst?

    > Ich sehe das selbst, ich bin Ausbilder in meinem Betrieb. Ich könnte die
    > Hände über den Kopf zusammenschlagen wenn ich so manche manche Antworten
    > auf meine Fragen höre.
    Naja, wenn du so komische Fragen stellst wie der TO, dann kann ich verstehen, dass die Azubis nicht mit klar kommen.

    > Wenn man dann mal dumm fragt warum der gute Mann Informatiker werden will
    > bekommt man Antworten a la: "Isch kann sehr gut Counter Strike schpielen
    > und Fortnite. Ich finde PCs gut und Handys auch, sehr nützlisch und
    > brauchbar"...
    >
    > WTF?
    Und was ist daran so schlimm? Du hast einen Azubi - der kein Fachinformatiker ist. Wo ist das Problem wenn das Interesse erstmal von Spielen/Handys kommt? Ist doch absolut nichts verkehrtes bei. Und am Deutsch kanns nicht liegen, Stichwort: Timinggeber *scnr*

    > Selbst wenn man jemanden nicht ins Messer laufen lassen will, weil sie es
    > schon selbst tun.
    Ins Messer laufen schaut ganz anders aus. Hier mal ein Beispiel: Wir hatten einen Bewerber der sich ins Aus geschossen hat, weil er klar gemacht hat, dass er spätestens nach der Ausbildung ins Ausland zieht. Und der Plan war: ausbilden und danach einstellen. Dir aber missfällt einfach eine völlig legitime Motivation.

    Handys waren bei mir damals der Grund. Ich hab zwar nie eine JavaME-App entwickelt, aber dass hat mich zum Programmieren gebracht. Deswegen lag ich Urlaub am Pool und hab die Java Insel gelesen.

    > Ist meine bescheidene Meinung: Ein Informatiker sollte auch Informatik
    > wissen haben.

    Wir reden von Azubis - die sind keine Fachinformatiker. Klingt so als ob du eher eine günstige Arbeitskraft haben möchtest.
    (Edit: oder hast du hier einen Kontextsprung zum TO zurück gemacht? Weil ja, der sollte Informatikerwissen haben - aber dazu gehört nicht wie ein OS intern die Uhr misst. Das sind Sachen die man sich im nachhinein aneignen kann wenn notwendig. Bei einem Anwendungsentwickler lege ich Wert darauf, dass er ein entsprechendes Level beim programmieren mit sich bringt)



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 03.09.21 16:15 durch tomate.salat.inc.

  15. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: Eheran 03.09.21 - 17:35

    >studierten jüngeren Kollegen gefragt, woher ein Computersystem überhaupt weiß, wie lang eine definierte Zeiteinheit, bspw. Sekunde ist.
    Das ist schade, aber nichts besonderes, wenn man damit nicht zu tun hat.

    >Dass es "früher"(tm) mal eine Welt gab, in der Systeme jahrelang offline betrieben wurden, war ihm völlig unklar.
    Also abgesehen davon, dass es ihm selbstverständlich klar sein wird, weil das Internet erst später überhaupt erfunden wurde: Es ist selten, dass "damals war es so" ein heute noch relevantes Wissen ist.

    >Und oft genug ist es für unsere Anwendungszwecke wichtig, einen von Systemsoftware / Betriebssystem unabhängigen Taktgeber zu haben.
    Warum hat er dann noch nie davon gehört, wenn es für euch "oft genug" wichtig ist? Ich kenne das bei einmaligen Angelegenheiten, aber nicht wenn man es immer wieder braucht.

    >Es geht aber darum, dass - wenn die Leute, die extra dafür abgestellt wurden - es nicht (mehr) hinbekommen, _ihre_ Aufgabe umzusetzen, dass es dafür Gründe geben muss.
    Das ist natürlich doof, dass er sich nicht selber informiert hat. Eigeninitiative usw. ist schon was feines.

    Ich sehe es letztlich wohl wie du, weil ich auch anders denke als dieses 0815 vor-sich-hin-arbeiten. Aber verdiene ich deswegen mehr als andere? Nope. Interessiert es wen, dass ich breites Basiswissen habe und dieses auch sehr gut bei Problemstellungen anwenden kann? Höchstens kurz in dem Moment. Wäre das Projekt gescheitert, würde ich hinterher nicht anders da stehen. Was ist denn der Anreiz so zu denken/handeln statt einfach wie du es beschreibst "sein Ding machen"? Ich mach mir viel mehr Gedanken um irgendwas und am Ende kommt nicht mehr (für mich!) dabei rum. Ist ja schön für mich, dass ich weiß, dass ich irgendwem (ohne dass er es überhaupt realisiert) viel Aufwand/Geld/Unfall gespart habe.

  16. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: Svg 03.09.21 - 19:08

    FWIW Google war wohl nicht Schuld sondern Spotify 🙈

    Link im Artikel zum Google Issue Tacker.
    Darin Verweis zum Spotify Tacker mit.

  17. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: Vögelchen 03.09.21 - 21:10

    gaym0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Was?

    Einfach nur wundern und grinsen! :-)

  18. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: m9898 03.09.21 - 23:30

    OnlyXeno schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Mit Hilfe eines Statischen Taktgeber wird die verstrichen Zeit seid eines
    > Fest Definierten Zeitpunkt berechnet"
    > Ist jetzt nicht so Kompliziert.
    Das ist halt einfach trotzdem komplett falsch, bzw. so ungenau, dass es keine korrekte Antwort auf die Frage ist.

  19. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: m9898 03.09.21 - 23:44

    MSDowngrade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unser Betrieb betreibt primär Softwareentwicklung. Und oft genug ist es für
    > unsere Anwendungszwecke wichtig, einen von Systemsoftware / Betriebssystem
    > unabhängigen Taktgeber zu haben.
    Wie soll denn das gehen? Oder was soll in diesem Kontext "unabhängig von Systemsoftware / Betriebssystem" bedeuten? Habt ihr etwa ein Realzeit-OS mit kooperativem Multitasking?
    Kein Wunder, dass der Kollege da verwirrt war, sowas lernt doch niemand im Informatikstudium.

  20. Re: Wir sind in einer Zeit angekommen...

    Autor: MSDowngrade 04.09.21 - 06:57

    m9898 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kein Wunder, dass der Kollege da verwirrt war, sowas lernt doch niemand im
    > Informatikstudium.

    Hier sind echt viele Leute unterwegs, die irgendwie alle ablenken oder nicht richtig lesen oder zu viel hinein interpretieren.

    Ich schrieb nicht, dass es ja lächerlich wäre, dass er nicht sofort die Lösung parat hätte. Wäre es ein einfaches Problem gewesen, dessen Lösung wir schon fertig in der Schublade liegen hätten, hätten wir dies sicher auch ohne ihn hinbekommen.

    Ich schrieb, dass er nichtmal das zugrunde liegende System des in der CPU implementierten fixen Taktgebers kannte. Nicht einmal ganz rudimentär die Quartz RealTimeClock. Nix. Und auch durch das eigentlich zu lösende Problem und auch auf meine Nachfrage (manchmal hilft sowas ja als Denkanstoß) nichts Sinnvolles zurück kam.

    Und, auch hier nochmal, wir sind zwischen 1000-3000 Personen. Mit entsprechend viel Personalerfahrung. Unsere HR-Abteilung und die personalverantwortlichen Teamleiter, die teilweise an Vorstellungsmeetings teilnehmen, hört man fast nur noch stöhnen.

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