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Zustimmung

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  1. Re: Zustimmung

    Autor: ubuntu_user 18.11.21 - 19:53

    minnime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sehe Softwareentwicklung auch als Handwerk, nicht etwas kreatives.
    > Kreativ ist, wenn ich ein Buch oder Gedicht schreibe, wo vorher noch nicht
    > klar ist wie die Geschcihte werden soll aber bei Software weiß ich was die
    > am Ende machen soll, der Kunde gibt es vor, ich muss es nur noch umsetzen.
    > Das ist so kreativ wie ein Tischler der einen Einbauschrank bauen soll. Der
    > weiß wo das Ding hin soll, wie viel Platz da ist und man wird ihm ungefähr
    > sagen wie der Schrank aussehen soll, wie er ihn abut muss er selber wissen.

    Der wird auch selbst kreative Freiräume haben. Nehme ich jetzt 4,5 mm oder 5mm schrauben. Je nach Erfahrung wird er dann gute oder schlechte Lösung nehmen

  2. Re: Zustimmung

    Autor: ubuntu_user 18.11.21 - 19:57

    GilBates schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein. es gibt keinen Beruf, indem die Unterschiede zwischen gut und
    > schlecht derart extrem sind, wie in der Softwareentwicklung, behaupte ich
    > mal.
    > Ein Tischler ist mehr oder weniger wie der andere.
    > Hingegen ein guter Entwickler ist einfach mal so was von besser wie ein
    > mittelmäßiger oder schlechter Entwickler. siehe Punkt 10.

    und wenn du dir den BER oder die Elbphilamonie anguckst ist man mit Faktor 10 noch gut beraten.

    > da spielt halt Talent ne Rolle.
    > Gibt es so nicht unter Konditoren. Die können alle ne Torte backen.

    wie viel Häuser allein durch Pfusch wieder abgerissen werden mussten...

    > woran liegt das?
    > Talent.
    > ungeschützte Berufsbezeichnung.
    > die IT als Sammelbecken für andernorts gescheiterte.

    kann man auch nicht lernen? warum hab ich nur studiert Oo

  3. Re: Zustimmung

    Autor: GwhE 18.11.21 - 20:00

    Ein Kollege von mir hat es mal schön ausgedrückt.

    Softwareentwicklung ist wie Handwerk, nur das handwerk mehr als 1000 jahre alt ist. D.h man weiß heute wie man ein mehrstöckiges Haus baut und es mehr als 50 jahre hält.

  4. Re: Zustimmung

    Autor: jkow 18.11.21 - 20:08

    lvds schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich auch so, aber die Punkte 6, 7 und 9 sind im kleinen Widerspruch.
    > Zum einen soll man einfach anfangen und zum anderen vorher recherchieren.
    >
    > Meine Erfahrungen sagte mir bisher immer, wenn zu Beginn nicht alles
    > definiert ist, dann kommen diese Unklarheiten im Entwicklungsprozess wieder
    > und dann muss man u. U. wieder zurückspringen und neu designen, da man mit
    > falschen Annahmen entwickelte. Man kann natürlich alles sehr flexibel
    > designen, aber das kostet dann wiederum mehr Zeit.

    Meine Erfahrung sagt: die Dinge ändern sich sowieso. Werauchimmer gerade die Anforderungen schreibt, ist auch kein Hellseher. Erst wenn die Software/das System läuft, wird man sehen, was gut war und was nicht. Oft merkt man es auch schon während der Entwicklung. Wohl dem, der nicht alles schon vorher in hunderten Seiten Spezifikation festgegossen hat.

    Nichts ist so konstant wie die Veränderung. Man muss also in jedem Fall flexibel designen, unabhängig von der aktuellen Anforderungssituation.

    Unabhängig davon ist es sinnvoll, die Annahmen einmal auf den Tisch zu packen, die antizipierte Architektur zu skizzieren und mit wenigstens einem anderen darüber zu sprechen, ob das so plausibel ist.

    Man sollte sich nur nicht dem Irrglauben hingeben, man könnte vornweg an alles denken. Das schafft weder der Requirements Engineer noch der Softwarearchitekt. Schön wär's. Klappt nie. Lohnt also nicht, vorab auf perfekte Planung zu setzen.

  5. Re: Zustimmung

    Autor: lvds 18.11.21 - 20:12

    > Schnittstellen ändern sich aber auch häufig. Bei allen größeren Frameworks
    > hast du aber stabile API.

    Ja, diese Änderungen müssen ja nicht unnötig zu Beginn sein. Darum geht es mir.

    > wie warn das mit interface segregation principle? :D

    Diese Methode löst aber nicht das Problem bei einem falschen Design. Ein Interface für alles vs. ein Interface je Methode.

    > > Oder auf programmübergreifende Schnittstellenebene
    > > "unerwartet" Daten fehlen. Bishin ganze Features fehlen, weil A gesagt
    > aber
    > > B verstanden wurde.
    >
    > Man kann auch außerhalb von Klassen arbeiten mit Diensten z.B.

    Ich schrieb doch programmübergreifende Schnittstellen mit "unerwarteten" Daten. Da kann eben auch nicht einfach mit einem Programm, Dienst oder Modul anfangen werden ohne, dass die "Übergabe" eindeutig definiert ist.

    Und ich meine immer zu Beginn eines Projektes. ;)
    Mir ist es schon bewusst, dass Software "lebt" und sich verändert. Weil man hier immer schnell etwas anpassen kann. Nicht so wie in der Elektronik und Mechanik, wo falsche Implementierung nicht "schnell" beseitigt werden können.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.11.21 20:19 durch lvds.

  6. Re: Zustimmung

    Autor: ubuntu_user 18.11.21 - 20:27

    lvds schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ich meine immer zu Beginn eines Projektes. ;)
    > Mir ist es schon bewusst, dass Software "lebt" und sich verändert. Weil man
    > hier immer schnell etwas anpassen kann. Nicht so wie in der Elektronik und
    > Mechanik, wo falsche Implementierung nicht "schnell" beseitigt werden
    > können.

    meistens ist das ja egal.
    Wer zu Projektbeginn die Anforderungen ignoriert tut das auch mit scrum bei inkrementen. Man müsste sich halt auch Gedanken machen jedes mal wenn man was ändert.

  7. Re: Zustimmung

    Autor: ubuntu_user 18.11.21 - 20:28

    GwhE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Kollege von mir hat es mal schön ausgedrückt.
    >
    > Softwareentwicklung ist wie Handwerk, nur das handwerk mehr als 1000 jahre
    > alt ist. D.h man weiß heute wie man ein mehrstöckiges Haus baut und es mehr
    > als 50 jahre hält.

    gute Zusammenfassung

  8. Re: Zustimmung

    Autor: GilBates 18.11.21 - 20:49

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > GilBates schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nein. es gibt keinen Beruf, indem die Unterschiede zwischen gut und
    > > schlecht derart extrem sind, wie in der Softwareentwicklung, behaupte
    > ich
    > > mal.
    > > Ein Tischler ist mehr oder weniger wie der andere.
    > > Hingegen ein guter Entwickler ist einfach mal so was von besser wie ein
    > > mittelmäßiger oder schlechter Entwickler. siehe Punkt 10.
    >
    > und wenn du dir den BER oder die Elbphilamonie anguckst ist man mit Faktor
    > 10 noch gut beraten.
    >
    > > da spielt halt Talent ne Rolle.
    > > Gibt es so nicht unter Konditoren. Die können alle ne Torte backen.
    >
    > wie viel Häuser allein durch Pfusch wieder abgerissen werden mussten...
    >
    > > woran liegt das?
    > > Talent.
    > > ungeschützte Berufsbezeichnung.
    > > die IT als Sammelbecken für andernorts gescheiterte.
    >
    > kann man auch nicht lernen? warum hab ich nur studiert Oo


    der eine Architekt baut 20 Häuser in Topqualität, während der andere in der gleichen Zeit an einer Hundehütte scheitert. So wäre es passend.
    Aber die Vergleiche hinken. da ja der Architekt sowieso nicht ausführt.

    Sei's drum Ein Softwareentwickler ist kein Handwerker, weil es viel zu viele Möglichkeiten gibt, ans Ziel zu kommen. Die Softwareentwickler, die sich da als Handwerker sehen, wenden das Erlernte an und gehen dementsprechend vor. Bei Schwierigkeiten kann ich die nicht mehr gebrauchen

    Wer wäre eigentlich kein Handwerker?

    für mich ein klassischer Handwerker wäre so was wie ein Zahnarzt.
    Die Diagnose stellen - relativ trivial, da hat man einen Katalog aus ca. 20 Mundkrankheiten, den kann man abarbeiten.
    dann den Bohrer nehmen und das bis zum Lebensende den gleichen Trott. Da fehlt die Kreativität. und ja, das könnte man als Handwerk bezeichnen, läuft ja auch meistens über die Hände. Allgemein bezeichnet man aber Zahnärzte nicht als Handwerker. Gerecht wäre es.

    Ja, die Frage wäre:
    welcher Beruf wäre dann kein Handwerk?

  9. Re: Zustimmung

    Autor: ubuntu_user 18.11.21 - 21:03

    GilBates schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sei's drum Ein Softwareentwickler ist kein Handwerker, weil es viel zu
    > viele Möglichkeiten gibt, ans Ziel zu kommen. Die Softwareentwickler, die
    > sich da als Handwerker sehen, wenden das Erlernte an und gehen
    > dementsprechend vor. Bei Schwierigkeiten kann ich die nicht mehr gebrauchen

    achja und der Handwerker reißt auch einfach ne tragende Wand ein?
    Wikipedia sagt:
    Als Handwerk (von mittelhochdeutsch hant-werc, eine Lehnübersetzung zu lateinisch opus manuum und altgriechisch χειρουργία cheirurgía „Handarbeit“) werden zahlreiche gewerbliche Tätigkeiten bezeichnet, die Produkte meist auf Bestellung fertigen oder Dienstleistungen auf Nachfrage erbringen.


    > Wer wäre eigentlich kein Handwerker?

    Künstler?

    > Allgemein bezeichnet man aber
    > Zahnärzte nicht als Handwerker. Gerecht wäre es.
    >
    > Ja, die Frage wäre:
    > welcher Beruf wäre dann kein Handwerk?

    Zahnärzte gehören aber wie Ärzte halt zum Medizinbereicht und der hat ja meistens eher was mit Menschen zu tun.
    Definition war: die Produkte meist auf Bestellung fertigen oder Dienstleistungen auf Nachfrage erbringen.

  10. Re: Zustimmung

    Autor: GwhE 18.11.21 - 21:12

    GilBates schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ubuntu_user schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > GilBates schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Nein. es gibt keinen Beruf, indem die Unterschiede zwischen gut und
    > > > schlecht derart extrem sind, wie in der Softwareentwicklung, behaupte
    > > ich
    > > > mal.
    > > > Ein Tischler ist mehr oder weniger wie der andere.
    > > > Hingegen ein guter Entwickler ist einfach mal so was von besser wie
    > ein
    > > > mittelmäßiger oder schlechter Entwickler. siehe Punkt 10.
    > >
    > > und wenn du dir den BER oder die Elbphilamonie anguckst ist man mit
    > Faktor
    > > 10 noch gut beraten.
    > >
    > > > da spielt halt Talent ne Rolle.
    > > > Gibt es so nicht unter Konditoren. Die können alle ne Torte backen.
    > >
    > > wie viel Häuser allein durch Pfusch wieder abgerissen werden mussten...
    > >
    > > > woran liegt das?
    > > > Talent.
    > > > ungeschützte Berufsbezeichnung.
    > > > die IT als Sammelbecken für andernorts gescheiterte.
    > >
    > > kann man auch nicht lernen? warum hab ich nur studiert Oo
    >
    > der eine Architekt baut 20 Häuser in Topqualität, während der andere in der
    > gleichen Zeit an einer Hundehütte scheitert. So wäre es passend.

    Der ist dann aber kein Architekt, da er durch die prüfung gefallen ist. Auserdem muss jedes bauvoehaben noch zum Statiker, der berrechnet wieviel stshl in den beton muss usw.

    > Aber die Vergleiche hinken. da ja der Architekt sowieso nicht ausführt.

    Nein der hinkt genau nicht. Den hier weiß mein aus sehr langer erfahrung was wer wie genau zu tun hat. Ein super frontend entwickler wird man auch nicht zwingen müssen plötzlich treiber schnittstellen in c++ zu optimieren.

    > Sei's drum Ein Softwareentwickler ist kein Handwerker, weil es viel zu
    > viele Möglichkeiten gibt, ans Ziel zu kommen. Die Softwareentwickler, die
    > sich da als Handwerker sehen, wenden das Erlernte an und gehen
    > dementsprechend vor. Bei Schwierigkeiten kann ich die nicht mehr gebrauchen

    Jeder Bau ist anderst, jeder Handwerker lernt zu improviesieren. Eventuell hast du einfach ein falsches etwas zu oberflächliches Bild von Handwerkern. Bestimmt hast du mal den spruch gehört, was nicht passt wirdx

    >
    > Wer wäre eigentlich kein Handwerker?
    >
    > für mich ein klassischer Handwerker wäre so was wie ein Zahnarzt.
    > Die Diagnose stellen - relativ trivial, da hat man einen Katalog aus ca. 20
    > Mundkrankheiten, den kann man abarbeiten.
    > dann den Bohrer nehmen und das bis zum Lebensende den gleichen Trott. Da
    > fehlt die Kreativität. und ja, das könnte man als Handwerk bezeichnen,
    > läuft ja auch meistens über die Hände. Allgemein bezeichnet man aber
    > Zahnärzte nicht als Handwerker. Gerecht wäre es.
    >
    > Ja, die Frage wäre:
    > welcher Beruf wäre dann kein Handwerk?

    Lehrer, Politiker, Journalist, Polizist, Soldat, Manager, Putzfrau, Krankenschwester ....

  11. Re: Zustimmung

    Autor: Hallonator 18.11.21 - 21:24

    GilBates schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein. es gibt keinen Beruf, indem die Unterschiede zwischen gut und
    > schlecht derart extrem sind, wie in der Softwareentwicklung, behaupte ich
    > mal.
    Wie kommst du darauf?
    > Ein Tischler ist mehr oder weniger wie der andere.
    Also mit Tischlern habe ich jetzt wenig Erfahrung. Aber bei Fliesenlegern fällt mir direkt ein Bad ein, dass zwei mal gefliest worden ist, weil der Fliesenleger nix konnte.

    Und dann fällt mir noch jemand ein, der ein Haus gekauft hat, wo der Boden der Dusche so gefliest war, dass das Wasser nicht in den Abfluss, sondern ins Bad läuft :D

    > Punkt 11 ist natürlich auch Unsinn. Junior-Senior. Den Unterschied gibt es
    > nicht. Ein talentierter Junior-Entwickler ist einem Senior-Entwickler
    > meilenweit voraus.
    Naja, das sagt ja auch eigentlich nur was über die Berufserfahrung aus. Ein Junior hat halt noch keine Projekte in seinem Berufsleben abgeschlossen. Wenn doch, sollte er mal gucken, dass er sich befördern lässt.

  12. Re: Zustimmung

    Autor: mnementh 18.11.21 - 21:26

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mnementh schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > narfomat schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > >Wenn du meinst das man Künstler bestrafen muss und Software ein
    > > Handwerk
    > > > ist, dann schreibst du keine.
    > > > hört hört! ^^ software schreiben gehört neuerdings zu den kreativen
    > > > künsten. was ich hier noch alles im forum lerne, echt krass...
    > > >
    > > Japp, Software schreiben ist kreativ. Es gibt Hunderte Lösungen selbst
    > für
    > > einfache Probleme. Es gibt keine Anleitung dafür welche Lösung man
    > wählt.
    >
    > Wie im Handwerk
    Japp, ich betrachte Handwerk üblicherweise auch nicht als Schema F. Aber man hat schon auch gewisse Möglichkeiten bei Softwareentwicklung. Architektur ist am nächsten dran: man hat deutliche Vorgaben und einen Rahmen, aber innerhalb desselben kann man doch noch viel variieren.

  13. Re: Zustimmung

    Autor: GilBates 18.11.21 - 21:30

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > GilBates schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sei's drum Ein Softwareentwickler ist kein Handwerker, weil es viel zu
    > > viele Möglichkeiten gibt, ans Ziel zu kommen. Die Softwareentwickler,
    > die
    > > sich da als Handwerker sehen, wenden das Erlernte an und gehen
    > > dementsprechend vor. Bei Schwierigkeiten kann ich die nicht mehr
    > gebrauchen
    >
    > achja und der Handwerker reißt auch einfach ne tragende Wand ein?
    > Wikipedia sagt:
    > Als Handwerk (von mittelhochdeutsch hant-werc, eine Lehnübersetzung zu
    > lateinisch opus manuum und altgriechisch
    > χειρουργία cheirurgía
    > „Handarbeit“) werden zahlreiche gewerbliche Tätigkeiten
    > bezeichnet, die Produkte meist auf Bestellung fertigen oder
    > Dienstleistungen auf Nachfrage erbringen.
    >
    > > Wer wäre eigentlich kein Handwerker?
    >
    > Künstler?
    >
    > > Allgemein bezeichnet man aber
    > > Zahnärzte nicht als Handwerker. Gerecht wäre es.
    > >
    > > Ja, die Frage wäre:
    > > welcher Beruf wäre dann kein Handwerk?
    >
    > Zahnärzte gehören aber wie Ärzte halt zum Medizinbereicht und der hat ja
    > meistens eher was mit Menschen zu tun.
    > Definition war: die Produkte meist auf Bestellung fertigen oder
    > Dienstleistungen auf Nachfrage erbringen.
    mit der Definition aus Wiki wären auch Künstler Handwerker, sie bringen eine Dienstleistung.
    das bringt aber doch alles nichts.
    die Tragfähigkeit einer Wand kann man errechnen.
    Die Erstellung von Software hingegen... nö, das ist kein Handwerk. Für triviale Dinge wegen mir.
    für Handwerker ist die Tätigkeit klar vorgegeben.
    Gibt in der Tat auch Entwickler, die nur fertigen Code zusammensuchen und irgendwie dann versuchen, den zusammenzuführen.
    Aber das sind doch keine brauchbaren Entwickler.
    Warum gibt es einen Urheberschutz, warum @author?
    Zahnarzt passt da viel mal mehr auf das, was man sich unter einem Handwerker vorzustellen hat.
    deswegen hab ich den mal erwähnt. Das ist das, was ich mir unter einem Handwerk vorstelle. Alles klar vorgeben. Ziel, Weg, Tätigkeit. Arbeitsmaterial.
    Ein Schriftsteller, der sich was eigenes ausdenkt? kein Handwerker.
    Ein Maler, der die Wand weißelt? Handwerker.
    Ein Maler, der ein Bild malt? kein Handwerker.
    Ein Softwareentwickler, der glaubt, ein Handwerker zu sein? ein Handwerker (aber kein brauchbarer Entwickler)
    Ein Softwareentwickler, der mehr macht, als Snippets zusammenklicken? kein Handwerker.
    so kann man's stehen lassen.

  14. Re: Zustimmung

    Autor: Hallonator 18.11.21 - 22:11

    GilBates schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Softwareentwickler, der glaubt, ein Handwerker zu sein? ein Handwerker
    > (aber kein brauchbarer Entwickler)
    > Ein Softwareentwickler, der mehr macht, als Snippets zusammenklicken? kein
    > Handwerker.
    > so kann man's stehen lassen.
    Nein, denn ob etwas Handwerk ist oder nicht, hat nichts mit der Komplexität zu tun.

    Ansonsten wäre ein Küchenbauer ja auch kein Handwerker.

  15. Re: Zustimmung

    Autor: ubuntu_user 18.11.21 - 22:27

    GilBates schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mit der Definition aus Wiki wären auch Künstler Handwerker, sie bringen
    > eine Dienstleistung.
    > das bringt aber doch alles nichts.
    > die Tragfähigkeit einer Wand kann man errechnen.
    > Die Erstellung von Software hingegen... nö, das ist kein Handwerk. Für
    > triviale Dinge wegen mir.

    software kann man auch berechnen wie sich verhält.
    Mathematisch korrekt, was schwer ist bis halt Tests.

    > für Handwerker ist die Tätigkeit klar vorgegeben.

    Und für entwickler nicht?

    > Gibt in der Tat auch Entwickler, die nur fertigen Code zusammensuchen und
    > irgendwie dann versuchen, den zusammenzuführen.

    Und handwerker bauen nur nen ikea bausatz auf?

    > Aber das sind doch keine brauchbaren Entwickler.
    > Warum gibt es einen Urheberschutz, warum @author?
    > Zahnarzt passt da viel mal mehr auf das, was man sich unter einem
    > Handwerker vorzustellen hat.

    Zahnarzt -> Mensch, ganz anderer Bereich.
    Chirurgen sind da besser.
    > deswegen hab ich den mal erwähnt. Das ist das, was ich mir unter einem
    > Handwerk vorstelle. Alles klar vorgeben. Ziel, Weg, Tätigkeit.

    hast du schonmal software entwickelt? Ganz egal ob Scrum oder Wasserfall ziel ist doch wohl überall gleich.
    Thema weg: zeig mir den handwerksberuf wo der chef sagt wie du den Sack auf die Baustelle bringst.

    > Arbeitsmaterial.

    Programmiersprache -> vorgegeben

    > Ein Schriftsteller, der sich was eigenes ausdenkt? kein Handwerker.

    redet auch keiner

    > Ein Maler, der die Wand weißelt? Handwerker.

    verschwimmt aber auch inzwischen. Wenn du das ansprayen lässt ists wieder Künstler
    > Ein Maler, der ein Bild malt? kein Handwerker.
    und was ist mit fahrbahnmarkierungen? ist auch nen bild

    > Ein Softwareentwickler, der glaubt, ein Handwerker zu sein? ein Handwerker
    > (aber kein brauchbarer Entwickler)

    wieso das nicht?
    > Ein Softwareentwickler, der mehr macht, als Snippets zusammenklicken? kein
    > Handwerker.
    > so kann man's stehen lassen.

    was willst du mit einem Softwareentwickler, der Vorgaben ignoriert und stattdessen nen Spiel programmiert?
    die meisten Problemlösungen sind reine routineaufgaben. Guck mal in die IT-Administration

  16. Re: Zustimmung

    Autor: amagol 18.11.21 - 22:52

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die meisten Problemlösungen sind reine routineaufgaben.

    Der Unterschied zwischen Handwerk, Industrie, Handel, Kunst, etc. ist wohl eher rechlicher Natur und hat wenig damit zu tun, welche konkreten Taetigkeiten man ausuebt.

    Ein Softwareentwickler der fuer einen Kunden etwas anfertigt koennte als Handwerker durchgehen. Ein Softwareentwickler der eine allgemeine Loesung baut, die vermarktet wird ist eher der Industrie zuzuorden.
    Ein Softwareentwickler der eine huebsche Animation ohne konkreten Zweck programmiert ist wohl Kuenstler.
    Ein Softwareentwickler der seinen Roboter Kartoffeln pflanzen laesst ist Bauer :)

    > Guck mal in die IT-Administration

    In der Hinsicht sehe ich einen Admin eher als Handwerker.

  17. Re: Zustimmung ACK

    Autor: Jonny Dee 18.11.21 - 23:15

    Ich Stimme Dir zu 100% zu. Ich sehe Softwareentwicklung auch als Kunstform. Ein Gebäude Architekt ist aus meiner Sicht ein Künstler, der sein dazu nötiges "Handwerk" verstehen muss. Letzteres ist Voraussetzung um Architekt sein zu können, um mit Kreativität passende Antworten auf spezielle Kundenwünsche zu liefern. Genau so verhält es sich in der Softwareentwicklung auch.

    Man könnte sich vielleicht schon einen Job suchen, wo keine Kreativität nötig wäre, weil es für alles bereits ein fertiges "Schema F" als Lösung gäbe. Dann wäre die Reduktion der Softwareentwicklung auf ein bloßes Handwerk wohl sogar, zumindest in diesem Kontext, gerechtfertigt. Ich persönlich mache aber, wenn irgendwie möglich, einen großen Bogen um solche Jobs. Zu wenig erfüllend...

  18. Re: Zustimmung

    Autor: Dakkaron 18.11.21 - 23:20

    lvds schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich auch so, aber die Punkte 6, 7 und 9 sind im kleinen Widerspruch.
    > Zum einen soll man einfach anfangen und zum anderen vorher recherchieren.

    Ist ganz einfach, es geht um einen Mittelweg.

    Beide Enden des Spektrums bringen einen um. Wenn man los baut ohne sich einen einzigen Gedanken zu machen, dann baut mn mit ziemlicher Sicherheit Mist.

    Wenn man ewig in der Planung steckt und sich zwischen zwei gleichwertigen Möglichkeiten nicht entscheiden kann, dann muss man einfach eine nehmen und losarbeiten. (Frei nach, wenn es nicht möglich ist, zu entscheiden, welche besser ist, dann werden wohl beide Entscheidungen sehr ähnlich gut sein.)

  19. Re: Zustimmung ACK

    Autor: ubuntu_user 19.11.21 - 07:56

    Jonny Dee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man könnte sich vielleicht schon einen Job suchen, wo keine Kreativität
    > nötig wäre, weil es für alles bereits ein fertiges "Schema F" als Lösung
    > gäbe. Dann wäre die Reduktion der Softwareentwicklung auf ein bloßes
    > Handwerk wohl sogar, zumindest in diesem Kontext, gerechtfertigt.

    Dann ist Klempner, Elektriker oder Maler auch kein Handwerk

  20. Re: Zustimmung

    Autor: ubuntu_user 19.11.21 - 07:57

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ubuntu_user schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Ein Softwareentwickler der fuer einen Kunden etwas anfertigt koennte als
    > Handwerker durchgehen. Ein Softwareentwickler der eine allgemeine Loesung
    > baut, die vermarktet wird ist eher der Industrie zuzuorden.
    > Ein Softwareentwickler der eine huebsche Animation ohne konkreten Zweck
    > programmiert ist wohl Kuenstler.
    > Ein Softwareentwickler der seinen Roboter Kartoffeln pflanzen laesst ist
    > Bauer :)
    und jetzt überleg mal was >90% der Softwareentwickler machen

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