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Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

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  1. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: twiro 25.09.18 - 22:15

    Da hilft nur simples inkrementelles Lernen. Dabei musst du dir nur selbst die Probleme so formulieren, dass du sie in kurzer Zeit schaffst. Der Vorteil ist, dass du selber den Weg finden musst und es relativ sprachunabhängig ist. Außerdem klappt es auch über verschiedene Programmierparadigmen hinweg. Hier ist nur der Weg das Ziel und das Ziel selbst ist egal.

  2. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: FalschesEnde 25.09.18 - 22:34

    Nr.1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist wirklich nett, dass mir so viele helfen wollen.
    >
    > Da dies hier kein Hilfsforum ist, habe ich nicht damit gerechnet, dass
    > meine allgemeinen Ausführungen zu solchen Angeboten führen.
    >
    > Ich habe das Thema schon mit den Dozenten eräutert und es würde hier
    > wirklich zu weit führen, meine Probleme komplett aufzudröseln.
    >
    > Ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt, was die Naturgesetze angeht.
    >
    > So nett es auch ist, mir helfen zu wollen, möchte ich es nur halbwegs kurz
    > ausführen, was eines meiner Hauptprobleme ist.
    >
    > Ich verstehe bereits den Aufbau der Quellcode-Dateien nicht. Für MICH ist
    > alles kreuz und quer verteilt, ohne, dass ich darin eine Logik erkenne.
    > Meistens erkenne ich mittlerweile beispielsweise eine Schleife und manchmal
    > sehe ich sogar grob, was sie macht. Schaue ich mir dann aber die gesamte
    > Datei an, verstehe ich nicht, wieso die Schleife DORT steht. Es macht mir
    > enorme Probleme zu verstehen, dass die Vorgänge nicht brav nacheinander
    > kommen. Und bereits dieses Verständnisproblem macht es mir unmöglich, einen
    > vorhandenen Quellcode wirklich zu verstehen, geschweige denn, einen zu
    > schreiben.
    >
    > Ich verstehe, dass es um eine Abfolge geht. (Wenn Ergebnis einer Berechnung
    > 1 ist, dann gibt Text 1 aus. Wenn Ergebnis größer (oder kleiner) ist, gib
    > Texte 2 und 3 aus.) Nur bin ich leider nicht in der Lage, das Große und
    > Ganze zu erkennen. Ich sehe lediglich kleine Puzzleteile, aber nicht das
    > ganze Bild.
    >
    > Ich bin Grafiker und kenne mich mit Bildbearbeitung, Layout,
    > Farbgestaltung, Rendering usw. aus. Außerdem kenne ich HTML und CSS. Das
    > dies keine wirklichen Programmiersprachen sind, ist mir klar, aber hier
    > sehe ich die innere Logik meist problemlos. Kein Wunder, beschreibt HTML ja
    > buchstäblich nach und nach das, was man im Browser zu sehen bekommt.
    >
    > Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen ausgedrückt.

    Eigentlich fehlt Dir nur ein sauberer Einstieg.

    Mein erster Kontakt zur Programmierung war, dass wir tagelang Struktogramme / Programmablaufpläne (https://de.wikipedia.org/wiki/Nassi-Shneiderman-Diagramm) auf Papier gezeichnet haben. Mit Bleistift und Schablone. Da gehts wirklich von oben nach unten. Gleichzeitig kann man auch wunderbar "echte" Pen-Tests machen. Dann wurde irgendwann Code daneben geschrieben.

    Ja, das ist heute mega uncool, da kein UML und nicht OO und auch nicht Funktional und Hype und Glump und Dreck. Aber man lernt. Und zwar einfach und schnell. Ohne saubere Grundlagen versteht man die anderen Konzepte erst recht nicht.

    Bei einem meiner Projekte bin ich vor einigen Jahren sogar mal über eine Siemens-Software (Easy...???) gestolpert, mit welcher man Programme anhand von Struktogrammen schreiben konnte. Die Dinger wurden dann in C/C++ übersetzt. Das war damals aber schon so uncool wie Cobol und Basic zusammengenommen :-)

  3. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: HerrWolken 25.09.18 - 22:35

    Nr.1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    ...
    > Ich verstehe bereits den Aufbau der Quellcode-Dateien nicht. Für MICH ist
    > alles kreuz und quer verteilt, ohne, dass ich darin eine Logik erkenne.
    > Meistens erkenne ich mittlerweile beispielsweise eine Schleife und manchmal
    > sehe ich sogar grob, was sie macht. Schaue ich mir dann aber die gesamte
    > Datei an, verstehe ich nicht, wieso die Schleife DORT steht. Es macht mir
    > enorme Probleme zu verstehen, dass die Vorgänge nicht brav nacheinander
    > kommen. Und bereits dieses Verständnisproblem macht es mir unmöglich, einen
    > vorhandenen Quellcode wirklich zu verstehen, geschweige denn, einen zu
    > schreiben.
    ...

    Ich habe den Artikel nur überfolgen und ich habe auch die gesamte Diskussion nicht gelesen. Deswegen wird das vermutlich auch schon gesagt worden sein, aber:
    Versuch mal Python. Python ist unfassbar gut lesbar, du erkennst durch das Einrücken schon die Schleifen. Guck oder schreibt mal damit ein paar Sachen.

    Übrigens hatte/ habe ich auch immer Probleme gehabt Programmiersprachen für "sich selbst" zu lerne. Meine Lösung ist, Sprachen für Probleme zu lernen. Ich brauche immer ein Problem, sonst sind Sprachen nur Sinnloses Lösungen. Überleg dir eine Problem, dass du lösen möchtest. Und dann löse es. Zerleg die Lösung in kleine Teilschritte und dann Suche im Netz nach wegen diese Teilschritte umzusetzen. So baust du langsam ein Programm auf und lernst die Sprache. Anders kann ich zumindest das nicht lernen.

  4. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: ML82 25.09.18 - 22:47

    Nr.1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich versuche nun seit 1,5 Jahren über eine zweite Ausbildung zum
    > Fachinformatiker, u.a. Programmierung zu verstehen und eventuelle
    > Erkenntnisse auch anzuwenden. Der Knoten platzt einfach nicht. Für mich
    > ist eine Programmiersprache wie die Darstellung einer Welt, in der alle
    > Naturgesetze, wie ich sie kenne, nichtig sind. Das ist zumindest mein
    > Eindruck.
    >
    > Immer wenn ich theoretisch über den Programmablauf nachdenke (Pseudocode,
    > Klassendiagramm usw.), ertappe ich mich erneut dabei, dass ich die Logik
    > anwende, die ich nun mal im Alltag kenne. Das ist aber offensichtlich
    > falsch. Seltsamerweise sind Fachbücher voll mit Beispielen aus dem Alltag
    > (Gast bestellt bei Kellner, Kellner beauftragt Koch usw.). Das verwirrt
    > mich leider mehr, als es hilft.

    Z.B. den Zugang über Aussagenlogik fand ich immer etwas schwammig, wenn dir z.B. jemand knapp damit kommt dass der Himmel blau sei, kannst du dich unter eingeschränkten Gesichtspunkten (Erde, am Tage, für das menschliche Auge) dem anschließen, oder ihm entgegnen am Morgen oder Abend auch mal fürs menschliche Auge nicht und nachts eher weniger ... und die Galaxien beleuchten ihn in der Mehrheit rot wegen der Rotverschiebung in einem expandierendem Universum ... also in unserem kleinen Erde-Spezialfall trifft das zu, für das große Ganze wohl eher nicht.

    Wichtig ist, zu erkennen dass Rechner sich nicht selbst programmieren, sondern nur einer von Menschen für einen beschränktem Raum an Problemen entwickelten Logik folgen können.

    Setz den Fokus auf das Problem in seiner näheren Umgebung und du findest leichter eine Lösung, auch wenn diese selten allgemein richtig sein wird.

    Wenn du immer weiter abschweifst passiert nur eins, du wirst nie fertig, und dafür ist das leben doch zu kurz, oder nicht?

    Also, wie ist der Himmel?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.09.18 22:49 durch ML82.

  5. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: divStar 25.09.18 - 22:49

    Das konnte eine Zeit lang ich glaube nicht einmal der Windows-Taschenrechner (oder war das einer aufm Mac? ich erinnere mich nicht).

    Im Grunde geht es wirklich darum etwas machen zu wollen, was man möchte. Also eine Idee. Andererseits darf diese nicht zu kompliziert sein, denn sonst "ermüdet" man in der Entwicklung, weil man nicht nennenswert vorankommt.

  6. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: igor37 25.09.18 - 23:01

    Nr.1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe bereits den Aufbau der Quellcode-Dateien nicht. Für MICH ist
    > alles kreuz und quer verteilt, ohne, dass ich darin eine Logik erkenne.
    > Meistens erkenne ich mittlerweile beispielsweise eine Schleife und manchmal
    > sehe ich sogar grob, was sie macht. Schaue ich mir dann aber die gesamte
    > Datei an, verstehe ich nicht, wieso die Schleife DORT steht.

    Lies weniger fremden Code, schreib mehr eigenen Code. Dazu muss man nicht viel beherrschen - einfach mit den Grundlagen herumprobieren. Irgendwas ausgeben lassen, erweitern, schauen was passiert.

    Fremder Code ist IMMER viel schwerer lesbar, und solange man nicht selbst alle Elemente davon verwendet und begriffen hat, ist man schnell verloren. Programmieren lernt man vor allem durch programmieren.

    Und ich schließe mich dem Ratschlag eines anderen Posters an mit der Empfehlung von Python - das ist einfach eine unfassbar benutzerfreundliche Sprache, bei der man sich aufs eigentliche Programmieren statt Fehlersuche konzentrieren kann. Klar wird es Leute geben, die sagen man muss unbedingt eine "richtige" Low Level-Sprache als Erstes lernen, aber ehrlich gesagt spielt das für Anfänger einfach keine große Rolle, außer dass die "richtigen" Sprachen frustrierender sind.

  7. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: ML82 25.09.18 - 23:08

    ohne die Vorarbeit anderer, vom Reißbrett bitte!

  8. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: TC 25.09.18 - 23:09

    import calculator;

  9. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: tomate11 25.09.18 - 23:11

    > Danke für die Hinweise.
    >
    > WENN ich Programmieren wirklich lerne, dann nur noch privat. Meine
    > Ausbildung ist leider viel zu kurz (1,5 Jahre plus Praktikum) und zeitlich
    > zu weit fortgeschritten.
    >
    > Ich werde versuchen, mir jetzt noch selbst etwas beizubiegen, um durch die
    > Prüfung zu kommen. Ich bin zudem mit der Schulleitung dabei, einen Aufschub
    > um 6 Monate zu erreichen. Dann wäre noch mehr Zeit vorhanden, um noch etwas
    > zu erreichen.

    Ich habe für neue azubis bei uns mal einen aufgabensammlung zusammen gestellt um die grundkonzepte der programmierung zu erlernen. Es fängt sehr simpel an und wird dann immer etwas komplexer. So wie ich das heraushöre wird euch schon zu viel zugemutet ohne die grundlagen richtig verinnerlicht zu haben. Wenn du willst kann ich dir die gerne zur verfügung stellen und auch weiterhelfen wenn du nicht weiterkommst. Die aufgaben können prinzipiell in jeder sprache gelöst werden. Es geht darum durch das lösen der gestellten probleme langsam an die "logik" beim programmieren herangefùhrt zu werden. Lösungen sind in C# verfügbar. Ich denke wenn du alle aufgaben lösen kannst sollte die prüfung machbar sein.

  10. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: korona 25.09.18 - 23:39

    Das liest sich star nach Probleme bei der Objektorientierten Programmierung.
    Du musst dir vor Augen halten, was Klassen sind, nämlich Blaupausen für Objekte.
    Das heißt der Code einer Klasse wird erstmal gar nicht angefasst, es sei denn man braucht ein Objekt dass auf dieser Klasse basiert.
    Jedes Objekt hat eine Main oder Init funktion, die ausgeführt wird wenn dieses Objekt erstellt wird.
    Danach kann man das Objekt benutzen.
    Einfaches Beispiel man erstellt eine Klasse Hund. Diese könnte zum Beispiel verschiedene Attribute haben wie Name, Gewicht, Größe, Fellfarbe usw. Außerdem sollte der Hund auch etwas machen können. Zum Beispiel bellen. Bellen wäre eine Methode oder Funktion.

    Hat man diese Klasse erstellt existiert der Hund aber auch nicht, das heißt man müsste einen Hund erstmal erschaffen.
    Das geht zum Beispiel mit Code wie:

    Hund bello = new Hund("Bello",20,30,"Braun")

    jetzt hast du einen Hund der zum Beispiel bellen könnte.

    bello.bell()

    Dann würde die Methode bell die man den Hund gegeben hat irgendeine Funktion ausführen zum Beispiel eine Textausgabe mit "Bello bellt".

    Diese Aufrufe würde man dann in einer Hauptmethode mit der das Programm gestartet wird oder von anderen Objekten benutzt.

    Ich hoffe das hat dir geholfen. Vielleicht habe ich dich auch komplett falsch verstanden und das weißt du alles schon.

  11. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: non_sense 26.09.18 - 06:35

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das konnte eine Zeit lang ich glaube nicht einmal der
    > Windows-Taschenrechner (oder war das einer aufm Mac? ich erinnere mich
    > nicht).
    Das Gerücht, dass der Windows-Taschenrechner keine Operatorreihenfolge einhält, hält sich hartnäckig. Das konnte er schon immer, allerdings nur, wenn man ihn auf "wissenschaftlich" einstellte.

  12. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: Cyrano_B 26.09.18 - 08:56

  13. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: moppi 26.09.18 - 09:24

    ldlx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klau3 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > * Kommandozeile (Grundkenntnisse)
    >
    > Das versuch ich meinem FISI-Azubi gerade beizubringen. Es wäre lustig, wenn
    > es nicht so traurig wär.

    ich kann da so mit fühlen ... wenn dann so aussagen kommen wie "ich kann fliessend Putty"

    .... ich will dann immer meinen drehstuhl werfen

    hier könnte ein bild sein

  14. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: Michael H. 26.09.18 - 09:27

    ldlx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > einer Nur-Text-Ausgabe. Ja gut, für QBASIC würdest du eine DOS-VM brauchen

    oder falls noch vorhanden, einen Texas Instruments TI82/TI83 Plus Taschenrechner :D auf dem kann man in QBASIC programmieren. Hab mir damals damit meine Spicker in der Realschule für Mathe und Physik zamgebaut... bzw. einmal habe ich mir sogar eine Anwendung geschrieben, die mir sogar den Rechenweg inklusive graphen, nullstellen, schnittmengen etc ausgibt. Musste nur die Funktion abschreiben... im Endeffekt habe ich sie dann kaum gebraucht, da ich spätestens nachdem das Programm fertig war so viel mit dem Aufbau der Funktionen zu tun hatte, dass ich se schon im Kopf lösen konnte xD aber in der Regel waren da einfach über bestimmte zahlen und tastenabfragen ala PIN unterprogramme versteckt, die man bei einer Kontrolle im Programmcode nicht finden konnte, da der Code selbst für ein funktionierendes Spiel war...

  15. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: Lanski 26.09.18 - 09:44

    non_sense schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > divStar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das konnte eine Zeit lang ich glaube nicht einmal der
    > > Windows-Taschenrechner (oder war das einer aufm Mac? ich erinnere mich
    > > nicht).
    > Das Gerücht, dass der Windows-Taschenrechner keine Operatorreihenfolge
    > einhält, hält sich hartnäckig. Das konnte er schon immer, allerdings nur,
    > wenn man ihn auf "wissenschaftlich" einstellte.

    Exakt das wollte ich sagen, bis windows 7 weiß ichs sicher - er kanns nur, wenn man ihn auf wissenschaftlich stellt. :D

    Aber daran hapert es doch schon oft ... überhaupt auf die Idee kommen ihn mal umzustellen.
    Wer die Idee nicht kriegt, dem fehlt schon etwas um effektiv zu programmieren meiner Meinung nach.

  16. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: ibsi 26.09.18 - 10:09

    Leider gibt es hier keine Codeformatierung. Deshalb habe ich mal das o.g. Beispiel bei Pastebin umgesetzt und kommentiert. Vielleicht hilft es Dir ja.
    https://pastebin.com/yqkSTJrc

    Hoffe da sind keine Schnitzer drin, hab keine IDE benutzt und schon länger kein Java mehr geschrieben :D



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 26.09.18 10:25 durch ibsi.

  17. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: Nercet 26.09.18 - 10:55

    igor37 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nr.1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich verstehe bereits den Aufbau der Quellcode-Dateien nicht. Für MICH
    > ist
    > > alles kreuz und quer verteilt, ohne, dass ich darin eine Logik erkenne.
    > > Meistens erkenne ich mittlerweile beispielsweise eine Schleife und
    > manchmal
    > > sehe ich sogar grob, was sie macht. Schaue ich mir dann aber die gesamte
    > > Datei an, verstehe ich nicht, wieso die Schleife DORT steht.
    >
    > Lies weniger fremden Code, schreib mehr eigenen Code. Dazu muss man nicht
    > viel beherrschen - einfach mit den Grundlagen herumprobieren. Irgendwas
    > ausgeben lassen, erweitern, schauen was passiert.
    >
    > Fremder Code ist IMMER viel schwerer lesbar, und solange man nicht selbst
    > alle Elemente davon verwendet und begriffen hat, ist man schnell verloren.
    > Programmieren lernt man vor allem durch programmieren.
    >
    > Und ich schließe mich dem Ratschlag eines anderen Posters an mit der
    > Empfehlung von Python - das ist einfach eine unfassbar benutzerfreundliche
    > Sprache, bei der man sich aufs eigentliche Programmieren statt Fehlersuche
    > konzentrieren kann. Klar wird es Leute geben, die sagen man muss unbedingt
    > eine "richtige" Low Level-Sprache als Erstes lernen, aber ehrlich gesagt
    > spielt das für Anfänger einfach keine große Rolle, außer dass die
    > "richtigen" Sprachen frustrierender sind.

    Dieses Problem kenne ich persönlich aus eigener Erfahrung. Ich bin in meinem Studium (Luft- und Raumfahrttechnik) ein wenig mit verschiedenen Programmiersprachen in Berührung gekommen (C, Java) aber dabei stand kein konkretes Projekt oder Ziel im Fokus. Deshalb ist es für mich auch schwierig, strukturiert vorzugehen und erstmal eine Unterteilung des großen Ganzen in kleinere Schritte vorzunehmen.
    In meinem Unternehmen wurde mir dann erstmal ein Projekt vorgesetzt mit dem Auftrag "erweitere das um xy". Dazu muss man natürlich erstmal den vorhandenen Quellcode verstehen (zumindest war das der Ansatz, den ich versucht habe).
    Leider war keine Dokumentation zu dem Projekt und den Dateien vorhanden. Kommentare waren auch eher spärlich gesät in dem Projekt, sodass ich da stand wie der berüchtigte "Ochse vor dem Berg". Ich hatte keine Ahnung, an welcher Stelle ich hätte ansetzen müssen um die zusätzlichen Funktionen zu implementieren und tat mich ohnehin schon schwer damit, den Programmablauf (bzw. welche Funktion wann von wo aufgerufen wird), nachzuvollziehen.
    Im Endeffekt habe ich das Projekt dann nach für mich reichlich frustrierenden 6 Wochen an einen anderen Kollegen abgegeben.

  18. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: twothe 26.09.18 - 10:57

    @Nr. 1: Das Problem ist das viele Lehrbücher von Leuten geschrieben werden, die keine Programmierprofis sind, denn letztere haben keine Zeit für Lehrbücher. Jeder kann Programmieren lernen, wenn es ihm nur richtig beigebracht wird. Aber gerade diese Analogien sind oft erheblich unverständlicher als das Programmieren an sich, sondern auch noch fachlich völlig falsch, weil sie Punkte beleuchten die in der realen Welt überhaupt nicht wichtig sind.

    Wie bei jedem Thema hat jeder eine andere Denkweise, und die muss ein Lehrer mit berücksichtigen. Mir persönlich ist das klar geworden, als ich das erste mal einer Frau das Programmieren beigebracht habe und mit dem naiven Gedanken ran gegangen bin, dass sich das von einem Mann ja wohl kaum unterscheiden wird. Spoiler: Frauen denken _komplett_ anders als Männer was diesen Fachbereich angeht. Da erkläre ich ihr im besten, pädagogischen Wortlaut was das Programm macht, und sie versteht nur Bahnhof. Dann sage ich in Verzweiflung: "Ok also diese Funktion ist Fred, und diese Karl..." Sie unterbricht mich, weil mit dieser Benahmung und dem damit verbunden Wechsel der Ebene von technisch auf Personen ihr gerade alles klar geworden ist und sie sofort verstanden hat was das Programm tut, weil Fred ja die Sachen aufn Bildschirm malt die Karl ihr liefert. Kann man als Mann jetzt nicht nachvollziehen, ist einfach so, Frauen denken anders.

    Lesson learned: auch du kannst programmieren lernen, du brauchst nur nen guten Lehrer der raus findet wie du denkst.

  19. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: SirFartALot 26.09.18 - 11:20

    non_sense schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe noch kein Buch gesehen, dass einen funktionsfähigen Taschenrechner
    > vorbaut.

    "Einfuehrung in die Programmierung mit C/C++" von Stroustrup. Gern geschehn.

    "It's time to throw political correctness in the garbage where it belongs" (Brigitte Gabriel)
    Der Stuhlgang während der Arbeitszeit ist die Rache des Proletariats an der Bourgeoisie.

  20. Re: Ich begreife leider bereits die Grundprinzipien nicht.

    Autor: elcaron 26.09.18 - 11:41

    Wahrscheinlich ist es ein Problem, direkt objektorientiert anzufangen. Ich kann mich da gerade schwer reindenken. Ich und alle, die ich kenne, haben prozedual oder sogar funktional angefangen und dann (mehr oder weniger bereitwillig) die Vorteile von guter OOP erkannt.

    Ich würde Dir empfehlen zu versuchen:
    1. Verstehe prozeduale Abläufe.
    2. Verstehe, wie die sich in Funktionen teilen lassen.
    3. Verstehe struct, d.h. Gruppen von Variablen, die zusammengehören.
    4. Verstehe, wie Du diese structe mit darauf zugeschnittenen Funktionen kombinieren kannst. Glückwunsch, Du hast ein Objekt.
    5. Verstehe, wie dir objektorientiere Prinzipien wie Vererbung und Polymorphie die Arbeit erleichtert.

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