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Das ist doch alles nur Endoptimierung der Fleißarbeit.

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  1. Das ist doch alles nur Endoptimierung der Fleißarbeit.

    Autor: isaccdr 21.08.20 - 12:42

    Codevervollständigung, Test-Generierung, ... das sind doch alles nur nette Zusatzfeatures. Die eigentliche Problematik und Arbeit für einen Entwickler liegt doch darin, Anforderungen korrekt umzusetzen. Anforderungen, die manchmal nicht nur unverständlich bis hin zu widersprüchlich sind, sondern vor allem oft auch ein immenses Wissen voraussetzen - sowohl fachlich als auch technisch über die gesamte Problemdomäne Das lässt sich alles nicht formal definieren, also kann es auch nicht von einer KI verarbeitet werden.

    Das woran hier geforscht wird, ist doch nur Optimierung von Fleißarbeit. Das eine KI hier irgendwas oder irgendwen ersetzt, davon sind wir Lichtjahre entfernt.

  2. Re: Das ist doch alles nur Endoptimierung der Fleißarbeit.

    Autor: BlindSeer 21.08.20 - 13:47

    Du vergisst Anforderungen die unvollständig sind und im Laufe der Arbeit ergänzt werden, weil da jemand ein "Oh, da war ja noch..." hatte.

  3. Re: Das ist doch alles nur Endoptimierung der Fleißarbeit.

    Autor: MrTridac 21.08.20 - 13:56

    +1
    KI soll optimieren was ohnehin die wenigste Zeit verschlingt.
    Außerdem "hilft" eine KI wie sie hier beschrieben ist nur bei einer Neuerstellung eines Programmes.
    Wenn in ein 15 Jahre altes Projekt Änderungen und Sondermätzchen eingabaut werden müssen, würde eine KI wahrscheinlich mehr kaputt machen oder die Aufgabe direkt verweigern.

    Ein klassisches: "Wenn > Dann > Es-sei-denn > außer wenn > weil > ansonsten" schickt eine KI in die Endlosschleife.
    Wenn dann noch Error-Propagation über Web-API und Datenbankschnittstellen hinweg dazukommt, fällt es einem Menschen schon schwer zu entscheiden was das geringste Übel ist.

  4. Re: Das ist doch alles nur Endoptimierung der Fleißarbeit.

    Autor: minnime 21.08.20 - 14:23

    Dann verlagert sich die Arbeit halt auf das vollständige erstellen und dokumentieren der Anforderungsbeschreibung, die dann wieder in einer mehr oder weniger verständlichen Beschreibungssprache erfolgt. Beispiel Webservices, da ist auch die Frage ob man sich eine WSDL, womöglich per Hand, zusammenschreibt oder einfach den Code First Ansatz verfolgt.

  5. Re: Das ist doch alles nur Endoptimierung der Fleißarbeit.

    Autor: isaccdr 21.08.20 - 20:15

    minnime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann verlagert sich die Arbeit halt auf das vollständige erstellen und
    > dokumentieren der Anforderungsbeschreibung, die dann wieder in einer mehr
    > oder weniger verständlichen Beschreibungssprache erfolgt.

    Nur ein Beispiel: ERP Software im Energiemarkt. Die Anforderungen basieren auf Gesetzen und Prozessen der Bundesnetzagentur, die alle nur auf hunderten Seiten Fließtext basieren und oft einen immensen Interpretationspielraum lassen. Das lässt sich nicht auf die Art formal beschreiben, als das es durch eine KI dann korrekt maschinell verarbeitet werden könnte. Und wenn das beschreiben der Anforderungen zur maschinellen Verarbeitung länger dauert, als einfach einen Entwickler dahin zu setzen, der zwar ein paar Iterationen dreht weil die Anforderungen wischi waschi sind, dann aber auch mal fertig wird, dann hat man halt nichts gewonnen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 21.08.20 20:16 durch isaccdr.

  6. Re: Das ist doch alles nur Endoptimierung der Fleißarbeit.

    Autor: Hallonator 21.08.20 - 23:21

    isaccdr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das beschreiben der Anforderungen zur maschinellen Verarbeitung
    Nichts anderes ist Software Entwickeln

    Mal abwarten, ob wir in ein paar Jahrzehnten nur noch Diagramme malt und am ende kommt bytecode raus.

  7. Re: Das ist doch alles nur Endoptimierung der Fleißarbeit.

    Autor: Tango 22.08.20 - 18:57

    Sehe ich auch so: Entwickeln hat mehr mit damit zu tun Anforderungen zu verstehen/verbessern und entsprechende Lösungen zu entwickeln.

    Wenn eine valide und verifiziert Lösung vollständig spezifiziert ist, dann braucht man für den letzten Schritt der Implementierung auch keine KI mehr. Mit etablierten Entwicklungsmethoden und halbwegs geschulten Programmieren, ist die Lösung wsl. mind. genauso schnell implementiert als von einer KI.

    Aber ich habe so eine valide und verifizierte Lösung in einem Scrum Umfeld bisher nicht gesehen, schon gar nicht annähernd spezifiziert.

  8. Re: Das ist doch alles nur Endoptimierung der Fleißarbeit.

    Autor: isaccdr 22.08.20 - 19:35

    Hallonator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > isaccdr schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > das beschreiben der Anforderungen zur maschinellen Verarbeitung
    > Nichts anderes ist Software Entwickeln

    Ja eben doch. Du implementierst ja nicht den Kontext, während du eine Lösung umsetzt. Der ist dir als Entwickler bekannt. Wenn das eine KI machen sollte, müsstest du nicht nur das Feature beschreiben, sondern auch die gesamte Problemdomäne. Ansonsten könnte die KI kein fachlich korrekte Lösung liefern.

  9. Re: Das ist doch alles nur Endoptimierung der Fleißarbeit.

    Autor: Dakkaron 23.08.20 - 00:14

    isaccdr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja eben doch. Du implementierst ja nicht den Kontext, während du eine
    > Lösung umsetzt. Der ist dir als Entwickler bekannt. Wenn das eine KI machen
    > sollte, müsstest du nicht nur das Feature beschreiben, sondern auch die
    > gesamte Problemdomäne. Ansonsten könnte die KI kein fachlich korrekte
    > Lösung liefern.

    Also muss man nicht nur was und wie sondern auch warum ausprogrammieren... Ui, das hilft...

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