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Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

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  1. Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: AntiiHeld 10.05.19 - 20:07

    Nicht falsch verstehen, soll kein Angriff sein, nur frage ich mich warum Microsoft einen Linux Kernel mit in Windows baut? Hat das für den Endnutzer irgendwelche Vorteile?

  2. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: Porterex 10.05.19 - 20:14

    AntiiHeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht falsch verstehen, soll kein Angriff sein, nur frage ich mich warum
    > Microsoft einen Linux Kernel mit in Windows baut? Hat das für den Endnutzer
    > irgendwelche Vorteile?

    Crossentwicklung von Anwendungen kann direkt über Windows getestet werden und das Hardwarenäher als über eine VM.
    Ein richtiger Test sollte weiterhin über eine Linux Distribution erfolgen.
    Für Endnutzer (aber auch Firmen) welche Linux Server einsetzen oder für Linux etwas programmieren möchten (ggf. eben Crossplattform für ein Hobbyprojekt) ist das ein Vorteil.

    Microsoft setzt mit seinen Azure Servern zudem bereits auf Linux.

  3. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: AntiiHeld 10.05.19 - 20:21

    Könnte man damit also unter Umständen Linux Software unter Windows ausführen?

  4. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: VornameNachname 10.05.19 - 20:51

    Das kann man ja jetzt schon mit WSL (1).

  5. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: User_x 10.05.19 - 23:35

    Also kann man Linux demnächst wieder einstampfen da windows auch Linux ausführt...

  6. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: Jürgen Troll 10.05.19 - 23:51

    100 Punkte

  7. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: Sharra 11.05.19 - 02:06

    MS ging der Arsch auf Grundeis, weil immer mehr Entwickler, auch von Windows-Software, lieber in Linuxumgebungen entwickelt haben. Das hat, zumindest wenn man weiss was man tut, und nicht gerade auf Visual Basic fest sitzt, durchaus seine Vorteile. Der Nachteil ist zwar, dass man Windows in einer VM haben muss, um seine Win-Software dann zu testen, aber das haben die Entwickler in Kauf genommen. Normalerweise sind es ja 99% Entwicklung, 1% testen.

    Das passt Microsoft natürlich nicht, da man mit einer einzigen Windows-VM und dutzenden Linux-Entwicklungsstationen natürlich deutlich besser arbeiten kann. Das beschert MS aber nur eine Lizenz.

    Mit dem WSL will MS diese Entwickler wieder zurück zu Windows holen, indem diese ihre Linux-Entwicklungstools nativ ausführen können.

  8. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: Wurzelgnom 11.05.19 - 07:43

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also kann man Linux demnächst wieder einstampfen da windows auch Linux
    > ausführt...

    Achtung! Paradoxon entdeckt! Ihr Rechner löst sich beim Start im Zeitstrudel auf...

    Ich weiss nicht ob das wirklich eine gute Idee ist.

  9. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: webbanger 11.05.19 - 08:46

    Der Grund für Linux ist bei den meisten ja nicht nur die Software, sondern vor das Gesamtpaket zusammen mit einer großen Portion Freiheit 😏

  10. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: Anonymer Nutzer 11.05.19 - 10:02

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MS ging der Arsch auf Grundeis, weil immer mehr Entwickler, auch von
    > Windows-Software, lieber in Linuxumgebungen entwickelt haben. Das hat,
    > zumindest wenn man weiss was man tut, und nicht gerade auf Visual Basic
    > fest sitzt, durchaus seine Vorteile. Der Nachteil ist zwar, dass man
    > Windows in einer VM haben muss, um seine Win-Software dann zu testen, aber
    > das haben die Entwickler in Kauf genommen. Normalerweise sind es ja 99%
    > Entwicklung, 1% testen.
    >
    > Das passt Microsoft natürlich nicht, da man mit einer einzigen Windows-VM
    > und dutzenden Linux-Entwicklungsstationen natürlich deutlich besser
    > arbeiten kann. Das beschert MS aber nur eine Lizenz.
    >
    > Mit dem WSL will MS diese Entwickler wieder zurück zu Windows holen, indem
    > diese ihre Linux-Entwicklungstools nativ ausführen können.
    Gewagte These. Hättest dir wenigstens die Mühe machen können einen Vorteil aus den Fingern zu ziehen.

  11. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: SchrubbelDrubbel 11.05.19 - 11:24

    Porterex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Crossentwicklung von Anwendungen kann direkt über Windows getestet werden
    > und das Hardwarenäher als über eine VM.

    Ach wirklich?
    Dann versuch mal das in deiner Windows-Linux-Emu:
    echo 1 > /proc/sys/kernel/sysrq
    echo o > /proc/sysrq-trigger



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.19 11:39 durch SchrubbelDrubbel.

  12. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: devarni 11.05.19 - 11:49

    Bessere Performance dürfte der Hauptgrund sein. Die reine Rechenperformance ist bereits bei WSL1 super, laut Tests die man im Web findet nahezu auf nativem Niveau. Aber Dateioperationen sind langsam. Mit dem eigenen Kernel geht man das an, Microsoft hat selbst ja Benchmarks für WSL2 veröffentlicht und die Werte sind ein vielfaches besser als jetzt.

    Warum Microsoft es überhaupt macht? Weil man es kann ;)
    Letztlich erspart das vielen aber auch das aufsetzen einer VM und bietet einfachere Integration in den Rest von Windows. Das läuft auch in der Praxis super und ich kann mir gut vorstellen das viele irgendwann wegen WSL ihre Vmware/Virtualbox einmotten.
    Ob es letztlich Entwickler auf Windows bringt die vorher ausschließlich MacOS oder Linux benutzt haben? Ich denke nicht das Microsoft es aus diesem Grund macht.

  13. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: SchrubbelDrubbel 11.05.19 - 12:03

    devarni schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Warum Microsoft es überhaupt macht? Weil man es kann ;)
    > Letztlich erspart das vielen aber auch das aufsetzen einer VM und bietet
    > einfachere Integration in den Rest von Windows. Das läuft auch in der
    > Praxis super und ich kann mir gut vorstellen das viele irgendwann wegen WSL
    > ihre Vmware/Virtualbox einmotten.
    Oder man nimmt gleich Linux und spart sich die überteuerten Windows-Lizenzen.
    Weil man es kann.

  14. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: User_x 11.05.19 - 12:05

    Ist wirklich eine 100,00 %% Kompatibilität zu Linux gegeben?

  15. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: SchrubbelDrubbel 11.05.19 - 12:25

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist wirklich eine 100,00 %% Kompatibilität zu Linux gegeben?

    Nein.

  16. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: wo.ist.der.käsetoast 11.05.19 - 12:37

    nixidee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Gewagte These. Hättest dir wenigstens die Mühe machen können einen Vorteil
    > aus den Fingern zu ziehen.


    Hat er doch genannt: Linux.

    Bessere Dateisysteme, besseres Dateimanagement, bessere Software, besseres Terminal (das MS jetzt auch verzweifelt nachbaut und mit fancy Werbespot bewirbt), besseres OS.

    Witzig wie manche hier noch Linux als unwichtig abtuen, während selbst Microsoft es verzweifelt in Windows integriert.


    Kann halt nicht jeder nur in einem Sekretariat sitzen und Faxe verschicken.

  17. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: Slartie 11.05.19 - 13:39

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MS ging der Arsch auf Grundeis, weil immer mehr Entwickler, auch von
    > Windows-Software, lieber in Linuxumgebungen entwickelt haben.

    Arsch auf Grundeis ist korrekt, aber nicht nur wegen der Entwicklervorlieben, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass Containerisierung von Services, speziell mit Docker, vor 5 Jahren begann, abzugehen wie Schmidts Katze auf ner atomgetriebenen Rakete. Microsoft wollte Docker, stellte dann aber fest, dass Docker nur ein Aufsatz auf inhärent an Linux und seinen Kernel gebundene Virtualisierungstechniken war, die sie nicht "mal eben" in Windows einbauen könnten. Spätestens da war klar, dass Microsoft mit dem Windows-Kernel im Serverbereich in einer totalen Sackgasse steckt - und gleichzeitig die Entwickler im Desktop-Bereich auch kaum mehr erreichen kann. Es gab dann zwar "Docker für Windows", aber das ist eine elaborierte Verarsche gewesen (ein Linux-System in einer VM, und da drin laufen dann Linux-Container) und performant gleich dreimal nicht. Es muss ihnen relativ bald aufgegangen sein, dass sie vor Linux kapitulieren müssen - und zwar auf breiter Front, vom Kernel bis zum Userland-Tooling. Selbst die heiligen Windows-Zeilenenden in Notepad mussten zumindest optional den Linux-Pendant Platz einräumen.

    Den Linux-Kernel unter Windows ausführen mit möglichst wenig Reibungsverlusten und möglichst eng angebunden ist also nur die logische Folge dieser Entwicklung.

    Next up: nativer Support für ext4 als Dateisystem unter Windows. NTFS ist so schnarchlahm, wenn man mit vielen kleinen Dateien auf SSD-Storage hantiert, dass übliche Entwicklungs-Workflows (in denen diese Situation erstaunlich oft vorkommt) unter Windows häufig deutlich langsamer sind. Und wir reden hier von 20-50% langsamer (basierend auf meinen eigenen Messungen). Schon deshalb versuche ich es zu vermeiden, unter Windows irgendwelche Entwicklungstätigkeiten zu machen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.19 13:46 durch Slartie.

  18. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: Ford Prefect 11.05.19 - 13:46

    Genau davor hat Microsoft ja Angst. Und so verkaufen sie eben – sehr erfolgreich – einen schlechten Kompromiss als einen guten Kompromiss.

  19. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: devarni 11.05.19 - 13:48

    SchrubbelDrubbel schrieb:
    > Oder man nimmt gleich Linux und spart sich die überteuerten
    > Windows-Lizenzen.
    > Weil man es kann.

    Wenn der Client auf Windows laufen soll und das Backend auf Linux läuft? So einfach ist das halt nicht und auch der Grund warum in der Realität viele mehrere Systeme einsetzen.
    WSL vereinfacht die Dinge nur etwas für Leute die primär Windows einsetzen und erspart einem andere Lösungen wie Cygwin/Mingw oder halt eine zusätzliche VM um dort ein Linux laufen zu lassen.

  20. Re: Warum braucht man einen Linux Kernel in Windows?

    Autor: devarni 11.05.19 - 14:00

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist wirklich eine 100,00 %% Kompatibilität zu Linux gegeben?
    Aktuell nicht. Dinge wie Fuse gehen z.B. nicht. Es wird auch deshalb nicht als "Produktivsystem" genannt, also für Leute die einfach nur Ubuntu auf Windows installieren wollen um dann vielleicht einen Gnome/KDE/Xfce Desktop unter Windows zu nutzen. Es ist doch in erster Linie für Entwickler und auch eher für alles was ohne X auskommt.
    (das soll nicht heißen das X nicht geht, es läuft sehr wohl auch Gnome oder viele X Anwendungen - aber halt nicht alle)

    Vom Potenzial her könnte das schon noch richtig aufgedröselt werden und wäre dann wirklich 100% Kompatibel. Die Frage ist aber eher ob Microsoft das will.

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