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Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

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  1. Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: AllDayPiano 06.06.18 - 14:30

    3D Systems z.B.

    Seit Jahren wird das Thema gehyped und trotzdem kommt nichts bei rum (siehe die Aktie https://www.google.com/search?client=firefox-b-ab&ei=QNMXW8eTIYKIgAbVnRI&q=3d+systems+aktie&oq=3d+systems+aktie&gs_l=psy-ab.3..0l7.2230.2739.0.2834.6.4.0.2.2.0.106.362.3j1.4.0....0...1c.1.64.psy-ab..0.6.384...0i67k1.0.1OgAVnnwQt4

    Bei anderen Anbietern sieht's kaum besser aus.

    Entweder ist halt einfach nicht der Markt dar, oder die Qualität bisher zu schlecht oder die Erstellung zu teuer.

    Wie man es dreht und wendet - ich habe bisher nicht das Gefühl, dass der 3D-Druck der große Bringer ist. Noch nicht. Vielleicht irgendwann mal.

  2. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: Patman 06.06.18 - 14:43

    Ich kann mir auch einfach nicht vorstellen, dass "nahezu jeder fünfte Bundesbürger schon selbst einmal einen 3D-Druck angefertigt oder anfertigen lassen" hat.

    Der große Vorteil des 3D drucks ist die Individualisierung und mit 3D Modellen zu arbeiten ist für die meisten die nicht damit arbeiten wahrscheinlich einfach zu komplex.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.18 14:44 durch Patman.

  3. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: theFiend 06.06.18 - 15:04

    Patman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der große Vorteil des 3D drucks ist die Individualisierung und mit 3D
    > Modellen zu arbeiten ist für die meisten die nicht damit arbeiten
    > wahrscheinlich einfach zu komplex.

    Das ist auch letztlich das Problem warum es sich nicht "in die breite Masse" durchsetzt. 3D Modellieren benötigt dann schon einiges an Einarbeitungszeit, auf die nicht jeder Bock hat. Dann muss man sich mit Materialien ect. beschäftigen usw.

    Und auch im Artikel sieht man gut wo die Krux liegt: das ordern des 3D Drucks ist garnicht das Problem und stellt auch keinen riesigen Kostenfaktor dar. Aber das Modellieren in 3d aus der Hand zu geben ist doch im Verhältnis recht teuer...

  4. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: ichbinsmalwieder 06.06.18 - 15:17

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 3D Systems z.B.
    >
    > Seit Jahren wird das Thema gehyped und trotzdem kommt nichts bei rum (siehe
    > die Aktie www.google.com
    >
    > Bei anderen Anbietern sieht's kaum besser aus.
    >
    > Entweder ist halt einfach nicht der Markt dar, oder die Qualität bisher zu
    > schlecht oder die Erstellung zu teuer.
    >
    > Wie man es dreht und wendet - ich habe bisher nicht das Gefühl, dass der
    > 3D-Druck der große Bringer ist. Noch nicht. Vielleicht irgendwann mal.

    Wozu auch.
    Braucht ausser ein paar Bastlern kein Mensch.

  5. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: illuminant777 06.06.18 - 15:39

    Sorry aber die meisten wissen sich da nur nicht zu helfen. Thinkercad kann jeder Idiot mit zwei linken Händen bedienen. Ich hatte von dem Thema keinen blassen Schimmer konnte aber nach 2 Tagen selbst kleine Ersatzteile fertigen. Und die 3d Drucker werden auch immer besser, billiger und zuverlässiger. Siehe CR-10S. Natürlich kann man in der Software keine Wunder vollbringen aber Griffe, Halterungen, Kabelführungen, Knöpfe, Gehäuse usw auf digitalem milimeterpapier zu designen ist wirklich kein Kunststück.

    Rechtschreibgore ist leider so.

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Patman schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Der große Vorteil des 3D drucks ist die Individualisierung und mit 3D
    > > Modellen zu arbeiten ist für die meisten die nicht damit arbeiten
    > > wahrscheinlich einfach zu komplex.
    >
    > Das ist auch letztlich das Problem warum es sich nicht "in die breite
    > Masse" durchsetzt. 3D Modellieren benötigt dann schon einiges an
    > Einarbeitungszeit, auf die nicht jeder Bock hat. Dann muss man sich mit
    > Materialien ect. beschäftigen usw.
    >
    > Und auch im Artikel sieht man gut wo die Krux liegt: das ordern des 3D
    > Drucks ist garnicht das Problem und stellt auch keinen riesigen
    > Kostenfaktor dar. Aber das Modellieren in 3d aus der Hand zu geben ist doch
    > im Verhältnis recht teuer...

  6. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: Coding4Money 06.06.18 - 15:43

    Ich würde mal sagen ja und nein.

    Beschäftige mich selbst schon etwas länger mit 3D-Drucker und man sieht schon deutliche und schnelle Fortschritte. Viele Firmen für neue Drucker (oft allerdings nur rebranding) schießen wir Pilze aus dem Boden und wollen ein Stück vom Kuchen haben. Auch bei den Materialien kommt immer wieder neues und es wird viel experimentiert.

    Wenn jemand rausfindet, dass ich einen 3D-Drucker hab, dann kommt auch oft ein "oh, ich könnte da mal XY brauchen". Der Bedarf ist also schon irgendwie da...

    ... ABER ich glaube nicht, dass der Bedarf groß genug ist, als dass sich das mit dem aktuellen Stand der Technik über die Gesellschaft hinweg verbreiten wird. Dafür ist einfach noch zu viel Technik, zu viel Konfiguration, zu viel Bastelei und zu viel Einarbeitung, gerade wenn man dann noch selbst Modelle erstellen will, notwendig.

    Dafür müsste erst einmal ein Drucker auf den Markt kommen, der komplett out-of-the-box funktioniert und der ohne großartige Wartung über einen längeren Zeitraum gute Ergebnisse liefert.

  7. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: koki 06.06.18 - 16:19

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 3D Systems z.B.
    >
    > Seit Jahren wird das Thema gehyped und trotzdem kommt nichts bei rum (siehe
    > die Aktie www.google.com
    >
    > Bei anderen Anbietern sieht's kaum besser aus.
    >
    > Entweder ist halt einfach nicht der Markt dar, oder die Qualität bisher zu
    > schlecht oder die Erstellung zu teuer.
    >
    > Wie man es dreht und wendet - ich habe bisher nicht das Gefühl, dass der
    > 3D-Druck der große Bringer ist. Noch nicht. Vielleicht irgendwann mal.


    *Aluhut*

    Der Markt wird sicherlich auch von irgendwelchen Lobbyisten zurückgehalten.

  8. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: unholy79 06.06.18 - 16:42

    Also, ich arbeite der Zeit in der Forschung. Wir haben auch einen 3d Drucker im Labor stehen. Uns erleichtert das die arbeit schon sehr viel.

    Wir können viel schneller Experimente aufbauen, durchführen und Parameter variieren, da wir schnell Teile selber drucken können anstatt immer auf jemanden zu warten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.18 16:45 durch unholy79.

  9. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: SirFartALot 06.06.18 - 17:20

    Coding4Money schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür müsste erst einmal ein Drucker auf den Markt kommen, der komplett
    > out-of-the-box funktioniert und der ohne großartige Wartung über einen
    > längeren Zeitraum gute Ergebnisse liefert.

    Ist das nicht der Fall?

    "It's time to throw political correctness in the garbage where it belongs" (Brigitte Gabriel)
    Der Stuhlgang während der Arbeitszeit ist die Rache des Proletariats an der Bourgeoisie.

  10. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: Quantium40 06.06.18 - 18:20

    koki schrieb:
    > Der Markt wird sicherlich auch von irgendwelchen Lobbyisten zurückgehalten.

    Da braucht es keine Lobbyisten, wenn Patente das auch schaffen.

  11. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: AllDayPiano 06.06.18 - 21:29

    Im Bereich Rapid Prototyping sind diese Geräte ja auch absolut sinnvoll.

    Wir haben das in unserem Betrieb auch probiert. Haben die Teile bei BMK herstellen lassen, bevor wir uns selbst so ein Gerät anschaffen. Zwei Tage nach Auftragseingang wird geliefert.

    Ergebnis: Wir bestellen weiterhin konventionell aus PA, POM oder Alu von der kleinen Schmiede gedreht, gefräst oder geschliffen. Die Qualität - obwohl inzwischen echt gut geworden - reicht einfach nicht. Die maximalen 50% infill sind oftmals einfach zu wenig, die Oberfläche durch den Filamentauftrag viel zu rau, schleifen geht nicht, weil sonst das hauchdünne Material der Oberfläche durch ist.

    Insgesamt glaube ich, dass dem Lasersintern die größte Zukunft bevorsteht. Aber bis das mal bezahlbar wird, dauert es noch lange.

  12. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: Coding4Money 06.06.18 - 21:44

    SirFartALot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Coding4Money schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dafür müsste erst einmal ein Drucker auf den Markt kommen, der komplett
    > > out-of-the-box funktioniert und der ohne großartige Wartung über einen
    > > längeren Zeitraum gute Ergebnisse liefert.
    >
    > Ist das nicht der Fall?

    Nein, zumindest um die Wartung wirst du nicht herumkommen. Da verstopft mal die Düse, das Filament bleibt stecken, der Belt wird locker oder man muss einfach das Druckbett nachleveln.

    Aber ich glaube wir sind auf einem guten Weg. Automatisches Leveln hat man immer öfter und auch die andere Probleme wird man irgendwie noch gelöst bekommen.

  13. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: Coding4Money 06.06.18 - 21:49

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die maximalen
    > 50% infill sind oftmals einfach zu wenig, die Oberfläche durch den
    > Filamentauftrag viel zu rau, schleifen geht nicht, weil sonst das
    > hauchdünne Material der Oberfläche durch ist.

    Wieso maximal 50% Infill? Du kannst doch mit so viel Infill drucken wie du möchtest? Auch schleifen ist kein Problem, die Dicke der äußeren Wand kannst du ja konfigurieren.

  14. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: AllDayPiano 06.06.18 - 21:58

    Waren vielleicht auf 75%. Mehr machen die aber irgendwie nicht, weil es das Teil sonst woh verzieht. So richtig hab ich das nicht mehr im Kopf. Nur eben, dass es ziemlich reudig ist.

    Bzgl. schichtdicke: Ich denke, die importieren die Step-Daten in ihre Software und drücken auf Go.

  15. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: AllDayPiano 06.06.18 - 22:02

    Coding4Money schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SirFartALot schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Coding4Money schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Dafür müsste erst einmal ein Drucker auf den Markt kommen, der
    > komplett
    > > > out-of-the-box funktioniert und der ohne großartige Wartung über einen
    > > > längeren Zeitraum gute Ergebnisse liefert.
    > >
    > > Ist das nicht der Fall?
    >
    > Nein, zumindest um die Wartung wirst du nicht herumkommen. Da verstopft mal
    > die Düse,

    Dann sollten die Düsen beschichtet werden.

    > das Filament bleibt stecken,

    Dürfte eigentlich nie passieren. Es sei denn, der Vorschub taugt nix.

    > der Belt wird locker

    Wie das? Entweder ist das mangelhafte Konstruktion oder die Qualität der Komponenten ist unter aller würde. Locker darf da von selbst nichts werden. Ein guter Riemen läuft viele hunderttausend Kilometer. Oder gar Millionen.

    > oder man muss
    > einfach das Druckbett nachleveln.

    Wieso das? Was muss warum neu eingerichtet werden? Ich hoffe doch, dass das ganze so konstruiert ist, dass die Schrittmotoren keine Schritte verlieren. Dann muss da auch nichts neu eingemessen oder kalibriert werden. Es sei denn, man hat an den Motoren oder Treibern zu viel gespart.

    > Aber ich glaube wir sind auf einem guten Weg. Automatisches Leveln hat man
    > immer öfter und auch die andere Probleme wird man irgendwie noch gelöst
    > bekommen.

    Die Probleme sind alle längst gelöst. Vielleicht nicht in der 200 Euro Klasse. Aber prinzipiell sollte alles, was Du als Wartung anführst, eigentlich verschleißfrei sein.

  16. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: Coding4Money 07.06.18 - 08:25

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Dann sollten die Düsen beschichtet werden.

    Dafür kenne ich mich jetzt zu wenig mit Materialien aus um zu wissen, ob es eine Beschichtung gibt, die die Probleme löst.

    > Dürfte eigentlich nie passieren. Es sei denn, der Vorschub taugt nix.

    Oder das Filament taugt nichts. Ich hatte einmal den Fall, da hatte ich eine dickere Stelle im Filament und das war dann genug, dass es in der Vorrichtung nicht weiter ging.

    > Wie das? Entweder ist das mangelhafte Konstruktion oder die Qualität der
    > Komponenten ist unter aller würde. Locker darf da von selbst nichts werden.
    > Ein guter Riemen läuft viele hunderttausend Kilometer. Oder gar Millionen.

    Ein guter Riemen hat auch keine lockere Enden. Ich kenne zumindest keine Drucker, bei denen der nicht zwei lose Enden hat, damit man ihn eben einfacher nachspannen könnte. Befestigt dann leider oft mit simplen Kabelbindern und das auch bei einem 1000¤ Drucker (wie z.B. der aktuelle Prusa i3 MK3).

    > Wieso das? Was muss warum neu eingerichtet werden? Ich hoffe doch, dass das
    > ganze so konstruiert ist, dass die Schrittmotoren keine Schritte verlieren.
    > Dann muss da auch nichts neu eingemessen oder kalibriert werden. Es sei
    > denn, man hat an den Motoren oder Treibern zu viel gespart.

    Das hat nichts mit den Motoren zu tun. Der Abstand zwischen Druckdüse und dem Druckbett muss sehr genau sein und der wird bei sehr vielen Druckern von Hand mit vier Stellschrauben an den Ecken des Druckbettes eingestellt. Durch Transport, Vibration oder einfach versehentliches dran kommen, kann sich das dann verstellen.

    > Die Probleme sind alle längst gelöst. Vielleicht nicht in der 200 Euro
    > Klasse. Aber prinzipiell sollte alles, was Du als Wartung anführst,
    > eigentlich verschleißfrei sein.

    Klar, lässt sich alles lösen bzw. manches ist sicherlich auch gelöst. Trotzdem hast du viele dieser Probleme auch in hochpreisigen Druckern im Privatbereich noch. Es bringt halt auch nichts, wenn du all die Problemelösungen einbaust und der Drucker dann doch wieder 5000¤ kostet.

  17. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: Coding4Money 07.06.18 - 08:26

    Ah ok, ich hatte überlesen, dass ihr das wo bestellt habt und nicht den Drucker selbst hattet.

  18. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: nachgefragt 07.06.18 - 09:00

    Coding4Money schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür kenne ich mich jetzt zu wenig mit Materialien aus um zu wissen, ob es
    > eine Beschichtung gibt, die die Probleme löst.
    Eine Beschichtung wird da wenig bringen. Das Filament sollte die Düse jedenfalls nur im flüssigen Zustand berühren, so dass der Reibungswiderstand in der Düse selbst zu vernachlässigen ist. Mal davon abgesehn, dass mittlerweile sehr viele Hotends einen PTFE Schlauch bis kurz vor der Düse besitzen, liegt eine Verstopfung der Düse meistens eher daran, dass sie nicht ordentlich angezogen wurde, die Temperatur nicht passt, das Filament verunreinigt oder einfach schlecht ist (etc). Da kann auch der beste Drucker wenig dran ändern.
    Auch bei einem Porsche fallen die Räder halt einfach ab wenn man die Radmuttern nicht festzieht.

    > Oder das Filament taugt nichts. Ich hatte einmal den Fall, da hatte ich
    > eine dickere Stelle im Filament und das war dann genug, dass es in der
    > Vorrichtung nicht weiter ging.
    Was heißt "das war dann genug". Das ist halt so als wenn man mit einem 30 Tonner unterwegs ist und sich wundert, dass eine auf 3 Meter limitierte Unterführung schon mal genug ist um nicht weiter zu kommen. Es hat schon einen Grund, dass der Durchmesser des Filaments auf 2 Nachkomma stellen genau angegeben wird. Wobei 10% Abweichung eigentlich kein Problem sein sollten. Würd mich interessieren wieviel das in deinem Fall war. Ich hab damit auch relativ wenig, bis keine Probleme. Das Filament würde ich jedenfalls an deiner Stelle nicht mehr kaufen.

    > Ein guter Riemen hat auch keine lockere Enden. Ich kenne zumindest keine
    > Drucker, bei denen der nicht zwei lose Enden hat, damit man ihn eben
    > einfacher nachspannen könnte. Befestigt dann leider oft mit simplen
    > Kabelbindern und das auch bei einem 1000¤ Drucker (wie z.B. der aktuelle
    > Prusa i3 MK3).
    Was hat das damit zu tun ob die enden Lose sind oder nicht? Bei vielen Druckern wäre es unmöglich einen "ringförmigen" Riemen zu verbauen (mal davon abgesehn dass man die auch ganz leicht spannen kann). Bei dem Prusa i3 MK3, den ich gesehn habe, waren die Riemen übrigends in Plastikteilen fixiert, nicht mit Kabelbindern. (Wenn ein 1000 Euro Gerät, das zum größten Teil selbst aus gedruckten Teilen zusammen gebaut ist, alles richtig machen würde, hätten ein Ultimaker oder noch teuerere Drucker wohl kaum eine Daseinsberechtigung.)

    > Das hat nichts mit den Motoren zu tun. Der Abstand zwischen Druckdüse und
    > dem Druckbett muss sehr genau sein und der wird bei sehr vielen Druckern
    > von Hand mit vier Stellschrauben an den Ecken des Druckbettes eingestellt.
    > Durch Transport, Vibration oder einfach versehentliches dran kommen, kann
    > sich das dann verstellen.
    Ein BL Touch kostet 30 Euro, Clone oder Eigenbauten noch weniger. Um ehrlich zu sein kommen doch mittlerweile quasi alle 3D Drucker über Prusa i3 Level (1000¤) mit eingebautem Bedleveling. Ich habe einen BL touch, musste mein Bett aber auch vorher nur sehr sehr selten Kalibrieren. Ein stabiler Rahmen und Akzeptable Stepper sorgen da eingentlich über lange Zeit für Ruhe. Wobei Ich sagen muss dass ich eher Core XY bevorzuge als den i3-Style, der da schon etwas anfälliger ist.
    Was man allerdings beachten muss: Wenn man z.B. von PLA-Druck, mit einem kaum oder nicht geheizten Heizbett, zu ABS, mit einem Heizbett bei >100°, übergeht wird man ohne BL Touch o.ä. allein durch die temperaturbedingte Ausdehnung des Heizbetts nicht um eine erneute Kalibrierung drum rumkommen. Da kann der Drucker so gut sein wie er will.

    > Klar, lässt sich alles lösen bzw. manches ist sicherlich auch gelöst.
    > Trotzdem hast du viele dieser Probleme auch in hochpreisigen Druckern im
    > Privatbereich noch. Es bringt halt auch nichts, wenn du all die
    > Problemelösungen einbaust und der Drucker dann doch wieder 5000¤ kostet.
    Da die meisten Probleme die du genannt hast, viel mehr Anwenderfehler oder Probleme mit schlechtem Filament sind, als mit nicht ausgereiften Druckern, wird sich das vermutlich niemals ändern. Bei einem Ultimaker (was ca den 5000¤ entspricht) wirst du die Probleme kaum haben. Aber auch Modelle für die Hälfte sollten das im Großen und Ganzen hinbekommen; Sogar ein Eigenbau für 1000-1500¤ (D-Bot / Hypercube etc) sollten das ohne Probleme meistern.
    Jedenfalls sollte man das was du dir vorstellst nicht bei einem Chinadrucker erwarten.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 07.06.18 09:17 durch nachgefragt.

  19. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: nachgefragt 07.06.18 - 09:24

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Waren vielleicht auf 75%. Mehr machen die aber irgendwie nicht, weil es das
    > Teil sonst woh verzieht. So richtig hab ich das nicht mehr im Kopf. Nur
    > eben, dass es ziemlich reudig ist.
    Hört sich schwer nach ABS an? Wenn eurer Drucker keinen geschlossenen Bauraum hat ist das auch quasi nicht ohne Bending zu machen. Es gibt ABS mit leicht angepasster Mischung welches quasi kein Bending aufweisen, auch bei offenem Bauraum, mit 100% Infill. z.b. https://www.eins3d.de/42-abs-next-filament
    Drucke aus ABS kann man übrigends Acetonbedampfen um die Oberflächen zu glätten. (Hab ich noch nie gemacht. Kein Bock in die Luft zu fliegen.)

    > Bzgl. schichtdicke: Ich denke, die importieren die Step-Daten in ihre
    > Software und drücken auf Go.
    Das ist dann wohl der rapide Part bei eurem Prototyping :p kann natürlich nicht so funktionieren.
    Generell ist für das professionelle Umfeld wohl eher zu einem SLA Printer zu raten. Da hat sich in letzter Zeit einiges getan. Auch Preislich. Verziehen kann da auch nichts.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 07.06.18 09:30 durch nachgefragt.

  20. Re: Das Thema kommt einfach nicht in Fahrt

    Autor: Coding4Money 07.06.18 - 11:05

    nachgefragt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da die meisten Probleme die du genannt hast, viel mehr Anwenderfehler oder
    > Probleme mit schlechtem Filament sind, als mit nicht ausgereiften Druckern,
    > wird sich das vermutlich niemals ändern.

    Das ist halt ein wenig als ob du sagst, dass es doch ein Anwenderfehler ist, wenn jemand die Konfigurationsdateien eines Linux-Servers mit vim falsch editiert oder die falsch installierte Software das System zerschießt. Natürlich hast du damit recht, der Anwender hat es ja falsch gemacht, wir sprachen aber ja gerade vom breiten durchsetzen auf dem Markt und da müssten die Geräte eben den Anwender auch mal vor sich selbst schützen oder toleranter gegenüber Fehler sein.

    So lange ich einen 3d-Drucker nicht meiner Mutter in die Hand drücken kann, ohne viel erklären zu müssen, so lange sehe ich die noch nicht bereit für die breite Masse.

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