1. Foren
  2. Kommentare
  3. Sonstiges-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › 600 Millionen Euro: Bundeswehr…

Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: beStrange 24.09.21 - 16:27

    Die "alte" Technik ist nun einmal über 20+ Jahre erprobt und einfach funktioniert. Was wäre einem lieber, Technik die super modern ist aber auseinanderfällt, wenn man es falsch anguckt, oder etwas was über Jahrzehnte erprobt wurde? Insbesondere wenn es Menschenleben geht ist mir das alte Zeug lieber.

    Und es ist ja nicht so dass die Geräte 100% auf der 80er Jahre Technik basieren. Es werden immer mal wieder Geräte mit "neuer" Technik nachgerüstet. Wobei "neu" relativ ist, man muss im Kopf behalten das Militärausrüstung über Jahre erprobt werden muss bis es zum tatsächlichen Einsatz kommt.

    So schön es wäre neue Technik zu haben, es ist nicht so einfach Geräte zu entwickeln die den Militärstandards entsprechen. Neues Gerät muss ausgiebig getestet werden, es ist einfach zu viel auf dem Spiel um eben mal einfach eine Handvoll Funkgeräte aus dem Saturn/Media Markt zu besorgen.

    Was die Kosten angeht, 600 Millionen Euro ist nicht wirklich viel, wenn man beachtet, dass die Geräte über einen sehr langen Zeitraum verwendet werden. Geräte beim Militär werden halt so lange benutzt bis sie nicht mehr repariert werden können und wortwörtlich auseinanderfallen.

  2. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: Eheran 24.09.21 - 19:16

    >Technik die super modern ist aber auseinanderfällt, wenn man es falsch anguckt,
    Dafür hast du sicherlich ausreichend Beispiele? Wann ist dir denn zuletzt ein 30¤ Autoradio "zerfallen"?

    >So schön es wäre neue Technik zu haben, es ist nicht so einfach Geräte zu entwickeln die den Militärstandards entsprechen.
    Unfähigkeit schützt vor Kritik nicht. Als ob es so ein gigantisches Problem wäre, sowas zu entwickeln. Andere stellen absolute High-Tech-Produkte für weniger her, in größeren Stückzahlen, man siehe etwa heutige Smartphones, die sind absoluter Wahnsinn. Klar können die in der Form nicht auf "rumwerfen" getrimmt werden, weil sie dann größer werden würden, Display schlechter usw. Aber für 600 mio. ¤!

    In welchem Kireg soll diese Technologie überhaupt noch verwendet werden? Jeder kann sich für 5 ¤ passende Empfänger kaufen. Teilweise takten µC selbst schon deutlich höher, so dass man am Ende direkt das Signal verarbeiten kann. Die Verschlüsselung von 1982 ist heute noch relevant?

  3. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: Quantium40 24.09.21 - 19:38

    beStrange schrieb:
    > Insbesondere wenn es Menschenleben geht ist mir
    > das alte Zeug lieber.

    Beim Militär geht es schon eine Weile nicht mehr um Menschenleben.

  4. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: .02 Cents 24.09.21 - 19:39

    Soll sich das in irgendeiner Form auf den Artikel beziehen?

    Im Artikel steht _nichts_ was damit irgendwas zu tun hat.

    Stattdessen steht da etwas über eine staatliche Behörde, die anscheinend von Schildbürgern betrieben wird, und irgendwelche Ausschreibungsregeln für Technik-Modernisierung umgeht und so Steuergelder an Rüstungskonzerne verschenkt.

  5. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: eyeQ711 24.09.21 - 20:07

    beStrange schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die "alte" Technik ist nun einmal über 20+ Jahre erprobt und einfach
    > funktioniert. Was wäre einem lieber

    Ich habe mit dieser Technik Weihnachten 2001 ein Flugfeld der Amerikaner bewachen dürfen. Die zugehörigen Handgeräte haben mit Akkupack 3 KG auf die Waage gebracht - nach 10h waren die tortzdem leer - Ersatzakku Fehlanzeige. Die 3m lange Antenne hat wenig dazu beigetragen verständliche Kommunikation aufzubauen. Gut um zu wissen, dass die Wache noch lebt reicht ein Rauschen. Schliesslich hatte die US Army Mitleid mit uns und leihte und 3 Motorola Geräte. Optisch vergleichbar mit den damaligen Klapphandys. Die lagen den Rest der Woche im Schnee und funktionierten. Gewicht ca 200g. Das Nachts ein beleuchtetes Tastenfeld hilfreich ist habe ich dabei noch nichtmal erwähnt? :-)

    Es ist eine Schande wie wir unsere Soldaten losziehen lassen. Kann mir nicht vorstellen dass auch nur ein anderer NATO Partner auf den möglichen Frequenzen dieser analogen Technik unterwegs ist.

  6. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: DX12forWin311 24.09.21 - 20:12

    CDU Führung. Einfach Mal nicht die Idioten wählen, dann haben wir eine Chance.

  7. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: beStrange 24.09.21 - 20:45

    Mit keinem Wort habe ich erwähnt, dass die alte Ausrüstung noch ausreichend ist, sie muss auf jeden Fall modernisiert werden. Was ich aber gesagt habe das ich Bedenken über die Langlebigkeit neuer Geräte habe. Oder glaubt jemand wirklich, dass das Handy was man heute in der Tasche hat nach 20 Jahren noch genau so funktioniert wie am ersten Tag?

    Und hier liegt der Hund begraben. Dies neue Ausrüstung muss eine ähnliche Haltbarkeit vorzeigen können. Was bringt es, wenn man moderne Ausrüstung hat, diese aber nach einer Übung komplett ausgetauscht werden muss. Da ist dann mal schnell sehr viel mehr Geld weg als wenn man einmal richtig investiert. Dies sollte man auch im Privatleben erwarten können, aber Leute sind heute lieber in einer Wegwerfgesellschaft, statt Geräte langer als 5 Minuten zu benutzen.

    Und zu glauben was wir die Bundeswehr nicht mehr brauchen ist leichtsinnig, wenn nicht sogar absolut bescheuert. Spätestens wenn eine feindliche Streitmacht bei den Leuten vor der Tür steht, wie unwahrscheinlich dies auch schein mag, ist das Geheule groß und es wird sich dann an allen Ecken und Enden beschwert warum die Bundeswehr eingestampft wurde.

    Was auf jeden Fall stimmt ist, dass die Bundeswehr lächerlich ausgerüstet ist. Schon zu meiner eigenen Zeit in der Bundewehr war die Ausrüstung extrem veraltet und umständlich zu transportieren. Siehe 10+ Kg "portable" Funkeinheiten und andere Ausrüstung aus der Steinzeit, oder der NVA und dem 2. Weltkrieg.

    Und die Verschlüsselungstechnik ist auf jeden Fall nicht mehr auf dem Stand der 80er Jahre, das ist ein Bereich der regelmäßig nachgerüstet wird. Wäre sinnlos sich auf Verschlüsselungstechnik aus den 80ern zu verlassen, die heute so gut wie jeder mit seinem Smartphone knacken könnte.

    Eine andere Sache die klar ist, dass die Zivilisten absolut keine Ahnung haben worauf es ankommt, wenn es um militärisches Gerät geht und noch weniger wenn es darum geht was die Bundeswehr dieser Tage macht.

  8. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: violator 24.09.21 - 20:58

    eyeQ711 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Nachts
    > ein beleuchtetes Tastenfeld hilfreich ist habe ich dabei noch nichtmal
    > erwähnt? :-)

    Aber dann sieht einen doch der Feind!!!

  9. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: Kakiss 24.09.21 - 21:16

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Technik die super modern ist aber auseinanderfällt, wenn man es falsch
    > anguckt,
    > Dafür hast du sicherlich ausreichend Beispiele? Wann ist dir denn zuletzt
    > ein 30¤ Autoradio "zerfallen"?
    >
    >

    Dein Autoradio wird in Extremsituationen jahrzehntelang in Kriegsgebieten benutzt ;) ?

  10. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: Eheran 24.09.21 - 21:43

    Autos in Kriegsgebieten hören jedenfalls einfach auf zu funktionieren.
    Wenn wir schon Jahrzehnte in Kriegsgebieten sind, dann hoffentlich nicht mit diesem super leicht abhörbaren und störbaren Analogfunk von 1982, der auch noch extrem klobig ist, viel zu geringe Reichweite hat usw.

  11. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: Eheran 24.09.21 - 21:46

    >Oder glaubt jemand wirklich, dass das Handy was man heute in der Tasche hat nach 20 Jahren noch genau so funktioniert wie am ersten Tag?
    Wenn es so eingesetzt wird, wie es gedacht ist: Ja, absolut.
    Wenn man es nicht so einsetzt (harte Schläge usw.): Nein.
    Kann man es so bauen, dass es vergleichbar robust ist: Ja.
    Ist es dann noch genauso dünn, leistungsfähig usw.: Nein.
    Heißt das, dass altes haltbarer ist als neues? Nein.

  12. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: brutos 24.09.21 - 22:47

    Ich bezweifle mal, dass ein Empfänger welcher mit Delta-Modulation arbeitet, im Handel erhältlich ist.
    Die Verschlüsselung wurde über Zusatzgeräte ausgeführt.

    Mit der Technik der damaligen Zeit flog man zum Mond.
    Heute bekommt der führende Softwarehersteller nicht mal einen vernünftigen Druckertreiber hin...

  13. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: Eheran 24.09.21 - 23:04

    >Ich bezweifle mal, dass ein Empfänger welcher mit Delta-Modulation arbeitet, im Handel erhältlich ist.
    Es geht nicht darum, einen fix und fertigen Empfänger zu kaufen. Die gibts halt auch nicht für 1 MHz Funk oder was weiß ich. Sondern irgendein billiges SDR zu nutzen. Falls das mit der Delta-Modulation im ersten Moment kompliziert klingt: Hier mit Arduino. Trivialer geht es kaum.

    >Die Verschlüsselung wurde über Zusatzgeräte ausgeführt.
    Ja, und? Was interessiert uns 2021 eine Verschlüsselung von 1982?

    >Mit der Technik der damaligen Zeit flog man zum Mond.
    Wenn man beliebig viel Geld rein steckt, dann kann man einiges erreichen. Was hat das mit dem Thema zu tun?

    >Heute bekommt der führende Softwarehersteller nicht mal einen vernünftigen Druckertreiber hin...
    Und wieviel Geld steckt man da rein? Und welcher Druckertreiber soll das überhaupt sein, der nicht geht? Hatte ich jedenfalls noch nicht, das Problem. Aber wie kommt man überhaupt darauf, anzunehmen, dass Software heute schlechter wäre als vor 40 Jahren? Das kann doch einfach nicht ernst gemeint sein.

  14. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: Mafjol 25.09.21 - 05:13

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > beStrange schrieb:
    > > Insbesondere wenn es Menschenleben geht ist mir
    > > das alte Zeug lieber.
    >
    > Beim Militär geht es schon eine Weile nicht mehr um Menschenleben.

    Ging es nie. Militär ist per Definition töten. Für was anderes braucht es kein Militär.

  15. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: _2xs 25.09.21 - 06:56

    Mafjol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Quantium40 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > beStrange schrieb:
    > > > Insbesondere wenn es Menschenleben geht ist mir
    > > > das alte Zeug lieber.
    > >
    > > Beim Militär geht es schon eine Weile nicht mehr um Menschenleben.
    >
    > Ging es nie. Militär ist per Definition töten. Für was anderes braucht es
    > kein Militär.

    Du liegst falsch und bist einfach nur verblendet. Guck mal bitte über den Tellerrand >.>

  16. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: KlugKacka 25.09.21 - 07:17

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > beStrange schrieb:
    > > Insbesondere wenn es Menschenleben geht ist mir
    > > das alte Zeug lieber.
    >
    > Beim Militär geht es schon eine Weile nicht mehr um Menschenleben.

    Doch. Darum andere umzubringen, dazu sind Armeen da.

  17. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: KlugKacka 25.09.21 - 07:26

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Autos in Kriegsgebieten hören jedenfalls einfach auf zu funktionieren.
    > Wenn wir schon Jahrzehnte in Kriegsgebieten sind, dann hoffentlich nicht
    > mit diesem super leicht abhörbaren und störbaren Analogfunk von 1982, der
    > auch noch extrem klobig ist, viel zu geringe Reichweite hat usw.


    Welche Reichweite sollten die Teile denn haben?
    Die Reichweite kann man ohne Probleme erhöhen, solange das Funkwetter mitspielt.
    Großer Mast und gestockte Yagis dran. Ferdsch.

    Bei der Armee geht es aber eher um Nahkommunikation, desterwegen haben die auch NVIS Antennen.

  18. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: Eheran 25.09.21 - 08:48

    >Bei der Armee geht es aber eher um Nahkommunikation
    Ja, so war das 1982, als man die gekauft hat. Da gab es "eine Front", man war nah beieinander. Die realen Einsätze der letzten 20 Jahre sprechen eine andere Sprache, mit Gruppen hier und dort. Viel passiert über größere Distanzen.

  19. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: Test_The_Rest 25.09.21 - 08:55

    Wenn alles mit rechten Dingen zuginge, müßte die Ausrüstung der Bundeswehr keine Jahrzehnte im Krieg überleben.

    Da wir in Deutschland keinen Krieg haben und die Rechtmäßigkeit des Einsatzes der Bundeswehr im Ausland immer wieder angezweifelt wird, würde die Ausrüstung nie einen Krieg sehen...

    Aber hey, da wir ja Verbündete des größten Kriegstreibers der Welt sind, muß natürlich auch unsere Gurkentruppe am Hindukusch die Sicherheits Deutschlands verteidigen... -.-

  20. Re: Zuverlässige Technik Heute leider eine Seltenheit

    Autor: Eheran 25.09.21 - 08:57

    Auch dazu sind Armeen nicht da. Andere zu töten hat an sich keinen Mehrwert, ist im Krieg jedoch das Mittel zum Zweck, wenn der andere Widerstand leistet. Verwundete sind für eine Armee besser, da diese mehr Kräfte des Gegners binden.

    Letztlich geht es um Macht(-erhalt), Sicherheit, Ressoruces usw. usf. und nicht um das Kämpfen an sich. Das würde alle beteiligten gerne vermeiden.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. IT-Projektleiter (w/m/d) in der Logistik
    SSI SCHÄFER IT Solutions GmbH, Dortmund
  2. Frontend Developer (x/w/m)
    Plan Software GmbH, Saarbrücken
  3. Head of Customer Segment Management (m/w/d)
    Fressnapf Holding SE, Krefeld
  4. Service Manager Datenbanksysteme (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Leinfelden-Echterdingen, Dresden, Ingolstadt, Wolfsburg

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de