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Die Wege des Fortschritts sind verschlungen

Das Wochenende ist fast schon da. Zeit für Quatsch!
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  1. Die Wege des Fortschritts sind verschlungen

    Autor: schap23 05.10.17 - 16:35

    Warum immer gleich die vielen potentiellen Nachteile auswalzen, wenn über neue Ideen berichtet wird? Wenn die Ingenieure in den Entwicklungsabteilungen so denken würden oder ihre Manager, dann hätten wir nie ein Fortschritt. Sollte es aber gelingen, zu zeigen, daß eine akzeptable Ladezeit mit Batterien überhaupt zu machen ist, dann erscheint der nächste Schritt, Gewicht oder Preis in den Griff zu bekommen, wesentlich realistischer.

    Erst an einem Prototypen kann man die Mechanismen untersuchen, mit denen eine schnelle Ladung erreichbar ist. Also nicht immer so negativ.

  2. Re: Die Wege des Fortschritts sind verschlungen

    Autor: M.P. 05.10.17 - 16:45

    Wenn man dann einen Akku hat, der in 3 Minuten wieder voll aufgeladen werden kann, muss man sich nur noch um das Leitungsnetz und die Kraftwerke kümmern, die die Akkus der Pendler auf dem heimatlichen Stellplatz nach dem Heimweg in der Rush-Hour noch schnell vor der abendlichen Ausfahrt wieder vollmachen ...

    Bei einer großen Zahl sollte die Netzbelastung aber schon einigermaßen unabhängig davon sein, wie schnell das einzelne Auto geladen wird. Bei Management über den Strompreis/Geldbeutel wäre der E-Auto Besitzer bestimmt damit einverstanden, das Auto nicht direkt nach der Rush-Hour wieder vollzuladen wenn er dafür die Ladung deutlich preiswerter bekommt ...

  3. Re: Die Wege des Fortschritts sind verschlungen

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 05.10.17 - 16:54

    Eine Meldung ohne Nachteile, von Toshibas Presseabteilung, ist verlinkt. Die Technik hat im wesentlichen nur den Vorteil der Schnellladung, die durch eine Reihe von Nachteilen erkauft wird. Das sind auch keine potentiellen Nachteile, sondern konzeptionelle Nachteile, die durch die chemischen Eigenschaften der neuen Anode entstehen.

    Wenn in einer Anwendung die Ladegeschwindigkeit der wesentliche Flaschenhals ist und das Gewicht keine große Rolle spielt, dann sind das dennoch gute Nachrichten. Für Elektroautos gilt das meiner Einschätzung nach aber nicht, dort sind Masse und Preise der Akkus immer noch das größere Problem.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  4. Re: Die Wege des Fortschritts sind verschlungen

    Autor: EWCH 05.10.17 - 16:56

    Golem liefert hier genau das was guten Journalismus auszeichnet. Im Gegensatz zu Anderen (z.B. heise) die einfach die Presserklaerung weiterreichen wird hier hinterfragt und recherchiert. Der Artikel sagt auch nicht der neue Akkutyp waere voellig sinnlos, aber die Vorteile werden eben mit Nachteilen erkauft.

  5. Re: Die Wege des Fortschritts sind verschlungen

    Autor: Gamma Ray Burst 05.10.17 - 17:59

    Nach der Logik sind alle Neuigkeiten aus der Forschungen gute Neuigkeiten, selbst dann wenn sie keine praktische Relevanz haben.

    Forschung als Hamsterrad..... Hamsterräder sind auch viel gemütlicher...

  6. Re: Die Wege des Fortschritts sind verschlungen

    Autor: M.P. 06.10.17 - 08:31

    Naja, vielleicht kann man das Ding bei einem gestaffelten Akku-Konzept gebrauchen.
    Dann muss die zweite Akku-Ebene weder in Lade- noch in Entladerichtung so performant sein.
    Der schnellladefeste Akku kriegt dann eine Kapazität für 3...4 Beschleunigungs- und Bremsvorgänge (Rekuperation) und der "langsame" Akku hat eine größere Kapazität.

    Im Zusammenspiel mit kontaktlosen Ladefeldern in den Wartezonen vor innerstädtischen Ampeln könnte das wirklich interessant werden. Wenn man trotzdem bei sehr seltenen Lademöglichkeiten wieder sehr lange auf das Volladen des "langsamen" Akkus warten muss, wird das Ganze natürlich schnell uninteressanter...

  7. Warum denken immer alle an Autos?

    Autor: Marvin-42 06.10.17 - 10:51

    Batterien (=Zusammenschluss verschiedener Zellen) werden zb zur Stabilisierung unseres Stromnetzes gebraucht. Und dazu braucht man verschiedene Typen. Unter anderem auch Akkus die sehr schnell Energie aufnehmen und abgeben können. Ein anderer der günstig große Mengen speichern kann (Größe relativ unwichtig) usw.

  8. Re: Warum denken immer alle an Autos?

    Autor: Arsenal 06.10.17 - 16:45

    Weil in der Pressemitteilung explizit über Autos und die erreichbare Reichweite bei 6 Minuten Ladezeit gesprochen wird.

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