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CGI war der Tod der Fantasie

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  1. CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: Yo 25.10.19 - 08:46

    So faszinierend es vom technischen Standpunkt auch sein mag, durch die Animationstechnik (CGI) wurde viel, das vorher nur in den Köpfen der Zuschauer stattfand, auf die Leinwand geholt und damit ging sehr viel verloren.
    George Lukas soll gesagt haben, zu der Zeit als er die Star Wars Trilogie verfilmte seien die technischen Möglichkeiten noch nicht vorhanden gewesen um vieles nach seiner Vorstellung umzusetzen. Deshalb kam dann diese digital überarbeitete Version heraus in der man irgendwelche andere Spezies hineingerechnet hat oder hi und da mal ein Raumschiff im Hintergrund. Ehrlich gesagt wäre es mir nie aufgefallen das etwas fehlt, und ich hatte eher den Eindruck man suchte nur nach einem Grund erneut Kohl zu machen mit einer weiteren limited Collectors-Edition.

    Der erste Alien ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein guter Regisseur die Möglichkeiten von Licht und Schatten dazu nutzt den Horror in die Köpfe der Leute zu verlagern. Echtes Gruseln besteht doch bei vielen Filmen "nach Alien" nur noch aus expliziten Gewaltszenen mit viel Blut und abgetrennten Körperteilen. Man zeigt praktisch alles, lässt nichts mehr übrig für die Vorstellungskraft des Zuschauers.

    // Yo

  2. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: Sharra 25.10.19 - 08:50

    Sorry, aber das war, wie so oft, dummes Geblubber von Lucas. Was hätte ihn damals daran gehindert, noch ein paar Alienrassen als Statisten übers Set wackeln zu lassen?
    Was hätte ihn daran gehindert, ein paar zusätzliche Raumschiffsmodelle an Nylonschnüren rumpendeln zu lassen?

    All das hätte er damals auch schon erledigen können. Mag sein, dass ihm das Geld für das Zusätzliche damals gefehlt hat, aber an der Technik lags jedenfalls nicht.

  3. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: BlindSeer 25.10.19 - 08:59

    Stimmt in vielerlei hinsicht. Ich bemerke es auch bei Spielen, dass der Horror durch zu klare Darstellung oft verloren geht. Ich empfand Silent Hill 1 + 2 gruseliger als alle danach, weil danach die Monster zum Beispiel viel klarer zu sehen waren. Bei eins und zwei hat meine Fantasie da echt einiges an Monstrosität dazu gedacht.
    Bei vielen Filmen ist es genauso. Irgendwie geht die Kunst des Horros gefühlt verloren. Oder es ist ein starkes "Been there, done that", nach dem Motto "kenn ich, weiß was passiert."

  4. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: violator 25.10.19 - 09:00

    Vor allem weil er die CGI-Version ja auch nochmal überarbeitet hat. Der CGI-Jabba von 97 sieht total kacke aus und wurde 2011 oder so nochmal durch besseres CGI ersetzt.

  5. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: dangi12012 25.10.19 - 09:04

    FALSCH cgi wenn gut gemacht erkennt man nicht als solche. Man sieht nur schlechte cgi.
    Das nennt sich confirmation bias.
    Einfach bei yt "bad cgi" eingeben.

  6. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: theFiend 25.10.19 - 09:07

    Eigentlich gibt es zwei Aspekte: das technisch machbare, das natürlich gerade auf Filmschaffende immer einen Reiz ausübt, und das absichtliche Weglassen, das deutlich mehr Spannung erzeugt.

    Und ja, auch ich finde das hier viele Filme heute zu simpel "explizit" sind. Spannung und Horror entsteht viel häufiger und viel Intensiver durch die eigene Phantasie. Sich vorzustellen wie jemand gefoltert wird, ist oft viel quälender als es zu sehen, sich vorzustellen wo das Monster lauern könnte viel spannender als es direkt zu sehen...

    Heute muss man vielleicht eher wieder den Weg zurück gehen, und sagen das technisch so gut wie alles machbar ist, aber eben nicht alles unbedingt gut für den Film ist...

  7. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: Muhaha 25.10.19 - 09:32

    dangi12012 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FALSCH cgi wenn gut gemacht erkennt man nicht als solche. Man sieht nur
    > schlechte cgi.
    > Das nennt sich confirmation bias.
    > Einfach bei yt "bad cgi" eingeben.

    +1

    Solche Kommentare kommen in der Regel von Leuten, die halt keine Ahnung von dem Thema haben. Was nicht schlimm ist, ich weiß ja auch nicht alles. Schlimm sind nur diejenigen, die meinen nichts dazu lernen zu müssen, weil sie ja eine "Meinung" haben.

  8. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: vlad_tepesch 25.10.19 - 09:48

    Es geht hier ja aber weniger darum, ob man das cgi sieht oder nicht, sondern darum, das sachen umgesetzt werden, die vorher nur angedeutet wurden und in den Köpfen der Zuschauer passiert sind. Damals wäre es sehr viel schwerer umzusetzen gewesen, als heute mit CGI. Heute ist alles expliziter und weniger subtil. Ob gut gemachtes oder schlectes cgi unterscheidet sich am ende nur darin wie glaubwürdig es wird oder ob es total die wirkung verfehlt.

  9. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: Muhaha 25.10.19 - 09:54

    vlad_tepesch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Heute ist alles expliziter und weniger subtil.

    Nein, ist es nicht. Es gibt gerade im Horror-Genre eine ziemlich große Bandbreite an aktuellen Filmen, vom expliziten Slasher bis hin zum klassischen Psycho-Horror, wo eben nur angedeutet wird.

    Diese unzulässigen Verallgemeinerungen (Heute ist alles XYZ), meist vorgebracht in einem eher weinerlichen Tonfall, kommen generell von Leuten, die sich das Leben einfach machen und pi mal Daumen in irgendeine Richtung stänkern, weil ihnen eine winzige Laus über die Leber gelaufen ist und die Welt sie jetzt bedauern muss.

  10. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: Huanglong 25.10.19 - 10:00

    Das ist aber nicht die Schuld des CGI, sondern der Filmemacher. Nichts hindert dich daran das heute auch noch so zu machen und das CGI sparsam einzusetzen, so dass z.B. bei Alien, dass Raumschiff einfach besser ausschaut oder das Alien das aus den Leuten ploppt. An den stellen würde CGI das ja nicht schlechter machen oder der Phantasie weniger Spielraum lassen, wenn das Raumschiff und das Alien nicht wie Plastik aussehen.

  11. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: xy-maps 25.10.19 - 10:03

    Interessant fande ich das man bei dem Film Prometeus die „Alien“-Würmer mit sehr aufwendigen Animatronic Puppen gedreht hat, nur um Sie dann komplett gegen GCI auszutauschen. Dabei sahen die Puppen schon extrem echt aus.

  12. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: Anonymer Nutzer 25.10.19 - 10:10

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich gibt es zwei Aspekte: das technisch machbare, das natürlich
    > gerade auf Filmschaffende immer einen Reiz ausübt, und das absichtliche
    > Weglassen, das deutlich mehr Spannung erzeugt.
    >
    > Und ja, auch ich finde das hier viele Filme heute zu simpel "explizit"
    > sind. Spannung und Horror entsteht viel häufiger und viel Intensiver durch
    > die eigene Phantasie. Sich vorzustellen wie jemand gefoltert wird, ist oft
    > viel quälender als es zu sehen, sich vorzustellen wo das Monster lauern
    > könnte viel spannender als es direkt zu sehen...
    >
    > Heute muss man vielleicht eher wieder den Weg zurück gehen, und sagen das
    > technisch so gut wie alles machbar ist, aber eben nicht alles unbedingt gut
    > für den Film ist...

    Dem stimme ich zu, wobei ich das sogar erweitere, nämlich dass allgemein hin zu viel bis ins letzte Detail geklärt oder gezeigt werden muss.
    Dass nimmt vielen Geschichten die Größe.

    Eine oder sogar mehrere Unbekannte lassen eine Faszination im Kopf bestehen.
    Im echten Leben ist es ja auch so, es ist nicht alles bekannt, dadurch bleibt die Faszination für viele Bereiche noch offen.

  13. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: violator 25.10.19 - 10:14

    Sowas ändert sich aber über die Zeit auch. Wo in den 50ern nur angedeutet wurde, wurde es in den 80ern brutal direkt gezeigt. Über so Andeutungen konnte man da nur noch lachen. Und gerade Alien 2 lebt ja auch dadurch, dass man die Viecher besser sieht. Bei Alien 1 passte das Zurückhaltende dagegen besser zur Stimmung.

  14. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: BlindSeer 25.10.19 - 10:34

    Wenn du eine Liste an guten aktuellen Horrorilmen hast... Lasse sie mir gerne zukommen. Gefühlt greife ich bei dem Genre im Moment nur daneben und es kommt die Stimmung auf, dass es keine guten Horrorfilme mit guter Stimmung gibt. Und das obwohl ich da recht breit aufgestellt bin von Slasher (ich glaube da war Sorrority Row der letzte der mir gefallen hat) bis hin zum Mystery/Geister Thema, sogar Horror-Komödien...

  15. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: Umaru 25.10.19 - 10:42

    CGI ist nicht das Problem, sondern die oft plastikhafte Belichtung - auch ein Problem bei Videospielen. Matte Texturen mit weniger Glanz finde ich realistischer.

  16. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: Astorek 25.10.19 - 11:14

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sowas ändert sich aber über die Zeit auch. Wo in den 50ern nur angedeutet wurde, wurde es in den 80ern brutal direkt gezeigt. Über so Andeutungen konnte man da nur noch lachen.

    Naja, kommt auch drauf an. Subtile bzw. weniger explizite Horrorfilme können auch so schlecht in ihrer Erzählung sein, dass beim Zuschauer direkt das Gefühl aufkommt: Die Bedrohung wird nur deshalb nicht gezeigt, weil die Verantwortlichen zu faul dazu waren und ihnen nichts eingefallen ist, das zu kompensieren.

    Ob das bei Alien ist, weiß ich noch nicht, hab tatsächlich noch keinen Teil gesehen^^ (werd ich aber heute nachholen; meines Wissens hat Netflix den im Katalog, und Amazon Prime hat heute wieder den "99 Cent Film zum Leihen"-Angebot u.a. mit den ersten Alien-Filmen...)

  17. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: thrust26 25.10.19 - 11:21

    Die CGI selbst ist unschuldig. Aber die Zielgruppe hat sich gewandelt, die meisten Leute gehen heute wegen der Schauwerte ins Kino. Und dann setzten die Regisseure halt CGI ein, damit es ordentlich fetzt.

    Die großen Kinos sind voll mit Blockbustern mit Zielgruppe U20. Subtiles Filmemachen findet man heute eher bei Prime und Netflix. Traurig aber wahr.

  18. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: Muhaha 25.10.19 - 11:24

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du eine Liste an guten aktuellen Horrorilmen hast... Lasse sie mir
    > gerne zukommen.

    Ich kenne Deinen Geschmack jetzt nicht, aber solche Listen kannst Du Dir selber leicht zusammenstellen. Irgendein halbwegs taugliches Filmportal aufsuchen, nach Genres und Jahr filtern und schon kannst Du loslegen.

    > Gefühlt greife ich bei dem Genre im Moment nur daneben und
    > es kommt die Stimmung auf, dass es keine guten Horrorfilme mit guter
    > Stimmung gibt.

    Kenne ich :) Es gibt so Phasen, da passt einfach nix und man hat dann tatsächlich das Gefühl, dass "es" nichts mehr gibt. Liegt manchmal an einem selbst als am Angebot. Ich habe dann einfach ne Pause gemacht. Lange Zeit ein bestimmtes Genre gemieden, um es wieder frisch zu machen, um mich wieder danach hungrig zu machen.

    Liegt manchmal auch daran, dass man alles halbwegs passable (passabel natürlich immer in Bezug zum persönlichen Geschmack), was ein Genre zu bieten hat, schon kennt und nur noch das übrig bleibt, was man vorher aus gutem Grund gemieden hat. Auch hier, Pause machen, bis es wieder Nachschub gibt.

  19. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: Muhaha 25.10.19 - 11:29

    thrust26 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die CGI selbst ist unschuldig. Aber die Zielgruppe hat sich gewandelt, die
    > meisten Leute gehen heute wegen der Schauwerte ins Kino.

    Das war schon immer so. Der Geschmack des Mainstream-Publikums hat sich nicht gewandelt. Man will im Kino was Erleben, RammBamm und so.

    > Die großen Kinos sind voll mit Blockbustern mit Zielgruppe U20. Subtiles
    > Filmemachen findet man heute eher bei Prime und Netflix. Traurig aber wahr.

    Oh, heul doch ... als ob früher Filme wie "Stadtneurotiker" die Massen ins Kino gelockt hätte. Hat einen Oscar gewonnen. Und dennoch waren 1977 Star Wars oder Close Encounters DIE großen Kinohits.

  20. Re: CGI war der Tod der Fantasie

    Autor: violator 25.10.19 - 11:36

    Alien 1 ist eher ein Scifi-Horrorfilm, eng, dreckig, bedrückend und da passt das gut rein, dass das einzelne Alien "irgendwo" ist und man es nur selten sieht. So kommt die Bedrohung besser rüber.

    Alien 2 ist ein Actionfilm mit vielen Aliens, da machts nur Sinn mehr zu zeigen. Etwas weniger Horror, trotzdem immer noch bedrückend. Aber einer der besten Actionfilme überhaupt.

    Alien 3 ist mehr ein Thriller wieder mit einem einzelnen Alien und den findet man entweder gut oder nicht.

    Alien 4 ist eher überflüssig.

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