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Lizenzierungspflicht vorschreiben?

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  1. Re: Lizenzierungspflicht vorschreiben?

    Autor: Peter Brülls 14.01.20 - 15:22

    MickeyKay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Peter Brülls schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Tut er doch. Indem er zum Beispiel ein Urheberrecht erfindet.
    > Nein. Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit das anderen
    > beginnt.

    > Ein Urheberrecht beschneidet nicht die Freiheit eines Marktes, sondern
    > reguliert ihn so, dass es möglichst fair für alle Beteiligten bleibt.

    Es erfindet den schlicht.

    > Genausowenig wie der Verbot von Mord und Totschlag einen Mörder in seiner
    > "Freiheit" beschneidet.

    Wenn Du keinen Unterschied zwischen körperlicher Unversehrtheit , materiellen Eigentum und Urheberrecht siehst, dann verwundert mich das etwas.

    Wenn das Urheberrecht ein Naturrecht ist wie Unversehrtheit und Eigentum, wieso wird es dann begrenzt?

  2. Re: Lizenzierungspflicht vorschreiben?

    Autor: PiranhA 15.01.20 - 07:35

    Man kann den Markt für Musik halt nicht mit Filmen und Serien gleichsetzen. Bei Musik gibt es nur eine Hand voll Labels bzw. Rechterverwurster und man hat die 50-60 Mio. Titel, die es überall zu hören gibt. Die wurden vorher immer in allen Geschäften zu gleichen Konditionen pro Stück verkauft. Jetzt passiert das gleiche halt digital.

    Da man beim Fernsehen nicht mitkriegt, wer was geschaut hat, war das nie möglich. Ausstrahlungsrechte für Filme und Serien wurden immer für einen bestimmten Zeitraum vergeben, gerne auch exklusiv. Bei Filmen aus Hollywood ist die Zahl der Studios noch überschaubar, bei Serien sind das ein paar mehr.

    Natürlich könnte man sich im digitalen Zeitalter auch ein nutzungsabhängiges Preismodell bei Filmen und Serien vorstellen. Dazu müsste sich aber erst einmal die Erkenntnis durchsetzen, dass Streaming-Anbieter keine Konkurrenz zum linearen Fernsehen darstellen. Die Lizenzen müssen da immer getrennt betrachtet werden. Aktuell bedeutet eine exklusive Lizenz fürs lineare Fernsehen, dass auch kein Streaming-Anbieter die Rechte kriegt.

    Streaming-Lizenzen werden dann pro View abgerechnet. Also zB 5 Euro für ein Film der letzten 6 Monate, 1 Euro für ein Film älter als zwei Jahre. Da wird es sicherlich aber Ausnahmen für einzelne Titel geben, bzw. die werden halt nicht im Programm sein wie es früher keine Beatles, Rammstein oder Ärzte bei Spotify gab.
    Die volle Flat wird dann mindestens 80 Euro kosten und immer noch nicht alles bieten. Da das den meisten zu teuer sein wird, wird man wieder Pakete schnüren. Also zB Serien 30 Euro, Filme älter als zwei Jahre 20 Euro, aktuelle Filme 30 Euro, Anime 15 Euro, etc.

    So ein Modell würde ich gerne mal sehen, aber habe ich da erhebliche Zweifel, dass Rechteinhaber dieses Risiko eingehen werden und auch, dass die Kunden wirklich bereit sind das zu zahlen. Weil durchsetzen wird sich das Modell nur, wenn man damit mehr Geld machen kann als mit dem Flickenteppich. Nicht nur global, sondern vor allem die Großen müssen davon auch profitieren.

  3. Re: Lizenzierungspflicht vorschreiben?

    Autor: svnshadow 15.01.20 - 10:06

    urkel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde ja anregen, dass der Gesetzgeber hier eine gegenseitige
    > Lizenzierungspflicht schafft. Natürlich mit zeitlichem Puffer, damit der
    > Urheber bzw. Lizenzinhaber das Hauptgeschäft machen kann. Aber nach ca.
    > einem Jahr sollten die Eigentümer verpflichtet sein, Filme/Serien zu einem
    > angemessenen Marktpreis den konkurrierenden Plattformen anzubieten. Das
    > darf man auch gerne auf Spiele (Steam & Co.) ausdehnen. Und es gilt
    > natürlich in mehrere Richtungen, so dass z. B. auch Netflix "Stranger
    > Things" an Amazon weitergeben muss usw.
    >
    > Wer immer die neusten Sachen sehen will, abonniert dann halt Disney+, und
    > wer (wie ich) ein Jahr warten kann, bleibt bei Netflix. Es ist ja
    > schließlich nicht so, dass Disney mit der bisherigen Lizenzierung an
    > Netflix Verlust gemacht hat.
    >
    > Könnte mir vorstellen, dass man auf diese Weise zumindest ansatzweise ein
    > Spotify-Prinzip bei den Film-Streamingdiensten hinbekäme.


    Hmmm, ich spiel mal den Advokat des Teufels....

    doch, disney hat mit den bisherigen Lizenzierungen über Netflix und Prime "Verlust" gemacht.... nämlich das geld das auf das Konto von Netflix und Prime geht! Warum was abgeben, wenns nicht nötig ist.

    Und wäre interessant wenn der "Gesetzgeber" (in diesem Fall mal Deutschland) plötzlich dem Unternehmen vorschreiben will wo er seine Filme und Serien anzubieten hat..... dann sagt man sich nämlich einfach "dieser content ist in ihrem Land nicht verfügbar"

    Sry, aber da spricht doch die reine bequemlichkeit den Anbieter nicht wechseln zu müssen sondern einfach entspannt die füße hochzulegen und zu warten. Einfach mal versuchen das ganze neutral oder aus sicht des Unternehmens betrachten anstelle Kunden-Luftschlösser zu bauen

  4. Re: Lizenzierungspflicht vorschreiben?

    Autor: MickeyKay 15.01.20 - 14:42

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn das Urheberrecht ein Naturrecht ist wie Unversehrtheit und Eigentum,
    > wieso wird es dann begrenzt?
    Das Urheberrecht wird nicht begrenzt. Wie kommst du da drauf? Es wird dafür gesorgt, dass es von allen eingehalten wird.
    Nach deiner Logik wären dann ja Unversehrtheit und Eigentum auch begrenzt, da es mir nicht erlaubt ist, bei dir ins Haus zu kommen und dein Eigentum mitzunehmen (obwohl ich das doch sooo gerne möchte).

  5. Re: Lizenzierungspflicht vorschreiben?

    Autor: Peter Brülls 22.01.20 - 10:59

    MickeyKay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Peter Brülls schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn das Urheberrecht ein Naturrecht ist wie Unversehrtheit und
    > Eigentum,
    > > wieso wird es dann begrenzt?
    > Das Urheberrecht wird nicht begrenzt. Wie kommst du da drauf?

    Weil es 70 Jahre nach dem Tode des Urhebers erlischt. Das ist so ziemlich das Gegenteil von „unbegrenzt“.

    > Nach deiner Logik wären dann ja Unversehrtheit und Eigentum auch begrenzt,
    > da es mir nicht erlaubt ist, bei dir ins Haus zu kommen und dein Eigentum
    > mitzunehmen (obwohl ich das doch sooo gerne möchte).

    Nein. Aber wenn ich sterbe, kann ich selbstverständlich das Eigentum an mein Kind vererben und es wird ihm nicht nach 70 Jahren weggenommen.

  6. Re: Lizenzierungspflicht vorschreiben?

    Autor: MickeyKay 24.01.20 - 13:29

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Das Urheberrecht wird nicht begrenzt. Wie kommst du da drauf?
    >
    > Weil es 70 Jahre nach dem Tode des Urhebers erlischt. Das ist so ziemlich
    > das Gegenteil von „unbegrenzt“.
    Ja. Und? Was hat das mit irgendwas zu tun? Bleib mal bitte auf das Thema fokussiert!

    > Nein. Aber wenn ich sterbe, kann ich selbstverständlich das Eigentum an
    > mein Kind vererben und es wird ihm nicht nach 70 Jahren weggenommen.
    Ja, Und? Was hat das mit irgendwas zu tun? Bleib mal bitte auf das Thema fokussiert!

  7. Re: Lizenzierungspflicht vorschreiben?

    Autor: zilti 27.01.20 - 11:26

    countzero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wie willst du diesen schweren Eingriff in die Vertragsfreiheit
    > rechtfertigen?

    Damit, dass es genau das schon bei Kinos gibt, bzw. sogar noch weitergehender. Da hatte vor bald 100 Jahren die USA den Filmstudios verboten, eigene Kinoketten zu betreiben.

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