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Gibt's eigentlich irgendeinen CPU-Test mit DAWs?

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  1. Gibt's eigentlich irgendeinen CPU-Test mit DAWs?

    Autor: DrScythe 09.02.17 - 12:20

    Es gibt genug leistungshungrige Plugins (sogar kostenfreie) und es würde mich einfach mal interessieren, wie viele Spuren mehr neue CPUs erlauben...oder wie viele Plugins in HQ mit viel Oversampling. Das ist nicht unbedingt praxisnah, gerade weil die DAWs selbst gerne mal schlecht optimiert sind, aber es wird gerne unterschätzt, wie schnell man schon bei 30-40% Auslastung ist, ohne ein Großprojekt an der Hand zu haben. Speziell auch, wie schnell die CPUs einknicken, wenn man die Latenz dann verringert...

  2. Re: Gibt's eigentlich irgendeinen CPU-Test mit DAWs?

    Autor: Trollversteher 09.02.17 - 12:54

    Ich kenne das Problem - aber leider ist so ein allgemeiner Benchmark kaum zu realisieren, da die jeweiligen Algorithmen der DAWs und der Plugins doch sehr unterschiedlich sind.

    Als grobe Regel kann man sagen: Da DAWs immer nur maximal einen Kern (physikalisch oder HT) pro Spur allokieren, kann ein einziges performancehungriges Plugin auf einer einzigen Spur schon bei Echtzeit-Tracking/Wiedergabe die komplette DAW ins Stottern bringen - daher sind nicht möglichst viele Kerne wichtig, sondern vor allem die Performance pro Kern, also die Singlecore-Performance. Ein Quadcore mit vier sehr leistungsstarken Kernen bringt in solchen Situationen mehr, als ein Oktacore mit acht mittelstarken Kernen.

  3. Re: Gibt's eigentlich irgendeinen CPU-Test mit DAWs?

    Autor: altneu 09.02.17 - 17:25

    Ich würde eher zu "mehr Kerne" tendieren. Sytrus z.B. multi-threaded die Oszillatoren, soweit ich das weiß. Auch von anderen Plugins ist das meine Erwartungshaltung.
    Sprich: Ryzen kaufen, jetzt wo das Single-Thread-Problem nicht mehr da zu sein scheint.

    Anekdotisch und unbedeutend: Sytrus crashte mir mal immer wieder auf AMD und auf Intel nicht. Beim Image-Line-Support fragte ich nach, und die Antwort war, dass der AMD-Zweig in der Intel Performance Primitives-Bibliothek crasht. Das hat alle Intel-Nutzer natürlich nicht interessiert, aber von Image-Line kam dann prompt ein Patch - der war, Intels AMD-Optimierung nicht mehr zu benutzen. Hätt ich das Geld dafür, würde also mit dem Strom schwimmen.

  4. Re: Gibt's eigentlich irgendeinen CPU-Test mit DAWs?

    Autor: pica 09.02.17 - 19:11

    Laufen die DAW Filter eigentlich auf der GPU?
    Die Algorithmen würden es hergeben.

    Gruß,
    pica

  5. @golem Für meine Anwendungen sind auch keine passenden Benchmarks dabei

    Autor: pica 09.02.17 - 21:21

    UML/SysML Modelle erstellen
    Artefakte aus Modellen erstellen

    Genau diametral zu Deinen Anwendungsfällen.

    Bei Dir extremer Datenparallelismus ohne Abhängigkeiten. Da helfen viele Recheneinheiten und Speicherdurchsatz.

    Bei mir Daten-getriebene Problemstellungen, hier hilft kein IPC und prediction auch nur äußerst begrenzt. Hier bestimmen allein die Latenzen die Performanz.

    Also das klassische Dilemma zwischen Durchsatz-optimiertes und Latenz-optimiertes Design.

    @golem Ein paar Benchmarks die das Balancing zwischen Durchsatz-optimiertes und Latenz-optimiertes Design ermitteln wären für mich sehr hilfreich.

    Gruß,
    pica



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.02.17 21:31 durch pica.

  6. Re: Gibt's eigentlich irgendeinen CPU-Test mit DAWs?

    Autor: Trollversteher 10.02.17 - 12:23

    >Ich würde eher zu "mehr Kerne" tendieren. Sytrus z.B. multi-threaded die Oszillatoren, soweit ich das weiß. Auch von anderen Plugins ist das meine Erwartungshaltung.

    Das mag solange der Fall sein, solange es stand alone läuft. Aber im Kontext einer DAW als Plugin auf einer Spur wird es in jedem Fall nur auf maximal einem Kern laufen, denn da hat das Plugin keinerlei Einfluss drauf.

  7. Re: Gibt's eigentlich irgendeinen CPU-Test mit DAWs?

    Autor: Trollversteher 10.02.17 - 12:28

    Da gab es viele Ansätze, aber keinen wirklich befriedigenden, der das Thema wirklich deutlich voran bringen würde. Liegt daran, dass GPUs nun mal für völlig andere Zwecke geschaffen wurden - es fängt damit an, dass nur ein Thread zur gleichen Zeit Zugriff auf die GPU hat - das beschränkt die GPU-Unterstützung damit auf nur einen einzigen Kanal.
    Man könnte das zwar mit Context-switching umgehen, das genügt aber nicht den performance- und Echtzeitanforderungen einer DAW.

    Dann ist eine GPU nicht darauf optimiert Daten aus dem Hauptspeicher in den internen Speicher zu laden, dort zu bearbeiten und dann wieder zurück in den Hauptspeicher zu schreiben. Das würde bei größeren Projekten mit 40 oder mehr Kanälen unweigerlich zu "Staus" am Bus führen, die Lags und Aussetzer nach sich ziehen.

  8. Re: Gibt's eigentlich irgendeinen CPU-Test mit DAWs?

    Autor: Trollversteher 10.02.17 - 12:29

    Ach ja, Nachtrag : Schau doch mal, ob hier etwas für Dich dabei ist:

    http://www.dawbench.com/

  9. Re: Gibt's eigentlich irgendeinen CPU-Test mit DAWs?

    Autor: altneu 10.02.17 - 19:46

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Ich würde eher zu "mehr Kerne" tendieren. Sytrus z.B. multi-threaded die
    > Oszillatoren, soweit ich das weiß. Auch von anderen Plugins ist das meine
    > Erwartungshaltung.
    >
    > Das mag solange der Fall sein, solange es stand alone läuft. Aber im
    > Kontext einer DAW als Plugin auf einer Spur wird es in jedem Fall nur auf
    > maximal einem Kern laufen, denn da hat das Plugin keinerlei Einfluss drauf.

    Ich verstehe, was du meinst. Aber der Plugin-Entwickler kann die Dinge parallelisieren, wo er es für nötig hält. Ein Flaschenhals existiert da nicht, oder doch? Außer dass die API-Einsprungspunkte wie processReplace, setParameter und die GUI-Sachen nur (initial ) via einem Thread bzw. serialisiert bedient werden, worin ich kein großes Problem erkenne. Naja, ich halte schnelle Kerne auch für wichtig - nicht dass ich da missverstanden werde. Ich wollte eigentlich raus auf "mehr ist besser", und auf Ryzen natürlich. Eine A12 zum Musik Machen kaufe ich jetzt jedenfalls nicht. ;)

    PS: Effekte in Serie sind natürlich ein Grundproblem. Passierte in meinen (Hobby-) Produktionen nicht ganz so häufig, hängt aber einfach vom Vorhaben ab. Wenn jemand weiß, dass das wichtig ist, dann wird er das mit Kernen nicht ausgleichen können, auch wieder wahr.

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