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Und was soll die Nebelkerze?

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  1. Und was soll die Nebelkerze?

    Autor: Sharra 30.04.21 - 09:38

    Nvidia will an den Minern verdienen. Sie bauen eigene Chips für diese Umweltsäue.
    Da Nvidia aber nicht selbst fertigt, heisst das nichts anderes, als dass jeder Mining-Chip der produziert wird eine Gamerkarte weniger im Laden ist. Wo liegt also für den Gamer der Unterschied? Richtig, es gibt keinen. Nur Nvidia kann stolz vorlügen sie hätten ja was getan.

  2. Re: Und was soll die Nebelkerze?

    Autor: Schattenwerk 30.04.21 - 09:47

    Ist es so schwer zu verstehen?

    Werden 40% der Kapazität für Gaming/Business "reserviert", dann haben Gamer/Business 40% Kapazität aus denen sie wählen können. Miner müssen sich dann um die x % Kapazität prügeln, wo nvidia dann nach Bedarf schön die Preise hoch drehen kann ohne das die Gaming-/Business-Kundschaft und Medien auf nvidia rum hacken, weil es für die keine GPU gibt.

    Das wird von heute auf morgen keine totale Verbesserung bringen, da Scalper und hohe Nachfrage noch immer da sind, jedoch trennt man einen Markt in zwei Märkte, wo zwei unterschiedliche Nachfrage-Systeme und vor allem auch "So viel bin ich bereit zu zahlen"-Systeme existieren.

    Zusätzlich geben die Miner einen Fick auf die Marke, die nehmen heute nvidia, morgen xyz. Immer das was profitabel ist. Der Privatkunde, das Unternehmen etc. verbindet mit nvidia aber irgendwann nix positives mehr und hier verliert man ggf. treue Kunden an AMD oder die Konsolen.

    Ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.04.21 09:48 durch Schattenwerk.

  3. Re: Und was soll die Nebelkerze?

    Autor: korona 30.04.21 - 09:47

    +1

  4. Re: Und was soll die Nebelkerze?

    Autor: Sharra 30.04.21 - 09:59

    Das Hauptproblem hast du doch bereits genannt. Die paar Karten, die jetzt tatsächlich auch in den Handel kommen, werden von Scalpern geschossen. Verbesserung? Fehlanzeige. Die einzige Methode, die das Problem lösen könnte wäre, dass man den Markt sättigt, so dass die Deppen auf ihren 5000¤ Ebay-Karten sitzen bleiben. Solange der Bedarf noch höher ist als die Versorgung hat Nvidia dadurch gar nichts erreicht.

  5. Re: Und was soll die Nebelkerze?

    Autor: Emulex 30.04.21 - 10:58

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Hauptproblem hast du doch bereits genannt. Die paar Karten, die jetzt
    > tatsächlich auch in den Handel kommen, werden von Scalpern geschossen.
    > Verbesserung? Fehlanzeige. Die einzige Methode, die das Problem lösen
    > könnte wäre, dass man den Markt sättigt, so dass die Deppen auf ihren 5000¤
    > Ebay-Karten sitzen bleiben. Solange der Bedarf noch höher ist als die
    > Versorgung hat Nvidia dadurch gar nichts erreicht.

    Es macht aber schon einen Unterschied ob das Angebot bei 40% liegt oder bei 10%, selbst wenn die Nachfrage 100% ist.
    Je höher der Preis desto geringer die Nachfrage.
    Bedeutet bei deutlich höherem Angebot: Die Preise gehen im Schnitt runter.
    Es löst das Problem nicht, da geb ich dir recht, aber es mildert es ab.

    Cool von nVidia/AMD wäre eine Trade-In-Aktion mit alten Karten, wo man dann die neuen zum Normalpreis bekommt.
    Allerdings würde ich keine Founders Edition wollen ;)

  6. Re: Und was soll die Nebelkerze?

    Autor: Schattenwerk 30.04.21 - 11:19

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Hauptproblem hast du doch bereits genannt. Die paar Karten, die jetzt
    > tatsächlich auch in den Handel kommen, werden von Scalpern geschossen.

    Du bist zu voreingenommen und unflexibel. Vermutlich auch schlecht informiert. Wenn man unangenehme Störfaktoren betrachtet, dann ist Mining ein größeres Problem als Scalping. Der Verkauf der GPUs fürs Mining findet vor allem in Asiatischen Bereich statt, wo Mining-Farmen von lokalen (hier nicht bekannten) Kartenherstellern große Mengen einkaufen.

    Diese Hersteller kaufen dann umgehend bei nvidia neue GPUs ein, ergo: Sie erzeugen eine durchgehend hohen Nachfrageanteil aufgrund von Mining. Dann gibt es noch Mining hier in der westlichen Welt, welches uns bekannte Hersteller zur Versorgung nutzt.

    Die Scalper können auch nur das kaufen was dann noch auf dem Markt bleibt. Ergo: Das Problem Nummer 1 ist erst einmal das Mining, nicht die Scalper.

    Wenn nvidia nun den Markt für Mining sowie Rest in feste Prozentbereiche einteilen kann, dann löst man das Problem mit den Scalpern nicht, das ist korrekt. Jedoch gibt es dann einen fest definierten Marktbereich. Wenn nun dann fiktiv pro Monat 40k Karten auf den Markt kommen, dann können Scalper diese weiterhin kaufen. Der Kunde weiß jedoch, dass nächsten Monat wieder 40k Karten kommen usw.

    Ein Scalper besitzt nicht unendlich viele Geldreserven, d.h. irgendwann wird er die Karten nicht mehr kaufen können oder wollen, da die Chance steigt, dass er sie nicht mehr mit ausreichend hohen Verkaufspreis los wird. Unternehmen kaufen nicht bei Scalpern, der komplette Business-Sektor fällt aus raus. Und die Privatkunden denken sich "Dann warte ich halt, das ist es mir nicht wert". Nur ein kleiner Teil von ungeduldigen oder wo es unbedingt notwendig ist, kaufen zu erhöhten Preisen. Dieser Anteil ist aber zu klein um einen kontinuierlich "garantieren" Nachschub an Karten durch Scalper aufkaufen zu lassen.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Irgendwann sitzen Scalper auf so vielen Karten, das sie keine neuen mehr kaufen können oder wollen weil das Risiko zu groß wird. Somit treten diese "unscalpten" Karten in den Markt ein. Die Nachfrage sinkt, der Preis fällt, Scalper müssen ggf. gehortete Karten ebenfalls auf den Markt geben, Preisspirale dreht sich nach unten. Scalper haben nicht das Kaufvolumen um die Preise permanent oben zu halten.

    Dieses Konstrukt funktioniert jedoch nur wenn es einen garantierten Nachschub in einer gewissen Größe gibt und dieser über der Menge der Leute liegt, welche zu jedem Preis kaufen. Kann man sich einfach ausrechnen. Dieser Nachschub funktioniert jedoch nur, wenn man das Hauptproblem - das Mining - aus dem Markt ausgrenzt. Weil Miner haben viel höhere Schmerzgrenzen was den Maximalpreis angeht als normale Cosumer, d.h. diese Kaufen eher noch zu höheren Preisen.

    Natürlich macht nvidia das nicht ganz uneigennützig. Mining-Karten verkaufen sie vllt. dann selber zu richtig saftigen Preisen. Hier maximiert man dann den Gewinn. Man muss jedoch auf der anderen Seite auch dafür Sorgen, dass der Sektor Business und Consumer zufrieden sind.

    Die Lösung wird nicht von heute auf morgen die Preise fallen lassen. Es trägt jedoch dazu bei diese auf längere Sicht wieder fallen zu lassen.

    Wenn das für dich nicht verständlich oder nachvollziehbar ist, dann empfehle ich dir dich einmal mit guten Büchern zu Marktgefügen, Anfrage und Angebot-Konstrukten, Kundenbindung etc. aufeinander zu setzen. Auch womit nvidia ihr Geld macht und welche Verträge und Partner man zufrieden stellen muss.

  7. Re: Und was soll die Nebelkerze?

    Autor: wurstdings 30.04.21 - 12:32

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo liegt also für den Gamer der Unterschied?
    Wenn der Miningboom vorbei ist, kann man nicht einfach günstige gebrauchte Minerkarten zum Zocken kaufen, sondern muss neue Teure von Nvidia kaufen.

  8. Re: Und was soll die Nebelkerze?

    Autor: Allandor 30.04.21 - 12:45

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nvidia will an den Minern verdienen. Sie bauen eigene Chips für diese
    > Umweltsäue.
    > Da Nvidia aber nicht selbst fertigt, heisst das nichts anderes, als dass
    > jeder Mining-Chip der produziert wird eine Gamerkarte weniger im Laden ist.
    > Wo liegt also für den Gamer der Unterschied? Richtig, es gibt keinen. Nur
    > Nvidia kann stolz vorlügen sie hätten ja was getan.
    Nun, die Miner-Karten werden irgendwann Wertlos sein und nur noch Müll, da sie nicht zum Zocker oder sonst was verwendet werden können.
    So hält nvidia auch nach dem Mining-Boom den Marktpreis aufrecht. Abgesehen davon, dürften Miner eher weniger interesse an den Mining-Karten haben, solange diese nicht echte Vorteile bieten oder deutlich günstiger sind. Denn der Abverkauf der nicht mehr rentablen Hardware gehört ebenfalls mit in die Rechnung rein, der bei diesen Karten einfach nicht mehr vorhanden ist.

  9. Re: Und was soll die Nebelkerze?

    Autor: xSureface 30.04.21 - 12:46

    Und warum kaufen die Leute dann reihenweise ASICs für ETH, wenn nach dem Boom die Dinger Wertlos sind?

  10. Re: Und was soll die Nebelkerze?

    Autor: Ach 30.04.21 - 12:57

    > Abgesehen davon, dürften Miner eher weniger interesse an den Mining-Karten haben,
    > solange diese nicht echte Vorteile bieten oder deutlich günstiger sind.

    Was sie sich aber nur dann aussuchen könnten, wenn sie jede neue Inkarnation von Nvidias Mining Blocker auszuhebeln in der Lage wären. Das zu vermeiden ist ja schließlich der ganze Zweck dieses Blockers.

  11. Re: Und was soll die Nebelkerze?

    Autor: Hotohori 01.05.21 - 00:04

    +1

    Gut erklärt und ist doch eigentlich mit reinen Logik absolut nachvollziehbar.

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