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Verkehrswende
Autor: magicturtle 16.03.23 - 10:38
Man muss sich fragen, ob die Millionen/Milliarden an Subventionen für E-Autos wirklich sinnvoll sind. Ob wir die Welt retten, wenn wir alle morgen mit Akku statt Verbrenner fahren?
Aus meiner Sicht wäre es da viel sinnvoller, Anreize für z.B. mehr Fahrradverkehr zu schaffen. In der Großstadt ist das sogar total einfach, da man mit dem Rad in einem Umkreis von 5-7 Kilometern mit dem Fahrrad schneller und günstiger als jede Verkehrsalternative ist. Leider gibt es das Problem der "Lagerung": Viele Wohnhäuser haben keine Kellerräume/Hinterhöfe für Räder. Neben der Witterung ist Diebstahl da ein Riesenproblem.
Auch auf dem Land wäre es ein Fortschritt, wenn Pendler freiwillig z.B. einen Tag die Woche aufs Fahrrad umsteigen. Es muss nicht immer der 100% Wandel sein. E-Bikes sind gerade in bergigen Regionen ein Game-Changer. -
Re: Verkehrswende
Autor: kellemann 16.03.23 - 10:43
magicturtle schrieb:
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> Auch auf dem Land wäre es ein Fortschritt, wenn Pendler freiwillig z.B.
> einen Tag die Woche aufs Fahrrad umsteigen. Es muss nicht immer der 100%
> Wandel sein. E-Bikes sind gerade in bergigen Regionen ein Game-Changer.
Auf dem Land hat man leider das Problem, dass die Strecken schnell extrem weit sind. Das ist zeitlich mit dem Auto dann kein Problem (in 30 Minuten schafft man schnell mal 35-50km, da kaum Verkehr), aber es sind dann die Kilometer, die auch mit dem E-Bike einfach keinen Sinn machen.
35km dauern dann mit 25km/h 1:30h statt 30 Minuten mit dem Auto. -
Re: Verkehrswende
Autor: BlindSeer 16.03.23 - 10:48
Gib den Leuten ein Recht auf mobiles Arbeiten und du hast viele, die das Auto auch 3 - 4 Tage einfach stehen lassen. ;)
e-Bikes sind toll, aber auf dem Land ist die Distanz und die Strecke das Problem. Wir bräuchten noch Radfernwege dazu, die sich dann zusätzlich durch die Natur ziehen und diese zupflastern. Auch wenn ich das cool fände. -
Re: Verkehrswende
Autor: Conqi 16.03.23 - 10:56
kellemann schrieb:
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> Auf dem Land hat man leider das Problem, dass die Strecken schnell extrem
> weit sind.
Es hat ja auch niemand davon gesprochen, dass sie gar kein Auto mehr besitzen sollen. Wenn man nicht gerade sehr weit abseits wohnt, sind die Fahrten zum Supermarkt, zur Post, zum Hausarzt, zu Freunden und Bekannten etc. auch oft <10 Kilometern. So kann das Auto sehr oft einfach stehen bleiben oder man kann sogar von zwei auf ein Auto gehen ohne große Einschränkung.
Abgesehen davon würde den meisten Leuten mehr Bewegung sehr gut tun. Selbst mit E-Bike kann man so auch etwas Sport in den Alltag bekommen. -
Re: Verkehrswende
Autor: kellemann 16.03.23 - 11:29
Conqi schrieb:
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> kellemann schrieb:
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> > Auf dem Land hat man leider das Problem, dass die Strecken schnell
> extrem
> > weit sind.
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> Es hat ja auch niemand davon gesprochen, dass sie gar kein Auto mehr
> besitzen sollen. Wenn man nicht gerade sehr weit abseits wohnt, sind die
> Fahrten zum Supermarkt, zur Post, zum Hausarzt, zu Freunden und Bekannten
> etc. auch oft <10 Kilometern. So kann das Auto sehr oft einfach stehen
> bleiben oder man kann sogar von zwei auf ein Auto gehen ohne große
> Einschränkung.
>
> Abgesehen davon würde den meisten Leuten mehr Bewegung sehr gut tun. Selbst
> mit E-Bike kann man so auch etwas Sport in den Alltag bekommen.
Vom Alltag war ja nicht die Rede, da bin ich bei dir. Mit dem Lastenrad kommt man auf dem Land super zurecht, gerade weil Platz zum parken (sowohl zu Haus als auch beim Geschäft) so gut wie nie ein Problem ist.
Mir ging es explizit um die Arbeit, leider ist das für viele nicht möglich. -
Re: Verkehrswende
Autor: theFiend 16.03.23 - 16:34
kellemann schrieb:
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> Vom Alltag war ja nicht die Rede, da bin ich bei dir. Mit dem Lastenrad
> kommt man auf dem Land super zurecht
Das ist tatsächlich so. Wenn du dir dann anschaust das Förderungen für Lastenräder aber primär in Städten gemacht werden, weisste auch wie weit her es mit der gezielten Förderung der Verkehrswende ist.
Gerade die Landbevölkerung braucht man ja immer um sie argumentativ vorzuschieben, wenn es um das Auto geht... das viele auf dem Land das gerne anders hätten, wird da kaum hinterfragt... -
Re: Verkehrswende
Autor: BSp 16.03.23 - 16:35
magicturtle schrieb:
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> Man muss sich fragen, ob die Millionen/Milliarden an Subventionen für
> E-Autos wirklich sinnvoll sind. Ob wir die Welt retten, wenn wir alle
> morgen mit Akku statt Verbrenner fahren?
>
> Aus meiner Sicht wäre es da viel sinnvoller, Anreize für z.B. mehr
> Fahrradverkehr zu schaffen. In der Großstadt ist das sogar total einfach,
> da man mit dem Rad in einem Umkreis von 5-7 Kilometern mit dem Fahrrad
> schneller und günstiger als jede Verkehrsalternative ist. Leider gibt es
> das Problem der "Lagerung": Viele Wohnhäuser haben keine
> Kellerräume/Hinterhöfe für Räder. Neben der Witterung ist Diebstahl da ein
> Riesenproblem.
>
> Auch auf dem Land wäre es ein Fortschritt, wenn Pendler freiwillig z.B.
> einen Tag die Woche aufs Fahrrad umsteigen. Es muss nicht immer der 100%
> Wandel sein. E-Bikes sind gerade in bergigen Regionen ein Game-Changer.
Die Milliarden an Subventionen sind garantiert heraus geschmissenes Geld und währen besser in Infrastrukturmaßnahmen aufgehoben, egal ob Fahrradwege, Bahnhöfen, Autobahnbrücken, ÖPNV, Stromtrassen....
Last einfach jeden über seine eigene Mobilität entscheiden. Es gibt immer mehr Menschen die lieber Fahrrad fahren oder mit einem E-... unterwegs sind. Wandel kommt nur von Menschen für Menschen, der Rest ist Diktat und Zwang. -
Re: Verkehrswende
Autor: theFiend 16.03.23 - 16:39
BSp schrieb:
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> der Rest ist Diktat und
> Zwang.
Ist eigentlich in dem Duktus jede Subvention Diktat und Zwang?



