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  5. › App-Store-Provisionen: US-Politiker…

Wo genau liegt eigentlich das Problem?

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  1. Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: Oekotex 19.06.20 - 09:03

    Ich komm da nicht ganz hinterher, gebe ich zu.

    Die Lage wie ich sie verstehe:
    1. Apple betreibt einen Laden (hier AppStore) in dem Produkte (hier Apps) verkauft werden können
    2. Anbieter (hier die entwickelnden (m/w/d)) möchten über diesen Laden ein Produkt verkaufen.
    3. Je Verkaufter Einheit des Produkts möchte Apple eine Provision.

    Wo genau liegt jetzt das Problem. Die entwickelnden (m/w/d) können doch
    a) das Produkt (im Falle von Hey eben das Abo) im Store teurer anbieten, oder? Ich meine das bei anderen Apps schon gesehen zu haben, aber vielleicht war das mal so und geht heute nicht mehr?
    b) auf die Vermarktung des Produktes im AppStore verzichten. Gut, dann erreicht man einige Kunden nicht, aber das ist doch eine einfache wirtschaftliche Abwägung, rechnet sich mein Produkt, wenn ich es in dem Laden anbiete? Nein, also lassen. Ja, also machen.
    c) das Produkt in anderen Läden vermarkten. Die sind halt nur bei Geräten mit Jailbreal erreichbar, aber bitte, die Rechnung ist dann identisch zur Rechnung in b).

    Irgendwie heulen mit die Entwickelnden (m/w/d) zu viel. Wenn sich genug Leute entscheiden würden ihre Produkte nicht im AppStore anzubieten, dann würde ein iPhone/iPad/Mac mit der Zeit für viele unbequemer und uninteressanter. Und dann verkaufen die sich schlechter und Apple würde merken, dass die Attraktivität ihres Produktes in nicht geringem Maße von den verfügbaren Programmen / Apps abhängt und wpürde die Gebühren senken.

    Veränderung braucht Mut, man muss sich auch mal trauen nicht unter jeder Limbostange durchtanzen zu wollen.

    Und dann tatsächlich noch eine Frage: Wenn bei Amazon Marketplace etwas angeboten wird, ist das kostenfrei für die verkaufende Person (m/w/d)?

  2. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: ranzassel 19.06.20 - 09:25

    Ich gebe dir weitestgehend recht, finde aber dass die Beschwerden im Detail trotzdem berechtigt sind. Apple kann gerne Geld dafür nehmen, dass sie eine App hosten und die Infrastruktur bereitstellen. Das ist ihr gutes Recht, damit muss ich leben oder eben auch nicht.

    Aber wenn die App Zugang zu meiner eigenen Infrastruktur, mit eigenen Kosten und eigenen Gebühren anbietet sehe ich nicht, warum Apple daran mitverdienen sollte. Und na klar, ich kann mein Produkt bei Apple teurer machen und damit die Provisionen wieder ausgleichen. Aber dann bin ich einfach mal rund 30% teurer als die Konkurrenz die das nicht tut.

    Und das ist eben der Knackpunkt für kleine Unternehmen. Die MÜSSEN quasi in die AppStore weil sie sonst nicht ausreichend Zielgruppe erreichen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.20 09:26 durch ranzassel.

  3. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: Oekotex 19.06.20 - 09:32

    ranzassel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber wenn die App Zugang zu meiner eigenen Infrastruktur, mit eigenen
    > Kosten und eigenen Gebühren anbietet sehe ich nicht, warum Apple daran
    > mitverdienen sollte.
    Weil es eben so verlangt wird. Und dann sind wir wieder bei "Lohnt sich das oder lass ich es?" Frage

    > Und na klar, ich kann mein Produkt bei Apple teurer
    > machen und damit die Provisionen wieder ausgleichen. Aber dann bin ich
    > einfach mal rund 30% teurer als die Konkurrenz die das nicht tut.
    Du meinst die Konkurrenz, die man in dem Laden (hier AppStore) nicht sieht, die also die Kunden in dem Laden nicht erreicht?

    > Und das ist eben der Knackpunkt für kleine Unternehmen. Die MÜSSEN quasi in
    > die AppStore weil sie sonst nicht ausreichend Zielgruppe erreichen.
    Wie gesagt, man muss ja nicht alle erreichen. Man kann ja seine App auch nur für Andoid und da im Zweifel außerhalb des Play Store anbieten. Kostet nix, verringert aber die Zielgruppe. Google nimmt in seinem Spielladen doch auch Miete, oder?

  4. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: JPanse 19.06.20 - 09:46

    Es geht garnicht darum, dass die App im Appstore verkauft wird. Es geht um das Abo, dass man abschliessen muss um die App überhaupt nutzen zu können (ähnlich Netflix. Ohne Abo ist die App nutzlos).
    Hier verlangt Apple, dass die Abos mit Applemitteln abgeschlossen werden müssen, wenn sie in der App selbst abgeschlossen werden. Darauf muss man 30% Provision an Apple bezahlen. Die Option einen eigenen Bezahldienst anzubinden gibt es nicht, da nicht erlaubt.
    Jetzt kann man hingehen und den Abschluss eines Abos nur über die eigene Seite anbieten mit einem eigenen Bezahldienst, dann verdient Apple nichts an einem Abschluss. Man darf in der App aber nicht darauf verlinken und noch nicht einmal darauf hinweisen, dass es diese Möglichkeit gibt, weil Apple das ebenfalls untersagt.
    Bei dieser App scheint es dann auch noch so zu sein, dass Apple die App garnicht erst zulässt, weil man ja ein Abo benötigt, das aber nicht in der App abschliessen kann.

  5. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: Oekotex 19.06.20 - 09:52

    JPanse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei dieser App scheint es dann auch noch so zu sein, dass Apple die App
    > garnicht erst zulässt, weil man ja ein Abo benötigt, das aber nicht in der
    > App abschliessen kann.

    Aber dazu hatte Apple doch eine Lösung angeboten.

  6. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: JPanse 19.06.20 - 10:04

    Was ist das denn für eine Lösung? "Wir lassen diese App, die für den einen spezifischen Emailanbieter gedacht ist, zu, sofern ihr die App komplett ändert und alle Emailanbieter zulasst"

    Das wäre als würde man Netflix sagen, sie dürfen ihre App nur anbieten, wenn man darüber auch frei verfügbare Streams nutzen kann.

  7. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: OnlyXeno 19.06.20 - 10:15

    Also ich kann Apple irgendwo verstehen.
    Der Anbieter gibt eine kostenlose App in den Store die aber Komplett nutzlos ist. Man muss auf externe Abos zugreifen um der App einen nutzen zu geben. So Umgeht der Anbieter völlig bewusst die Bezahlung von Apples AppStore.
    Das 30% zu viel sind und es keine Alternativen gibt sei mal dahin gestellt, aber Appel zu sagen "das ist kostenlos, davon bekommt ihr nichts" und dann hinterm rücken das Abo zu verkaufen ist halt auch nicht fair.
    Könnten ja alle Entwickler so machen.

  8. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: Telaran 19.06.20 - 10:17

    Das Problem mag auf den ersten Blick «einfach» aussehen, aber ist in Wahrheit etwas komplexer.

    Zielgruppe
    Es ist leicht gesagt «man muss ja nicht auf Plattform X anbieten», aber die Realität zeigt: Im App Bereich muss man mindestens auf iOS präsent sein. Normalerweise macht man es aber auf beiden.

    Je nach Zielgruppe kann man vielleicht auch ohne iOS auskommen, aber zumindest in 3 Projekten, wo ich involviert war, war der Umsatz/Interaktion via iOS höher als via Android.
    Im App Bereich kann man iOS eigentlich nicht ignorieren.


    Infrastruktur
    Egal ob Apple oder Android: Du brauchst einen Entwickleraccount, welcher Jährliche (Apple) oder einmalige (Android) Gebühr kostet.
    Anschliessend kann man entweder eine kostenlose App anbieten oder eine kostenpflichtige. Bei der Kostenpflichtigen streicht Apple/Android normalerweise eine Gebühr ein.


    Abo’s
    Bei beiden Plattformen kann man Produkte mit Abo-Modellen anbieten.

    Bei Apple wird «erzwungen», dass man Abo’s ausschliesslich über ihre Plattform anbieten darf, bei der im ersten Jahr 30% und jedes weitere Jahr 15% «Gebühren» abverlangt wird. Man darf alternative Bezahlungsmethoden haben, aber die dürfen in der App nirgends erwähnt werden. Sobald man irgendwo was erwähnt, ist die App so gut wie gesperrt (mehrmals bei Spoitify und co passiert, wo unteranderem auch Updates hinausgezögert worden sind seitens Apple).

    Bei Google ist das lockerer. Man kann deren System nutzen oder man kann Werbung für die eigene Webseiten Zahlungsabwicklung machen. Hier ist ein markanter Unterschied.

    Ein Problem hierbei ist eben der Umstand, dass Apple entscheiden kann, welche Kategorie das Produkt gehört.


    Apple’s Produkte
    Jetzt kommt der kritische Faktor, welcher im Fall von «Hey» nicht relevant ist, aber hier erwähnt werden sollte.

    Kommen wir zu den 30% bei Abo’s. Spotify hatte es sich einfach gemacht, und die 30% aufs Abo drauf gerechnet. Wer also über iOS ein Abo abgeschlossen hatte, hatte mehr bezahlt, als wenn er es über die Webseite gemacht hat.

    Andere Anbieter hatten es ähnlich gelöst. Ob es noch so ist, kann ich nicht beurteilen, weil ich kein iOS Gerät habe.

    Das Problem entstand aber da, als Apple mit Apple Music einen Konkurrenz-Dienst zu Spotify anbot, welcher natürlich 30% billiger war, als Spotify (weil Apple Music keine 30% Gebühren abtreten muss). Also musste Spotify den Preis senken und die 30% abtreten.

    Das Ganze wurde dann noch getoppt, als alle iOS Besitzer eine Push Benachrichtigung zum Dienst bekommen haben. Andere Anbieter durften (bis 2020) keine Promotion Push Benachrichtigungen machen.


    Zurück zur «Hey» App
    Die Option von Apple ist sehr fadenscheinig.
    Eine App umschreiben, dass daraus ein «vollwertiger E-Mail Client für alle Dienste» wird, bedeutet einerseits Entwickleraufwand und andererseits muss man am Ende Kundensupport anbieten, für Leute, welche keinen Cent für den «Premium Dienst» bezahlen.

    Der Vergleich mit Netflix und Free-Streams ist da auch relativ passend.

  9. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: Teeklee 19.06.20 - 10:22

    Danke Telaran sehr schöne Erklärung.

  10. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: andy_0 19.06.20 - 10:34

    Ich habe das Gefühl, der Fokus liegt in dieser Diskussion zu sehr auf "darf Apple doch machen" anstatt auf "wieso kann Apple sich das leisten?". Das Problem ist nicht, dass Apple einen willkürlichen und hohen Preis verlangt, den sie als Unternehmen nach belieben verlangen dürfen. Apple untersagt jedoch die Bereitstellung eines anderen "Ladens". Damit haben sie ein Monopol. In diesem Monopol verlangen sie Wucherpreise. Das sind zwei große Probleme.

    Die Lösung muss also sein, dass Apple und Google (und natürlich andere Anbieter) alternative Shops zulassen müssen. Diese müssen in ihren Shops gut sichtbar und über diese einfach zu installieren sein.
    Auf Google Android trifft die Kritik nur teilweise zu, da Google andere Shops grundsätzlich zulässt. Sie lassen sich nur nicht über ihren eigenen Shop installieren, was widerrum ein Problem darstellt um damit als Anbieter in die Masse zu gehen.

  11. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: Herr Unterfahren 19.06.20 - 11:10

    Ich finde die Begründung von Apple lächerlich.

    "irgendein Idiot hat sich die App runtergeladen und beschwert sich jetzt weil sie nicht funktioniert."

    Ja natürlich funktioniert die nicht, wenn man kein Abo abgeschlossen hat.
    Der Mensch kann jederzeit auf die Webseite von Hey gehen und ein Abo abschließen. Oder die App wieder runterschmeißen. Ende der Geschichte. Ist ja nicht so, als hätte er dafür Geld bezahlt.

    Wenn es wenigstens eine Möglichkeit fürs Sideloading gäbe wie bei richtigen Betriebssystemen.
    Aber solange Apple die Goldener Käfig- Doktrin aufrecht erhalten will, sollten sie auch alle Apps anbieten müssen, die halbwegs bugfrei laufen und nichts Unerwünschtes tun.

  12. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: Fregin 19.06.20 - 11:36

    OnlyXeno schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das 30% zu viel sind und es keine Alternativen gibt sei mal dahin gestellt,
    > aber Appel zu sagen "das ist kostenlos, davon bekommt ihr nichts" und dann
    > hinterm rücken das Abo zu verkaufen ist halt auch nicht fair.
    > Könnten ja alle Entwickler so machen.

    Seh ich nicht so. Apple profitiert auch von kostenlosen Apps, denn ohne einen gut gefüllten Appstore würden die weitaus weniger ihrer überteuerten Handys verkaufen. Und mal ehrlich... Wenn die nicht so dermaßen gierig wären, würden viele Anbieter trotzdem deren Bezahlframework nutzen, schon allein weils einfach ist. Aber 30 % abgeben, nur dafür? Das ist dreister Wucher.

  13. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: Deff-Zero 19.06.20 - 12:46

    ranzassel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und na klar, ich kann mein Produkt bei Apple teurer
    > machen und damit die Provisionen wieder ausgleichen. Aber dann bin ich
    > einfach mal rund 30% teurer als die Konkurrenz die das nicht tut.

    Du bist sogar über 42% teurer, wenn Du Apples 30% durch Aufschlag ausgleichen willst.

  14. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: ChMu 19.06.20 - 13:49

    Deff-Zero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ranzassel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und na klar, ich kann mein Produkt bei Apple teurer
    > > machen und damit die Provisionen wieder ausgleichen. Aber dann bin ich
    > > einfach mal rund 30% teurer als die Konkurrenz die das nicht tut.
    >
    > Du bist sogar über 42% teurer, wenn Du Apples 30% durch Aufschlag
    > ausgleichen willst.

    Na ja, ohne Appstore musst du ausserdem die Abrechnung, Auslieferung, Werbung ect auch noch selber bezahlen. Das bekommst Du kaum fuer die 30%, wird also noch mal teurer. So oder so bekommst Du nie 10 Euro wenn Du eine App fuer 10 Euro anbietest. Es geht hier ja nur ums Prinzip, wem Du Geld gibst, diese Firma will es eben nicht Apple geben, sie wollen alles selber machen, man spart, egal wie viel es kostet.

  15. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: andy_0 19.06.20 - 14:22

    @ ChMu
    In den Gebühren sind nur grundlegende Plattform Service (Ausstellung, Deployment und Abrechnung) enthalten. Für Werbung darfst du schon selber sorgen.

    Natürlich ist erst einmal korrekt, dass so eine Plattform Geld kostet. Der Vergleich Steam vs. Epic Games Store zeigt aber klar, dass 30% reine Wucherpreise sind. Solange es keine Konkurrenz gibt kann man es sich leisten.

  16. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: cruse 19.06.20 - 15:17

    Oekotex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich komm da nicht ganz hinterher, gebe ich zu.
    >
    > Die Lage wie ich sie verstehe:
    > 1. Apple betreibt einen Laden (hier AppStore) in dem Produkte (hier Apps)
    > verkauft werden können
    > 2. Anbieter (hier die entwickelnden (m/w/d)) möchten über diesen Laden ein
    > Produkt verkaufen.
    > 3. Je Verkaufter Einheit des Produkts möchte Apple eine Provision.

    stimmt leider nicht.
    2. Anbieter möchte eben KEIN Produkt über den Store verkaufen, die App dient nur als Zugriff für den Email kram. Die fetten Dollars kommen von woanders (Website etc)

    Apple hingegen möchte, dass der Anbieter eine/die Abo-Möglichkeit auch IN die app einbaut, damit apple die fetten Dollars abgrasen kann.
    und als alternative kommt (megalol):
    "Apple schlägt eine Lösung vor: Basecamp soll die Hey-App so überarbeiten, dass E-Mail-Dienste von anderen Anbietern damit genutzt werden können. Dabei müsse es sich um kostenlos nutzbare Dienste handeln. Dann würde Apple Updates für die App auch wieder freischalten."

    Also soll der Anbieter eine Schnittstelle für Gmail, webmail oder ka was es da so alles gibt,
    einbauen - dann ist alles wieder schick. (ääh wozu nochmal ?!?)
    Ich hau mich komplett weg...

  17. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: ChMu 19.06.20 - 17:16

    andy_0 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @ ChMu
    > In den Gebühren sind nur grundlegende Plattform Service (Ausstellung,
    > Deployment und Abrechnung) enthalten. Für Werbung darfst du schon selber
    > sorgen.

    Nein, die Anwesenheit im Store IST schon Werbung, ziemlich heftig sogar, da sie dem User ein gewisses Feeling der Sicherheit gibt. Ausserdem wird sie gleich gelistet bei einer Suche. Eine solche Prominenz kannst Du ausserhalb des Stores nicht erreichen ohne SEHR VIEL Geld fuer Werbung auszugeben.
    Dieser Client braucht keine eigenstaendige App, eine gute WebApp wuerde es ebenso tun, zumal es seit laengerem auch offline Moeglichkeiten dafuer gibt. Ganz ohne Kommission oder Store. Die wollen ja nicht aus technischen Gruenden in den Store. Aber wie soll man sich den Leuten anbieten und $100 verlangen fuer einen idR gratis Service? Das geht nur ueber den Store. Oder wuerdest Du als client ausserhalb des Stores nach einer WebApp suchen der Du $100 geben darfst fuer......nun ja, fuer was?
    Uebrigends kostet ein Abrechnungs System auch. Und nicht zu knapp. Zumal die Jungs weltweit verkaufen wollen. Aber auf eigene Faust. So einfach ist das nicht ein hoffnungslos ueberpreisstes Program an den Mann zu bringen wenn Deine Konkurenz gratis heisst. Oder seit Jahrzehnten etabliert ist (outlook ua) und man nicht so einfach die e-mail infrastruktur wechselt.
    >
    > Natürlich ist erst einmal korrekt, dass so eine Plattform Geld kostet. Der
    > Vergleich Steam vs. Epic Games Store zeigt aber klar, dass 30% reine
    > Wucherpreise sind. Solange es keine Konkurrenz gibt kann man es sich
    > leisten.

    Wo zeigt es das? Bei anderen (Spotify) hat man schnell gelernt das das nicht Maut System erheblich mehr gekostet hat und man ist zurueck gekommen. Im Fall von “hey” darf man auch nicht vergessen, das man das nicht mit einem populaeren Spieleanbieter vergleichen kann, der Apps verkauft welche gewollt und nachgefragt sind waehrend hier ein Produkt angepriesen werden soll welches keinen Sinn macht und viel, sehr viel Erklaerungen braucht warum man nun $100 PRO KONTO (bei ner Familie also $500 zB) ausgeben soll um einen Spam Filter zu bekommen?

  18. Re: Wo genau liegt eigentlich das Problem?

    Autor: andy_0 19.06.20 - 17:39

    Tut mir leid aber deine Prämisse ist so nicht haltbar. Die Präsenz in einem Laden ist nicht gleichbedeutend mit Werbung. Bei ersterem ist das Objekt (hier: eine App, genauer "Hey") passiver Bestandteil eines Katalogs, bei zweiterem werden aktiv (angebliche) Vorteile des Objekts beworben. Eine Suche erfüllt ebenfalls nicht die Kriterien von Werbung, da sie ergebnisneutral passiert. Außer die prominente Listung ist gekauft, aber das ist ein anderes Thema.

    Das Geschäftsmodell von "Hey" ist hier nicht Thema. Thema ist das Geschäftsmodell von Apples Shop. Und dieses beruht auf einem undurchdringbaren Monopol.

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