1. Foren
  2. Kommentare
  3. Sonstiges-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Apple: Macbook Pro haben…

Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

  1. Thema

Neues Thema


  1. Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: Thomas 13.07.18 - 09:30

    Vorneweg: Gegen niedrigere Preise hat natürlich niemand etwas und ja, der Preis für die MacBook Pros ist hoch und die Aufpreise für größere SSDs und mehr RAM sind gesalzen.

    Aber: Wer kauft sich schon ein MacBook Pro, gerade die teuren Topmodelle, privat und muss den Preis daher aus der eigenen Tasche bezahlen? Der überwiegende Teil der Kunden dürften Firmen sein, bzw. Menschen, die beruflichen mit diesen Computern arbeiten (das "Pro" weist ja darauf hin).

    Da ich schon längere Zeit auf ein MacBook Pro mit 32 GB RAM gewartet habe, werde ich mir jetzt die Tage beruflich das neue MacBook Pro 15" mit Core i9, 32 GB RAM und 512 GB SSD bestellen. Der Brutto-Listenpreis auf der Apple-Website liegt bei 3.999 EUR. Netto (was anderes interessiert Firmen nicht) sind das 3.360,50 EUR. Im Großhandel, bzw. bei den typischen Rabatten, die wir von Apple bekommen, werden das eher so um die 3.000 EUR sein.

    Diese 3.000 EUR kann man als Firma über 3 Jahre abschreiben. Ich koste meinen Arbeitgeber geschätzt mindestens 150.000 EUR im Jahr (Gehalt, Sozialabgaben, betriebliche Altersvorsorge, Büroarbeitsplatz, usw.), d.h. in den 3 Jahren, die so ein MacBook Pro i.d.R. eingesetzt wird, rund 450.000 - 500.000 EUR.

    Jetzt mag es knausrige Arbeitgeber geben, aber ganz ehrlich: Ob da nun 3.000 EUR oder 1.500 EUR an Kosten (die wie gesagt auch noch steuerlich geltend gemacht werden) für mein Hauptarbeitsgerät anfallen, vor dem ich jeden Tag fast 8h sitze und das wesentlich für meine Produktivität ist, fällt doch gar nicht mehr wirklich ins Gewicht.
    Bzw. man spart an der falschen Ecke, wenn man seinen Mitarbeitern nicht die Werkzeuge bereit stellt, mit denen sie optimal arbeiten können. Ich kaufe als Handswerkfirma meinen Mitarbeitern ja auch kein Billigwerkzeug aus dem Baumarkt, sondern etwas Vernünftiges.

    Jede normale einwöchige Dienstreise kostet meinen Arbeitgeber mehr als dieses MacBook Pro, was ich wie gesagt rund 3 Jahre einsetzen werde.

    Von TCO und was wir letztlich als Firma mit Apple-Geräten an anderer Stelle einsparen, fange ich jetzt gar nicht mal an.

    --Thomas



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.07.18 09:34 durch Thomas.

  2. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: PerilOS 13.07.18 - 09:54

    Du hast auch echt noch nie ne Budgetplannung gemacht oder?
    Wenn jeder jetzt gerne das 6000¤ Gerät haben mag und sich nicht mit dem besseren, 3000¤ Gerät von einem anderen Hersteller zufrieden gibt, dann läppert sich das ganz schnell. Oder du musst es von anderen Positionen abziehen, weil du nicht mehr planen kannst. Dann fehlt es bei relevanten Investments.
    Und das mit "Aber ich find dieses Apple Ding viel toller." ist keine Rechtfertigung für Geldverschwendung. Vergiss nicht, diese extra Kosten muss deine Firma auch erwirtschaften.

    Bei uns läuft auch der halbe Laden mit den MacBooks rum. Nur gibt es ein Problem bei einem Mixed Client Umfeld: Apple kann sich absolut nicht integrieren. Deswegen tauschen auch immer mehr ihre MacBooks gegen Lenovos ein. Sie bekommen mehr, für das selbe Geld. Und das spart ihnen eine Menge Probleme und reduziert den Aufwand für Sonderlocken.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 13.07.18 09:57 durch PerilOS.

  3. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: Typ_ohne_Plan 13.07.18 - 10:04

    Der Preis ist schon okay, die Konfiguration die Apple jedoch anbietet aber Kundenverarsche.

    Apple hat es schon nicht geschafft den i7-7700HQ vernünftig zu kühlen, was in Temperaturen von über 90 Grad inkl. Taktreduzierung endete. Dazu kommt dass der i9 während des Turboboost 65 Watt verbraucht. Das Netzteil jedoch insgesamt nur 87 Watt liefert.
    Da kann man sich ja vorstellen wie viel Leistung die CPU im Notebook bringen wird. Da kann ich auch gleich ein i7 einbauen. Selbst der wird gedrosselt werden.

  4. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: Thomas 13.07.18 - 10:12

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast auch echt noch nie ne Budgetplannung gemacht oder?
    > Wenn jeder jetzt gerne das 6000¤ Gerät haben mag und sich nicht mit dem
    > besseren, 3000¤ Gerät von einem anderen Hersteller zufrieden gibt, dann
    > läppert sich das ganz schnell.

    Es sind ja bei realistischer Ausstattung (die meisten werden jetzt nicht die 4 TB SSD in ihrem MacBook Pro brauchen) nicht 6000 EUR sondern halt eher netto um die 3000 EUR.

    > Und das mit "Aber ich find dieses Apple Ding viel toller." ist keine
    > Rechtfertigung für Geldverschwendung.

    Ich habe es oben vorgerechnet, was mein Arbeitgeber in den drei Jahren, die ich so ein MacBook Pro nutze, ungefähr an Kosten für mein Arbeitsverhältnis hat. Wenn ich mit dem Gerät auch nur 1% Produktivitätsgewinn erziele, hat sich das für die Firma bereits ausgezahlt.

    Das ist also mitnichten eine Geldverschwendung, sondern eine sehr sinnvolle Investition.

    > Vergiss nicht, diese extra Kosten muss deine Firma auch erwirtschaften.

    Der Umsatz pro Mitarbeiter dürfte bei über einer Million Euro pro Jahr liegen, der Gewinn bei rund 250.000 EUR. Selbst wenn man keine Effekte im Bereich TCO/Produktivität erzielen würde, wäre es eine gute Investition, wenn die Mitarbeiter damit zufriedener sind als z.B. mit einem Windows-Rechner.

    --Thomas

  5. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: Anonymer Nutzer 13.07.18 - 11:46

    Abschreiben bedeutet nicht, dass man das Geld hurückbekommt. Rechne doch mal vor, was das nach der Abrechnung verglichen mit einem genau so Leistungsfähigen Notebook unterm Strich kostet. Nach 3 Jahren musst du ja schon mindestens zwei neue apple notebooks kaufen, wenn du wirklich damit arbeitest.

    Wenn man am Ende wirklich was von seinem Geld haben will, dann gibt man am besten weniger aus. Jedes Notebook kann man absetzen.

    So nen schwachsinn...

    Edit: Ach du bist ja angestellt. Da spielt das natürlich keine Rolle. Bei 75k Netto im Jahr muss man halt mit irgendwelchen Devices und Leasingfahrzeugen blenden, wenn man sonst nix im Leben hat



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.07.18 11:49 durch krawatte.

  6. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: stiGGG 13.07.18 - 11:55

    krawatte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Abschreiben bedeutet nicht, dass man das Geld hurückbekommt. Rechne doch
    > mal vor, was das nach der Abrechnung verglichen mit einem genau so
    > Leistungsfähigen Notebook unterm Strich kostet. Nach 3 Jahren musst du ja
    > schon mindestens zwei neue apple notebooks kaufen, wenn du wirklich damit
    > arbeitest.
    >
    > Wenn man am Ende wirklich was von seinem Geld haben will, dann gibt man am
    > besten weniger aus. Jedes Notebook kann man absetzen.

    Und die Zeit, die du als Selbständiger mit der Wartung und Pflege deines Linux Notebooks verschwendest, verbuchst du dann unter der Abteilung Hobby?

  7. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: Anonymer Nutzer 13.07.18 - 12:10

    stiGGG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > krawatte schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Abschreiben bedeutet nicht, dass man das Geld hurückbekommt. Rechne doch
    > > mal vor, was das nach der Abrechnung verglichen mit einem genau so
    > > Leistungsfähigen Notebook unterm Strich kostet. Nach 3 Jahren musst du
    > ja
    > > schon mindestens zwei neue apple notebooks kaufen, wenn du wirklich
    > damit
    > > arbeitest.
    > >
    > > Wenn man am Ende wirklich was von seinem Geld haben will, dann gibt man
    > am
    > > besten weniger aus. Jedes Notebook kann man absetzen.
    >
    > Und die Zeit, die du als Selbständiger mit der Wartung und Pflege deines
    > Linux Notebooks verschwendest, verbuchst du dann unter der Abteilung Hobby?

    Meinst du das installieren von Updates? Die wenigen Sekunden? Klar für einen apple user,der lieber Monatelang mit 90 kritischen Sicherheitslücken herum läuft und dann nach einem Jahr einfach das nächste Macbook mit neuem OS X kauft wo neue Sicherheitslücken drin sind, mag das unsinn sein. Hast deine Daten ja dann auch bestimmt voll praktisch in der iCloud liegen und brauchst den gar nicht neu einrichten.

  8. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: Thomas 13.07.18 - 12:14

    krawatte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Abschreiben bedeutet nicht, dass man das Geld hurückbekommt.

    Wenn du ansonsten Steuern auf deinen Gewinn abführen müsstest, dann schon.

    Ich war früher z.B. Freiberufler, mein Grenzsteuersatz lag damals bei 42%. Wenn ich mir nun z.B. für 3.000 EUR brutto ein MacBook Pro geholt habe, dann habe ich zuerst einmal 478,99 EUR USt. erstattet bekommen und konnte dann die restlichen 2521,01 EUR nach AfA über drei Jahre linear abschreiben, d.h. ich konnte mein zu versteuerndes Einkommen drei Jahre lang jeweils um 840,37 EUR reduzieren, was mir über die drei Jahre ein Einkommensteuerersparnis von 1.058,82 EUR (3x 42% von 840,37 EUR) gebracht haben dürfte. D.h. von den 3.000 EUR Bruttopreis für das MacBook Pro habe ich am Ende nach drei Jahren nur 1.462,19 EUR bezahlt. Jetzt kann ich das MacBook Pro nach drei Jahren in der Regel auch noch zu einem recht guten Preis verkaufen (den Gewinn muss ich natürlich versteuern) und kann somit die tatsächlichen Kosten noch um ein gutes Stück reduzieren.

    Ich bin Informatiker und kein Steuerberater, aber die Rechnung müsste so ungefähr stimmen.

    > Rechne doch mal vor, was das nach der Abrechnung verglichen mit einem genau so
    > Leistungsfähigen Notebook unterm Strich kostet.

    Siehe oben. Aber es geht doch nicht primär um die reine Leistungsfähigkeit der Komponenten, sondern wie effektiv und effizient ich mit dem Gesamtsystem arbeiten kann.

    Wenn mir macOS nur einen kleinen Produktivitätsgewinn gegenüber Windows beschert (und das ist bei mir definitiv der Fall), dann hat sich der höhere Preis mehrfach bezahlt gemacht.

    > Nach 3 Jahren musst du ja schon mindestens zwei neue apple notebooks kaufen,
    > wenn du wirklich damit arbeitest.

    Warum soll ich nach drei Jahren denn _zwei_ neue Apple-Notebooks kaufen?

    > Wenn man am Ende wirklich was von seinem Geld haben will, dann gibt man am
    > besten weniger aus. Jedes Notebook kann man absetzen.

    Wie gesagt, du unterschlägst komplett die Themen TCO, Produktivität, Mitarbeiterzufriedenheit usw.

    Ich würde niemals behaupten, dass macOS, bzw. Macs für jede Firma, jeden Mitarbeiter und jeden Anwendungszweck die beste Wahl sind. Aber wenn es gute Gründe gibt, einen Mac zu benutzen, dann ist der Anschaffungspreis der Computer im geschäftlichen Einsatz, in vielen Fällen deutlich geringer zu gewichten, als hier immmer behauptet wird.

    --Thomas

  9. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: Anonymer Nutzer 13.07.18 - 12:34

    Die Theorie mit den Steuern auf den Gewinn, dass man dann am Ende mehr von seinem Geld hätte, ist eine Milchmädchen-Rechnung. Natürlich muss man seinen Gewinn versteuern. Und wenn man sich überteuerte Gegenstände kauft um seinen Gewinn kleinzurechnen, hat man am Ende halt weniger Einkommen und dafür überteuerte Apple Produkte zu Hause stehen, die nach einem Jahr vorne und hinten nicht mehr richtig funktionieren. (Wo wir beim Grund wären, warum man jedes Jahr einen neues Macbook kauft und das alte bei Ebay verschärbelt)

    Habe da schon meine Erfahrungen mit gemacht. Es gibt sicherlich Anwendungsbereiche wie Grafikdesign, wo Linux keine alternative ist, aber das ist bei mir eben nicht der Fall. Ich zahle lieber ein bisschen mehr Steuern und habe dann immernoch mehr Einkommen für sinnvolle Dinge zur Verfügung.

    Und das ist eigentlich auch schon der einzige Grund, warum ich überhaupt zu dem Thema schreibe. Wer überzeugter Apple-User ist, wird da schon seine Gründe haben. Aber dass das in irgendeiner Hinsicht wirtschaftlicher ist, als Konkurrenzprodukte mit vergleichbarer Ausstattung zu kaufen, ist einfach nur stuss.

    Edit:
    Noch mal konkret zur Rechnung. Wenn du ein Notebook für 1k kaufst, kannst du das halt genau so absetzen. Das Macbook wird aufgrund der Höhe des Preises ohnehin auf 7Jahre abgezogen und nicht auf drei. Dann hast du 2k weniger ausgegeben, die du zwar versteuern musst, aber schonmal direkt mindestens 1000¤ mehr in der Tasche. Dazu lassen sich die 1000¤ des alternativen Gerätes ebenso absetzen wie das Macbook.

    Achja und es funktioniert nach 5 Jahren auch noch und man kann die selbe Installation verwenden, die man am Anfang drauf gebügelt hat. Dank ordentlichem Updatesystem ohne Neuinstallationen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.07.18 12:38 durch krawatte.

  10. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: Thomas 13.07.18 - 14:42

    krawatte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Theorie mit den Steuern auf den Gewinn, dass man dann am Ende mehr von
    > seinem Geld hätte, ist eine Milchmädchen-Rechnung. Natürlich muss man
    > seinen Gewinn versteuern.

    Wer behauptet das denn? Lies doch mal bitte aufmerksam, was ich geschrieben habe!

    Natürlich hat man nicht mehr Geld, wenn man sich etwas geschäftlich kauft, aber der Anschaffungspreis ist nach der Abschreibung und Vorsteuerabzug deutlich geringer als der ursprüngliche Bruttopreis.

    Ich habe es dir oben vorgerechnet, ein MacBook Pro für 3.000 EUR Bruttopreis kostet mich am Ende nur 1.500 EUR und dann habe ich halt auch noch ein MacBook Pro, welches ich für 1.000,- EUR verkaufen kann. Den Gewinn vom Verkauf versteuere ich natürlich, am Ende hat mich das MacBook Pro dann vielleicht um die 750-1000 EUR gekostet.

    Natürlich hättest du mehr Geld übrig, wenn du dir ein 1000,- EUR Notebook gekauft hättest, aber am Ende auch nur wenige hundert Euro. Und es wäre halt kein MacBook. Wenn du eh kein MacBook willst, wäre dir das natürlich egal, aber vielleicht ist es dir ja irgendwie möglich nachzuvollziehen, dass es Menschen gibt, die andere Vorlieben haben als du und die gerne macOS auf dem Desktop verwenden möchten und kein Linux.

    > Und wenn man sich überteuerte Gegenstände kauft
    > um seinen Gewinn kleinzurechnen, hat man am Ende halt weniger Einkommen und
    > dafür überteuerte Apple Produkte zu Hause stehen, die nach einem Jahr vorne
    > und hinten nicht mehr richtig funktionieren. (Wo wir beim Grund wären,
    > warum man jedes Jahr einen neues Macbook kauft und das alte bei Ebay
    > verschärbelt)

    Was für ein unglaublicher Unsinn! Willst du eigentlich nur trollen oder bist du an einer ernsthaften Diskussion interessiert?

    Ich sitze übrigens gerade an einem MacBook Pro 15" von 2013, auf dem High Sierra läuft und was einwandfrei funktioniert. Der Hauptgrund, warum ich gerne auf das neue MBP wechseln möchte, ist die Möglichkeit jetzt 32 GB RAM zu haben, die 16 GB RAM in meinem aktuellen Gerät reichen manchmal nicht mehr aus.

    Meine Frau nutzt noch privat eins meiner alten MacBook Pros von 2009.

    > Habe da schon meine Erfahrungen mit gemacht. Es gibt sicherlich
    > Anwendungsbereiche wie Grafikdesign, wo Linux keine alternative ist, aber
    > das ist bei mir eben nicht der Fall. Ich zahle lieber ein bisschen mehr
    > Steuern und habe dann immernoch mehr Einkommen für sinnvolle Dinge zur
    > Verfügung.

    Das sei dir auch unbenommen, niemand möchte dir vorschreiben, was du zu kaufen hast. Es wäre aber schön, wenn du das umgekehrt auch tun könntest.

    Ich kann vollkommen nachvollziehen, warum man für bestimmte Anwendungszwecke lieber Linux oder Windows auf dem Desktop verwenden möchte. Für mich ist Windows aber nichts und Linux habe ich selber von 1997 bis 2006 als Hauptbetriebssystem auf dem Desktop verwendet, was damals noch mit recht viel Bastelei verbunden war, weswegen ich dann irgendwann zu macOS gewechselt bin. Da ich damit weitestgehend zufrieden bin und einige Software, die ich nutze auch nicht unter Linux läuft, gibt es keinen wirklichen Grund zu wechseln.

    > Und das ist eigentlich auch schon der einzige Grund, warum ich überhaupt zu
    > dem Thema schreibe. Wer überzeugter Apple-User ist, wird da schon seine
    > Gründe haben. Aber dass das in irgendeiner Hinsicht wirtschaftlicher ist,
    > als Konkurrenzprodukte mit vergleichbarer Ausstattung zu kaufen, ist
    > einfach nur stuss.

    Nein, ist kein Stuß. Du schaffst es nur nicht über deinen eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.

    Wenn ich auch nur einen kleinen Produktivitätsgewinn erziele, hole ich die Kosten für solche Anschaffungen um ein vielfaches wieder raus.

    Ich habe als Freiberufler früher Tagessätze von 500-800 EUR gehabt, so ein MacBook Pro habe ich 3-4 Tagen erwirtschaftet und dann mehrere Jahre verwendet. Wenn ich nur 1% effizienter damit bin, habe ich die höheren Kosten schon wieder raus.

    Mittlerweile bin ich Angestellter und wie ich in meinem ersten Beitrag schrieb, wird mein Arbeitgeber so um die 500.000 EUR in drei Jahren für mich ausgeben. Wenn ich hier 1% Effizienzgewinn erziele, hat er rechnerisch 5.000 EUR gespart. Da haben sich die 2000 EUR mehr für das MacBook gelohnt.

    Und insbesondere ggü. Windows würde ich behaupten, dass 1% sehr tief gestapelt sind.

    > Edit:
    > Noch mal konkret zur Rechnung. Wenn du ein Notebook für 1k kaufst, kannst
    > du das halt genau so absetzen. Das Macbook wird aufgrund der Höhe des
    > Preises ohnehin auf 7Jahre abgezogen und nicht auf drei.

    Wie kommst du denn bitte darauf? Natürlich setzt du ein MacBook Pro, egal welchen Preises, auch über 3 Jahre nach AfA ab.

    Kannst du ja gerne mal in der entsprechenden AfA-Tabelle nachschauen:
    https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Weitere_Steuerthemen/Betriebspruefung/AfA-Tabellen/2000-12-15-afa-103.pdf?__blob=publicationFile&v=3

    > Dann hast du 2k weniger ausgegeben, die du zwar versteuern musst, aber schonmal direkt
    > mindestens 1000¤ mehr in der Tasche. Dazu lassen sich die 1000¤ des
    > alternativen Gerätes ebenso absetzen wie das Macbook.

    Wie ich oben bereits schrieb, sind es am Ende nur ein paar hundert Euro. Das soll jetzt nicht arrogant klingen, aber die sind mir völlig schnuppe. Auch wenn es 2000 EUR mehr wären, das Geld hab ich so schnell verdient, warum soll ich da gerade an Geräten sparen, die ich tagtäglich stundenlang nutze?

    Wenn ich mit meiner Familie jetzt im Sommer für 10 Tage in den Urlaub fliege, kostet mich das auch über 6000,- EUR, warum soll ich da jetzt ausgerechnet bei meinem Notebook knausrig sein?

    Wie gesagt, wenn du da gerne sparst, warum nicht, ist ja deine Sache. Ich will dir kein MacBook aufschwatzen. Ich verstehe nur deine Argumentation einfach nicht.

    > Achja und es funktioniert nach 5 Jahren auch noch und man kann die selbe
    > Installation verwenden, die man am Anfang drauf gebügelt hat. Dank
    > ordentlichem Updatesystem ohne Neuinstallationen.

    Und? Ist bei mir auch so. Ich habe mein aktuelles MacBook Pro 2013 mit Mavericks (Mac OS X 10.9) installiert und dann 2014 auf Yosemite (10.10), 2015 auf El Capitan (10.11), 2016 auf Sierra (10.12) und 2017 auf High Sierra (10.13) aktualisiert. Und wenn ich den Rechner noch weiter nutzen würde, wäre dieses Jahr Mojave (10.14) dran. Alles ohne Neuinstallation.

    Woher hast du deine ganzen Vorurteile?

    --Thomas

  11. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: Schnarchnase 13.07.18 - 16:22

    Thomas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich auch nur einen kleinen Produktivitätsgewinn erziele, hole ich die
    > Kosten für solche Anschaffungen um ein vielfaches wieder raus.

    Das ist doch eigentlich der Punkt, so einen allgemeinen Produktivitätsgewinn gibt es nicht. Die meisten sind einfach mit der gewohnten Umgebung am schnellsten, aber die Eingewöhnung geht in der Regel auch sehr schnell. Wenn du also nicht handfeste Vorteile hast, weil es manche Software nun mal nur für die eine Plattform gibt, dann ist der Produktivitätsgewinn im Durchschnitt nicht vorhanden.

  12. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: Thomas 13.07.18 - 17:47

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Thomas schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn ich auch nur einen kleinen Produktivitätsgewinn erziele, hole ich
    > die
    > > Kosten für solche Anschaffungen um ein vielfaches wieder raus.
    >
    > Das ist doch eigentlich der Punkt, so einen allgemeinen
    > Produktivitätsgewinn gibt es nicht. Die meisten sind einfach mit der
    > gewohnten Umgebung am schnellsten, aber die Eingewöhnung geht in der Regel
    > auch sehr schnell. Wenn du also nicht handfeste Vorteile hast, weil es
    > manche Software nun mal nur für die eine Plattform gibt, dann ist der
    > Produktivitätsgewinn im Durchschnitt nicht vorhanden.

    Ich arbeite seit rund 30 Jahren mit Computern und hab auf dem Desktop wirklich so einiges durch, von C64, Amiga, AIX, Sun und SGI workstations, Windows-PCs (DOS, Windows 3.1, Windows NT, 95, 98, 2000, XP, Vista, 7, 10), Linux-PCs (Debian, Ubuntu, Red Hat) und diversen Macs mit Mac OS X 10.3 - 10.13.

    Ich will nicht behaupten, dass es die eine beste Plattform gibt, jede hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Was ich aber definitiv sagen kann, dass es Betriebssysteme gibt, mit denen man sich mehr Beschäftigen muss, damit sie sauber laufen und man seine Aufgaben sinnvoll erledigen kann und welche, die einfach das tun, was sie sollen. macOS hat sich für mich einfach auf Desktop-Seite als beste Plattform herausgestellt, gutes GUI, Unix-Unterbau und viele kommerzielle Software verfügbar.

    Das mag am Ende auch individuell und subjektiv sein, aber ICH bin auf dem Mac am produktivsten und für MICH lohnen sich daher auch die etwas höheren Kosten für die Anschaffung eines Macs. Und das liegt wie gesagt nicht daran, dass ich die anderen Plattformen nicht kenne, ich habe mehrere Jahre Linux auf meinem Haupt-Desktop und Laptop verwendet und hatte eigentlich fast immer nebenbei auch Windows-Rechner, z.B. zum Spielen oder Testen und durfte genug Leuten über 20 Jahre lang mit ihren Windows-Problemen helfen.

    Die individuelle Produktivität ist das eine, die TCO das andere. Hier gibt es Untersuchungen, z.B. von IBM, die einen Großteil ihrer Mitarbeiter auf Macs umgestellt haben, dass die Nutzung von Macs am Ende Geld gespart hat, trotz der höheren Anschaffungskosten.

    Das deckt sich auch mit den Informationen, die ich von unserer IT dazu gehört habe. Wir betreiben mehrere zehntausend Desktops/Laptops mit macOS, Windows und Linux, das ist also schon recht repräsentativ.

    --Thomas

  13. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: Schnarchnase 13.07.18 - 17:50

    Ob das für dich zutrifft ist irrelevant, andere sind auf anderen Plattformen mehr zuhause, daher ist der „Vorteil“ im Durchschnitt eben keiner. Genau das wollte ich damit sagen.

    Hättest du tatsächlich recht, würde alle Firmen nur Macs einsetzen, aber das ist nicht so und sicher nicht weil die etwas zu verschenken hätten.

  14. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: derdiedas 13.07.18 - 18:15

    IBM Wechselt komplett zu Apple, denn die Anschaffung ist der kleinste Posten. Wartung und Support sind die Kostentreiber - und da ist nichts teuerer als Windows.

  15. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: Thomas 13.07.18 - 18:49

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ob das für dich zutrifft ist irrelevant, andere sind auf anderen
    > Plattformen mehr zuhause, daher ist der „Vorteil“ im
    > Durchschnitt eben keiner. Genau das wollte ich damit sagen.

    Nein, das ist ganz und gar nicht irrelevant. Der Vorteil ist für die gegeben, die besser mit dem Mac arbeiten können, aus welchen Gründen auch immer. Und genau für die lohnt sich in vielen Fällen halt auch die höheren Anschaffungskosten.

    Wer mit einem Mac eh nichts anfangen kann oder daraus keinen Vorteil erzielen kann, braucht sich natürlich auch keinen kaufen.

    > Hättest du tatsächlich recht, würde alle Firmen nur Macs einsetzen, aber
    > das ist nicht so und sicher nicht weil die etwas zu verschenken hätten.

    Gerade im Bereich der Software-Entwicklung nutzen sehr viele Firmen Macs. Es wird wohl Gründe haben, warum z.B. einige der größten IT-Unternehmen, wie z.B. Amazon, Facebook, Google oder IBM im großen Maßstab auf Macs setzen. Schau dich auch mal im Publikum bei IT-Konferenzen um.

    Wir achten bei uns auch sehr darauf kosteneffizient zu arbeiten, trotzdem würde keiner auf die Idee kommen, den Entwicklern keine Macs mehr geben zu wollen. Das wäre auch kostenseitig ziemlich kontraproduktiv.

    --Thomas

  16. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: Schnarchnase 16.07.18 - 17:42

    Thomas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gerade im Bereich der Software-Entwicklung nutzen sehr viele Firmen Macs.
    > Es wird wohl Gründe haben, warum z.B. einige der größten IT-Unternehmen,
    > wie z.B. Amazon, Facebook, Google oder IBM im großen Maßstab auf Macs
    > setzen. Schau dich auch mal im Publikum bei IT-Konferenzen um.

    Ich schaue mich gerade um und sehe einen Apple-Nutzer in unserer Firma. Davor in den Buden sah es ähnlich aus bis maxmial 50:50. Kann sein, dass es auch andere Beispiele gibt, aber das ist schon wieder an dem vorbei worauf ich hinaus wollte.

    Der Punkt ist: Es arbeitet nicht jeder mit dem Mac effektiver, das hörte sich bei deiner Aussage aber so an und das ist falsch.

    Wenn man ein System wählen darf um so besser, dann kann man das passende für sich heraussuchen. Ich bin natürlich auch mit „meinem“ System am schnellsten und effektivsten, aber ein Mac würde mich bremsen und Windows noch viel mehr.

  17. Re: Was regt ihr euch alle über den Preis auf?

    Autor: Thomas 17.07.18 - 15:48

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich schaue mich gerade um und sehe einen Apple-Nutzer in unserer Firma.
    > Davor in den Buden sah es ähnlich aus bis maxmial 50:50. Kann sein, dass es
    > auch andere Beispiele gibt, aber das ist schon wieder an dem vorbei worauf
    > ich hinaus wollte.

    Ich hab ja auch nicht geschrieben, dass jede Firma oder jeder Softwareentwickler Macs nutzt oder gar das es für jeden Anwendungszweck der beste Computer wäre. Es gibt aber halt viele Firmen, die haben sich aus gutem Grund dafür entschieden, ihren Mitarbeitern Macs bereit zu stellen, entweder optional oder verpflichtend. Genauso wie es gute Gründe für andere Betriebssysteme geben kann. Hier immer nur die reinen Kosten für die Hardware zu betrachten ist halt sehr kurzsichtig gedacht.

    > Der Punkt ist: Es arbeitet nicht jeder mit dem Mac effektiver, das hörte
    > sich bei deiner Aussage aber so an und das ist falsch.

    Nö, das habe ich nie behauptet, das hast du höchstens so hineininterpretiert, obwohl ich doch mehrfach explizit darauf hingewiesen habe. Lies bitte einfach noch mal meine Beiträge.

    > Wenn man ein System wählen darf um so besser, dann kann man das passende
    > für sich heraussuchen. Ich bin natürlich auch mit „meinem“
    > System am schnellsten und effektivsten, aber ein Mac würde mich bremsen und
    > Windows noch viel mehr.

    Genau und wenn du mit "deinem System" produktiver bist, die Anschaffungskosten aber wegen spezieller Anforderungen etwas höher sein sollten, als bei einem "normalen PC", dann lohnt sich das im geschäftlichen Umfeld trotzdem, weil der Hauptkostentreiber eben deine Arbeitszeit ist und nicht die Anschaffungskosten deines Computers. Auf nichts anderes wollte ich die ganze Zeit hinaus und das MacBook Pro aus dem Artikel ist nur ein Beispiel.

    --Thomas

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. IT-Softwareentwickler mit dem Schwerpunkt Datenbanken (w/m/d)
    awk AUSSENWERBUNG GmbH, Koblenz
  2. Expert Cybersecurity (m/w/d)
    Mainova AG, Frankfurt am Main
  3. Prozessexperte* SAP APO ePP/DS
    HARTING Electric Stiftung & Co. KG, Espelkamp
  4. IT-System-Administrator - Netzwerk & Server (m/w/d)
    Corden Pharma International GmbH, Plankstadt bei Heidelberg und Mannheim, ,

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


.Net, Ubuntu, Github: Github erfindet sich neu und Ubuntu meißelt Container klein
.Net, Ubuntu, Github
Github erfindet sich neu und Ubuntu meißelt Container klein

Dev-Update Microsoft baut einen .Net-Stack für die Cloud, Canonical erstellt kleine Cloud-Angebote, Angular erfindet sich neu und Github treibt die Copilotisierung auf die Spitze.
Von Sebastian Grüner

  1. Rust, Python, Oxide Eigene Cloud-Hardware und Rust ohne Betriebssystem
  2. KI, Rust, Git KI für Datenbanken und Training für Rust
  3. KI, Linux, Honeycode Reichlich Programmier-KIs vor- und Honeycode eingestellt

Mit praktischen Übungen und Videos: Powershell für Einsteiger - Teil 1
Mit praktischen Übungen und Videos
Powershell für Einsteiger - Teil 1

Powershell-Tutorial
In einer neuen Reihe führen wir praxisnah in die Windows-Powershell ein. Dabei ist das Motto: Learning by Doing - mit Übungsblöcken, die aufeinander aufbauen, und mit Lösungsvideos.
Von Holger Voges


    Probefahrt mit Opel Astra Sportstourer: Der Elektrokombi, der nicht zieht
    Probefahrt mit Opel Astra Sportstourer
    Der Elektrokombi, der nicht zieht

    Der vollelektrische Opel Astra ist noch alles andere als ein Verkaufsschlager. Bei dem Kombi-Modell fehlt ein wichtiges Verkaufsargument.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

    1. Elektroautos Regierung lässt Umweltprämie früher auslaufen
    2. Standardisierter Vorgang E-Revolt will Verbrenner in E-Autos umbauen
    3. Gebrauchtwagenmarkt Elektroautos mit dem höchsten Preisrückgang