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Masse macht den Preis

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  1. Masse macht den Preis

    Autor: /mecki78 12.11.20 - 15:06

    Was kostet es, wenn ich mir von einem Schreiner einen Tisch machen lasse? Richtig, viel Geld, weil das eine Einzelleistung ist. Der gleiche Tisch als Großauftrag von einer Fabrik, sagen wir mal 1000 Stück, ist natürlich deutlich günstiger. Und wenn ich eine Möbelhauskette habe und gleich 100'000 Stück bestelle, dann wird der sogar noch viel, viel günstiger.

    Was die Leute immer gerne übersehen: Reparaturen sind auch Einzelleistungen, wenn sie nicht automatisch massenhaft durchgeführt werden und daher immer entsprechend teuer.

    Es ist also nicht verwunderlich, dass ein Produkt teurer zu reparieren ist, als dessen Herstellung kostet, alleine schon aufgrund der Arbeitszeitkosten des reparierenden Mitarbeiters. Dazu noch Ersatzteile und Versand, da ist man schnell preislich drüber.

    Genau deswegen bieten ja viele keine Reparaturen an und genau deswegen macht ein Recht auf Reparatur so wenig Sinn, denn wer lässt schon etwas reparieren, wenn er für das gleiche Geld ein Neugerät bekommt? Ja, Reparieren spart vielleicht Rohstoffe, aber es kostet unheimlich viel Arbeitszeit und Arbeitszeit ist Geld und Arbeitszeit ist teuer, vor allem in Deutschland. Die Produktion hingegen kostet sehr wenig Arbeitszeit, denn das meiste erledigen Maschinen im Akkord und produziert wird dort, wo Arbeitszeit wesentlich günstiger ist als bei uns. Und Arbeitszeitkosten zu senken und dafür die Produkte zum Reparieren zweimal um die halbe Welt zu schicken (einmal hin und einmal zurück) ist halt auch unsinnig und schadet der Umwelt noch viel mehr.

    Daher hört auf mit diesem Recht auf Reparatur-Unsinn, sondern erhöht lieber die Gewährleistungsfristen und das je nach Produktkategorie deutlich. Dort, wo günstige Reparaturen möglich sind, werden diese dadurch automatisch kommen, denn wer nicht reparieren kann muss tauschen und natürlich wird man immer den Weg der geringsten Kosten wählen. Höhere Gewährleistungsfristen werden automatisch zu mehr Reparaturen führen (da wo diese sinnvoll und kostengünstig möglich sind), bessere Reparierbarkeit von Geräten (da wo das möglich ist und am Ende allen Geld spart) und hochwertigeren Geräten (denn was erst gar nicht kaputt geht, muss nicht repariert oder getauscht werden), da ansonsten Händler und Hersteller am Ende nur drauf zahlen würden.

    /Mecki

  2. Re: Masse macht den Preis

    Autor: ebivan 12.11.20 - 15:45

    Es geht hier um ein Gerät, dass in der Herstellung eher 5 als 10¤ kostet. Wenn davon nun welche kaputt gehen, egal ob während der Garantie oder danach, sollte ein Konzern, der sich sooo mit seinem Umweltbewusstsein schmückt wie Apple (die lassen die Ladekabel nicht weg, weil sie so Millionen sparen, die machen das NUR der Umwelt zuliebe) wohl in seiner Gewinnmarge von 90¤ (bzw 180¤ wenn außerhalb der Gewährleistung) wohl in der Lage sein zumindest die Platine zu tauschen und den Rest von Gerät wieder zu verwenden.

  3. Re: Masse macht den Preis

    Autor: Stereo 12.11.20 - 16:16

    Interessant, kannst Du mal den Link mit den Herstellungspreisen des HomePods posten?
    Und wenn Du schonmal rangehest, dann auch die Liste mit den Gewinnmargen.
    Würde mich echt interessieren.

    ebivan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht hier um ein Gerät, dass in der Herstellung eher 5 als 10¤ kostet.
    > Wenn davon nun welche kaputt gehen, egal ob während der Garantie oder
    > danach, sollte ein Konzern, der sich sooo mit seinem Umweltbewusstsein
    > schmückt wie Apple (die lassen die Ladekabel nicht weg, weil sie so
    > Millionen sparen, die machen das NUR der Umwelt zuliebe) wohl in seiner
    > Gewinnmarge von 90¤ (bzw 180¤ wenn außerhalb der Gewährleistung) wohl in
    > der Lage sein zumindest die Platine zu tauschen und den Rest von Gerät
    > wieder zu verwenden.

  4. Re: Masse macht den Preis

    Autor: /mecki78 12.11.20 - 16:31

    ebivan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht hier um ein Gerät, dass in der Herstellung eher 5 als 10¤ kostet.

    Abgesehen davon, dass du hier mal wieder den üblichen Laienfehler begehst und denkst, dass die Fertigungskosten mit den Produktionskosten eines Produktes gleichzusetzen sind (was sie natürlich nicht sind), lohnt dann erst recht keine Reparatur, weil schon das Gerät aufschreiben kostet den Konzern mehr als das. Dann ist es erst recht günstiger dir ein neues Gerät zu schicken statt dort irgendwas zu tauschen.

    /Mecki

  5. Re: Masse macht den Preis

    Autor: tomate.salat.inc 12.11.20 - 16:45

    Richtig. Je günstiger in der Produktion desto unwahrscheinlicher die Reparatur. Aber mit was er nicht unrecht hat ist der Umweltaspekt.

    Und da wäre es definitiv besser wenn die Geräte zur Entsorgung bei Apple landen, als das es Privatpersonen überlassen wird. Ich gehe jetzt einfach mal von aus, dass Apple die Dinger nicht ins Meer kippt sondern vorschriftsmäßig entsorgt (ansonsten denke ich, hätte man auch was darüber gelesen/gehört).

    Mit den aktuellen "Reparaturpreisen" (ich bezweifle das Apple sich die eingesendeten Dinger auch nur ansieht. Ich glaube, da geht in jedem Fall ein neues raus), werden es die wenigsten wirklich beanspruchen. Dann landen die kaputten Dinger sonst wo. Deswegen finde ich es schon richtig, dass der Preis kritisiert wird.

    Abgesehen davon bin ich aber in dem Aspekt auf deiner Seite, dass die Gewährleistungsgarantie erhöht werden sollte.

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