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Hardware für Geschäftskunden muss sein wie vor 10 Jahren
Autor: Christian-Hofmann 06.08.23 - 12:27
Bei einer gewissen Anzahl von Geschäftskunden sollte wohl noch Windows 95 laufen, da man dann ja noch die alte Software weiternutzen kann :)
Aber mal Spaß beiseite. Geschäftskunden wollen primär ein System welches einmal eingerichtet dann für immer läuft. Teure Systemadministratoren will man nicht und Veränderungen noch weniger. Dabei wäre doch ein kompletter Bruch des Systems eine Chance langfristig diese Probleme zu lösen. Statt Anwendungen auf jedem System einzurichten, könnte es im Unternehmen einen Server geben, der diese Aufgabe im Browser erledigt. Dann wäre das Betriebssystem des Clients und die Hardware im Grunde bedeutungslos. Dann funktioniert alles genau so wie immer, egal ob mit Intel, ARM, Windows, Linux, Mac, ChromeOS, Tablet, Smartphone oder meinetwegen auch dem Fernseher.
Ich kenne viele Firmen wo es nur noch einen Server gibt und alle Mitarbeiter arbeiten im Browser. Da sind ChromeOS Geräte auch verbreitet, da diese günstig sind, eine lange Lebensdauer haben und relativ sicher sind. Ein Windows auf einem ARM oder auch mobilen Prozessor macht nun wirklich kein Spaß. Ich habe hier einen Intel Pentium G4400T, der ist sparsam und schnell genug für alle Aufgaben die ich so erledigen will. Unter Windows eine Qual, Linux oder auch ChromeOS laufen wunderbar schnell damit. Windows ist einfach die Jahre so gigantisch geworden, dass man alleine für die Basis ohne etwas zu tun schon unmengen an Ressourcen braucht. -
Re: Hardware für Geschäftskunden muss sein wie vor 10 Jahren
Autor: JouMxyzptlk 06.08.23 - 12:49
Da muss ich Microsoft etwas in Schutz nehmen: In meinen Tests lief so gut wie alle x86 Software auch auf ARM, was eine starke Leistung ist. Die Performance ist natürlich niedriger mit einem Emulationslayer dazwischen. Für "Office + RDP/Citrix" macht es aber keinen großen Unterschied - nur bei Teams mit Videokonferenz, woah, bevor es die native ARM64 Variante gab war das üüübel.
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Re: Hardware für Geschäftskunden muss sein wie vor 10 Jahren
Autor: Nick... 06.08.23 - 16:36
ChromeOS ist noch eine grössere Sicherheitslücke wie Windows AAD. Wenn denn lässt man ein Linux LTS laufen auch dem client, dann stellt der DAU Mitarbeiter auch kein Unsinn damit an.
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Re: Hardware für Geschäftskunden muss sein wie vor 10 Jahren
Autor: Christian-Hofmann 06.08.23 - 17:23
JouMxyzptlk schrieb:
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> Da muss ich Microsoft etwas in Schutz nehmen: In meinen Tests lief so gut
> wie alle x86 Software auch auf ARM, was eine starke Leistung ist.
Die aktuellen Windows Versionen hatte ich nie auf ARM getestet. Ich hatte damals ein Surface RT und dieses lief auch sehr gut. Das war aber noch Windows 8 und x86 Emulation gab es nicht und ARM Software auch nicht. Anwendungen kamen also nur aus dem Windows Store. Zum reinen Arbeiten und Surfen hat es aber gut funktioniert.
Nick... schrieb:
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> ChromeOS ist noch eine grössere Sicherheitslücke wie Windows AAD.
Auf welche Fakten stützt du diese Aussage? Ein zertifiziertes und aktuelles Chromebook ist eigentlich sehr sicher. Alleine schon die Tatsache, dass die Hardware einige zusätzliche Sicherheitsfunktionen bietet, ist das System auch sehr schlank und nicht veränderbar. Natürlich gab es immer mal Lücken, aber diese waren dann wohl nur bei sehr zielgerichteten Angriffen nutzbar.
Ob ein Linux jetzt sicherer ist? Ich würde mal sagen ein minimales System mit einem Enterprise System welches perfekt konfiguriert ist, wird auch sicher sein. Aber ein Ubuntu in der Standardinstallation wird dies nicht sein. Im Grunde sorgt jede Bibliothek und jedes Programm für zusätzliche Angriffsfläche, daher ist es sicherer je weniger ein System mitbringt. Ein System wie Ubuntu das tausende installierte Pakete hat bei einer frischen Installation bietet eben potentiell sehr viele Lücken. -
Re: Hardware für Geschäftskunden muss sein wie vor 10 Jahren
Autor: superdachs 07.08.23 - 04:55
Christian-Hofmann schrieb:
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> JouMxyzptlk schrieb:
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> > Da muss ich Microsoft etwas in Schutz nehmen: In meinen Tests lief so
> gut
> > wie alle x86 Software auch auf ARM, was eine starke Leistung ist.
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> Die aktuellen Windows Versionen hatte ich nie auf ARM getestet. Ich hatte
> damals ein Surface RT und dieses lief auch sehr gut. Das war aber noch
> Windows 8 und x86 Emulation gab es nicht und ARM Software auch nicht.
> Anwendungen kamen also nur aus dem Windows Store. Zum reinen Arbeiten und
> Surfen hat es aber gut funktioniert.
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> Nick... schrieb:
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> > ChromeOS ist noch eine grössere Sicherheitslücke wie Windows AAD.
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> Auf welche Fakten stützt du diese Aussage? Ein zertifiziertes und aktuelles
> Chromebook ist eigentlich sehr sicher. Alleine schon die Tatsache, dass die
> Hardware einige zusätzliche Sicherheitsfunktionen bietet, ist das System
> auch sehr schlank und nicht veränderbar. Natürlich gab es immer mal Lücken,
> aber diese waren dann wohl nur bei sehr zielgerichteten Angriffen nutzbar.
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> Ob ein Linux jetzt sicherer ist? Ich würde mal sagen ein minimales System
> mit einem Enterprise System welches perfekt konfiguriert ist, wird auch
> sicher sein. Aber ein Ubuntu in der Standardinstallation wird dies nicht
> sein. Im Grunde sorgt jede Bibliothek und jedes Programm für zusätzliche
> Angriffsfläche, daher ist es sicherer je weniger ein System mitbringt. Ein
> System wie Ubuntu das tausende installierte Pakete hat bei einer frischen
> Installation bietet eben potentiell sehr viele Lücken.
Hier spielt aber die Gesamtarchitektur, wenn man das so nennen kann, eine große Rolle. Windows und MacOS sind da recht anfällig. Da läuft einfach der meiste Scheiß im selben Berechtigungsscope wie der Kern. Das ist nie gut. Das ist aber einfach ein genereller Nachteil des Microkernels ansich. Bibliotheken und Programme sind da gar nicht ausschlaggebend. Die kommen, unter Linux, nie oder nur sehr schwer aus ihrem Speicherbereich raus. Unter Windows, und vermutlich auch MacOS, reicht es eine Pseudowebcam zu registrieren und schon ist man auf einer Betriebssystemebene wo niemand rumzumurkeln hat. DAS sind die echten Probleme. Einfallstore auf Benutzerebene sind Pillepalle. Das kann man (relativ) gut administrieren. Treiber in den Kern schleusen und so das ganze System kompromittieren kann man, unter Linux, nicht so schnell. Das halte ich schon für einen signifikanten Vorteil. Vielleicht sollte man das Konzept Microkernel generell mal in Frage stellen?



