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@Golem: 2x gleiche Studie verlinkt?
Autor: Lehmmanbnhb 30.10.23 - 12:41
Liebes Golem Team,
mir scheint, im letzten Absatz des Artikels "Zu den Studien" ist zweimal die gleiche Studie "Space exploration and economic growth: New issues and horizons" verlinkt?
Service für die Golem-Leser:
Da steht nichts drin!
Ausser einem Diagramm, dem man entnehmen kann, daß die Kosten für den Transport von 1kg Nutzlast in einen niedrigen Erdorbit im letzten halben Jahrzeht von ca. 10.000$ auf ca. 3.000$ gesunken sind, enthält die "Studie" nach 2 min. Querlesen scheinbar nur Geschwurbel!
Interessant wären für mich Abschätzungen wie "Die Rohstoffe X,Y,Z kosten derzeit x$,y$,z$, und allein der Treibstoff, den eine geschenkte Rakete braucht, um sie aus dem Asteroidengürtel hierherzutransportieren, kostet t$".
Meine Vermutung ist, daß das Ergebnis dieser Rechnung so absurd wäre, daß man kein zweites Mal über "Asteroid Mining" nachdenken würde.
Ich lasse mich da aber gerne eines Besseren belehren! -
Re: @Golem: 2x gleiche Studie verlinkt?
Autor: Makatu 30.10.23 - 12:50
Ist mir auch aufgefallen, dass der gleiche Artikel viermal verlinkt ist.
Hier der Link zum zweiten Artikel:
Mining in space could spur sustainable growth
https://www.pnas.org/doi/abs/10.1073/pnas.2221345120 -
Re: @Golem: 2x gleiche Studie verlinkt?
Autor: jf (Golem.de) 30.10.23 - 14:18
Ja, vielen Dank für den Hinweis! Wir haben den Link korrigiert.
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More bang for the buck!
Autor: Lehmmanbnhb 30.10.23 - 15:31
Makatu schrieb:
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> Ist mir auch aufgefallen, dass der gleiche Artikel viermal verlinkt ist.
>
> Hier der Link zum zweiten Artikel:
>
> Mining in space could spur sustainable growth
> www.pnas.org
Vielen Dank für den [www.pnas.org] Link!
Viel spezifischer wird der aber leider auch nicht!
Dort wird angegeben, daß man verschiedene Metalle, die man für Dinge braucht, die aktuell sehr im Fokus stehen (Solar, Windkraft, E-Autos und Batterien), auf Asteroiden in größerer Konzentration findet als auf der Erde.
Es wird aber nicht konkret auf die Kosten einzelner Metalle eingegangen, oder auf spezielle, praktikable "asteroidentaugliche" Abbauverfahren.
Meines Erachtens müsste man die Rohstoffe in zwei Klassen teilen.
Zum einen sind das solche, die auf der Erde weniger kosten, als der Treibstoff, den man benötigt, um sie von einer Asteroidenumlaufbahn herunterzuholen.
Das sind aus "Table 2" im obigen Paper meiner groben Abschätzung nach folgende mit aktuellen Preisen:
Eisen 0,68$/kg (Baustahl ab Walzwerk)
Kobalt 35$/kg
Nickel 18$/kg
Dann bleiben aus Table 2 im wesentlichen die Edelmetalle, deren Anteil in g/t, also ppm, an den Asteroiden bzw. Lagerstätten auf der Erde wie folgt angegeben sind:
___g/t__ Metall
Ast. Erde
22 <1 Ruthenium (Ru)
_4 <1 Rhodium (Rh)
17 <1 Palladium (Pd)
15 <1 Osmium (Os)
14 <1 Iridium (Ir)
29 _1 Platinum (Pt)
_1 _1 Gold (Au)
Im Durchschnitt findet man sie also Auf den Asteroiden mit ca. 20g/t und auf der Erde mit maximal etwa 1g pro Tonne.
Sie kosten auf der Erde alle ganz grob etwa 30.000$/kg, und wenn sie auf dem Asteroiden in Barrenform herumlägen, würde es sich vermutlich lohnen, sie hierherzuholen.
Aber würde es sich lohnen, Bergwerksequipment und Solarpanels zum Asteroidengürtel zu schicken, die in der Stunde eine Tonne Gestein zermahlen und in einem Säurebad auslaugen können, um dann letztendlich 29g Platin im Wert von 1000¤ zu gewinnen?
Das scheint mir zweifelhaft.
Aber es wäre wohl vergleichsweise einfach, eine solche Anlage hier auf der Erde in einer Vakuumkammer zu demonstrieren.
Nur ist wohl noch einfacher, an ein Vielfaches der dafür benötigten Forschungsgelder zu kommen, um sie bei einem Raketenstart zu pulverisieren ...
Das sieht aber zugegebenermassen auch spektakulärer aus ;-)
More bang for the buck!
1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.10.23 15:33 durch Lehmmanbnhb.



