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Schade um Atari

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  1. Schade um Atari

    Autor: elgooG 10.10.19 - 13:06

    Eigentlich war Atari ein Unternehmen, dass perfekt aufgestellt war und trotzdem haben sie jetzt schon wieder den 3. Bankrott mit ihrer Atari-Konsole kurz vor sich. :'(

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite

  2. Re: Schade um Atari

    Autor: Quantium40 10.10.19 - 13:08

    Wenn man bedenkt, was Atari beim Go bedeutet, passt der Name ja irgendwie zu einer Firma, die immer kurz vor dem Untergang steht.

  3. Re: Schade um Atari

    Autor: Dino13 10.10.19 - 13:40

    elgooG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich war Atari ein Unternehmen, dass perfekt aufgestellt war und
    > trotzdem haben sie jetzt schon wieder den 3. Bankrott mit ihrer
    > Atari-Konsole kurz vor sich. :'(

    Eigentlich nicht wirklich schade. Das Unternehmen hat sich selbst gegen die Wand gefahren. Dafür konnten dann andere Unternehmen aufsteigen die es so sonst nicht gegeben hätte.

  4. Re: Schade um Atari

    Autor: 1st1 10.10.19 - 16:54

    Eigentlich war der Laden sehr inniovativ, das Problem war immer, dass sie sich zu sehr auf ihren gerade geernteten Lorbeeren ausgeruht haben, bis dann endlich mal ein besseres Nachfolgegerät auf den Markt kam. Das lag an den Tramiels, die meinten, wenn ein Rechner fertig entwickelt ist, kann man Geld sparen, in dem man die Entwickler feuert. Wenn dann ein Nachfolgegerät gebraucht wird, muss man erstmal Leute finden, die sich mit den exietierenden Rechnern auskennen, um darauf basierend was neues zu machen...

    Der ST war 1985 damaligen PCs Meilen vorraus. Aber das Tastaturgehäuse taugte nicht für Profis, ATARI hätte gleich auch den Mega ST mit seiner abgesetzten (Cherry-)Tastatur nachschieben müssen, der kam aber erst 1987.

    Hauptkonkurrent war dann ab 1986 bei Privatpersonen der Amiga 500, dem hätte ATARI aber gleich den STE mit ähnlichen Sound- und Grafikfähigkeiten entgegenschieben müssen, der kam aber erst Ende 1989, quasi 3 Jahre zu spät.

    Schon 1988 hatte ATARI mit dem CDAR 504 ein erstes CD-ROM für die ST-Serie fertig und verkaufte auch ein paar. (ich suche so ein Laufwerk, will jemand eins los werden?) Damals konnte man sich kaum vorstellen, was man mit dieser Datenmenge im direkten Zugriff machen kann...

    Die Atari SLM Laserdrucker nahmen das Prinzip späterer GDI-Drucker für Windows vorneweg, die Seite wurde im ST/TT komplett gerendert und als Bitmap auf den dummen (billigen!) Drucker rausgeschickt, sparte einen weiteren Prozessor und RAM im Drucker. Deswegen konnte ATARI ein ganzes DTP-System mit Rechner, Monitor, Drucker und Calamus für den selben Preis anbieten, was bei Apple und HP der Laserdrucker alleine kostete...

    Auch der TT und der Mega STE hätten schon bei Erscheinen der ersten 80386-PCs, also auch 1987-88 kommen müssen, und wenn der TT da nur 16 MHz gehabt hätte (er kam dann 1990 mit einer Turbokarte im CPU-Sockel, die den Takt auf 32 Mhz verdoppelte). Der Mega STE mit seiner 68000-16 sah zwar (genauso) hübsch (wie der TT) aus, riss aber mit seiner 640x400 Grafik 1991 niemand mehr vom Hocker.

    Das ST-Book war vom Formfactor für 1992 auf der Höhe der Zeit, aber eine 68000-8 lockte nur Musiker hinterm Ofen hervor, die Cubase platzsparend auf der Bühne nutzen wollten.

    Atari hatte 1992 auch mit dem ST-Pad/STylus ein Tablet-Computer mit Handschrifterkennung, davon existierten aber nur wenige Prototypen.

    Und der Falcon 030 war 1992 seiner Zeit durch die Verwendung des DSP meilenweit vorraus, eine - vom Anwendungszweck ähnliche Technik - kam erst 1995 von Intel als MMX-Befehlserweiterung in die CPUs rein. Aber Atari hat auf das falsche Gehäuse gesetzt, das Desktop-Gehäuse "Falcon Microbox" war quasi gleichzeitig fertig designt, wie der Tastaturcomputer (wie 1040ST/STE). (Der Falcon ist der älteste Computer, den ich bisher ermitteln konnte, der im Auslieferungszustand 128 MBit MP3 abspielen kann!)

    Die Atari ATW 800 (Transputer Workstation) war 1989/90 einer der ersten Rechner, den man in der Rechenleistung durch Hinzufügen weiterer (Transputer-)Prozessoren skalieren konnte. Bis zu 16 CPUs konnte so eine ATW über Steckkarten aufnehmen, und man konnte per Link-Kabel mehrere ATWs miteinander koppeln - Infiniband lässt grüßen. Wann gab es nochmal die ersten PCs mit 2 CPUs? Das ging - glaub ich - erst beim Pentium II los...

    Die Jaguar-Konsole war die erste Spielekonsole, die mit einer teilweise 64 Bit Architektur aufwarten konnte, das erste Consumer-System überhaupt, welches rudimentäre 3D-Beschleunigungs-Funktionen im Grafikchip hatte. Auch wieder seiner Zeit vorraus.

    Schade um Atari. Vieles richtig gemacht. Aber vieles zu spät.

  5. Re: Schade um Atari

    Autor: LH 10.10.19 - 17:32

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Jaguar-Konsole war die erste Spielekonsole, die mit einer teilweise 64
    > Bit Architektur aufwarten konnte, das erste Consumer-System überhaupt,
    > welches rudimentäre 3D-Beschleunigungs-Funktionen im Grafikchip hatte. Auch
    > wieder seiner Zeit vorraus.

    Es nützt aber nichts der Erste zu sein, wenn man schon nach einem Jahr von einem deutlich leistungsfähigeren Konkurrenten überholt wird, und in diesem Jahr nichts für seinen Erhalt getan hat. Eine Konsole ohne gute Spiele ist nutzlos.

  6. Re: Schade um Atari

    Autor: 1st1 10.10.19 - 19:52

    Genau das war das Problem.

  7. Re: Schade um Atari

    Autor: nightkids 11.10.19 - 07:12

    jaja atari jaguar, was für ein riesen ....haufen :D
    der werbeslogan war ja schon der lacher "do the math".
    aber ja, spieletechnisch sah es fürchterlich aus, ein großer grund wieso das ding sofort wieder verschwand.
    avgn brachte es damals auf den punkt
    https://www.youtube.com/watch?v=CGEGon-Qc_Q

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