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AKW sind undemokratisch!

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  1. AKW sind undemokratisch!

    Autor: nosstromOS 10.05.23 - 21:43

    Egal welche Leistung ein AKW hat - es bleibt ein AKW!

    Über Generationen werden die direkten und indirekten Folgen der verfehlten Energiepolitik, insbesondere von konservativen Parteien, negative Folgen auf alle nachfolgende Generationen haben, ohne das diese dabei hätten mitreden können.

    Die direkten Kosten werden unseren Kindern, Kindes-Kindern und deren Ur-Enkeln sicherlich viel Freude bereiten.

    Ich bedanke mich daher auch im Namen aller Menschen, sagen wir mal der nächsten 1000 Generationen, bei den Schlaubergern dieser kurzen Epoche.

    cu

  2. Re: AKW sind undemokratisch!

    Autor: Oktavian 11.05.23 - 06:35

    > Egal welche Leistung ein AKW hat - es bleibt ein AKW!

    Richtig.

    > Über Generationen werden die direkten und indirekten Folgen der verfehlten
    > Energiepolitik, insbesondere von konservativen Parteien,

    Ich kann mich nicht erinnern, dass bei der Einführung der Atomkraft die SPD nennenswerte Bedenken hatte, die FDP auch nicht. Jeder in der Politik hielt das damals für eine gute Idee. Das war ja gerade der Grund, warum sich (unter anderem) über diese Frage die Grüne Partei bilden konnte.

    > negative Folgen
    > auf alle nachfolgende Generationen haben, ohne das diese dabei hätten
    > mitreden können.

    Das ist das Problem mit der Vierdimensionalität. Solange keine Zeitreisen erfunden sind, kann man die nachfolgenden Generationen nicht fragen. Unter der Prämisse darf man nie wieder irgendeine Entscheidung völlig egal in welche Richtung treffen, denn man kann ja nicht alle nachfolgenden Generationen fragen. Man kann nicht mal keine Entscheidung treffen, denn auch keine Entscheidung zu treffen ist eine Entscheidung, die man demokratisch rechtfertigen müsste.

    > Die direkten Kosten werden unseren Kindern, Kindes-Kindern und deren
    > Ur-Enkeln sicherlich viel Freude bereiten.

    Auch das ist eine Binsenweisheit.

    > Ich bedanke mich daher auch im Namen aller Menschen, sagen wir mal der
    > nächsten 1000 Generationen, bei den Schlaubergern dieser kurzen Epoche.

    Ich gehe mal davon aus, Du wurdest in demokratischer Wahl zum Anführer und Sprecher dieser Generationen gewählt. Ansonsten wäre es doch eine ziemliche Anmaßung zu meinen, man könnte für viele Milliarden Menschen über einen Zeitraum von grob 30.000 Jahren sprechen.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.23 06:41 durch Oktavian.

  3. Re: AKW sind undemokratisch!

    Autor: masel99 11.05.23 - 07:00

    > Ich kann mich nicht erinnern, dass bei der Einführung der Atomkraft die SPD nennenswerte Bedenken hatte, die FDP auch nicht. Jeder in der Politik hielt das damals für eine gute Idee. Das war ja gerade der Grund, warum sich (unter anderem) über diese Frage die Grüne Partei bilden konnte.

    Bei der Einführung war man noch voller Euphorie. Da fantasierte man von Atomreaktioen in PKW und ähnlichem. Die Ernüchterung kam dann erst später. Aber das "tote Pferd" wurde als "Brückentechnologie" weiter geritten.

    > Das ist das Problem mit der Vierdimensionalität. Solange keine Zeitreisen erfunden sind, kann man die nachfolgenden Generationen nicht fragen. Unter der Prämisse darf man nie wieder irgendeine Entscheidung völlig egal in welche Richtung treffen, denn man kann ja nicht alle nachfolgenden Generationen fragen. Man kann nicht mal keine Entscheidung treffen, denn auch keine Entscheidung zu treffen ist eine Entscheidung, die man demokratisch rechtfertigen müsste.

    Sollte man sie fragen müssen, wenn man den nachfolgenden Generationen mindestens eine Lebensgrundlage hinterlässt wie man sie selbst vorgefunden hat? Es ist schon ein Unterschied ob man bewusst auf Kosten der nachfolgenden Generationen lebt oder Anstrengungen unternimmt die Lebensgrundlage zu erhalten.

  4. Re: AKW sind undemokratisch!

    Autor: Emulex 11.05.23 - 07:39

    masel99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Bei der Einführung war man noch voller Euphorie. Da fantasierte man von
    > Atomreaktioen in PKW und ähnlichem. Die Ernüchterung kam dann erst später.
    > Aber das "tote Pferd" wurde als "Brückentechnologie" weiter geritten.

    Schade halt, dass unsere bereits gebauten AKW nicht in der Ukraine stehen.
    Da findet Habeck die völlig ok.

    >
    > Sollte man sie fragen müssen, wenn man den nachfolgenden Generationen
    > mindestens eine Lebensgrundlage hinterlässt wie man sie selbst vorgefunden
    > hat? Es ist schon ein Unterschied ob man bewusst auf Kosten der
    > nachfolgenden Generationen lebt oder Anstrengungen unternimmt die
    > Lebensgrundlage zu erhalten.

    Da muss man eben ein wenig weiter denken und in diese "Lebensgrundlage" auch eine funktionierende Wirtschaft, sozialen Frieden, Demokratie, ... einbeziehen und nicht nur mit Scheuklappen auf die Umwelt gucken.
    Wo stünden wir technologisch und gesellschaftlich heute wohl, hätten frühere Generationen immer das umweltpolitisch "richtige" getan?

  5. Re: AKW sind undemokratisch!

    Autor: Oktavian 11.05.23 - 08:37

    masel99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ich kann mich nicht erinnern, dass bei der Einführung der Atomkraft die
    > SPD nennenswerte Bedenken hatte, die FDP auch nicht. Jeder in der Politik
    > hielt das damals für eine gute Idee. Das war ja gerade der Grund, warum
    > sich (unter anderem) über diese Frage die Grüne Partei bilden konnte.
    >
    > Bei der Einführung war man noch voller Euphorie. Da fantasierte man von
    > Atomreaktioen in PKW und ähnlichem. Die Ernüchterung kam dann erst später.

    Richtig, aber deshalb ist es unsinnig, Atomkraft als konservative Idee zu beschreiben. Gerade die Linken in Deutschland sind traditionsgemäß sehr industriefreundlich, die SPD hat die Atomkraft immer mitgetragen und die Proteste in den 70ern fleißig niederknüppeln lassen.

    > Sollte man sie fragen müssen, wenn man den nachfolgenden Generationen
    > mindestens eine Lebensgrundlage hinterlässt wie man sie selbst vorgefunden
    > hat?

    Nach der Idee des OPs schon. Es ist nie absehbar, ob die Entscheidung jetzt in 10.000 Jahre Folgen hat, die wir heute nicht absehen können. Das ist das Wesen von "nicht absehen können". Wir werden den Planeten nicht besenrein hinterlassen, und jede Entscheidung hat langfristig unabsehbare Konsequenzen.

    > Es ist schon ein Unterschied ob man bewusst auf Kosten der
    > nachfolgenden Generationen lebt oder Anstrengungen unternimmt die
    > Lebensgrundlage zu erhalten.

    Natürlich, aber jede Entscheidung hat Konsequenzen. Wir bewegen uns hier in D weg von Atomstrom und hin zu Elektro, Solar und Wind. Uns erscheint das völlig logisch. Aber vielleicht urteilt man in 4 Generationen schon völlig anders.

    Dann kommt "Atommüll ist doch überhaupt kein Problem, den können wir heute erneut nutzen, viel mehr Strom machen und wir haben den Strahlungsneutralisationsprozess, der die gefährliche Zeit von Millionen von Jahren reduziert auf wenige Minuten. Dann kann man den Müll bedenkenlos Babynahrung zusetzen. Tschernobyl haben wir mal locker aufgeräumt, Fukushima auch. Danke übrigens für die Castoren in den Zwischenlagern, darin ist genug Energie für die nächsten 50.000 Jahre. Aber wie kamt ihr auf die bescheuerte Idee, das Lithium, Neodym und Lanthan aus dem Boden zu holen? Das macht heute richtig Probleme, damit werden wir so gar nicht fertig. Außerdem habt ihr mit den dämlichen Speicherkraftwerken die Natur so richtig ruiniert." Nur so als Idee. Könnte doch sein, oder?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.23 08:41 durch Oktavian.

  6. Re: AKW sind undemokratisch!

    Autor: nosstromOS 11.05.23 - 11:05

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    ...
    >... Jeder in der Politik hielt das damals für eine gute Idee. Das war ja gerade der Grund, warum
    > sich (unter anderem) über diese Frage die Grüne Partei bilden konnte.

    Die Annahme, dass ich lediglich von deutschen Parteien spreche ist falsch - konservative Parteien halten gerne an bekannten Dingen fest und betrachte viele Dinge nicht Ganzheitlich.

    > > negative Folgen auf alle nachfolgende Generationen haben, ohne das diese dabei hätten
    > > mitreden können.

    Auch diese Generation kann nicht mitreden, was vorherige Generation entschieden haben!

    > Das ist das Problem mit der Vierdimensionalität. Solange keine Zeitreisen

    Die Zeit ist nicht die 4. Dimension ....

    > ... Unter der Prämisse darf man nie wieder irgendeine Entscheidung völlig egal in
    > welche Richtung treffen, denn man kann ja nicht alle nachfolgenden
    > Generationen fragen. Man kann nicht mal keine Entscheidung treffen, denn
    > auch keine Entscheidung zu treffen ist eine Entscheidung, die man
    > demokratisch rechtfertigen müsste.

    Natürlich kann keiner die zukünftigen Generationen fragen - dennoch sollte dies zumindest fiktiv erfolgen.

    > > Die direkten Kosten ... Ur-Enkeln sicherlich viel Freude bereiten.
    > Auch das ist eine Binsenweisheit.

    .. und dennoch interessiert es kaum

    > > Ich bedanke mich daher auch im Namen aller Menschen, ...
    > Ich gehe mal davon aus, Du wurdest in demokratischer Wahl zum Anführer und
    > Sprecher dieser Generationen gewählt.

    du hast es erfasst - ich komme aus der Zukunft und richte über die heutige Menschheit!

    > Ansonsten wäre es doch eine ziemliche
    > Anmaßung zu meinen, man könnte für viele Milliarden Menschen über einen
    > Zeitraum von grob 30.000 Jahren sprechen.

    Die Anmaßung besteht darin, dass heute gelebt wird, als gäbe es kein Morgen!
    ... und natürlich werden nachfolgende Generation "uns" ebenso vor ein Gericht stellen, wie wir es auch heute mit den Generationen vor uns machen.

  7. Re: AKW sind undemokratisch!

    Autor: janoP 11.05.23 - 11:36

    nosstromOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Egal welche Leistung ein AKW hat - es bleibt ein AKW!
    >
    > Über Generationen werden die direkten und indirekten Folgen der verfehlten
    > Energiepolitik, insbesondere von konservativen Parteien, negative Folgen
    > auf alle nachfolgende Generationen haben, ohne das diese dabei hätten
    > mitreden können.
    >
    > Die direkten Kosten werden unseren Kindern, Kindes-Kindern und deren
    > Ur-Enkeln sicherlich viel Freude bereiten.
    >
    > Ich bedanke mich daher auch im Namen aller Menschen, sagen wir mal der
    > nächsten 1000 Generationen, bei den Schlaubergern dieser kurzen Epoche.

    Bedanken werden sie sich bei den Schlaubergern, die durch Blockade von AKW dafür sorgen, dass immer mehr Länder Kohlekraftwerke bauen. Deren Folgen werden nämlich ganz sicher deren Leben beeinträchtigen.

    Dass Atommüll irgendwelche Konsequenzen für zukünftige Generationen haben wird, ist zwar möglich, aber ziemlich unwahrscheinlich. Die Konsequenzen wären auch nicht so reichweitig wie die Konsequenzen des Klimawandels.

    Und es sprechen sich vor allem linke und grüne Parteien für Kernenergie aus. Außer in Deutschland.

  8. Re: AKW sind undemokratisch!

    Autor: masel99 15.05.23 - 20:37

    Könnte alles vielleicht mal sein, absehbar ist es aber nicht, deshalb schrieb ich

    > Es ist schon ein Unterschied ob man bewusst auf Kosten der
    > nachfolgenden Generationen lebt oder Anstrengungen unternimmt die
    > Lebensgrundlage zu erhalten.

    Aktuell ist Atommüll bzw. Uranabbau eine Belastung für zukünftige Generationen. Die CO2 arme Stromerzeugung unter Klimaaspekten wiederum besser als fossile Energieträger zu verfeuern und CO2 in die Atmosphäre zu blasen. Alles nicht so einfach.

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