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Die Kuh wird weiter gemolken.

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  1. Re: Die Kuh wird weiter gemolken.

    Autor: PullMulll 30.10.10 - 05:16

    >...daß darin mit Wissenschaft erklärter utopischer Fortschritt eine große Rolle spielt.

    nein nicht unbedingt, denk an Blade runner. mit Utopie hat das nicht viel zu tun, eher Dystopie.

    generel sollte man Scince fiction immer unabhängig von der zeit betrachten. man denke an den Steampunk... der ja auch zu sifi gehört aber meist im 19ten Jahrhundert spielt.

    und noch Genereller sollte man Science Fiction nur in Buchform zu sich nehmen,
    aber das ist nur meine bescheidene meinung..

    IAN BANKS FOR EVER :D

  2. Re: Die Kuh wird weiter gemolken.

    Autor: love tq hate 30.10.10 - 14:51

    PullMulll schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >...daß darin mit Wissenschaft erklärter utopischer Fortschritt eine große
    > Rolle spielt.
    >
    > nein nicht unbedingt, denk an Blade runner. mit Utopie hat das nicht viel
    > zu tun, eher Dystopie.

    Klar. "Utopisch" bezog sich nicht auf die Gesellschaft, sondern auf die Technik. Mein Fremdwörter-Duden:
    "utopisch: schwärmerisch; unerfüllbar; wirklichkeitsfremd."
    Vielleicht wäre "fortschrittlich" oder "visionär" das bessere Wort gewesen.

    > generel sollte man Scince fiction immer unabhängig von der zeit betrachten.
    > man denke an den Steampunk... der ja auch zu sifi gehört aber meist im
    > 19ten Jahrhundert spielt.

    Sehe ich auch so. Wie der Name schon sagt: Wissenschaftliche Märchen.

    > und noch Genereller sollte man Science Fiction nur in Buchform zu sich
    > nehmen,
    > aber das ist nur meine bescheidene meinung..

    Und auf die visuellen Tricks verzichten, die gerade in dem Genre beliebt und ab und zu auch wirklich sehenswert sind?
    Generell muß ich für mich leider feststellen, daß ich wirklich sehr selten Unterhaltungsliteratur lese, sollte ich vielleicht mal dran arbeiten.

    > IAN BANKS FOR EVER :D

    Ich habe heute das erste Mal den Kurzfilm Burn-E (Wall-E kannte ich schon länger) gesehen, in 1080p. Einfach gut! :)

  3. Mal ein paar Worte von mir.

    Autor: LockerBleiben 30.10.10 - 18:39

    > "Utopisch" bezog sich nicht auf die Gesellschaft, sondern
    > auf die Technik.

    Neeein. Blade Runner IST utopisch. Oder, korrekterweise, "dystopisch". Denn es geht durchaus um die Gesellschaft in dieser Zukunft (Replikanten, die wie Untermenschen behandelt werden, obwohl sie eindeutig genauso (oder besser) wie Menschen sind und empfinden.)

    > Mein Fremdwörter-Duden: "utopisch: schwärmerisch;
    > unerfüllbar; wirklichkeitsfremd."

    Völlig daneben. Im Genre ist das ein klar umrissenes Feld - 1984, Farm der Tiere, Alphaville usw. Auch Uhrwerk Orange.

    > Vielleicht wäre "fortschrittlich" oder "visionär" das
    > bessere Wort gewesen.

    Vielleicht. Aber wenn's um Genrebestimmung geht, dann eher nicht.

    [Steampunk]
    > Sehe ich auch so. Wie der Name schon sagt:
    > Wissenschaftliche Märchen.

    Alternative Realität. "Was wäre wenn." Kann durchaus realitätsbezogen UND realistisch sein - Dampfmaschinen und Luftschiffe usw. Und SF muss generell nicht in der Zukunft spielen.

    > Generell muß ich für mich leider feststellen, daß ich
    > wirklich sehr selten Unterhaltungsliteratur lese, sollte
    > ich vielleicht mal dran arbeiten.

    "Edutainment" ist die Antwort der Angelsachsen auf die "bittere Pille Wissen" der Deutschen. Etwas lernen und begreifen ohne dass es wehtut.

    >> IAN BANKS FOR EVER :D
    > Ich habe heute das erste Mal den Kurzfilm Burn-E (Wall-E
    > kannte ich schon länger) gesehen, in 1080p. Einfach
    > gut! :)

    Hm. Interessante Antwort! (Auch wenn ich Wall-E und Pixar liebe.)

    Ich empfehle Dir mal ein paar Bücher von Iain Banks (übrigens ein Schotte) zu lesen. Oder erstmal per Wikipedia eine Ahnung zu bekommen, wer der Mann ist und worüber er schreibt. Wenn Dir Star Trek "futuristisch" vorkommt, dann ist Banks' "Kultur" noch einen ganzen Schritt "futuristischer". ;)

  4. Zu Iain Banks.

    Autor: LockerBleiben 30.10.10 - 18:41

    > IAN BANKS FOR EVER :D

    In den 90er Jahren habe ich das auch mal so gesehen. ;)

    Aber heute würde ich noch Asimov, Herbert, Farmer und (etwas moderner) Benford hinzufügen.

  5. Re: Mal ein paar Worte von mir.

    Autor: 1ove 2 hate 31.10.10 - 09:36

    LockerBleiben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > "Utopisch" bezog sich nicht auf die Gesellschaft, sondern
    > > auf die Technik.
    >
    > Neeein. Blade Runner IST utopisch. Oder, korrekterweise, "dystopisch".

    Habe ich doch nie bestritten. Es ging mir um die Definition des Genres Science-Fiction. Dies zeichnet sich - nach meiner Meinung - durch "utopische" Technik (in der Bedeutung des von mir zitierten Duden-Eintrages) aus. Ob diese Technik einer utopischen oder dystopischen Gesellschaft entspringt, oder sie sogar bedingt, steht auf einem anderen Blatt.

    > es geht durchaus um die Gesellschaft in dieser Zukunft (Replikanten, die
    > wie Untermenschen behandelt werden, obwohl sie eindeutig genauso (oder
    > besser) wie Menschen sind und empfinden.)

    Sie empfinden eigentlich nicht "besser", denn sie verraten sich ja durch den Gewissensfragen-Test und sind auch sonst ziemlich skrupellos.
    Die Distopie zeigt sich für mich eher durch die zerstörte Umwelt (Dauerregen, ewige Dunkelheit) und die Parallelgesellschaft (Asiaten), aber lassen wir das. ;)

    > Völlig daneben. Im Genre ist das ein klar umrissenes Feld - 1984, Farm der
    > Tiere, Alphaville usw. Auch Uhrwerk Orange.

    Uhrwerk Orange würde ich nicht zum Science-Ficition zählen, weil mir die visionäre Technik fehlt. Eine Dystopie ist es natürlich trotzdem, bzw. vor allem.

    > SF muss generell
    > nicht in der Zukunft spielen.

    Ganz Deiner Meinung. Da muß ich Dich wohl vorher mißverstanden haben.

    > > Generell muß ich für mich leider feststellen, daß ich
    > > wirklich sehr selten Unterhaltungsliteratur lese, sollte
    > > ich vielleicht mal dran arbeiten.
    >
    > "Edutainment" ist die Antwort der Angelsachsen auf die "bittere Pille
    > Wissen" der Deutschen. Etwas lernen und begreifen ohne dass es wehtut.

    Gute Dokumentationen sind immer auch unterhaltsam, weil eben interessant und gut erzählt. Die Vermischung von Unterhaltung und Information sehe ich eher kritisch - aber natürlich besser als gar nichts.

    > >> IAN BANKS FOR EVER :D
    > > Ich habe heute das erste Mal den Kurzfilm Burn-E (Wall-E
    > > kannte ich schon länger) gesehen, in 1080p. Einfach
    > > gut! :)
    >
    > Hm. Interessante Antwort! (Auch wenn ich Wall-E und Pixar liebe.)

    Wieso interessant? Magst Du den Film nicht? Ich fand beide toll.

    > Ich empfehle Dir mal ein paar Bücher von Iain Banks (übrigens ein Schotte)
    > zu lesen. Oder erstmal per Wikipedia eine Ahnung zu bekommen, wer der Mann
    > ist und worüber er schreibt. Wenn Dir Star Trek "futuristisch" vorkommt,
    > dann ist Banks' "Kultur" noch einen ganzen Schritt "futuristischer". ;)

    Danke für den Tip. Wie gesagt, wird Zeit, daß ich mal wieder Romane lese. Der Mann soll doch eine Legende in dem Genre sein, wenn er der ist, von dem ich glaube, schon mal gehört zu haben?

  6. Re: Mal ein paar Worte von mir.

    Autor: d-tail 31.10.10 - 13:24

    Ich würde Star Wars nicht als Science-Fiction auffassen, sondern einfach nur als Weltraum-Saga. Oder vielleicht noch präziser, als Märchen im Weltraum.

    In der Science-Fiction geht es ja nicht immer darum, irgendwelche tollen Antriebssysteme zu benutzen oder Strahlenwaffen, sondern auch Aspekte und Dinge aufzuzeigen, die zu diesem (unserem eigenen) Zeitpunkt noch nicht existieren, wie z. B. eine Gesellschaft in der man nicht mehr nach Macht und Reichtum strebt (Star Trek).

  7. Re: "Star Trek steht die zwischenmenschliche Interaktion im Vordergrund."

    Autor: _irata 31.10.10 - 14:35

    LockerBleiben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich empfehle bei Deinem naiven Glauben mal die Worterklärung von "techno
    > babble" herauszusuchen und durchzulesen.
    >
    > Ganze Staffeln von Star Trek wären ohne gar nicht erst entstanden. ;)

    Vielleicht ja bei den späteren Serien? War zu der Zeit ja dann auch ziemlich in.

    Bei der ursprünglichen Serie wäre mir das aber noch nicht aufgefallen.
    Damals gab es ja noch nicht mal den Begriff Technobabble ;-)

  8. Re: "Star Trek steht die zwischenmenschliche Interaktion im Vordergrund."

    Autor: d-tail 31.10.10 - 15:06

    Der Begriff "TechnoBabble" wurde AFAIK durch die Fans und Medien gebildet.

    Bei TOS ging es noch, da war noch nicht so viel TechnoBabbel aber dafür gab es das Alien der Woche und die Krankheit der Woche. Während man das Alien der Woche meist nie wieder sah, schaffte es Doctor McCoy auch immer zuverlässig, die Krankheit der Woche zu beseitigen und Spock schaffte es immer, anhand von ein wenig wirrem Geflimmer auf seinem Trikorder die komplexesten Situationen und Sachverhalte zu erkennen.

    Bei TNG war es zumindest in Bezug auf andere Rassen schon kontinuierlicher. Hier wurde das Alien der Woche allerdings recht zuverlässig durch die Strahlung der Woche verdrängt: Theta-Emissionen, Omicron-Partikel, Soliton-Partikel, Chronoton-Partikel, generell Partikelfelder die immer für irgendein Phänomen verantwortlich waren. Manchmal war auch nur irgendeine Energie-Dämpfungsmatrix defekt oder ein Anodyne-Relais oder die Transporter-Musterpuffer...
    DAS ist natürlich TechnoBabbel vom feinsten.

    In DS9 wurde das schliesslich parodiert (Q zu Sisko): "Also Captain Picard hätte dieses TechnoBabbel gelöst".

  9. Re: "Star Trek steht die zwischenmenschliche Interaktion im Vordergrund."

    Autor: PullMulll 31.10.10 - 23:37

    Wiki sagt:
    ------------------------------------------------------------------
    Der Begriff entstammt dem Titel De optimo rei publicae statu deque nova insula Utopia (Vom besten Zustand des Staates oder von der neuen Insel Utopia) des 1516 erschienenen Romans des englischen Staatsmanns Thomas Morus, der darin eine ideale Gesellschaft beschreibt, mit deren Hilfe er seinen Zeitgenossen einen kritischen Spiegel vorhält. Oft trifft man aber auch auf die vereinfachte Bezeichnung Utopia, welche eigentlich nur die Insel bezeichnet, auf der die Mitglieder der idealen Gesellschaft leben. Thomas Morus' Utopia liegt (noch) nicht in der Zukunft, sondern in einer fernen Weltgegend. Nach heutigem Sprachgebrauch dagegen liegt eine Utopie fast immer in der Zukunft und eher selten in der Vergangenheit oder der räumlichen Ferne.

    Charakteristisch ist in allen Fällen, dass in der Gegenwart bereits vorhandene Ansätze weitergedacht oder hinterfragt werden, somit haben Utopien meist einen gesellschaftskritischen Charakter,

    entweder indem sie behaupten, eine bessere Gesellschaft sei möglich (siehe Thomas Morus, "Utopia", Heinrich von Kleist, „Das Erdbeben in Chili“: „Das Tal der Gerechten“, Burrhus Frederic Skinner, "Walden Two")
    oder umgekehrt, indem sie bestehende Ansätze gedanklich weiterbilden, in Dystopien, also pessimistische Negativutopien, verkehren und somit scharf kritisieren (siehe Visionen des Cyberpunk-Genres und Filme wie Jahr 2022… die überleben wollen (Soylent Green) und 1984 (George Orwell)).
    In diesem Sinne ist der Hauptinhalt einer Utopie häufig eine Gesellschaftsvision, in der Menschen ein alternatives Gesellschaftssystem praktisch leben (Beispiel: New Harmony). Über den Inhalt hinaus kann der Begriff Utopie außerdem auf die Präsentation bezogen werden, so dass er auch literarische oder filmische Werke bezeichnet, die eine solche utopisch bessere oder schlechtere Gesellschaft vorstellen.

    Obgleich man den Begriff Utopie herkömmlich als Synonym für optimistisch-fantastische Ideale benutzt, kann eine Utopie in ihrem gesellschaftskritischen Aspekt durchaus gegenwärtig-praktisch ausgelegt werden und erlangt somit neben ihrer fantastischen Perspektive eine gegenwartsbezogen-kritische. Die Dichotomie möglich − unmöglich ist dabei Gegenstand von Diskussionen: Befürworter sehen neue Möglichkeiten am Horizont heraufziehen. Gegner verneinen diese und warnen vor unerwünschten oder unbedachten möglichen Folgen.
    -----------------------------------------------------------------

    ich glaub damit is das thema abgehandelt :)
    Utopie bezieht sich auf die geselschafft nicht auf die Technik die diese verwendet.

    >Uhrwerk Orange würde ich nicht zum Science-Ficition zählen, weil >mir die visionäre Technik fehlt. Eine Dystopie ist es natürlich >trotzdem, bzw. vor allem.

    denk an die gehirnwäsche die sie im knast an ihm vornehmen,
    ist nicht direkt fortschritliche "Technik"
    aber ein neues wissenschaftliches verfahren. von daher is Sifi schon passent.

    >In den 90er Jahren habe ich das auch mal so gesehen. ;)

    warum heute nicht mehr? was besseres gefunden? kannst du mir was empfehlen?

    >Aber heute würde ich noch Asimov, Herbert, Farmer und (etwas >moderner) Benford hinzufügen.
    Herbert und Farmer sind ganz gut, obwohl ich herbert eher bei Fantasy unter bringen( sicher sie haben Raumschiffe... aber die werden mit "Gedankenkraft" angetrieben...sehr futuristisch^^)
    assimov is ne legende keine fraqge, mir persönlich gefällt dieser 50er Jahre schreibstil aber nicht.(genau wie bei Herr der Ringe) und seine geschichten sind meist doch eher ...schlicht... ums mal so auszudrücken
    und benford... naja geht so, massentauglicher einheitsbrei.

    @ d-tail:
    du guckst zuviel StarDreck :)

  10. Re: "Star Trek steht die zwischenmenschliche Interaktion im Vordergrund."

    Autor: d-tail 01.11.10 - 11:03

    PullMulll schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @ d-tail:
    > du guckst zuviel StarDreck :)

    ;-)

    Was ich schaue, sollte dann doch eher meine Sache sein.

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