1. Foren
  2. Kommentare
  3. Sonstiges-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › AVM vs. andere Router…
  6. Them…

Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema


  1. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: Landorin 19.03.21 - 12:37

    dbettac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Liste mit Diensten, die auf einem Router absolut nichts verloren haben.
    >
    > Wenn Du diese Dinge brauchst, setz einen Server auf, der sich in Deinem
    > Netz darum kümmert. Und ja, Deine Anforderungen sind extrem exotisch.

    Stimmt schon. Für die breite Masse ist es aber durchaus exotisch und wird nicht benötigt. Ich habe zwar nicht mehrere Nutzer im Haus die meiste Zeit, nutze aber auch "exotische" Dienste. Diese Dienste habe ich aber auf Raspberrys oder VMs laufen. Das ist ja heute echt kein Problem mehr. Würde das ungern alles auf der Fritte haben. Einerseits ist die CPU Leistung irgendwann nicht mehr ausreichend und andererseits single point of failure. Außerdem sind die Dienste, die die Fritte anbietet, eingeschränkter nutzbar, als wenn man eigene Server dafür einsetzt. Spätestens wenn man ohnehin Raspberrys oder Synology einsetzt, kann man damit fast alles erledigen. Fände es auch kacke, wenn ne teurere CPU in ner Fritte verbaut würde, nur damit irgendein kastrierter NAS Dienst flotter rennt oder so. Das würde den Endpreis unnötig erhöhen. Für einen Router bietet die FB jetzt schon verdammt viel (womit es aber auch komplexer bei Bugs und Co. wird).

  2. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: tritratrulala 19.03.21 - 12:39

    NaruHina schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selbst der aktuellste rapserry ist verdammt langsam auf den Ethernet ports
    > Die Bandbreite wird durch alle Geräte geteilt selbst eine
    > Festplattenfreigabe ist an dem rasperr 4 langsamer wie an der fritte 7590
    >

    [X] Zweifel.

    Da ist nichts geteilt, der Raspberry Pi 4 hat GBit Ethernet direkt im SoC und kann über USB 3.0 ein Vielfaches der Ethernet-Bandbreite transportieren. Zudem gibt es CPU-Power, RAM und Speicherbandbreite en masse. Als NAS geht da leicht über 100 MB/sec, also praktisch ans Limit vom Ethernet-Anschluss.

    Wenn ich mich recht erinnere, bist du bei einer aktuellen Fritz!Box im Bestfall noch deutlich unter 100 MB/sec per SMB. Die NAS-Funktion ist eben eher ein Zusatzfeature für geringe Ansprüche, eine Spielerei.

    > Und von dem Preis eines managed switches +pi +modem +IP+Telefon/DECT Anlage
    > ist die fritte die das alles kann bereits bezahlt.
    > Und das ohne stundenlanges konfigurieren der Einzelgeräte

    Ja, Preis/Leistung und Einfachheit sind natürlich ganz klar auf Seite der Fritz!Box.

  3. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: treysis 19.03.21 - 13:21

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > treysis schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Schöner wäre natürlich
    > > eine Weiterleitung auf einen eigenen DNS...aber das kann die Fritte eben
    > > nicht.
    > Doch, geht schon. Man kann einen eigenen DNS-Server angeben.

    Das bringt dir leider nix, wenn ein Gerät selbstständig z.B. die 8.8.8.8 anfragt.

  4. Re: Zyxel und IPv6?

    Autor: /mecki78 19.03.21 - 13:43

    treysis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie verhält sich der Zyxel mit IPv6? Bei den günstigen Web-Managed Switches
    > gibt es immer mal wieder Probleme, da diese teilweise eben auf Layer-3
    > funktionieren und aber noch nichts von IPv6 wissen, und dann IPv6-Multicast
    > blockieren, sodass IPv6 gar nicht funktioniert (weil Multicast für das NDP
    > - der Ersatz von ARP - gebraucht wird).

    Ein Ethernet Switch darf, muss aber nichts von Layer 3 wissen. Multicast existiert auch auf Layer 2. Wie eine IPv6 Multicast-Adresse auf eine Ethernet-Multicast Adresse zu mappen ist, steht explizit in der RFC:

    An IPv6 packet with a multicast destination address DST, consisting
    of the sixteen octets DST[1] through DST[16], is transmitted to the
    Ethernet multicast address whose first two octets are the value 3333
    hexadecimal and whose last four octets are the last four octets of
    DST.

    - https://tools.ietf.org/html/rfc2464

    Und das passiert am Rechner, nicht am Switch. Ist bei IPv4 nicht anders, nur die Multicast Adresse ist eine andere:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Multicast#IP-Multicast

    Ob eine Ethernet Adresse multicast ist bestimmt ein einziges Bit in dieser Adresse und nur das muss der Switch wissen:

    Ethernet frames with a value of 1 in the least-significant bit of the first octet of the destination address are treated as multicast frames and are flooded to all points on the network. [...] Ethernet multicast is available on all Ethernet networks.
    - https://en.wikipedia.org/wiki/Multicast

    Dein Rechner sollte IPv6 Multicast Pakete daher bereits als Ethernet Multicast Pakete aussenden und wenn er das tut, dann kann es dem Switch egal sein welches Protokoll auf Layer 3 gesprochen wird, denn Ethernet Multicast muss er beherrschen. Zwar weiß er nicht, dass das IPv6 Multicast Pakete sind, wenn er diese RFC nicht kennt, aber das muss er auch nicht wissen, denn letztlich sind alle Multicast Adressen gleich zu behandeln für einen Switch. Multicast für ND sollte daher nie ein Problem sein, weil das selbst mit 5 ¤ unamanged Switches problemlos funktioniert.

    Denn auf Ethernet Ebene gibt es grundsätzlich kein Mulitcast, da ein Switch nie wissen kann, wer welche Multicast Traffic haben will. Switches behandeln Multicast einfach wie Broadcast, sprich, das geht immer auf jeden Port raus und fertig. Für die Layer 2 Multicast Adressen interessieren sich nur Empfänger, da hier teilweise schon der Ethernet Chip in der Lage ist ein Paket sofort zu verwerfen, wenn das Multicast ist, aber nicht von Interesse für den aktuellen Empfänger.

    Modern Ethernet controllers filter received packets to reduce CPU load, by looking up the hash of a multicast destination address in a table, initialized by software, which controls whether a multicast packet is dropped or fully received.
    - https://en.wikipedia.org/wiki/Multicast

    Was du meinst, bezieht sich wohl auf IGMP und MLD.

    Anders als automatische Multicast-Adressen, wie sie IPv6 ND verwendet, gibt es auch Multicast-Adressen, die Gruppen beschreiben, welchen man erst explizit beitreten muss. Erst wenn man so einer Gruppe beigetreten ist, empfängt man auch Datenverkehr dieser Gruppe.

    Wenn du so einer Gruppe beitreten willst, dann musst du das deinem Gateway Router per IGMP (Internet Group Management Protocol) mitteilen, woraufhin der dann per PIM Daten Multicast-Datenstrom dieser Gruppe anfordert:

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c9/IGMP_basic_architecture.png

    Um zu verhindern, dass ein Switch diesen Datenverkehr wie jeden anderen Multicast-Datenverkehr an alle senden muss (denn das kann ja ein HD Video Stream sein, wir sprechen hier also von ganz anderen Datenmengen), beherrschen die meisten Switches IGMP Snooping. Das gilt aber auch für unamanged Switches (schau mal in deren Datenblätter). Nur wenn ein Switch sieht, dass ein Host per IGMP einer Gruppe beigetreten ist, bekommt dieser Host auch den Datenverkehr dieser Gruppe. Das ist dann echtes Mulitcasting und nicht einfach nur Broadcasting. Sobald er die Gruppe wieder verlassen hat, bekommt er ihn nicht mehr. Das verhindert unnötigen Broadcast-Ttraffic. Natürlich würde es auch gehen einfach alles als Broadcast zu versenden, was ein ganz primitiver Switch tun würde, aber so was gibt es eigentlich schon gar nicht mehr. IGMP Snooping ist heute Standard.

    A switch will, by default, flood multicast traffic to all the ports in a broadcast domain (or the VLAN equivalent). Multicast can cause unnecessary load on host devices by requiring them to process packets they have not solicited. When purposefully exploited, this can form the basis of a denial-of-service attack. IGMP snooping is designed to prevent hosts on a local network from receiving traffic for a multicast group they have not explicitly joined. It provides switches with a mechanism to prune multicast traffic from links that do not contain a multicast listener (an IGMP client).
    - https://en.wikipedia.org/wiki/IGMP_snooping

    Und dieses Verfahren gibt es auch bei IPv6, nur dort macht das ein anderes Protokoll: MLD (Multicast Listener Discovery). Was allerdings kein eigenständiges Protokoll ist, es ist teil von ICMPv6 (Ping, Error Reporting, usw.) Und das beherrschen die meisten Switches noch nicht. Mit billig oder teuer hat das nichts zu tun; auch die meisten teuren können das nicht. Deswegen kommt es aber nicht direkt zu Problemen, es führt nur zu unheimlich viel Broadcast-Traffic wenn ein Host das im LAN verwendet.

    Aber es gibt durchaus welche, die das können:

    https://kb.netgear.com/21997/What-is-Multicast-Listener-Discovery-MLD-snooping-and-how-does-it-work-with-my-managed-switch

    https://www.juniper.net/documentation/en_US/junos/topics/concept/mld-snooping-overview-l2.html

    https://www.cisco.com/c/de_de/support/docs/smb/switches/cisco-350-series-managed-switches/smb5815-configure-mld-snooping-settings-on-a-switch-through-cli.html

    In einem Home Netzwerk, das komplett Gbit-switched ist und vielleicht max. 20 Nutzer/Hosts hat, wenn's hoch kommt, würde ich mir da aber keine allzu große Gedanken machen. Multicast wird extrem selten verwendet und wenn, dann sprechen wir hier über Datenraten von wenigen Mbit/s. Selbst wenn jeder Nutzer hier 10 Mbit/s belegt, sind das bei 20 nur 200 Mbit/s, d.h. 800 Mbit/s sind immer noch verfügbar (alles brutto, versteht sich) und dieser Fall ist schon extrem konstruiert und wird in der Realität nie eintreffen.

    Firmen- und Campusnetze sind hier eine andere Geschichte. Selbst wenn die durchweg 1 Gbit/s sind, könnten hier zu viele Multicastnutzer irgendwann das Netz weitgehend lahmlegen, wenn da alles als Broadcast versendet wird.

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.03.21 13:44 durch /mecki78.

  5. Re: Zyxel und IPv6?

    Autor: treysis 19.03.21 - 13:53

    Danke für die detaillierte Ausführung!

    Das Problem ist eben, dass viele "dumme" unmanaged Switches eben wegen Streaming (bzw. IPTV im Heimnetz) wenigstens doch IGMP-Snooping implementiert haben. Da unmanaged, lässt sich das auch nicht ausschalten. D.h. es sind gar keine reinen Layer-2-Switches. Da ist ein Teil Layer-3 dabei und der scheint dann bei (zumindest älteren Revisionen) Probleme mit IPv6 zu machen.

    Hat man ein webmanaged/smartmanaged Switch kann man IGMP-Snooping wenigstens idR deaktivieren. Aktiviert man es, kann es zu den gleichen Problemen führen.

    Zusätzlich scheinen einige smartmanaged Switche Probleme damit zu haben, bei VLAN-Konfigurationen den IPv6-Traffic entsprechend zuzuteilen. Bei einigen Modellen landet das auf allen Ports, egal in welchem VLAN die sind. Ja, das sollte eigentlich nicht passieren, wenn hier sauber auf Layer-2-Ebene gearbeitet wird, aber das passiert anscheinend nicht immer.

  6. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: captain_spaulding 19.03.21 - 15:41

    Ok... aber warum sollte es das tun? Und warum sollte das ein Problem der Fritzbox sein?

  7. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: treysis 19.03.21 - 15:51

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ok... aber warum sollte es das tun? Und warum sollte das ein Problem der
    > Fritzbox sein?

    Weil die DNS-Server der Provider oftmals Probleme haben und deswegen einige Entwickler dazu übergegangen sind, einfach Googles DNS per Default einzutragen, oder zumindest als Backup, falls vom lokalen Resolver keine Antwort kommt.

    Ganz blöd ist da bspw. Chromecast: der macht ohne 8.8.8.8 gar nix mehr. Und manch andere Hardware nimmt 8.8.8.8 als default, und den lokalen DNS-Resolver nur als Backup.

    Ein Problem der FritzBox ist es nicht, aber ein Problem MIT der FritzBox. Weil du dort die Anfragen nicht umbiegen kannst. Auf meinem NAT-Router gibt es bspw. eine Regel, die Traffic an UDP:53 immer auf den lokalen DNS umleitet. D.h. wenn ein Client eine Anfrage an 8.8.8.8 schickt, dann landet die einfach an meinem lokalen Resolver. Damit lässt sich auch solche Werbung blockieren.

  8. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: Landorin 19.03.21 - 15:56

    treysis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > captain_spaulding schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ok... aber warum sollte es das tun? Und warum sollte das ein Problem der
    > > Fritzbox sein?
    >
    > Weil die DNS-Server der Provider oftmals Probleme haben und deswegen einige
    > Entwickler dazu übergegangen sind, einfach Googles DNS per Default
    > einzutragen, oder zumindest als Backup, falls vom lokalen Resolver keine
    > Antwort kommt.
    >
    > Ganz blöd ist da bspw. Chromecast: der macht ohne 8.8.8.8 gar nix mehr. Und
    > manch andere Hardware nimmt 8.8.8.8 als default, und den lokalen
    > DNS-Resolver nur als Backup.
    >
    > Ein Problem der FritzBox ist es nicht, aber ein Problem MIT der FritzBox.
    > Weil du dort die Anfragen nicht umbiegen kannst. Auf meinem NAT-Router gibt
    > es bspw. eine Regel, die Traffic an UDP:53 immer auf den lokalen DNS
    > umleitet. D.h. wenn ein Client eine Anfrage an 8.8.8.8 schickt, dann landet
    > die einfach an meinem lokalen Resolver. Damit lässt sich auch solche
    > Werbung blockieren.

    Hm so ne Umbiege Aktion kommt mir eher wie Frickelei vor. Kann man machen, sollte man besser nicht. Wenn dann mal was nicht mehr funktioniert ist die Frage, ob man dann an sowas noch gedacht hat und dann geht die Sucherei los. :) Wer solche "Späße" macht, sollte lieber gleich einen eigenen Resolver betreiben. Z.B. Pihole (oder auch zusätzlich). Ist ungefähr so, als würde man NAT nutzen als Firewall Ersatz. ;) Mag zwar klappen, ist dafür aber eigentlich nicht vorgesehen. Ist daher kein Fritzbox, sondern hausgemachtes Problem. Bzw. wenn Fritzbox dann eher das übliche "manche Funktionen existieren nicht oder nur eingeschränkt nutzbar" Problem.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.03.21 15:59 durch Landorin.

  9. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: captain_spaulding 19.03.21 - 16:14

    treysis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz blöd ist da bspw. Chromecast: der macht ohne 8.8.8.8 gar nix mehr. Und
    > manch andere Hardware nimmt 8.8.8.8 als default, und den lokalen
    > DNS-Resolver nur als Backup.
    >
    > Ein Problem der FritzBox ist es nicht, aber ein Problem MIT der FritzBox.
    > Weil du dort die Anfragen nicht umbiegen kannst. Auf meinem NAT-Router gibt
    > es bspw. eine Regel, die Traffic an UDP:53 immer auf den lokalen DNS
    > umleitet. D.h. wenn ein Client eine Anfrage an 8.8.8.8 schickt, dann landet
    > die einfach an meinem lokalen Resolver. Damit lässt sich auch solche
    > Werbung blockieren.

    Solche Geräte würde ich gleich wegschmeißen. Das bedeutet ja grundsätzlich, dass die überhaupt keine lokalen Namen auflösen können, weil die auf Internet-DNS-Servern nicht bekannt sind.
    Blöd finde ich aber trotzdem dass der Fritzbox-DNS-Service nicht konfigurierbar ist, sondern dass man bei Bedarf ein Extra-Gerät betreiben muss.

  10. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: treysis 19.03.21 - 16:36

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > treysis schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ganz blöd ist da bspw. Chromecast: der macht ohne 8.8.8.8 gar nix mehr.
    > Und
    > > manch andere Hardware nimmt 8.8.8.8 als default, und den lokalen
    > > DNS-Resolver nur als Backup.
    > >
    > > Ein Problem der FritzBox ist es nicht, aber ein Problem MIT der
    > FritzBox.
    > > Weil du dort die Anfragen nicht umbiegen kannst. Auf meinem NAT-Router
    > gibt
    > > es bspw. eine Regel, die Traffic an UDP:53 immer auf den lokalen DNS
    > > umleitet. D.h. wenn ein Client eine Anfrage an 8.8.8.8 schickt, dann
    > landet
    > > die einfach an meinem lokalen Resolver. Damit lässt sich auch solche
    > > Werbung blockieren.
    >
    > Solche Geräte würde ich gleich wegschmeißen. Das bedeutet ja grundsätzlich,
    > dass die überhaupt keine lokalen Namen auflösen können, weil die auf
    > Internet-DNS-Servern nicht bekannt sind.

    Das sagst du so einfach. Oft müssen diese Geräte aber gar keine lokalen Namen auflösen. Zweitens haben die eben den lokalen Resolver oft als Fallback. Was aber wirklich viele Geräte haben, ist den Google-DNS als festkodierten Fallback.

    > Blöd finde ich aber trotzdem dass der Fritzbox-DNS-Service nicht
    > konfigurierbar ist, sondern dass man bei Bedarf ein Extra-Gerät betreiben
    > muss.

    Also du hättest gerne manuell ein paar Hosts eingetragen?

  11. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: NaruHina 19.03.21 - 16:37

    du kannst der fritzbox problemlos sagen welche dns server sie anfragen soll.
    wenn du das nicht möchtest deaktiverst du eben dhcp, und anounct deine ip adressen mit deinem dns server eben anders.

  12. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: treysis 19.03.21 - 16:38

    Landorin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > treysis schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > captain_spaulding schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Ok... aber warum sollte es das tun? Und warum sollte das ein Problem
    > der
    > > > Fritzbox sein?
    > >
    > > Weil die DNS-Server der Provider oftmals Probleme haben und deswegen
    > einige
    > > Entwickler dazu übergegangen sind, einfach Googles DNS per Default
    > > einzutragen, oder zumindest als Backup, falls vom lokalen Resolver keine
    > > Antwort kommt.
    > >
    > > Ganz blöd ist da bspw. Chromecast: der macht ohne 8.8.8.8 gar nix mehr.
    > Und
    > > manch andere Hardware nimmt 8.8.8.8 als default, und den lokalen
    > > DNS-Resolver nur als Backup.
    > >
    > > Ein Problem der FritzBox ist es nicht, aber ein Problem MIT der
    > FritzBox.
    > > Weil du dort die Anfragen nicht umbiegen kannst. Auf meinem NAT-Router
    > gibt
    > > es bspw. eine Regel, die Traffic an UDP:53 immer auf den lokalen DNS
    > > umleitet. D.h. wenn ein Client eine Anfrage an 8.8.8.8 schickt, dann
    > landet
    > > die einfach an meinem lokalen Resolver. Damit lässt sich auch solche
    > > Werbung blockieren.
    >
    > Hm so ne Umbiege Aktion kommt mir eher wie Frickelei vor.
    Naja, ist ne ganz normale NAT-Regel. Und NAT ist ja auch schon Frickelei.

    > Kann man machen,
    > sollte man besser nicht. Wenn dann mal was nicht mehr funktioniert ist die
    > Frage, ob man dann an sowas noch gedacht hat und dann geht die Sucherei
    > los. :) Wer solche "Späße" macht, sollte lieber gleich einen eigenen
    > Resolver betreiben. Z.B. Pihole (oder auch zusätzlich). Ist ungefähr so,
    > als würde man NAT nutzen als Firewall Ersatz. ;) Mag zwar klappen, ist
    > dafür aber eigentlich nicht vorgesehen. Ist daher kein Fritzbox, sondern
    > hausgemachtes Problem. Bzw. wenn Fritzbox dann eher das übliche "manche
    > Funktionen existieren nicht oder nur eingeschränkt nutzbar" Problem.

    Wie hilft da ein eigener Resolver? Und wie kriegst du die Geräte dazu, auch wirklich den Resolver zu nutzen?
    Das Problem ist ja: MIT Fritzbox bist du quasi gezwungen, auch externe DNS-Server zuzulassen. (BZw. du kannst sie nur über einen Dienstfilter komplett sperren).

  13. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: NaruHina 19.03.21 - 16:41

    du trägst deinen resolver als DNS dienst der fritzbox ein, oder deaktiverst DHCP auf der fritte und packst auf deinen resolver deinen eigenen DHCP dienst der ip adressen und dns server anaounct.

  14. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: treysis 19.03.21 - 16:42

    NaruHina schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > du kannst der fritzbox problemlos sagen welche dns server sie anfragen
    > soll.
    > wenn du das nicht möchtest deaktiverst du eben dhcp, und anounct deine ip
    > adressen mit deinem dns server eben anders.

    Man kann sogar der FritzBox sagen, welche DNS-Server sie announcen soll.

  15. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: treysis 19.03.21 - 16:43

    NaruHina schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > du trägst deinen resolver als DNS dienst der fritzbox ein, oder deaktiverst
    > DHCP auf der fritte und packst auf deinen resolver deinen eigenen DHCP
    > dienst der ip adressen und dns server anaounct.

    Das verhindert aber immer noch nicht, dass das Gerät selbstständig bei 8.8.8.8 anfragt!

  16. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: NaruHina 19.03.21 - 16:45

    dass ist aber dasproblem des geräts nicht der fritte.

  17. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: Landorin 19.03.21 - 17:05

    NaruHina schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dass ist aber dasproblem des geräts nicht der fritte.

    Korrekt. Da würde man versuchen, das (nicht veränderbare) Verhalten eines Gerätes mit einem anderen zu lösen. Ich frage mich aber gerade: wieso ist das überhaupt ein Problem, dass ein Gerät DNS Anfragen über 8.8.8.8 auflöst? Wenn Du Datenschutzbedenken hast, würde ich sagen: was ballert der Chromecast denn raus? Dass du gerade was von Netflix abrufst? Nicht kritisch. Zumal das Ding vermutlich eh noch andere Daten an Google sendet. Falls Dir das dennoch Bauchschmerzen macht, dürfest du auch kein Smartphone mehr einsetzen. Wie viel ist da hard coded auf Google oder Apple? ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.03.21 17:06 durch Landorin.

  18. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: captain_spaulding 19.03.21 - 17:18

    treysis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sagst du so einfach. Oft müssen diese Geräte aber gar keine lokalen
    > Namen auflösen. Zweitens haben die eben den lokalen Resolver oft als
    > Fallback. Was aber wirklich viele Geräte haben, ist den Google-DNS als
    > festkodierten Fallback.
    Ist mir bei meinen Geräten bisher nicht untergekommen.

    > Also du hättest gerne manuell ein paar Hosts eingetragen?
    Ja. Ist bei mir zwar ein sehr spezieller Anwendungsfall, aber vielleicht gibt es ja eine Alternative:
    Wenn ich lokale Webserver oder Smarthome-Server betreibe, dann will ich eigentlich, dass die auch erreichbar sind wenn das Internet ausfällt. Außerdem sollte eine Adresse sowohl im Internet als auch lokal auflösbar sein.
    Wenn ich z.B. nicht im LAN/WLAN bin, soll meinsmarthome.de auf eine IP-Adresse von meinem Internet-Anschluss zeigen. Wenn ich die gleiche Adresse zuhause auflöse, sollte eine lokale IP-Adresse rauskommen, sonst funktioniert es nicht wenn das Internet nicht geht.

  19. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: treysis 19.03.21 - 17:31

    Landorin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > NaruHina schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > dass ist aber dasproblem des geräts nicht der fritte.
    >
    > Korrekt. Da würde man versuchen, das (nicht veränderbare) Verhalten eines
    > Gerätes mit einem anderen zu lösen. Ich frage mich aber gerade: wieso ist
    > das überhaupt ein Problem, dass ein Gerät DNS Anfragen über 8.8.8.8
    > auflöst? Wenn Du Datenschutzbedenken hast, würde ich sagen: was ballert der
    > Chromecast denn raus? Dass du gerade was von Netflix abrufst? Nicht
    > kritisch. Zumal das Ding vermutlich eh noch andere Daten an Google sendet.
    > Falls Dir das dennoch Bauchschmerzen macht, dürfest du auch kein Smartphone
    > mehr einsetzen. Wie viel ist da hard coded auf Google oder Apple? ;)

    Geht auch um Werbeblocker.

    Das Problem ist, dass Geräte sich nicht an das halten, was das Netzwerk vorsieht, und ihr eigenes Ding machen. Teilweise aber auch nur aus der Not heraus, dass DNS so oft kaputt ist. Und es geht nicht nur um 8.8.8.8. Hatte letztens einen chineischen Repeater von Aldi in der Hand, der hat alle DNS-Anfrage auch pauschal nach China geschickt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.03.21 17:33 durch treysis.

  20. Re: Das ginge alles viel besser, gäbe es noch Modems

    Autor: treysis 19.03.21 - 17:39

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > treysis schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das sagst du so einfach. Oft müssen diese Geräte aber gar keine lokalen
    > > Namen auflösen. Zweitens haben die eben den lokalen Resolver oft als
    > > Fallback. Was aber wirklich viele Geräte haben, ist den Google-DNS als
    > > festkodierten Fallback.
    > Ist mir bei meinen Geräten bisher nicht untergekommen.
    >
    > > Also du hättest gerne manuell ein paar Hosts eingetragen?
    > Ja. Ist bei mir zwar ein sehr spezieller Anwendungsfall, aber vielleicht
    > gibt es ja eine Alternative:
    > Wenn ich lokale Webserver oder Smarthome-Server betreibe, dann will ich
    > eigentlich, dass die auch erreichbar sind wenn das Internet ausfällt.
    > Außerdem sollte eine Adresse sowohl im Internet als auch lokal auflösbar
    > sein.
    > Wenn ich z.B. nicht im LAN/WLAN bin, soll meinsmarthome.de auf eine
    > IP-Adresse von meinem Internet-Anschluss zeigen. Wenn ich die gleiche
    > Adresse zuhause auflöse, sollte eine lokale IP-Adresse rauskommen, sonst
    > funktioniert es nicht wenn das Internet nicht geht.

    Du brauchst also Split-DNS. Oder du könntest mehrere DNS-Einträge für die Domain eintragen, auch wenn letzteres zu Problemen führen könnte, wenn die lokale IP im fremden Netz auch erreichbar ist.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler (m/w/d) für Robot-Vision Systeme
    wenglor MEL GmbH, Eching
  2. Softwareentwickler MS Office/WCF (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Nürnberg
  3. SAP FICO Berater (w/m/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum Würzburg
  4. IT-Administrator (m/w/d)
    ecovium GmbH, Norderstedt

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 35,99€ statt 39,99€
  2. 189,99€ statt 239,99€
  3. u. a. Assassin's Creed Valhalla - Deluxe Edition für 28,99€, Devil May Cry 5 Deluxe + Vergil...
  4. täglich wechselnde Angebote


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de