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Zweifel
Autor: Sarcas Mus 14.08.23 - 16:58
ich bezweifle die Aussage, dass ein relevanter teil des Stroms eingespeist wird.
Balkonkraftwerke haben ja nur 600 Wp, also produzieren sie maximal 600 W an einem perfekt sonnigen Tag mit perfekter Ausrichtung und perfekter Neigung....also = Nie.
Im Tagesschnitt werden es wohl eher 300 - 400 W sein (nur Mittags bei Sonne) ....an trüben Tagen, Regentagen, Frühling, Herbst, Winter und bei Ausrichtung nicht nach Süden und senkrecht eher weniger.
Eine (sparsame) Wohnung hat eigentlich immer eine Grundlast von 200 - 300 W für Kühlschränke und Standbyschaltungen sowie Telefon/Netzwerk.
Da bleibt nicht viel übrig, was da nach außen gehen kann......ich würde schätzen, dass das nicht mehr als 10 - 15 % des erzeugten Stroms ist. -
Re: Zweifel
Autor: MarcusK 14.08.23 - 17:07
Sarcas Mus schrieb:
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> ich bezweifle die Aussage, dass ein relevanter teil des Stroms eingespeist
> wird.
> Balkonkraftwerke haben ja nur 600 Wp, also produzieren sie maximal 600 W an
> einem perfekt sonnigen Tag mit perfekter Ausrichtung und perfekter
> Neigung....also = Nie.
> Im Tagesschnitt werden es wohl eher 300 - 400 W sein (nur Mittags bei
> Sonne) ....an trüben Tagen, Regentagen, Frühling, Herbst, Winter und bei
> Ausrichtung nicht nach Süden und senkrecht eher weniger.
> Eine (sparsame) Wohnung hat eigentlich immer eine Grundlast von 200 - 300 W
> für Kühlschränke und Standbyschaltungen sowie Telefon/Netzwerk.
> Da bleibt nicht viel übrig, was da nach außen gehen kann......ich würde
> schätzen, dass das nicht mehr als 10 - 15 % des erzeugten Stroms ist.
die 600W gelten für den WR. viele bauen halt 800Wp Module an einen 600W Wechselrichter. Da hat man schon einige Stunden lang die 600W zur Verfügung. -
Re: Zweifel
Autor: jacki 14.08.23 - 17:29
Wie MarcusK schon schrieb, man kommt sehr wohl häufig auf volle 600 und künftig 800.
Ich hab weniger als 250 Verbrauch und halte deshalb 50% durschnittlich Eispeisung schon für realistisch. Je nachdem wie die Gegebenheiten sind und wie sehr man es drauf anlegt, kommt man unter 20%, aber bei sehr vielen Haushalten ist das nicht der Fall, weil sie nur 70W Kühlschrank und 5W Fritzbox haben und niemanden der tagsüber zuhause ist. -
Re: Zweifel
Autor: FinalD 14.08.23 - 20:54
300W für eine sparsame Wohnung ist schon sehr viel. Wir haben hier im Haus ca. 120W Grundlast im Sommer.
Ist niemand zu Hause speisen wir ca. 70% ins Netz und verbrauchen 30% selbst.
Mit HomeOffice, gezielt Wäsche waschen usw. Kommen wir auf einen Selbstverbrauch von 70 bis 80%. -
Re: Zweifel
Autor: Casio 14.08.23 - 21:22
Sarcas Mus schrieb:
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> ich bezweifle die Aussage, dass ein relevanter teil des Stroms eingespeist
> wird.
> Balkonkraftwerke haben ja nur 600 Wp, also produzieren sie maximal 600 W an
> einem perfekt sonnigen Tag mit perfekter Ausrichtung und perfekter
> Neigung....also = Nie.
> Im Tagesschnitt werden es wohl eher 300 - 400 W sein (nur Mittags bei
> Sonne) ....an trüben Tagen, Regentagen, Frühling, Herbst, Winter und bei
> Ausrichtung nicht nach Süden und senkrecht eher weniger.
> Eine (sparsame) Wohnung hat eigentlich immer eine Grundlast von 200 - 300 W
> für Kühlschränke und Standbyschaltungen sowie Telefon/Netzwerk.
> Da bleibt nicht viel übrig, was da nach außen gehen kann......ich würde
> schätzen, dass das nicht mehr als 10 - 15 % des erzeugten Stroms ist.
Wir haben ein Haus: zwei Kühlschränke, Sonos, FRITZ!Box und Repeater usw. unser Grundverbrauch ist < 150 W
Das Balkonkraftwerk (600 W WR; 820 W Panele) hat in den letzten 3 Monaten 290 kWh produziert. Also im Mittel grob 3kWh pro Tag oder bei 10 potentiellen Sonnenstunden im Schnitt eine Leistung von 300W.
Dank HomeOffice, 3 Kids und Elternzeit bekommen wir aber mehr davon verbraucht -
Re: Zweifel
Autor: NelsonC 18.08.23 - 04:50
Wir haben ein Balkonkraftwerk mit 830 Wp Leistung und natürlich max. 600 Watt Einspeisung mit Südausrichtung. An sonnigen Tagen werden die 600 Watt rund 4 Stunden lang erreicht.
Von dem erzeugten Strom konnten wir bisher 98,4% selbst nutzen.
Das liegt daran, dass wir ein relativ großes Haus haben mit umfangreicher Hausautomation samt eigenem Server, der 24/7 läuft und ich zu 100% im Home Office arbeite. Unser Grundbedarf liegt bei knapp 400 Watt (wenn der Home Office PC ausgeschaltet ist). Von daher bleibt selbst bei 600 Watt Produktion des Balkonkraftwerk kaum etwas übrig, was nicht genutzt werden kann. Die Zeiten, wo tatsächlich Strom ungenutzt geblieben ist, fielen größtenteils aufs Wochenende, wenn ich nicht arbeite und daher teilweise auch gar nicht zu Hause bin.
Wenn man 50% oder mehr des produzierten Stroms nicht selbst nutzt, dann ist das Balkonkraftwerk wohl zu groß dimensioniert oder falsch ausgerichtet (z.B. Südausrichtung wenn tagsüber niemand zu Hause ist). -
Re: Zweifel
Autor: MarcusK 18.08.23 - 09:50
NelsonC schrieb:
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> Wir haben ein Balkonkraftwerk mit 830 Wp Leistung und natürlich max. 600
> Watt Einspeisung mit Südausrichtung. An sonnigen Tagen werden die 600 Watt
> rund 4 Stunden lang erreicht.
> Von dem erzeugten Strom konnten wir bisher 98,4% selbst nutzen.
> Das liegt daran, dass wir ein relativ großes Haus haben mit umfangreicher
> Hausautomation samt eigenem Server, der 24/7 läuft und ich zu 100% im Home
> Office arbeite. Unser Grundbedarf liegt bei knapp 400 Watt (wenn der Home
> Office PC ausgeschaltet ist). Von daher bleibt selbst bei 600 Watt
> Produktion des Balkonkraftwerk kaum etwas übrig, was nicht genutzt werden
> kann. Die Zeiten, wo tatsächlich Strom ungenutzt geblieben ist, fielen
> größtenteils aufs Wochenende, wenn ich nicht arbeite und daher teilweise
> auch gar nicht zu Hause bin.
> Wenn man 50% oder mehr des produzierten Stroms nicht selbst nutzt, dann ist
> das Balkonkraftwerk wohl zu groß dimensioniert oder falsch ausgerichtet
> (z.B. Südausrichtung wenn tagsüber niemand zu Hause ist).
für den Winter kann es gar nicht groß genug sein. Die Module kosten ja nicht mehr viel Geld. Wenn der Platz vorhanden ist, würde ich immer das maximale ausbauen. -
Re: Zweifel
Autor: Ascendor 18.08.23 - 13:50
Sarcas Mus schrieb:
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> ich bezweifle die Aussage, dass ein relevanter teil des Stroms eingespeist
> wird.
> Balkonkraftwerke haben ja nur 600 Wp, also produzieren sie maximal 600 W an
> einem perfekt sonnigen Tag mit perfekter Ausrichtung und perfekter
> Neigung....also = Nie.
> Im Tagesschnitt werden es wohl eher 300 - 400 W sein (nur Mittags bei
> Sonne) ....an trüben Tagen, Regentagen, Frühling, Herbst, Winter und bei
> Ausrichtung nicht nach Süden und senkrecht eher weniger.
> Eine (sparsame) Wohnung hat eigentlich immer eine Grundlast von 200 - 300 W
> für Kühlschränke und Standbyschaltungen sowie Telefon/Netzwerk.
> Da bleibt nicht viel übrig, was da nach außen gehen kann......ich würde
> schätzen, dass das nicht mehr als 10 - 15 % des erzeugten Stroms ist.
Theorie und Praxis:
- Mein Balkonkraftwerk kommt regelmäßig an die 600W ran, bei mir sogar 612W, scheinbar sind im Wechselrichter 2% Toleranz verbaut. Dazu muss nicht "alles perfekt" sein. Der Trick ist, dass die Panels hinter dem Wechselrichter mehr als 600 W schaffen, damit ist die 600W-Grenze leicht erreicht.
- 200-300W Grundlast (und die auch noch als "sparsam") sind massiv übertrieben. Hier (Eigenheim, zwei Kühlschranke, eine Gefriertruhe, drei Fritzboxen, zwei Switches, ein Raspi, ein Festnetztelefon, eine Gasheizung) komme ich auf 150W.
- Meine Einspeisequote liegt diesen Monat bei ca 1/5, oder in Zahlen ca. 10kWh. Und das bei deutlich optimiertem Verbrauch: Waschmaschine und Spülmaschine laufen mittags, Numbers Crunching wird (halb-)automatisiert anhand des Solarertrags reguliert. Außerdem arbeite ich im Home Office und verbrauche daher tagsüber mehr als Menschen, die außer Haus sind. Bei "normalem" Verbrauchsverhalten dürfte daher die Einspeisequote noch wesentlich höher sein.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.08.23 14:09 durch Ascendor.



