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Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: Mensch16 07.07.23 - 12:30
In Deutschland haben wir die Situation, dass wir an sonnigen Tagen viel mehr Strom erzeugen, als abtransportiert werden kann. Der Irrsinn schlechthin: Große PV Parks werden bei strahlendem Sonnenschein abgeschaltet, deren Eigentümer aber trotzdem vergütet, da ja staatlich garantiert.
Sobald die Sonne untergeht oder eine Wolke kommt, kaufen wir den Strom aus anderen Ländern zu oder produzieren ihn mit Kohle und Gas.
Mir soll doch bitte mal jemand erklären, was Balkonkraftwerke für einen Sinn haben sollen. Sie amortisieren sich nicht und bringen auch dem Stromnetz nichts, welches zu den Zeiten, an denen diese "Kraftwerke" produzieren, sowieso nicht weiß wo hin mit dem Strom.
Dass diese Dinger auch produziert und über den halben Globus verschifft werden müssen, wird auch einfach mal so ignoriert.
Es ist und bleibt Quatsch für technikaffine Nerds, die gerne Daten auswerten und kWh zählen. Sorry.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.07.23 12:36 durch Mensch16. -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: MarcusK 07.07.23 - 12:35
Mensch16 schrieb:
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> In Deutschland haben wir die Situation, dass wir an sonnigen Tagen viel
> mehr Strom erzeugen, als abtransportiert werden kann. Der Irrsinn
> schlechthin: Große PV Parks werden bei strahlendem Sonnenschein
> abgeschaltet, deren Eigentümer aber trotzdem vergütet, da ja staatlich
> garantiert.
die meisten Tage sind aber nicht sonnig und die abgeregelte Leistung im Jahr ist auf die gesamtmenge gesehen niedrig.
> Sobald die Sonne untergeht oder eine Wolke kommt, kaufen wir den Strom aus
> anderen Ländern zu oder produzieren ihn mit Kohle und Gas.
Warum sollte die Windkraft nicht weiter arbeiten? der Großteil kommt aus Wind.
> Mir soll doch bitte mal jemand erklären, was Balkonkraftwerke für einen
> Sinn haben sollen. Sie amortisieren sich nicht und bringen auch dem
> Stromnetz nichts, welches zu den Zeiten, an denen diese "Kraftwerke"
> produzieren, sowieso nicht weiß wo hin mit dem Strom.
viel können halt rechnen, und sie sparen jeden Monat damit Geld und nach ein paar Jahren haben sie eine Kostenlose Geldquelle auf dem Balkon. Eigentlich ist jeder schön blöd, der die Möglichkeit hat und sie nicht nicht nutzt.
Vermutlich lassen die Leute auch Geld auf der Straße liegen, bringt ja eh nichts. -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: Mensch16 07.07.23 - 12:39
Und wie sieht deine Rechnung aus? Jeder, der eine Grundausbildung in Wirtschaft hat, wird dir ganz einfach vorrechnen, dass bei Kapitalkosten von 5% schon ein Investment von 500 Euro mit 25 Euro im Jahr zu Buche schlägt. Das sind bei 0,30 Euro / kWh dann schon 83 kWh, die so eine Anlage in der Realität kaum zu produzieren vermag.
MarcusK schrieb:
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>
> die meisten Tage sind aber nicht sonnig und die abgeregelte Leistung im
> Jahr ist auf die gesamtmenge gesehen niedrig.
>
Ja, aber leider genau dann, wenn die Balkonkraftwerke produzieren, gibt es zu viel Strom. Deshalb ist der Umwelteffekt von diesen Geräten genau 0 bzw. sogar negativ, wenn man bedenkt, dass die Dinger produziert und transportiert werden müssen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.07.23 12:43 durch Mensch16. -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: Der schwarze Ritter 07.07.23 - 12:45
Hä? Jede kWh, die ich selbst produziere und verbrauche, muss ich nicht vom Energieversorger für atm 0,36 ¤ kaufen. Und diese 0,36¤ pro kWh sammle ich jetzt ein, bis das eingesparte Geld die Investition übersteigt. Ab da bin ich in der Gewinnzone. Keine Ahnung, was du da sonst noch rechnen willst.
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Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: trapperjohn 07.07.23 - 12:48
Mensch16 schrieb:
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> Und wie sieht deine Rechnung aus? Jeder, der eine Grundausbildung in
> Wirtschaft hat, wird dir ganz einfach vorrechnen, dass bei Kapitalkosten
> von 5% schon ein Investment von 500 Euro mit 25 Euro im Jahr zu Buche
> schlägt. Das sind bei 0,30 Euro / kWh dann schon 83 kWh, die so eine Anlage
> in der Realität kaum zu produzieren vermag.
>
So ein Balkonkraftwerk für ~500 Euro hat derzeit meist 2x415W Module, also 0,83kWp.
Ertragsrechner für Norddeutschland (hab irgendwo in Bremen geklickt, Südausrichtung, 30° Neigung) sagen, da kommen über's Jahr > 900 kWh raus.
https://www.solarserver.de/pv-anlage-online-berechnen/ -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: Mensch16 07.07.23 - 12:54
Der schwarze Ritter schrieb:
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> Hä? Jede kWh, die ich selbst produziere und verbrauche, muss ich nicht vom
> Energieversorger für atm 0,36 ¤ kaufen. Und diese 0,36¤ pro kWh sammle ich
> jetzt ein, bis das eingesparte Geld die Investition übersteigt. Ab da bin
> ich in der Gewinnzone. Keine Ahnung, was du da sonst noch rechnen willst.
So einfach ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung leider nicht. Aber diese Milchmädchenrechnung ist leider auch genau die Methode, mit denen die PV Wirtschaft immer noch Millionen macht und die Kunden glauben lässt, dass eine PV auf dem Dach nebst Akku im Keller eine wirtschaftlich sinnvolle Investition ist.
Abgesehen davon wäre ich ja aus Umweltschutzgründen trotzdem dafür, eine PV aufs Dach zu montieren, ob sich das nun wirtschaftlich rechnet oder nicht. Solange es aber an sonnigen Tagen regelmäßig zur Überproduktion kommt, die nicht mal ins Ausland verkauft werden kann, sondern aufgrund mangelnder Leitungskapazitäten einfach verpufft, ist noch nicht einmal das gegeben. -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: Trollversteher 07.07.23 - 12:57
>So einfach ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung leider nicht. Aber diese Milchmädchenrechnung ist leider auch genau die Methode, mit denen die PV Wirtschaft immer noch Millionen macht und die Kunden glauben lässt, dass eine PV auf dem Dach nebst Akku im Keller eine wirtschaftlich sinnvolle Investition ist.
Magst Du vielleicht noch ausführen, was genau an seiner Rechnung, auf ihn selbst und seinen individuellen Fall bezogen, nicht stimmt? -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: Mensch16 07.07.23 - 12:58
trapperjohn schrieb:
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> >
>
> So ein Balkonkraftwerk für ~500 Euro hat derzeit meist 2x415W Module, also
> 0,83kWp.
>
> Ertragsrechner für Norddeutschland (hab irgendwo in Bremen geklickt,
> Südausrichtung, 30° Neigung) sagen, da kommen über's Jahr > 900 kWh raus.
>
Aha. Und du verbrauchst den Strom des Balkonkraftwerks stets exakt genau dann, wenn er produziert wird? Dir ist schon klar, dass der Strom zum wesentlichen Teil "kostenlos" ins Netz gespeist wird? -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: FrankDrebinIII 07.07.23 - 13:00
Das Ziel für 2030 sind 220 GW an Solar-Peakleistung und da wird die Entwicklung nicht aufhören. Es ist das Ziel, dass zu sonnigen Mittagszeiten extrem viel Solarstrom "generiert" wird, dieser wird entsprechend günstig sein um Speicher zu füllen und flexible Lasten danach auszurichten. Das führt dann aller voraussichtlich nach zu einer weiteren Elektrifizierung von gewissen Energieverbrauchern um vom günstigen Strompreis zu profitieren.
Außerdem werden sich Speicher in Zukunft weiter etablieren, auch für Balkonsolarbesitzer.
Frage ist, wenn die Sonne scheint und der Strom dann sowieso günstig ist, ob es sich überhaupt lohnt eine Balkonsolaranlage zu kaufen wenn man einen flexiblen Stromvertrag hat. Aber da gibt es ja noch die Netzentgelte und Steuern, die das ggf. lohnenswert machen werden. Die Teile halten schließlich wenn es gut läuft 30 Jahre. -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: Mensch16 07.07.23 - 13:04
Trollversteher schrieb:
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> >So einfach ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung leider nicht. Aber diese
> Milchmädchenrechnung ist leider auch genau die Methode, mit denen die PV
> Wirtschaft immer noch Millionen macht und die Kunden glauben lässt, dass
> eine PV auf dem Dach nebst Akku im Keller eine wirtschaftlich sinnvolle
> Investition ist.
>
> Magst Du vielleicht noch ausführen, was genau an seiner Rechnung, auf ihn
> selbst und seinen individuellen Fall bezogen, nicht stimmt?
Er hat Kapitalkosten, das Risiko eines nicht von der Gewährleistung/Garantie gedeckten Schadens, etwaige Versicherungskosten sowie den Minderertrag durch Verschattung und nicht perfekte Ausrichtung einfach mal vergessen. Zudem, dass nur ein vergleichsweise kleiner Teil des produzierten Stroms wirklich selbst verbraucht werden kann. Der Rest verschwindet ohne Vergütung im Stromnetz und führt dazu, dass mehr Solarparks gedrosselt oder abgeschaltet werden müssen. -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: MarcusK 07.07.23 - 13:05
Mensch16 schrieb:
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> Und wie sieht deine Rechnung aus? Jeder, der eine Grundausbildung in
> Wirtschaft hat, wird dir ganz einfach vorrechnen, dass bei Kapitalkosten
> von 5% schon ein Investment von 500 Euro mit 25 Euro im Jahr zu Buche
> schlägt. Das sind bei 0,30 Euro / kWh dann schon 83 kWh, die so eine Anlage
> in der Realität kaum zu produzieren vermag.
Was Wirtschafter rechnen ist mir egal. Ich kaufe sie für einen Betrag und erwarte das ich den Betrag über die Jahre wieder rausbekomme. Ich muss darüber keine Abschreibung oder Studium machen.
> > die meisten Tage sind aber nicht sonnig und die abgeregelte Leistung im
> > Jahr ist auf die gesamtmenge gesehen niedrig.
> >
> Ja, aber leider genau dann, wenn die Balkonkraftwerke produzieren, gibt es
> zu viel Strom. Deshalb ist der Umwelteffekt von diesen Geräten genau 0 bzw.
> sogar negativ, wenn man bedenkt, dass die Dinger produziert und
> transportiert werden müssen.
nein. Auch bei trüben Himmel und früh und abends erzeugt das Anlage Energie und da haben wir keinen Überfluss.
Du denkst irgendwie das wir 23Stunden am Tag zu viel Energie haben, das stimmt nur leider nicht. -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: MarcusK 07.07.23 - 13:07
Mensch16 schrieb:
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> Trollversteher schrieb:
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> > >So einfach ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung leider nicht. Aber
> diese
> > Milchmädchenrechnung ist leider auch genau die Methode, mit denen die PV
> > Wirtschaft immer noch Millionen macht und die Kunden glauben lässt, dass
> > eine PV auf dem Dach nebst Akku im Keller eine wirtschaftlich sinnvolle
> > Investition ist.
> >
> > Magst Du vielleicht noch ausführen, was genau an seiner Rechnung, auf
> ihn
> > selbst und seinen individuellen Fall bezogen, nicht stimmt?
>
> Er hat Kapitalkosten, das Risiko eines nicht von der
> Gewährleistung/Garantie gedeckten Schadens, etwaige Versicherungskosten
> sowie den Minderertrag durch Verschattung und nicht perfekte Ausrichtung
> einfach mal vergessen. Zudem, dass nur ein vergleichsweise kleiner Teil des
> produzierten Stroms wirklich selbst verbraucht werden kann. Der Rest
> verschwindet ohne Vergütung im Stromnetz und führt dazu, dass mehr
> Solarparks gedrosselt oder abgeschaltet werden müssen.
das ist schon ganz schöner Unsinn den den schreibt. Bei MAX 600Watt wird ein Großteil selber verbraucht. Wenn du natürlich keinen Stromverbrauch hast, dann bist du ein Sonderfall und es lohn sich bei dir wirklich nicht. -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: trapperjohn 07.07.23 - 13:07
Mensch16 schrieb:
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> trapperjohn schrieb:
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> -----
>
> > >
> >
> > So ein Balkonkraftwerk für ~500 Euro hat derzeit meist 2x415W Module,
> also
> > 0,83kWp.
> >
> > Ertragsrechner für Norddeutschland (hab irgendwo in Bremen geklickt,
> > Südausrichtung, 30° Neigung) sagen, da kommen über's Jahr > 900 kWh raus.
>
> >
>
> Aha. Und du verbrauchst den Strom des Balkonkraftwerks stets exakt genau
> dann, wenn er produziert wird? Dir ist schon klar, dass der Strom zum
> wesentlichen Teil "kostenlos" ins Netz gespeist wird?
Alter...
Du hast von 83kWh gesprochen, die die Anlage im Jahr nicht mal schafft... Wenn ich von den tatsächlichen ~900 kWh auch nur die Hälfte selbst verbrate, sind die Anschaffungskosten nach deutlich < 5 Jahren drin.
Angenommen ich hätte die 500,- Euro schick in supertolle (unrealistische) Fonds gesteckt, die mir 10% Ertrag jährlich bringen (die ich dann reinvestiere) hätte ich nach 10 Jahren ca. 800 Euro Gewinn gemacht, insgesamt also 1300 Euro in der Tasche.
450 kWh bei 30ct sparen jährlich 135,- Euro, nach 10 Jahren bin ich also etwa gleichauf.
Das "Einkommen" durch die PV Anlage ist aber ziemlich gesichert, gesicherte 10% auf Fonds... die Wette gehe ich nicht ein ;-) -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: Mensch16 07.07.23 - 13:08
FrankDrebinIII schrieb:
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> Das Ziel für 2030 sind 220 GW an Solar-Peakleistung und da wird die
> Entwicklung nicht aufhören. Es ist das Ziel, dass zu sonnigen Mittagszeiten
> extrem viel Solarstrom "generiert" wird, dieser wird entsprechend günstig
> sein um Speicher zu füllen und flexible Lasten danach auszurichten. Das
> führt dann aller voraussichtlich nach zu einer weiteren Elektrifizierung
> von gewissen Energieverbrauchern um vom günstigen Strompreis zu
> profitieren.
>
> Außerdem werden sich Speicher in Zukunft weiter etablieren, auch für
> Balkonsolarbesitzer.
>
> Frage ist, wenn die Sonne scheint und der Strom dann sowieso günstig ist,
> ob es sich überhaupt lohnt eine Balkonsolaranlage zu kaufen wenn man einen
> flexiblen Stromvertrag hat. Aber da gibt es ja noch die Netzentgelte und
> Steuern, die das ggf. lohnenswert machen werden. Die Teile halten
> schließlich wenn es gut läuft 30 Jahre.
Ja wenn, wenn, wenn. Keine Frage: Wenn entsprechende Speichermöglichkeiten vorhanden sind, dann sieht es anders aus. Zumindest machen dann private PV Anlagen auf dem Dach umwelttechnisch deutlich mehr Sinn als heute. Aber sind wir doch mal ehrlich: Die feuchten Träume unserer Regierung(en) wurden immer schon sehr schmerzhaft von der Realität zurecht gerückt, und das wird auch weiterhin so sein.
Es wird nur dort investiert, wo es sich wirtschaftlich rechnet. Und während man viele Privatkunden mit Milchmädchenrechnungen überzeugen kann, funktioniert das im gewerblichen Umfeld eben nicht. Deshalb dreht sich das alles auch seit Jahren nur im Kreis. -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: Dwalinn 07.07.23 - 13:08
Dann sind es halt keine 900 kWh sondern nur 10% davon also immer noch mehr als das was du für unwahrscheinlich hälst.
Zumal die meisten eher mehr nutzen werden können, erst recht in Zeiten von Home-Office. -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: px 07.07.23 - 13:13
Es soll ja auch nicht dem Stromnetz etwas bringen, sondern der eigenen Stromrechnung... hier wird kein Bürger mit seinen zwei Panels den Klimawandel aufhalten.
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Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: Trollversteher 07.07.23 - 13:13
>Er hat Kapitalkosten,
Was für Kapitalkosten? Entgangene Redite für die 500¤, die sonst vermutlich ohnehin auf dem Girokonto herumgegammelt hätten?
>das Risiko eines nicht von der Gewährleistung/Garantie gedeckten Schadens,
Welcher Schaden sollte das sein? Und wie willst Du hier ein Risiko kalkulieren?
>etwaige Versicherungskosten
Die nur anfallen, wenn er tatsächlich etwas versichern müsste.
> sowie den Minderertrag durch Verschattung und nicht perfekte Ausrichtung einfach mal vergessen.
Sorry, aber das ist einfach nur noch albern - er hat in seiner Berechnung doch gar keinen Durchschnittsertrag genannt, sondern nur die kWh, die er *effektiv* mit seiner Anlage erzeugt, also nach Abzug möglicher Verschattung oder nicht perfekter Ausrichtung - zumal sich dieses Problem ja ganz einfach lösen lässt: Einfach perfekt ausrichten und auf Verschattung achten, schon ist das kein Posten in Deiner Rechnung mehr.
>Zudem, dass nur ein vergleichsweise kleiner Teil des produzierten Stroms wirklich selbst verbraucht werden kann. Der Rest verschwindet ohne Vergütung im Stromnetz und führt dazu, dass mehr Solarparks gedrosselt oder abgeschaltet werden müssen.
Das ist eine reine, unseriöse Unterstellung, da Du sein persönliches Szenario gar nicht kennst. Zumal Du selbst den Akku im Keller erwähnst, mit dem man nicht darauf angewiesen ist den Strom auch dann zu verbrauchen wenn er gerade erzeugt wird. -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: gaym0r 07.07.23 - 13:14
Mensch16 schrieb:
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> Sie amortisieren sich nicht
Citation needed. -
Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: FrankDrebinIII 07.07.23 - 13:15
Die abgeschaltete Menge ist aktuell noch ziemlich überschaubar. In einer Transition gibt es immer Reibungen (Über oder Unterproduktion). Je mehr Überschuss es gibt, desto günstiger wird der Strom, desto mehr Lösungen werden eingesetzt. Und teilweise gibt es sehr günstige Lösungen den Strom zu verwerten, dazu brauch es nicht unbedingt Speicher.
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Re: Es bringt leider auch dem Stromnetz genau gar nichts
Autor: WinnieW 07.07.23 - 13:34
Mensch16 schrieb:
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> In Deutschland haben wir die Situation, dass wir an sonnigen Tagen viel
> mehr Strom erzeugen, als abtransportiert werden kann. Der Irrsinn
> schlechthin: Große PV Parks werden bei strahlendem Sonnenschein
> abgeschaltet, deren Eigentümer aber trotzdem vergütet, da ja staatlich
> garantiert.
Eine Abschaltung darf nur aufgrund mangelnder Netzkapazität erfolgen, genauso wie eine Kompensationszahlung. Allerdings müssen gewerbliche Betreiber ihr Angebot ohnehin an der Strombörse handeln, und zu Zeiten in denen die Anlagen die meisten Leistung liefern können ist der Strompreis an der Börse niedrig.
Von daher wenig finanzieller Verlust und auch geringe Kompensationszahlungen.
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> Mir soll doch bitte mal jemand erklären, was Balkonkraftwerke für einen
> Sinn haben sollen. Sie amortisieren sich nicht und bringen auch dem
> Stromnetz nichts, welches zu den Zeiten, an denen diese "Kraftwerke"
> produzieren, sowieso nicht weiß wo hin mit dem Strom.
Klar, bei unseren Strompreisen amortisieren sich Balkonkraftwerke nach wenigen Jahren wenn 20% des Jahresbedarfs eines Haushaltes durch diese abgedeckt werden kann.
Ein 600 Watt BKW kann durchaus 500 kWh pro Jahr erzeugen. Je höher der Grundverbrauch eines Haushaltes desto eher lohnt sich das.
Der Kühlschrank der tagsüber läuft, im Sommer möglicherweise eine Klimaanlage. Alle Geräte die Standby-Stromverbrauch haben werden tagsüber mit versorgt.



