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  5. › Bastelrechner Nano Pi im Test…

eMMC, Kernel 3.4

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  1. eMMC, Kernel 3.4

    Autor: ulink 31.05.17 - 17:58

    Das eMMC sollte man nicht nur unter dem Aspekt sehen, dass man sich die SD-Karte spart, eMMC sind deutlich schneller, auch beim Schreiben (Hausnummer Faktor 1.5-2). Das merkt man mitunter schon.

    Der Uralt-Kernel 3.4 ist wirklich eine Seuche, die unbedingt ausgerottet gehoert. Mit DEM Kernel sind die Allwinner-Dinger jedenfalls fuer mich keine Option mehr.

    Ich denke, daran ist hautpsaechlich Allwinner schuld.
    Keine Ahnung, wieso die nicht kapieren, dass Sie mit ordentlicher Unterstuetzung fuer einen aktuellen Kernel Ihre Verkaufszahlen merkbar steigern koennten.

  2. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: am (golem.de) 31.05.17 - 21:00

    > Ich denke, daran ist hautpsaechlich Allwinner schuld.
    > Keine Ahnung, wieso die nicht kapieren, dass Sie mit ordentlicher
    > Unterstuetzung fuer einen aktuellen Kernel Ihre Verkaufszahlen merkbar
    > steigern koennten.
    99,99% aller Allwinner-Prozessoren landen in Android-basierten Tablets und closed-source TV-Boxen. Selbst eine Verzehnfachung der Verkäufe bei Bastelrechner mit aktuellen Linuxkernel dürfte das im Gesamtmarkt kaum auffallen.

    Grüße,
    Alexander Merz (golem.de)

  3. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: ve2000 01.06.17 - 02:47

    am (golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 99,99% aller Allwinner-Prozessoren landen in Android-basierten Tablets und
    > closed-source TV-Boxen.

    Schon lange nicht mehr.
    Welches aktuelle Gerät mit Allwinner SoC gibt es denn in nennenswerten Stückzahlen?

  4. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: gadthrawn 01.06.17 - 08:36

    ve2000 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > am (golem.de) schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 99,99% aller Allwinner-Prozessoren landen in Android-basierten Tablets
    > und
    > > closed-source TV-Boxen.
    >
    > Schon lange nicht mehr.
    > Welches aktuelle Gerät mit Allwinner SoC gibt es denn in nennenswerten
    > Stückzahlen?

    hm.. nach Alibaba mehere 4k TV Boxen... Bei den meisten steht allerdings mittlerweile kein Chipsatz mehr dabei. Ebenso bei billigen Tablets.

  5. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: ulink 01.06.17 - 08:45

    > 99,99% aller Allwinner-Prozessoren landen in Android-basierten Tablets und
    > closed-source TV-Boxen. Selbst eine Verzehnfachung der Verkäufe bei
    > Bastelrechner mit aktuellen Linuxkernel dürfte das im Gesamtmarkt kaum
    > auffallen.

    Selbst wenn es nur ein paar 10.000 CPUs waeren, kommt Geld rein, mit dem man mal einen oder zwei Programmierer bezahlen koennte. Oder einfach mal die Dokumentation verbessern, dann kuemmert sich vielleicht die Community darum.

    Das waere ja auch eine Investition in die Zukunft, wenn die Allwinner CPUs beliebter werden. Wenn man die laengste Zeit auf dem 3.4er Kernel haengen bleibt, wird das nix.

    Egal, wenn die nicht wollen, muessen Sie eben ihren Krempel behalten :-)

  6. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: gadthrawn 01.06.17 - 12:27

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > 99,99% aller Allwinner-Prozessoren landen in Android-basierten Tablets
    > und
    > > closed-source TV-Boxen. Selbst eine Verzehnfachung der Verkäufe bei
    > > Bastelrechner mit aktuellen Linuxkernel dürfte das im Gesamtmarkt kaum
    > > auffallen.
    >
    > Selbst wenn es nur ein paar 10.000 CPUs waeren, kommt Geld rein, mit dem
    > man mal einen oder zwei Programmierer bezahlen koennte. Oder einfach mal
    > die Dokumentation verbessern, dann kuemmert sich vielleicht die Community
    > darum.
    >
    > Das waere ja auch eine Investition in die Zukunft, wenn die Allwinner CPUs
    > beliebter werden. Wenn man die laengste Zeit auf dem 3.4er Kernel haengen
    > bleibt, wird das nix.
    >
    > Egal, wenn die nicht wollen, muessen Sie eben ihren Krempel behalten :-)

    hm.. also wenn du einen Programmierer in Indien oder China nimmst, kommst du mit Nebenkosten auf über 1500¤ im Monat. 2 * 1500 * 12 = 36000¤ pro Jahr.

    Die musst du dann natürlich auf die Produktionsmenge umlegen.

    Jetzt ist halt die Frage: was ist der Markt?

    Bei billigen Bastelrechnern ohne OS überwiegt Non-Arm (Atmel oder ESP) deutlich. FÜr irgend etwas ansteuern reichen die im Normalfall aus. Dann kommen noch die ganzen Boards von Cypress, STM, Microchip, Renesas,... Also Hersteller mit deutlich größerem Volumen und Einsatzmöglichekitenin kommerziellen Projekten (und sei es um -40 bi +84 zu unterstützen).

    Dann gibt es die teureren Bastelrechner ala Raspberry Pi. Hier ist auch die Zielmenge der Käufer der Nano Pis anzusetzen. Ein Board das
    - simpel mit viel zu viel Overhead ein paar Pins ansteuert - und das nicht mal so gut (Echtzeit und die verbundenen Probleme mit Linux). (Z.B: Lichtsteuerung, Fische füttern - all das was auch deutlich günstiger geht)
    - evtl. für andere Sachen missbraucht wird.
    Was findet man bei 2 häufig?
    - OpenElec o.ä. Medienserver
    - Heimserver
    - KleinPC

    Dafür ist das Teil relativ schlecht geeignet, und schön gerechnet. Pi 3, Billiggehäuse, Netzteil, 16 GB Karte und ein paar Kühlkörper kommen auf etwa 70¤. Eine Android 4 K TV Box die als Medienplayer sogar flotter ist gibt es ab 35¤ inkl. Fernbedienung,
    Leistung hat der Pi3 eigentlich kaum dafür. Bei 85 fangen dann die Atom MiniPCs mit Windows und mehr Speicher an.

    Wo siedeln sich also hier die Boards an um sich zu verkaufen? Zu teureren Preisen? oder versuchen sie wie hier bei dem einfach günstiger zu sein und jeder cetn zählt um Kunden zu gewinnen? Was denkst du?

  7. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: tkaiser 01.06.17 - 13:04

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > eMMC sind deutlich schneller, auch beim Schreiben
    > (Hausnummer Faktor 1.5-2).

    Ist als Pauschalaussage (wie so oft) schlichtweg nur falsch. Das eMMC, das FriendlyELEC aktuell nutzt, ist ziemlich lahm (7,5 MB/s sequentielle Schreibrate vs. ~23 MB/s bei guten SD-Karten wie Samsung EVO/EVO+ oder SanDisk Extreme Pro oder Plus -- hier bremst dann immer der SDIO-Kontroller des Boards). Noch lahmeres eMMC findet man eigentlich nur auf den aktuellen Banana Pi.

    Allerdings sind auch diese lahmen eMMC-Chips um Welten schneller, wenn es um "random IO" geht als durchschnittliche SD-Karten (No Name Krampf oder Kingston und Konsorten). Ne simple Google-Suche nach »iozone emmc sd card site:forum.armbian.com« beschert einem Nummern.

  8. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: ulink 01.06.17 - 13:52

    > Ist als Pauschalaussage (wie so oft) schlichtweg nur falsch.

    Sei doch nicht so kleinlich, habe extra "Hausnummer" geschrieben. Der Wert an sich passt ganz gut als Durchschnittswert und damit man sich was vorstellen kann. Fuer mehr war er auch nicht gedacht.

    > Allerdings sind auch diese lahmen eMMC-Chips um Welten schneller, wenn es
    > um "random IO" geht als durchschnittliche SD-Karten (No Name Krampf oder
    > Kingston und Konsorten).

    Exakt. In der Praxis sogar ein deutlicher Unterschied zu guten Karten wie die Samsung Evo oder Transcend Ultimate. Und externe SD-Karten haben noch andere Nachteile.

    Wie auch immer, ich wollte nur sagen, dass eine eMMC grundsaetzlich ein Vorteil ist.

  9. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: ulink 01.06.17 - 14:19

    gadthrawn schrieb:
    > Die musst du dann natürlich auf die Produktionsmenge umlegen.

    Im Prinzip richtig, hie und da muss man aber auch mal was investieren, also jetzt ein bisschen Geld verlieren, um hoffentlich in Zukunft umso mehr zu verdienen.

    > Bei billigen Bastelrechnern ohne OS überwiegt Non-Arm (Atmel oder ESP)
    > deutlich.

    Stimmt, insgesamt (inklusive dem kommerziellen Bereich) ist aber alles was non-Cortex-M in diesem Bereich ist, definitiv am absteigend Ast, die CM0/CM3/CM4 sind hier das Mass der Dinge (gottseidank).

    Trotzdem: Sobald die Anwendung ein bisschen groesser wird, ist man SEHR schnell am Ende mit Speicher und Rechenleistung bzw. ist die Entwicklung wirklich SEHR zeitaufwaendig mit solchen Controllern (glaub mir, ich weiss wovon ich rede...).

    > Dann gibt es die teureren Bastelrechner ala Raspberry Pi. Hier ist auch die
    > Zielmenge der Käufer der Nano Pis anzusetzen.

    Genau, wobei teuer finde ich die eigentlich nicht. Guck mal was der Raspi Zero mit seinen 5 Euro alles mitbringt (naja, WENN man ihn denn endlich wenigstens in 10er Stueckzahlen bekommen koennte...) im Vergleich z.B. zu einer Cortex-M4 CPU, die quasi gleich viel kostet.

    > Wo siedeln sich also hier die Boards an um sich zu verkaufen? Zu teureren
    > Preisen? oder versuchen sie wie hier bei dem einfach günstiger zu sein und
    > jeder cetn zählt um Kunden zu gewinnen? Was denkst du?

    Ich denke, dass die von der Leistung mit den Rapsis zumindest mithalten wollen, aber billiger sein wollen. Und die Raspis werden ja > 1Mio verkauft, das ist schon mal ne Nummer. Offenbar gibt es also Bedarf.

    Wie im Artikeltext angedeutet: Die Software-Unterstuetzung und eine grosse Community ist mindestens so wichtig wie das Preis/Leistungsverhaeltnis. Nur billiger reicht nicht, der uralte 3.4 Kernel ist ein echter Hemmschuh.

  10. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: tkaiser 01.06.17 - 14:28

    Naja, man muß da schon differenzieren, denn eMMC ist wirklich nicht gleich eMMC. Das auf allen Banana Pi (außer M3) ist schnarchlahm, das von FriendlyELEC nur geringfügig schneller, Xunlong mit ihren vielgescholtenen Orange Pi verbaut dagegen grundsätzlich nur flottes eMMC (40/80 MB/s write/read) and Hardkernel für die diversen ODROIDs hat zu entsprechenden Mondpreisen pfeilschnelles eMMC im Programm.

    Man sollte sich einfach die verschiedenen Flaschenhälse bewußt machen statt auf Pauschalaussagen zurückzugreifen. :)

    Wenn die Aufgabenstellung bspw. lautet, 15 Min mit konstant 8 MB/s irgendeinen Datenstrom wegzuschreiben, dann gelingt einem das weder mit dem eMMC auf irgendeinem NanoPi (7,5 MB/s) noch auf 'nem Banana Pi (unter 7 MB/s -- Ausnahme wie schon gesagt: der M3 aber kann sein, dass sie auf dem inzwischen auch nur noch Vollschrott-eMMC verlöten). Wohingegen wirklich jede halbwegs aktuelle SD-Karte das schaffen wird, weil die alle mehr als 10 MB/s wegschreiben können.

    Knackpunkt ist: Bei eMMC-Boards recherchieren, was das kann und bei SD-Karten keinen Schrott kaufen (leichter gesagt als getan, weil ja leider die 'guten' Karten von Samsung, SanDisk, Transcend und Toshiba auch bei Fälschern sehr beliebt sind). Ich kauf Karten nur noch über Handelskanäle, die ohne Rückfragen den Kaufpreis erstatten, teste die Karten sofort nach Erhalt und beim Verdacht auf Fake/Counterfeit geht das Zeugs postwendend zurück.

  11. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: ulink 01.06.17 - 14:37

    tkaiser schrieb:

    > Naja, man muß da schon differenzieren, denn eMMC ist wirklich nicht gleich
    > eMMC.

    Klar.

    > Man sollte sich einfach die verschiedenen Flaschenhälse bewußt machen statt
    > auf Pauschalaussagen zurückzugreifen. :)

    Das kann/soll man sicherlich im Nachgang machen. Aber eine generelle/pauschale (und damit sehr ungenaue) Aussage hat auch ihren Wert, naemlich dass ein eMMC grundsaetzlich ein Vorteil ist (ich glaube, dass den meisten das nicht bewusst ist).

    > Knackpunkt ist: Bei eMMC-Boards recherchieren, was das kann und bei
    > SD-Karten keinen Schrott kaufen (leichter gesagt als getan, weil ja leider
    > die 'guten' Karten von Samsung, SanDisk, Transcend und Toshiba auch bei
    > Fälschern sehr beliebt sind).

    Das ist in der Tat recht schwierig. Von den SanDisk bin ich abgekommen, selbst bei serioesen Haendlern bestellte Teile hatten oefter mal Macken/Schaeden/Fehler.

    Bin inzwischen bei Transcend Ultimate gelandet, scheinen mir ein gutes Preis/Leistungsverhaeltnis zu haben und bisher hatte ich keine kaputten Teile.
    Schon wieder so eine Pauschalaussage ;-)

    > Ich kauf Karten nur noch über Handelskanäle,

    Mann muss eben mal einen serioesen Haendler finden, der mehr als 1 Stueck auf Lager hat (ich brauche groessere Stueckzahlen) und nicht allzu teuer ist. Das ist wirklich schwierig.

  12. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: tkaiser 01.06.17 - 14:39

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur billiger reicht nicht, der uralte 3.4 Kernel ist ein echter Hemmschuh.

    Den "braucht" nur, wer HW-beschleunigt Videos dekodiert haben will oder auf 3D-Support angewiesen ist (Retro Gaming). Hab grad im Monitoring nachgeguckt, die niedrigste Kernel-Version von allen Allwinner-Boards hier und bei Kunden war 4.7 (ein Olimex Lime2-Serverchen bei einem Admin mit Update-Allergie) und... jetzt ist die Kiste wieder oben und alles läuft mit 4.10 oder 4.11 (die Entwicklerkisten selbstredend mit 4.12-rc3 seit heute).

    Hoppala, stimmt nicht. Wir haben noch 4 oder 5 Banana Pi M2+ und Orange Pi Plus (beides H3 mit Gigabit Ethernet also das Gleiche wie der NanoPi M1+ hier) mit 4.6-rc1 bei Kunden rumstehen (und wenn die Zeitstempel hier http://kaiser-edv.de/tmp/4U4tkD/ stimmen, dann laufen die seit über 15 Monaten produktiv durch)

  13. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: ulink 01.06.17 - 15:23

    tkaiser schrieb:
    > Den "braucht" nur, wer HW-beschleunigt Videos dekodiert haben will oder auf
    > 3D-Support angewiesen ist (Retro Gaming).

    Das moechte man glauben, das stimmt so aber eben nicht, jedenfalls nicht generell. Beispiel Olimex A13-SOM:

    Das Ding war wegen 3.4 Kernel trotz dass Debian Jessi seit 2 Jahren draussen ist, auf Debian Wheezy festgenagelt (das ist durchaus so alt, dass man schnell Probleme mit alten Paketen bekommt).
    Vor einigen Wochen erst konnte man ein inoffizielles Jessie von Armbian herunterladen, aber:

    * USB-Networking funktioniert selbst mit Kernel 3.4 nicht 100% (immer wieder Verbindungsabbrueche und Ethernet-Subsystem-Resets)
    * Jessie mit Mainline-Kernel kommt nicht mal richtig hoch

    Lustigerweise das alles, obwohl angeblich der A13 seit Monaten zu 100% im Mainline Kernel unterstuetzt ist.
    Man ist mit einem Allwinner eben immer ewig hinten nach. Das nervt einfach gewaltig, aber Allwinner scheint das egal zu sein.
    Es kommt ja auch nicht von ungefaehr, dass man praktisch bei allen Allwinner-Boards die Kernel-Version erst mit der Lupe suchen muss. Die diversen Boardhersteller wissen selber genau, dass das mit dem 3.4er Scheisse ist.

    Mein Fazit ist mittlerweile daher: Finger weg von Allwinner

  14. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: FreiGeistler 01.06.17 - 15:41

    tkaiser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Allerdings sind auch diese lahmen eMMC-Chips um Welten schneller, wenn es um "random IO" geht als durchschnittliche SD-Karten (No Name Krampf oder Kingston und Konsorten). Ne simple Google-Suche nach »iozone emmc sd card
    > site:forum.armbian.com« beschert einem Nummern.

    Eher nicht. eMMC entspricht einer auf den Chip gelöteten MMC (=Vorgänger von SDs) mit Chipsatz der sie bootable macht, aber ohne Multilayer- und Wearleveling wie bei SSDs typisch.
    Wichtig ist, dass eMMCs oft billigen (langsamen) Flashspeicher enthalten dessen Qualität (Geschwindigkeit) mit dem Preis zunimmt. Typische eMMC erreichen um die 100 - 200 MB/s lesend und etwa halb so viel schreibend.
    Auch wichtig: eMMCs werden im Gegensatz zu SSDs Nicht mit steigender Kapazität schneller.
    howtogeek.com / emmc-vs.-ssd-not-all-solid-state-storage-is-equal

    Zum Beispiel habe ich hier die billigere Variante des Lenovo Ideapad Miix-310 mit 32 GB eMMC Read/Write Sequentiell 148.1/75.1 MB/s, 4K 34.3/13.8 MB/s

    Man also sagen eMMC erreicht ~ die Geschwindigkeit von HDDs, einfach kleiner und günstiger. Ist aber fest verbaut.

    (Kennt jemand einen leichtgewichtigen Dateimanager mit tabbing für Windows? Linux hat mit diesem Gerät immer noch Grafik-Bugs.)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.17 15:48 durch FreiGeistler.

  15. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: ulink 01.06.17 - 16:10

    Kann es sein, dass Du eMMC fuer Desktop-PC/Notebooks und SSD fuer den gleichen Anwendungsbereich mit den eMMC fuer Raspberry Pi und Co (4 oder 8GB) und den uSD Karten verwechselst?

    Zweitere (um die es hier geht) liegen eher im Bereich von 10-30MB/s statt 100-200.

    > Kennt jemand einen leichtgewichtigen Dateimanager mit tabbing für Windows?

    Aeh, TotalCommander (ist halt ein NortonCommander Clone)?

  16. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: tkaiser 01.06.17 - 16:13

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man also sagen eMMC erreicht ~ die Geschwindigkeit von HDDs, einfach
    > kleiner und günstiger. Ist aber fest verbaut.

    Aha. Welche HDD schreibt denn bitte sehr nur mit 7,5 MByte/sek? Und eMMC muß nicht fest "verbaut" sein, ich hab hier insg. 5 verschiedene Devices mit steckbarem eMMC (3 verschiedene ODROIDs, ein Pinebook mit Allwinner A64, das den selben/kompatiblen Connector nutzt, und ein SoPine Baseboard für das das dito gilt). FriendlyELEC, um die's hier grad geht, entwickeln grad an einem eigenen steckbaren eMMC-Standard, für den es dann hoffentlich Module in verschiedenen Geschwindigkeits- und Preisklassen gibt: http://wiki.friendlyarm.com/wiki/index.php/NanoPi_K2#Layout

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man ist mit einem Allwinner eben immer ewig hinten nach.

    Nee, ganz im Gegenteil. Allwinner ist zum Glück wenig innovativ und so war bspw. initialer Support für die H5-Boards, die im September 2016 als Developer Samples zu uns rüberpurzelten, in Rekordzeit fertig, weil der H5 nur 'ne Mischung aus H3 mit den CPU-Cores des A64 ist. Wie auch immer: Allwinner selbst macht da genau gar nichts (ich glaub auch nicht, dass sich das je ändern wird) und wenn man einen Boardhersteller sucht, der auf Allwinner + Mainline setzt, dann ist man bei FriendlyELEC, um die es hier geht, abermals richtig.

    Icenowy und ich haben in den letzten Monaten recht viel mit FriendlyELEC kommuniziert, haben deren Kernelentwickler mit Mainlinekernel anfixen können und seinem Cheffe beigebogen, ihm die nötigen Zeit zu geben: http://wiki.friendlyarm.com/wiki/index.php/Mainline_U-boot_%26_Linux

    FriendlyELEC sind momentan der einzige Boardhersteller, der von sich aus OS-Images mit Mainlinekernel bäckt. Und das für Allwinner-Boards. Soweit mal die Fakten.

    Zu Deinen A13-Experimenten kann ich nix sagen, weil mich der Chip nie interessiert hat (kein Ethernet, kein Interesse), ansonsten läuft mein kompletter Allwinner-Fuhrpark mit Mainline- und nicht Allwinners Gammelkernel. Kurz nachgeguckt: http://forum.lemaker.org/thread-12167-1-1.html (fast 2,5 Jahre her jetzt und H3 Boards rennen produktiv seit April 2016 mit Mainline).

    Einzige Ausnahme weit und breit: Allwinner 3.10 A64 Gammelkernel auf Pinebook, weil hier der Mainline-Support für die PMU (Power Management Unit) noch in den Kinderschuhen steckt und ein Laptop, der sich nicht mit seinem Akku versteht, irgendwie Themaverfehlung ist): https://forum.armbian.com/index.php?/topic/4133-quick-pinebook-preview-review/

  17. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: ulink 01.06.17 - 17:01

    tkaiser schrieb:

    > Allwinner selbst macht da genau gar nichts (ich glaub auch nicht, dass sich
    > das je ändern wird)

    Das fuerchte ich auch.

    > FriendlyELEC, um die es hier geht, abermals richtig.

    Du meinst FriendlyARM? Ein guter Teil der Boards die die haben, sind mit Samsung CPU ausgestattet (davon habe ich auch ein paar hier rumliegen), die aber auch den alten 3.4 "Gammelkernel" (wie Du das schoen sagst hehe) haben (jedenfalls bis vor ein paar Monaten noch so).

    Aber die Bude an sich gefaellt mir sehr gut, sind freundlich, hilfsbereit und scheinen serioes zu sein (nicht so ne Hinterhofbude die es nicht mal schafft, eine Rechnung richtig auszustellen). Die haben auch mit vernuenftigen Versandkosten innert einer Woche oder so geliefert.

    Kein Vergleich mit der OrangPi Bude, die Deppen schulden mir immer noch 50 Euro fuer einen nicht gelieferten OrangePi aber bevor ich noch 100 Emails schreibe, pfeife ich lieber drauf.

    Ich habe sogar mal vor ein paar Monaten einen Artikel bei einem Heise-Redakteur wegen einem neuen Modulchen von denen angeleiert (glaube war eh der erste NEO).

    > Icenowy und ich haben in den letzten Monaten recht viel mit FriendlyELEC
    > kommuniziert, haben deren Kernelentwickler mit Mainlinekernel anfixen
    > können und seinem Cheffe beigebogen, ihm die nötigen Zeit zu geben:
    > wiki.friendlyarm.com

    Ach Du Schande, tatsaechlich (jedenfalls fuer NanoPI Neo und M1). Wie hast Du das denn geschafft? Kannst Du denen noch beibringen, das auch fuer die Samsung-Teile zu machen? ;-) Dann kaemen die Dinger doch wieder in die engere Wahl bei mir.

    BTW: Wer ist Icenowy ?

    > FriendlyELEC sind momentan der einzige Boardhersteller, der von sich aus
    > OS-Images mit Mainlinekernel bäckt. Und das für Allwinner-Boards. Soweit
    > mal die Fakten.

    Exakt, die anderen haengen auf 3.4 und pfeifen auf Mainline. Umso loeblicher das FriendlyARM Engagement.

    > Zu Deinen A13-Experimenten kann ich nix sagen, weil mich der Chip nie
    > interessiert hat (kein Ethernet, kein Interesse),

    Wie gesagt, angeblich seit Monaten 100% Mainline-Kernel Support (laut linux-sunxi) aber meine Erfahrungen mit Armbian auf dem Board waren eine Katastrophe und Olimex macht selber offenbar gar nix in die Richtung. Habe leider nicht die Zeit und das Wissen, die Bugs im Armbian-Image zu beheben oder gar ein eigenes Image zu machen.

    > ansonsten läuft mein
    > kompletter Allwinner-Fuhrpark mit Mainline- und nicht Allwinners
    > Gammelkernel.

    Ich glaube es Dir und freue mich fuer Dich.

  18. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: tkaiser 01.06.17 - 18:11

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BTW: Wer ist Icenowy ?

    Ziemlich fittes linux-sunxi Mädel aus China (und insofern auch ein Glücksfall, weil ab und an tatsächlich sowas Profanes wie eine 'Sprachbarriere' Wendungen zum Besseren behindert). Die pflegt 'ne eigene und ihrer Aussage nach 'radikale' Android-Distribution auf Basis Mainline-Kernel und hat so ziemlich alles ohne Allwinner-proprietäre BLOBs für A33-Devices am Laufen. Und kombiniert jugendlichen Elan mit erstaunlich langem Atem, was den aufwändigen (und teils megafrustrierenden) Upstream-Linux-Kernel-Prozeß angeht (ich glaub, der Linux-Kernel ist eines der am wenigsten Spaß bereitenden Open Source Projekte).

    FriendlyARM nennt sich heute FriendlyELEC, die haben eine Historie, die lang vor die Raspberries zurückreicht (bevor das hier im Westen mit den Erdbeeren losbrach, hatten die 5 Jahre vorher in China einen ähnlichen Boom mit QQ2440 and Mini2440 -- beide aus der "Feder" von FriendlyELECs heutigem Chefentwickler). Bzgl. der Samsung/Nexell-Boards besteht leise Hoffnung, weil Samsung auf Basis der identischen SoCs IoT-Boards baut und für die zumindest ein Kernel 4.1 verfügbar sein soll: https://forum.armbian.com/index.php?/topic/1285-nanopi-m3-cheap-8-core-35/&do=findComment&comment=18595 (hab mich aber nicht mehr weiter damit beschäftigt).

    Wie auch immer: Aktuell finde ich die Entwicklung rund um Allwinner im Ultra-Billig-Bereich spannend (Orange Pi Zero und NanoPi NEO) und drüber perspektivisch mit Rockchip. Google hat die Hardwarezulieferer für ihre Chromebooks dazu verdonnert, vernünftig ihre Hardware mit Code zu versorgen, weshalb aktuell Rockchip- als auch MediaTek-Entwickler direkt neue Designs upstream Richtung Mainline-Kernel schubsen. Ich sollte die Tage ein neues Dev Sample auf Basis RK3328 (Quad core Cortex-A53, HDMI 2.0a, 4K Blabla, Gigabit Ethernet und USB3) bekommen für das Rockchip ein 4.4 basiertes BSP (Board Support Package) pflegt als auch fleißig Patches upstream einreicht, so dass das Ding evtl. vom Start weg mit 4.12 laufen wird. Wir werden sehen...

    Paar Details: http://www.cnx-software.com/2017/01/11/rockchip-rk3328-quad-core-64-bit-arm-soc-is-designed-for-4k-hdr-android-7-1-linux-tv-boxes/

  19. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: ulink 02.06.17 - 09:41

    tkaiser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Den "braucht" nur, wer HW-beschleunigt Videos dekodiert haben will oder auf
    > 3D-Support angewiesen ist (Retro Gaming).

    Mir ist noch eingefallen, dass etliche "GUIs" OpenGL benoetigen (Kivy, Clutter, ...), da wird man dann wohl den Mali-Treiber und damit Kernel 3.4 brauchen, weil mit SW-Emulation ruckelt das wie Sau.

  20. Re: eMMC, Kernel 3.4

    Autor: tkaiser 02.06.17 - 11:47

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tkaiser schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Den "braucht" nur, wer HW-beschleunigt Videos dekodiert haben will oder
    >> auf 3D-Support angewiesen ist (Retro Gaming).
    >
    > Mir ist noch eingefallen, dass etliche "GUIs" OpenGL benoetigen (Kivy,
    > Clutter, ...), da wird man dann wohl den Mali-Treiber und damit Kernel 3.4
    > brauchen, weil mit SW-Emulation ruckelt das wie Sau.

    Mali400 == nix mit OpenGL (weil nur OpenGL ES, zumal nur 'ne alte Version und dann ist Mali400 halt schlichtweg ar***lahm und feiert nächstes Jahr seinen zehnjährigen Geburtstag).

    In anderen Worten: die ganze Idee, im Jahr 2017 mit Mali400 irgendwas "beschleunigen" zu wollen, ist eh daneben. Das Beste, was man mit Mali400 machen kann, ist die Engine einfach zu ignorieren (und stillzulegen, spart dann wenigstens paar mW beim Verbrauch).

    Wie nebenan von rellla schon dargelegt: den ollen Kernel braucht's eigentlich nur für Videos gucken und das auch nur, weil sich in der Zwischenzeit niemand hingesetzt hat und das, was Florent Revest letztes Jahr mit Mainline kernel für A13/R8 gestartet hat, für mehr Codecs und die anderen SoCs weiterführt (dann geht das 100% BLOB-frei auch mit Mainline Kernel).

    http://free-electrons.com/blog/support-for-the-allwinner-vpu-in-the-mainline-linux-kernel/

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Faire IT: Die grüne Challenge
Faire IT
Die grüne Challenge

Kann man IT-Produkte nachhaltig gestalten? Drei Startups zeigen, dass es nicht so einfach ist, die grüne Maus oder das faire Smartphone auf den Markt zu bringen.
Von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Smartphones Samsung und Xiaomi profitieren in Europa von Huawei-Boykott
  2. Smartphones Xiaomi ist kurz davor, Apple zu überholen
  3. Niederlande Notrufnummer fällt für mehrere Stunden aus

Raspberry Pi 4B im Test: Nummer 4 lebt!
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Nummer 4 lebt!

Das Raspberry Pi kann endlich zur Konkurrenz aufschließen, aber richtig glücklich werden wir mit dem neuen Modell des Bastelrechners trotz bemerkenswerter Merkmale nicht.
Ein Test von Alexander Merz

  1. Eben Upton Raspberry-Pi-Initiator spielt USB-C-Fehler herunter
  2. 52PI Ice Tower Turmkühler für Raspberry Pi 4B halbiert Temperatur
  3. Kickstarter Lyra ist ein Gameboy Advance mit integriertem Raspberry Pi

Schienenverkehr: Die Bahn hat wieder eine Vision
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Die Bahn hat wieder eine Vision

Alle halbe Stunde von einer Stadt in die andere, keine langen Umsteigezeiten zur Regionalbahn mehr: Das verspricht der Deutschlandtakt der Deutschen Bahn. Zu schön, um wahr zu werden?
Eine Analyse von Caspar Schwietering

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  1. Routerfreiheit: Vodafone will noch keine eigenen Glasfasermodems zulassen
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    Vodafone will noch keine eigenen Glasfasermodems zulassen

    Vodafone streitet sich mit der Bundesnetzagentur, ob die Routerfreiheit in Glasfasernetzen auch für das Glasfasermodem (ONT) gilt. Ein Nutzer argumentiert dagegen, das öffentliche Glasfasernetz ende an der Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose, wo man als Endkunde sein ONT verbinden kann.

  2. Mercedes EQV: Daimler zeigt elektrische Großraumlimousine
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    Daimler zeigt elektrische Großraumlimousine

    Stilvoll elektrisch shuttlen: Daimler hat für die IAA die serienreife Version des Mercedes EQC angekündigt. In dem Elektro-Van haben sechs bis acht Insassen Platz.

  3. Fogcam: Älteste bestehende Webcam wird nach 25 Jahren abgeschaltet
    Fogcam
    Älteste bestehende Webcam wird nach 25 Jahren abgeschaltet

    Die Webcam Fogcam nimmt seit 1994 Bilder vom Gelände der San Francisco State University aus auf. Nach 25 Jahren wird die Kamera nun abgeschaltet, laut den Machern unter anderem wegen fehlender guter Aussicht.


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