Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Sonstiges
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Bento Lab: Biohacking am Küchentisch

Hobbybiologen

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Hobbybiologen

    Autor: Wendepunkt 05.10.15 - 13:51

    Das Bento Lab mag ja interessant sein für kleinere Labore, auch wenn ich da den Nutzen bereits in Frage stelle. Eine Zentrifuge wird noch jedes Labor haben, eine PCR Maschine gehört in jedem Biologie-Labor auch zur Grundausrüstung - ist praktisch elementar - und für Gele gilt das selbe.

    Eine Anschaffung für Hobbybiologen finde ich dann schon sehr fragwürdig. Sie ermöglicht zwar technisch die Amplifizierung von DNA Fragmenten, aber es bietet wirklich nur die technische Grundlage dafür. Die Reagenzien oder Kits um DNA aufzureinigen - ob von Plasmid oder von ganzen Bakterien/Zellen - muss zusätzlich beschafft werden was locker den Preis des ganzen Geräts übersteigen kann. Das selbe gilt für PCR Kits und die Primer die man synthetisieren lassen muss, selbst die Reagenzien für Gele müssen zusätzlich gekauft werden. Dies wird schnell extrem teuer für ein Hobby.

    Und dann stellt sich noch die Frage nach der Anwendung. Was macht man mit den amplifizierten und aufgereinigten DNA Fragmenten? Die müssen kloniert werden, transformiert, die Organismen brauchen stabile Bedingungen, Wachstumsmedien. Und irgendeine From von Daten möchte man ja auch noch generieren.

    Es mag Leute geben die das aus Hobby machen, aber ich habe noch keinen getroffen.

    Wo das Gerät allerdings sinnvoll erscheint ist in mobilen Labs in denen Platz extrem limitiert ist und schnelle DNA Analysen gemacht werden müssen. Oder wie im Artikel beschrieben in (fortgeschrittenen) Bildungseinrichtungen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.10.15 13:53 durch Wendepunkt.

  2. Re: Hobbybiologen

    Autor: DrWurst 05.10.15 - 17:29

    Grundsätzlich stimme ich dir zu, deine Einwände gelten IMHO für Publikations- und klinische Qualitäten. Wir (Labor für molekulare Medizin) nehmen jährlichen an der "Langen Nacht der Wissenschaften" teil und haben dabei auch schon ein paar mal eine Art Hillbilly-Labor vorgeführt, mit sehr eingeschränkten Detergenzen und Geräteauswahl. Hierbei wird auch kloniert und DNA extrahiert (mit vorbereiteten Proben, da natürlich keine Inkubationszeit zur Verfügung steht).

    Die Ergebnisse sind erstaunlich sauber und gut, Zellkulturen kann man günstigen halten und mit einem Raspi + Heizplatte und CO2 Flasche kann man sich günstig (<100¤) einen Zellinkubator bauen. Thermocycler gibt es ebenfalls günstige, einzig Mikrozentrifugen sind noch immer recht teuer. DNA Synthese und Sequenzierung ist so günstig geworden, dass es sich mittlerweile im Preisrahmen anderer Hobbies (z.B. Fotografie) bewegt. Initial kosten kompetente Zellen und Vektoren natürlich auch eine Stange Geld, aber auch hier nicht teurer als ein ordentliches Foto-Objektiv.

    Sogar die teuren Fluoreszenzmikroskopie kann man "selbst bauen", ich habe vor ein paar Wochen unsere Zellkulturmikroskope mit starken LEDs ausgestattet um GFP und dsRed zumindest auf die Schnelle detektieren zu können, hat auch nicht mehr als 100¤ je Mikroskop gekostet. Die größten und unvermeidbaren kosten dürften wohl Enzyme darstellen.

    Selbstverständlich, wie erwähnt, alles nicht in Laborqualität und viele Möglichkeiten (FACS,Konfokalmikroskop,qPCR.....), welche heutzutage zum Standard gehören bleiben noch lange verschlossen - zum Glück wie ich finde. Wer beim Programmieren/Elektronik basteln Fehler macht kann kaum großen Schaden verursachen, unreflektierter Umgang mit genetisch manipulierten Lebewesen kann schnell mal in die Hose gehen und zwar auf großem Maßstab.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Dataport, verschiedene Standorte
  2. Die Etagen GmbH, Osnabrück
  3. Art-Invest Real Estate Management GmbH & Co KG, Köln
  4. Radeberger Gruppe KG, Frankfurt

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 469,00€
  2. 249,00€ + Versand
  3. (u. a. Ryzen 5-2600X für 184,90€ oder Sapphire Radeon RX 570 Pulse für 149,00€)
  4. 334,00€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


IT-Headhunter: ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
IT-Headhunter
ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

Marco Nadol vermittelt für Hays selbstständige Informatiker, Programmierer und Ingenieure in Unternehmen. Aus langjähriger Erfahrung als IT-Headhunter weiß er mittlerweile sehr gut, was ihre Chancen auf dem Markt erhöht und was sie verschlechtert.
Von Maja Hoock

  1. Jobporträt Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht
  2. Struktrurwandel IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
  3. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"

Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Chromium: Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen
Chromium
Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen

Build 2019 Wie sieht die Zukunft des Edge-Browsers aus und was will Microsoft zum Chromium-Projekt beitragen? Im Gespräch mit Golem.de gibt das Unternehmen die vage Aussicht auf einen Release für Linux und Verbesserungen in Google Chrome. Bis dahin steht viel Arbeit an.
Von Oliver Nickel

  1. Browser Edge auf Chromium-Basis wird Netflix in 4K unterstützen
  2. Browser Microsoft lässt nur Facebook auf Flash-Whitelist in Edge
  3. Microsoft-Browser Edge bekommt Chromium-Herz

  1. Zbox QX3: Zotac stopft Xeon-CPU und Quadro P5000 in kompaktes Gehäuse
    Zbox QX3
    Zotac stopft Xeon-CPU und Quadro P5000 in kompaktes Gehäuse

    Die Zotac Zbox QX3 ist in einem recht kleinen Chassis untergebracht: Auf 225 x 203 x 128 mm passen 64 GByte RAM, eine Xeon-CPU und eine Nvidia Quadro P5000. Außerdem gibt es viele Anschlüsse - etwa vier HDMI-Ports und zwei Ethernet-Buchsen.

  2. Avera Semiconductor: Globalfoundries verkauft ASIC-Sparte an Marvell
    Avera Semiconductor
    Globalfoundries verkauft ASIC-Sparte an Marvell

    Nach zwei Fabs veräußert Globalfoundries auch die Abteilung für festverdrahtete Schaltungen (ASICs). Die stammte ursprünglich von IBM und bringt im besten Fall 740 Millionen US-Dollar für Globalfoundries, sofern alles zu Marvells Zufriedenheit läuft. Dabei darf auch TSMC fertigen.

  3. Microsoft: Azure-Kubernetes-Service unterstützt Windows-Container
    Microsoft
    Azure-Kubernetes-Service unterstützt Windows-Container

    Microsofts Kubernetes-Dienst im hauseigenen Cloud-Angebot Azure unterstützt nun die Verwendung von Windows-Server-Containern. Diese können damit parallel zu Linux-Containern betrieben werden: mit den gleichen bekannten Werkzeugen und im gleichen Cluster.


  1. 11:10

  2. 10:52

  3. 10:35

  4. 10:20

  5. 10:06

  6. 09:52

  7. 09:46

  8. 09:45