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Erste Frage der GL: Was bringt uns das?
Autor: Haukeeee 07.01.23 - 11:28
Und schwups ist das Thema erledigt, es gibt keinen ROI.
Mit Windows 11 kann man weder mehr Umsatz noch mehr Gewinn machen, es ist reines n2h.
Im Gegenteil, es bedeutet wieder Kosten für Schulungen und Umgewöhnungen der Nutzer, der Support-Aufwand steigt erst einmal.
Und Software sowie Hardware die nicht mehr kompatibel ist muss auch ersetzt werden. -
Re: Erste Frage der GL: Was bringt uns das?
Autor: Oktavian 07.01.23 - 13:24
Antwort: Den Erhalt eines supporteten Systemzustands. Windows 10 ist zum 14.10.2024 abgekündigt, das sind noch gut 3 Jahre. Und wir wollen doch bestimmt nicht wieder so ein Desaster wie bei der Migration von Windows XP.
Und schwups, ist das Projekt genehmigt. IT muss laufen, sie ist der Kern nahezu jedes modernen Unternehmens. Ein größeres Risiko hier kann man sich nicht leisten. Und wenn man das Risiko so billig reduziert bekommt, nimmt man das immer gerne mit. Unsupportete Systemstände oder überhastete Migrationen sind erhebliche Risiken.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.01.23 13:34 durch Oktavian. -
Re: Erste Frage der GL: Was bringt uns das?
Autor: Meduser 07.01.23 - 13:44
Oktavian schrieb:
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> Antwort: Den Erhalt eines supporteten Systemzustands. Windows 10 ist zum
> 14.10.2024 abgekündigt, das sind noch gut 3 Jahre. Und wir wollen doch
> bestimmt nicht wieder so ein Desaster wie bei der Migration von Windows
> XP.
Es war vermutlich ein Tippfehler:
Der Support für Windows 10 Home / Pro läuft bis zum 14.10.2025
Das gilt übrigens auch für Windows 10 Enterprise / Education.
> Und schwups, ist das Projekt genehmigt. IT muss laufen, sie ist der Kern
> nahezu jedes modernen Unternehmens. Ein größeres Risiko hier kann man sich
> nicht leisten. Und wenn man das Risiko so billig reduziert bekommt, nimmt
> man das immer gerne mit. Unsupportete Systemstände oder überhastete
> Migrationen sind erhebliche Risiken.
Windows 11 hat gegenüber Windows 10 keinen signifikanten Mehrwert. Gemäß den Qualitätsmerkmalen für Software ist Windows 11 sogar ein deutlicher Rückschritt und damit für Unternehmen, Behörden und Organisationen, die den Umsatz von Microsoft bezüglich Windows- und Office-Produkten sowie Cloud-Diensten prägen, mit erheblichen Nachteilen verbunden.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.01.23 13:45 durch Meduser. -
Re: Erste Frage der GL: Was bringt uns das?
Autor: Oktavian 07.01.23 - 13:49
> Es war vermutlich ein Tippfehler:
> Der Support für Windows 10 Home / Pro läuft bis zum 14.10.2025
Richtig, danke für die Korrektur.
> Das gilt übrigens auch für Windows 10 Enterprise / Education.
Wahrscheinlich kann man, ähnlich wie bei XP, durch Einwurf großer Scheine noch ein paar Monate rausschinden. Genau die Erfahrung hat man bei XP und bei 7 ja gemacht. Deshalb ist es günstiger, sich frühzeitig damit zu beschäftigen.
> Windows 11 hat gegenüber Windows 10 keinen signifikanten Mehrwert.
Es hat einen Mehrwert, aber der ist entscheidend. Es ist über den 14.10.2025 hinaus supportet. Mehr braucht es da nicht. -
Re: Erste Frage der GL: Was bringt uns das?
Autor: Meduser 07.01.23 - 14:03
Oktavian schrieb:
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> > Windows 11 hat gegenüber Windows 10 keinen signifikanten Mehrwert.
>
> Es hat einen Mehrwert, aber der ist entscheidend. Es ist über den
> 14.10.2025 hinaus supportet. Mehr braucht es da nicht.
Auch das ist so nicht ganz richtig:
Windows 11 Home / Pro 21H2 endet am 10.10.2023.
Windows 11 Home / Pro 22H2 endet am 08.10.2024.
Windows 11 Home / Pro 23H2 wird vermutlich bis in den Oktober 2025 reichen.
Die Praxis zeigt bezüglich Windows 11 vor allem Ernüchterung. Bei einigen Kunden meiner Arbeitgeberin durften wir nach kurzer Zeit Neuinstallationen auf Basis von Windows 10 durchführen, obwohl man Windows 11 eine Chance gab. Auch ich habe privat nach über einem Jahr mit Windows 11 auf die Vorgängerversion gewechselt. Ineffizienz kostet in einem Unternehmen bares Geld. -
Re: Erste Frage der GL: Was bringt uns das?
Autor: Oktavian 07.01.23 - 14:15
> Auch das ist so nicht ganz richtig:
> Windows 11 Home / Pro 21H2 endet am 10.10.2023.
> Windows 11 Home / Pro 22H2 endet am 08.10.2024.
Auch das ist bekannt. Wenn man auf ein OS mit regelmäßigen großen Updates setzt, muss man regelmäßige große Updates mitmachen. Für die, die das wirklich nicht wollen, und wissen, was sie da tun, gibt es die LTS-Versionen.
> Die Praxis zeigt bezüglich Windows 11 vor allem Ernüchterung.
Ja, das mag alles sein. Aber am Ende zählt, es ist der supportete Pfad. Ein Verharren auf Windows 10 wird nichts bringen. Man kann das doof finden oder gemein, man kann weinen oder wütend sein, man kann sich sogar auf den Boden werfen und schreien, alles egal. Die Realität ist, Unternehmen werden vor dem 14.10.2025 in alle Regel migrieren. So wie sie es bei Windows 2000 getan haben, so wie sie es bei XP getan haben, so wie sie es bei Windows 7 getan haben.
Ganz Mutige mögen bis kurz vor Toreschluss warten und auf ein Wunder hoffen. Oder auf ein Windows 12, das dann alle Wunden heilt. Aber seriöse Unternehmen fangen in spätestens einem Jahr die Migrationsprojekte an.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.01.23 14:29 durch Oktavian. -
Re: Erste Frage der GL: Was bringt uns das?
Autor: Meduser 07.01.23 - 14:36
Oktavian schrieb:
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> Auch das ist bekannt. Wenn man auf ein OS mit regelmäßigen großen Updates
> setzt, muss man regelmäßige große Updates mitmachen. Für die, die das
> wirklich nicht wollen, und wissen, was sie da tun, gibt es die
> LTS-Versionen.
Jetzt darfst du gern eine Preiskalkulation machen. Beachte jedoch, dass die Preisgarantie für CSP-Lizenzen (via CSP NCE) an die Laufzeit des Abonnements (Monats-, Jahres- oder Dreijahreslizenz) gebunden ist. Beachte auch, dass der Support für LTSC-Versionen auf 5 Jahre reduziert wurde. Ob Office 2021 (LTSC) einen Nachfolger bekommen wird, weiß keiner.
Auch musst du berücksichtigen, dass Microsoft ab Februar 2023 beginnen wird die CSP-Preise in den ersten asiatischen Ländern zu erhöhen. Grund sind die Schwankungen in den Währungskursen, was dazu führte, dass international agierende Unternehmen ihre Lizenzen dort erwarben, wo es günstiger war, z. B. in Europa statt in Nordamerika oder in Asien statt in Europa. Damit steht schon fest, dass die nächste Preiserhöhung auf dem europäischen Kontinent ansteht, denn hier sind die Preise aus Sicht von Microsoft besonders günstig. Ob dieses oder kommendes Jahr, müssen wir sehen.
> Ganz Mutige mögen bis kurz vor Toreschluss warten und auf ein Wunder
> hoffen. Oder auf ein Windows 12, das dann alle Wunden heilt. Aber seriöse
> Unternehmen fangen in spätestens einem Jahr die Migrationsprojekte an.
Wenn du eine IT-Landschaft mit überwiegend Windows 10 hast, jetzt aber die ersten Systeme ersetzen muss, wobei dein Systemlieferant nur noch Systeme mit Windows 11 verkauft, was tust du? Die IT-Landschaft mit unterschiedlichen OS durchmischen oder radikal alle Systeme auf Windows 11 upgraden?
1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.01.23 14:37 durch Meduser. -
Re: Erste Frage der GL: Was bringt uns das?
Autor: Oktavian 07.01.23 - 14:55
> Wenn du eine IT-Landschaft mit überwiegend Windows 10 hast, jetzt aber die
> ersten Systeme ersetzen muss, wobei dein Systemlieferant nur noch Systeme
> mit Windows 11 verkauft, was tust du?
Mich ärgern, dass ich keine vernünftige Landschaft habe. Ich arbeite zur Zeit in einem Großunternehmen (bin da nicht im IT-Betrieb oder so), und ganz normal haben wir die Enterprise-Version. Damit behalten wir die Upgrade-Zeitpunkte weitgehend in der eigenen Hand. Klar, auf Support-Ende muss man achten, aber das hat unsere IT wirklich gut im Griff.
Bei meinem letzten Arbeitgeber, einen kleinen Unternehmen mit anfangs 20 Leuten und in der Spitze 70 Leuten war ich die IT. Das war so ein Nebenbei-Job, ich habe ansonsten beim Kunden voll fakturiert. Die IT-Landschaft war deshalb zugegeben klein und möglichst einfach. Und selbst da hatten wir für alle Rechner Enterprise-Versionen. So teuer sind die nicht, das hat sich immer gelohnt.
> Die IT-Landschaft mit
> unterschiedlichen OS durchmischen oder radikal alle Systeme auf Windows 11
> upgraden?
Nein, im Zweifel muss man in den sauren Apfel beißen, und Windows 10-Lizenzen auf dem freien Markt kaufen. Migrationen müssen gesteuerte Prozesse sein, nicht durch solche Zufälle "beschleunigt". -
Re: Erste Frage der GL: Was bringt uns das?
Autor: Meduser 07.01.23 - 15:03
Oktavian schrieb:
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> Bei meinem letzten Arbeitgeber, einen kleinen Unternehmen mit anfangs 20
> Leuten und in der Spitze 70 Leuten war ich die IT. Das war so ein
> Nebenbei-Job, ich habe ansonsten beim Kunden voll fakturiert. Die
> IT-Landschaft war deshalb zugegeben klein und möglichst einfach. Und selbst
> da hatten wir für alle Rechner Enterprise-Versionen. So teuer sind die
> nicht, das hat sich immer gelohnt.
Nun kritisch nachgefragt:
1. Wie hoch war der Preisanstieg?
2. Welche Funktionen der Enterprise-Editionen wurden genutzt?
3. Was genau hat sich "gelohnt"? -
Re: Erste Frage der GL: Was bringt uns das?
Autor: Oktavian 07.01.23 - 15:26
> Nun kritisch nachgefragt:
> 1. Wie hoch war der Preisanstieg?
IIRC waren es 10 EUR pro Rechner und Monat. Es gab da die Enterprise-Version in Verbindung mit Intune. Da fast alle Anwender mit Notebooks unterwegs waren, war es insbesondere Intune, was ich da brauchte. Darüber lief Inventarisierung, Monitoring und Softwaredistribution.
> 2. Welche Funktionen der Enterprise-Editionen wurden genutzt?
Im wesentlichen war es genau die Lizenzfrage, dass ich jede supportete Version nutzen konnte und nicht nur die, die zufällig beim Rechner beilag. Dadurch gab es genau ein Image, das auf allen Rechnern war. Dieses Image konnte ich über lange Zeit stabil halten, wenig Aufwand.
Jeder Kollege hatte einen USB-Stick und eine simple Anleitung, mit der er selbständig auch ohne IT-Kenntnisse seinen Rechner von diesem Stick aus wieder in den Auslieferungszustand versetzen konnte.
> 3. Was genau hat sich "gelohnt"?
Ich war in der IT faktisch alleine. Eine IT zu managen mit 70 Leuten, von denen 5 im Büro sitzen, der Rest quer durch Deutschland reist, verlangt etwas Planung. Mit mehreren unterschiedlichen OS-Ständen, individuellen Installationen und Sonderlocken kommt man da nicht weit. Dann wird das vom Nebenjob zum Vollzeitjob. Genau deshalb hat sich die Enterprise-Version gelohnt. Sie hat meine Arbeit dramatisch vereinfacht, eigentlich erst möglich gemacht. Ein Image, alle Rechner sind gleich, alles überall identisch. -
Was das bringt? -> Versicherung!
Autor: treysis 09.01.23 - 12:22
Haukeeee schrieb:
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> Und schwups ist das Thema erledigt, es gibt keinen ROI.
>
> Mit Windows 11 kann man weder mehr Umsatz noch mehr Gewinn machen, es ist
> reines n2h.
Du hast das absolute Totschlagargument (vor allem in Deutschland) vergessen:
VeRsIcHeRuNg!!!
Den Schuh will sich doch heute keiner mehr anziehen. Also wird spätestens zum Stichtag auf Windows 11 umgesattelt. -
Re: Erste Frage der GL: Was bringt uns das?
Autor: tom.stein 09.01.23 - 13:15
Oktavian schrieb:
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> > Auch das ist so nicht ganz richtig:
> > Windows 11 Home / Pro 21H2 endet am 10.10.2023.
> > Windows 11 Home / Pro 22H2 endet am 08.10.2024.
>
> Auch das ist bekannt. Wenn man auf ein OS mit regelmäßigen großen Updates
> setzt, muss man regelmäßige große Updates mitmachen.
> Ja, das mag alles sein. Aber am Ende zählt, es ist der supportete Pfad. Ein
> Verharren auf Windows 10 wird nichts bringen. Man kann das doof finden oder
> gemein, man kann weinen oder wütend sein, man kann sich sogar auf den Boden
> werfen und schreien, alles egal. Die Realität ist, Unternehmen werden vor
> dem 14.10.2025 in alle Regel migrieren. So wie sie es bei Windows 2000
> getan haben, so wie sie es bei XP getan haben, so wie sie es bei Windows 7
> getan haben.
Als Windows-11-Migrnt muss ich sagen: Ja, vieles ist besser geworden und vieles auch schlechter - vom Startmenü bis zu den Systemeinstellungen. Bei den Systemeinstellungen kommt man mit 2-3 zusätzlichen Klicks eigentlich immer auf die Windows-10-Sicht, also für den normalen User möglich und damit kein Problem, für Admins bleibt Powershell unabhängig von der Oberfläche.
Aber wo ist der Unterschied zwischen einem Halbjahresupdate und der Windows-11-Installation? Eigentlich keiner, denn kleine Änderungen des Verhaltens waren auch bisher üblich. Insofern ist m.E. der Schritt von Windows 10 auf Windows 11 nicht so groß, wenn man eh von regelmäßigen Funktionsupdates ausgeht.



