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  5. › Cannon Lake U/Y: Intels erster 10-nm…

Wenn das Pferd tot ist

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  1. Wenn das Pferd tot ist

    Autor: Sharra 16.06.18 - 23:26

    Vielleicht sollte Intel mal überlegen, warum alle anderen eine gute Ausbeute mit anderer Technik erzielen, währen sie seit Jahren mit ihrer Technik nichts hinbekommen.

    Wenn sich eine Fertigungstechnik als unzulänglich erweist, sollte man was ändern.
    Da sämtliche angekündigten Chips immer noch in alter Größe geplant sind, rechnet man bei Intel auch nicht damit, dass man die Probleme bald unter Kontrolle bringt.

  2. Re: Wenn das Pferd tot ist

    Autor: Quantium40 17.06.18 - 00:08

    Sharra schrieb:
    > Vielleicht sollte Intel mal überlegen, warum alle anderen eine gute
    > Ausbeute mit anderer Technik erzielen, währen sie seit Jahren mit ihrer
    > Technik nichts hinbekommen.
    Im 14nm-Prozess hat Intel keine Ausbeute-Probleme.
    Und TSMCs 10nm-Prozess ist nur dem Namen nach besser als Intels 14nm-Prozess.

    > Wenn sich eine Fertigungstechnik als unzulänglich erweist, sollte man was
    > ändern.
    Mal davon abgesehen, dass auch Intel an EUV-Lithographie bastelt, arbeitet Intel doch daran, den 10nm Prozess wirtschaftlich zu machen.

    > Da sämtliche angekündigten Chips immer noch in alter Größe geplant sind,
    > rechnet man bei Intel auch nicht damit, dass man die Probleme bald unter
    > Kontrolle bringt.
    Chips in Massenproduktion haben vom Wafer bis zur CPU Durchlaufzeiten im Bereich von einem halben Jahr und mehr. Da wird Intel für angekündigte Chips der nächsten Zeit wohl kaum auf eine Technologie setzen, bei der die Ausbeute noch nicht passt. Immerhin ist Intel ein gewinnorientiertes Unternehmen.

  3. Re: Wenn das Pferd tot ist

    Autor: Sharra 17.06.18 - 00:21

    Richtig, sie sind ein gewinnorientiertes Unternehmen. Und wie viele Milliarden haben sie bereits in die 10nm Fertigung versenkt, ohne dass auch nur abzusehen ist, dass sie jemals einwandfrei funktioniert? Das beisst sich ein wenig.

  4. Halbleiterphysik hat so ihre Grenzen

    Autor: Anonymer Nutzer 17.06.18 - 01:46

    ... und wir nähern uns dieser an.

    Deshalb geht es immer langsamer voran mit den Fortschritten,
    es wird immer mühsamer und teurer noch kleiner zu werden.

    Und mit jedem Schritt Richtung "noch kleiner" wird eine noch höhere absetzbare Stückzahl benötigt damit sich so ein Projekt/Produkt rechnet.

    Es geht noch immer weiter mit der Verkleinerung,
    aber ein bisschen Platz brauchen wir halt doch noch damit die Elektronen so wie vorgesehen arbeiten können.

    Vielleicht finden wir noch mal ganz neue Wege um ein einziges Atom als Schalter zu verwenden.
    Aber ob das möglich sein wird, und wenn ja wann, das weiß keiner.

    .
    .

  5. Re: Wenn das Pferd tot ist

    Autor: bioharz 17.06.18 - 10:04

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Richtig, sie sind ein gewinnorientiertes Unternehmen. Und wie viele
    > Milliarden haben sie bereits in die 10nm Fertigung versenkt, ohne dass auch
    > nur abzusehen ist, dass sie jemals einwandfrei funktioniert? Das beisst
    > sich ein wenig.

    Was erwarten Sie? Wir nähern uns an die physikalischen Gesetze.

  6. Re: Halbleiterphysik hat so ihre Grenzen

    Autor: Baron Münchhausen. 17.06.18 - 12:34

    Bei 5-7nm soll es soweit sein, dass es unzuverlässig wird durch Tunneling.

    Es gibt aber einiges herauszuholen.

    Softwarelösungen für besseres Verteilen von Rechenaufgaben auf mehreren Kernen und kein 80% 10% 5% bei 8 Cores.

    Evtl. auch Lösungen für o. G. auf Hardware (oder zumindestens via Features eine "Zuarbeit", es via Software einfacher zu machen).

    Architektur (Hardware), die effizienter arbeitet, weniger Cycles / Operation, etc., Ideen wie speculative execution (ja ich weiß Meltdown und so, etc..., ist nur ein Beispiel)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.18 12:35 durch Baron Münchhausen..

  7. Re: Halbleiterphysik hat so ihre Grenzen

    Autor: SanderK 17.06.18 - 19:19

    Das bessere Skalieren der Software, auch spiele, wird Zeit...

  8. Re: Halbleiterphysik hat so ihre Grenzen

    Autor: Anonymer Nutzer 17.06.18 - 21:16

    Baron Münchhausen. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei 5-7nm soll es soweit sein, dass es unzuverlässig wird durch Tunneling.
    >
    > Es gibt aber einiges herauszuholen.
    >
    > Softwarelösungen für besseres Verteilen von Rechenaufgaben auf mehreren
    > Kernen und kein 80% 10% 5% bei 8 Cores.
    >
    > Evtl. auch Lösungen für o. G. auf Hardware (oder zumindestens via Features
    > eine "Zuarbeit", es via Software einfacher zu machen).
    >
    > Architektur (Hardware), die effizienter arbeitet, weniger Cycles /
    > Operation, etc., Ideen wie speculative execution (ja ich weiß Meltdown und
    > so, etc..., ist nur ein Beispiel)


    Stillstand werden wir nicht haben, wir können da noch viel herum-optimieren.
    Da wird wohl ein Großteil des Engagements hingehen, und da gibt es noch so einiges zu holen.

    Vielleicht kommen wir irgendwie auch noch den 3nm nahe, je nach dem wo man dann das Metermaß anlegen will ...

    Was immer auch wir machen werden, ist, bzw. wird ziemlich teuer sein bzw. werden.
    Kann sein, dass wir die Fertigungskosten bei kleinen Prozessen nicht mehr so stark nach unten drücken können wie wir es benötigen würden.

    Insofern müssen wir unsere Erwartungshaltung - was die kontinuierliche Steigerung von Performance angeht - wohl etwas anpassen müssen. Performance wird wohl immer mehr in der Cloud zu finden sein als auf einem lokalen Gerät. Und schon bald wird "Performance" für individuelle Konsumenten kein Thema sein (Ausnahme: Gamer), die werden dann nur interessant finden was geht und was nicht. Die Skalierung wird dann in der Cloud stattfinden, eher weniger im Gerät vor Ort.

    Vielleicht gibt es auf anderen Gebieten der Elektronik noch Fortschritte die wir jetzt noch nicht so gut absehen können.

    Auch andere Halbleiter-Materialien könnten ganz allgemein noch was bringen, GaN ist ganz interessant. Mal sehen was sich aus solchen Ansätzen dieser Art noch machen lässt.

    Auch Speicher ist ein interessantes Thema - Speicher ist ja im Prinzip ein totaler Flaschenhals und ein großer Kostenfaktor.

    Wenn wir einen besseren Speicher hätten, dann könnten wir auch andere Architekturen aufsetzen die dann hoffentlich weniger in böswilliger Absicht ausnutzbare Eigenarten haben werden.

    Aber neue, bzw. neu aufgesetzte Architekturen sind immer ein totales Drama (Kosten, Kosten, Kosten) und es dauert Jahre bis man die gut auf die Reihe bekommen hat. Da kullern die Milliarden nur so davon.


    -

  9. Re: Halbleiterphysik hat so ihre Grenzen

    Autor: FreiGeistler 18.06.18 - 07:32

    Baron Münchhausen. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei 5-7nm soll es soweit sein, dass es unzuverlässig wird durch Tunneling.
    >
    > Es gibt aber einiges herauszuholen.
    >
    > Softwarelösungen für besseres Verteilen von Rechenaufgaben auf mehreren
    > Kernen und kein 80% 10% 5% bei 8 Cores.
    >
    > Evtl. auch Lösungen für o. G. auf Hardware (oder zumindestens via Features
    > eine "Zuarbeit", es via Software einfacher zu machen).
    >
    > Architektur (Hardware), die effizienter arbeitet, weniger Cycles /
    > Operation, etc., Ideen wie speculative execution (ja ich weiß Meltdown und
    > so, etc..., ist nur ein Beispiel)

    Oder endlich mal Graphen-Transistoren zur Industriereife bringen.
    Schaltzyklen im Teraherz-Bereich bei gleichzeitig geringerer Energieaufnahme und keine Tunneling-Effekte sollten doch Motivation genug sein?
    Wer da zuerst ist, macht den Reibach.

  10. Re: Wenn das Pferd tot ist

    Autor: sixx_am 18.06.18 - 10:10

    Ist immer wieder schön zu beobachten, wie in irgendwelchen Labors die klügsten Köpfe der Welt mit riesigem Aufwand und Milliardeninvestitionen über Jahre an diesen Verbesserungen forschen und arbeiten, und hier in den Kommentaren werden diese Probleme einfach mal mit "Pah, hö, warum machen sie nicht einfach dies, warum machen sie nicht einfach das..." - diese Naivität ist auch irgendwie herzerwärmend :-D.

  11. Re: Wenn das Pferd tot ist

    Autor: SanderK 18.06.18 - 10:35

    sixx_am schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist immer wieder schön zu beobachten, wie in irgendwelchen Labors die
    > klügsten Köpfe der Welt mit riesigem Aufwand und Milliardeninvestitionen
    > über Jahre an diesen Verbesserungen forschen und arbeiten, und hier in den
    > Kommentaren werden diese Probleme einfach mal mit "Pah, hö, warum machen
    > sie nicht einfach dies, warum machen sie nicht einfach das..." - diese
    > Naivität ist auch irgendwie herzerwärmend :-D.
    Wobei in der Geschichte, gerade die Naiven große Entdeckungen zutage gebracht hatten, oder Ideen dazu beigesteuert hatten.
    Wobei die Frage warum nicht so oder so, könnte man auch Beantworten, wenn man vom Fach ist :-)

  12. Re: Wenn das Pferd tot ist

    Autor: Sharra 18.06.18 - 11:44

    Leider ist es auch immer wieder unschön zu lesen, wie Milliarden in ein System gepumpt werden, obwohl man schon einige Zeit weiss, dass es eigentlich nichts bringt. Das ist leider nicht mal auf die Großkonzerne beschränkt, sondern findet überall statt.
    Sich einzugestehen, dass man einem Irrweg folgt, scheint deutlich schwerer zu sein, als einfach weiter Geld ins Feuer zu werfen.

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